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Wissenstest: Erfindungen II


Auf den folgenden Seiten finden Sie 15 Fragen zu Erfindern und Erfindungen. Nach jeder Antwort erfahren Sie, ob Sie richtig gelegen haben. Außerdem wird nach jeder beantworteten Frage die richtige Lösung ausführlich beschrieben.

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 14
Was ist das jüngste Teil des Essbestecks?

a) die Gabel

b) das Messer

c) der Löffel

Frage 2 von 14
Wer gliederte alle Verwandtschaftsbeziehungen der chemischen Elemente im Periodensystem?

a) Stanislao Cannizzaro

b) Johann Wolfgang Döbereiner

c) Dimitrij Mendelejew

Frage 3 von 14
Wann wurde die Nähmaschine erfunden?

a) 1846

b) 1866

c) 1886

Frage 4 von 14
Wo wurde das erste bekannte Nullzeichen verwendet?

a) in Indien

b) in Babylonien

c) in Griechenland

Frage 5 von 14
Welche Tiere stiegen mit dem Heißluftballon im September 1783 in die Höhe?

a) eine Katze, ein Hund und eine Gans

b) ein Hahn, eine Ente und ein Schaf

c) eine Ziege, eine Maus und ein Ferkel

Frage 6 von 14
Wann fuhr die erste Dampflokomotive?

a) 1804

b) 1824

c) 1844

Frage 7 von 14
Wo gelangten die ersten Münzen in Umlauf?

a)

b) Wer führte die Fließbandfertigung von Autos ein?

c) Carl Benz

d) Gottfried Daimler

e) Henry Ford

Frage 8 von 14
Aus welchem Jahr stammen die ersten Bücher mit einer "Rezeptur" für Schießpulver?

a) 944

b) 1044

c) 1144

Frage 9 von 14
Wer erfand die Taschenuhr?

a) Peter Henlein

b) Christiaan Huygens

c) John Harrison

Frage 10 von 14
Was erfand George de Mestral vor mehr als 50 Jahren?

a) das Mikrowellengerät

b) den Klettverschluss

c) die Sofortbildkamera

Frage 11 von 14
Wann wurden die ersten gut funktionierenden Streichhölzer erfunden?

a) 1631

b) 1731

c) 1831

Frage 12 von 14
Welchen Glühfaden enthielt die erste funktionierende Glühbirne?

a) einen verkohlten Baumwollfaden

b) einen Platindraht

c) eine japanische Bambusfaser

Frage 13 von 14
Welcher Pharao gilt als Erfinder des Pyramidenbaus?

a) Cheops

b) Snofru

c) Mykerinos

Frage 14 von 14
Wann stellte Johann Friedrich Böttger erstmals Porzellan in Europa her?

a) 1688

b) 1708

c) 1728

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 14
Was ist das jüngste Teil des Essbestecks?

a) die Gabel ✔️

b) das Messer ❌

c) der Löffel ❌

Während Messer und Löffel prähistorischen Ursprungs sind, handelt es sich bei Gabeln um eine verhältnismäßig junge Erfindung. Der byzantinische Adel verwendete sie bereits bei Tisch, als arme und reiche Menschen der westlichen Kulturen noch mit den Fingern speisten. Nach Europa gelangte dieses Esswerkzeug über eine byzantinische Prinzessin, die zu ihrer Hochzeit mit Domenico Silvio, einem Erben des venezianischen Dogen, im Jahr 1071 zwei goldene, zweizinkige Gabeln als Teil ihrer Aussteuer mitbrachte. Doch ihre Versuche, das Volk vom Nutzen des Tischgerätes zu überzeugen, schlugen fