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Quiz Was wissen Sie über Architektur?


Wozu ist ein Schlussstein gut? Was ist der "dorische Eckkonflikt"? Zeigen Sie, was Sie draufhaben in Sachen Baukunst!

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 8
Der sogenannte Schlussstein ...

a) wird bei Bauabschluss traditionsgemäß mit Champagner begossen.

b) hält einen Bogen erst zusammen.

c) findet sich stets auf der Spitze von
Burgzinnen

Frage 2 von 8
Das wie ein Schiffsbug spitz zulaufende „Chilehaus“ in Hamburg ist eines der
beeindruckendsten Werke ...

a) des Ziegelimpressionismus

b) der Klinkergotik

c) des Backsteinexpressionismus

Frage 3 von 8
Der legendäre „dorische Eckkonflikt“ führte im antiken Griechenland ...

a) zum todbringenden Gefecht zweier rivalisierender, berühmter Bauherren.

b) immer wieder zu Statikproblemen.

c) zum bis heute weltweit verwendeten Begriff „rechter Winkel“.

Frage 4 von 8
Der kanadisch-US-amerikanische Stararchitekt des Dekonstruktivismus, Frank Owen Gehry, entwarf ...

a) das Vergnügungsviertel des Disneyland Paris.

b) die verschachtelte Seattle Central Library.

c) das Guggenheim Museum in New York.

Frage 5 von 8
Der niederländische Architekt Jan Wils erhielt 1928 nach dem Bau des Amsterdamer Olympiastadions ...

a) eine olympische Goldmedaille.

b) einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde.

c) einen Heiratsantrag vor 34 000 jubelnden Zuschauern.

Frage 6 von 8
Der monumentale Londoner „Crystal Palace“, 1851 Austragungsort der ersten Weltausstellung, wurde ...

a) von einem Gärtner entworfen.

b) nach der Ausstellung ab- und andernorts wieder aufgebaut.

c) Vorbild für den Krystallpalast in Leipzig, einst Varieté und Vergnügungsstätte.

Frage 7 von 8
In der Stilrichtung des Brutalismus findet man insbesondere ...

a) nackte Betonwände.

b) nur mit Oberlichtern versehene, fensterlose Bauten.

c) bunkerähnliche, meterdicke Außenwände.

Frage 8 von 8
Das Logo der Produktionsfirma Walt Disney Pictures basiert auf der Silhouette ...

a) des Klosterbergs Mont-Saint-Michel in der Normandie.

b) des Schlosses Neuschwanstein in Bayern.

c) des Schlosses Chambord an der Loire.

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 8
Der sogenannte Schlussstein ...

a) wird bei Bauabschluss traditionsgemäß mit Champagner begossen. ❌

b) hält einen Bogen erst zusammen. ✔️

c) findet sich stets auf der Spitze von
Burgzinnen ❌

In der römischen Baukunst waren tragende Elemente nicht nur die Säulen, wie bei den Griechen, sondern auch Bögen und Gewölbe (zum Beispiel bei Aquädukten oder beim Kolosseum). Den Stein am höchsten Punkt eines Bogens (wie auch den Knotenpunkt in einem Gewölbe) nennt man Schluss- oder Scheitelstein.

Frage 2 von 8
Das wie ein Schiffsbug spitz zulaufende „Chilehaus“ in Hamburg ist eines der
beeindruckendsten Werke ...

a) des Ziegelimpressionismus ❌

b) der Klinkergotik ❌

c) des Backsteinexpressionismus ✔️

Der Backsteinexpressionismus entwickelte sich in den 1920er Jahren, vor allem in Deutschland. Dabei wurden
allein Backsteine zur ornamentalen Form- und Farbgebung verwendet; sie wurden vor- oder zurückgesetzt, verkantet oder verdreht, sodass eine lebendige Fassade entstand. Der Architekt Fritz Höger erschuf das Chilehaus 1922 bis 1924.

Frage 3 von 8
Der legendäre „dorische Eckkonflikt“ führte im antiken Griechenland ...

a) zum todbringenden Gefecht zweier rivalisierender, berühmter Bauherren. ❌

b) immer wieder zu Statikproblemen. ✔️

c) zum bis heute weltweit verwendeten Begriff „rechter Winkel“. ❌

Die dorische Säulenordnung setzte sich ab dem 7. Jahrhundert vor Christus für Tempelbauten in Griechenland durch. Sie folgt einer speziellen Anordnung der Säulen zum darüberliegenden Fries, in dem sich die Zierelemente (Triglyphen und Metopen) regelmäßig abwechseln. Weil die Eck-Triglyphen bündig mit dem darunterliegenden Dachfundament (Architrav) abschließen sollten, erforderte dies bauliche Verstärkungen mit Symmetrieeinbußen.

Frage 4 von 8
Der kanadisch-US-amerikanische Stararchitekt des Dekonstruktivismus, Frank Owen Gehry, entwarf ...

a) das Vergnügungsviertel des Disneyland Paris. ✔️

b) die verschachtelte Seattle Central Library. ❌

c) das Guggenheim Museum in New York. ❌

Der „Picasso der Architektur“ entwarf nicht nur das berühmte Guggenheim Museum in Bilbao, sondern auch das 1992 eröffnete Entertainmentviertel im Disneyland Paris. Zwei weitere Großmeister des modernen Dekonstruktivismus sind Bernard Tschumi (Akropolis-Museum) und Rem Koolhaas (Seattle Library).
Frank Lloyd Wright schuf das Guggenheim Museum in New York.

Frage 5 von 8
Der niederländische Architekt Jan Wils erhielt 1928 nach dem Bau des Amsterdamer Olympiastadions ...

a) eine olympische Goldmedaille. ✔️

b) einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde. ❌

c) einen Heiratsantrag vor 34 000 jubelnden Zuschauern. ❌

Tatsächlich ergatterte Wils für den Entwurf des Stadions olympisches Gold. Denn an den Olympischen Spielen nahmen von 1912 bis 1948 auch Architekten, Maler, Bildhauer, Musiker und Literaten in Kunstwettbewerben teil und wurden auf dem Siegertreppchen geehrt.

Frage 6 von 8
Der monumentale Londoner „Crystal Palace“, 1851 Austragungsort der ersten Weltausstellung, wurde ...

a) von einem Gärtner entworfen. ✔️

b) nach der Ausstellung ab- und andernorts wieder aufgebaut. ✔️

c) Vorbild für den Krystallpalast in Leipzig, einst Varieté und Vergnügungsstätte. ✔️

Der Botaniker Joseph Paxton schuf den einzigartigen Kristallpalast nach dem Vorbild eines Gewächshauses, dessen Dach tatsächlich Bäume überspannte. Der im Hyde Park errichtete Komplex aus Eisen und Glas wurde nach der „Great Exhibition“ abgebaut und im Süden der Stadt wiedererrichtet. 1936 zerstörte ein Feuer den Crystal Palace; der Krystallpalast in Leipzig fiel 1943 einem Bombenangriff zum Opfer.

Frage 7 von 8
In der Stilrichtung des Brutalismus findet man insbesondere ...

a) nackte Betonwände. ✔️

b) nur mit Oberlichtern versehene, fensterlose Bauten. ❌

c) bunkerähnliche, meterdicke Außenwände. ❌

Ein wenig brutal muten sie tatsächlich an, die sichtbaren Betonwände brutalistischer Nachkriegsarchitektur. Der Begriff leitet sich vom französischen béton brut ab und bedeutet nicht mehr und nicht weniger als „roher Beton“.

Frage 8 von 8
Das Logo der Produktionsfirma Walt Disney Pictures basiert auf der Silhouette ...

a) des Klosterbergs Mont-Saint-Michel in der Normandie. ❌

b) des Schlosses Neuschwanstein in Bayern. ✔️

c) des Schlosses Chambord an der Loire. ❌

Walt Disney war so fasziniert vom Schloss Neuschwanstein, dass es ihm 1950 als Vorlage für Cinderellas Märchenschloss diente – und sogar zu einem der Markenzeichen seines Imperiums wurde.

GEO Nr. 08/16 - Die Kunst des Loslassens

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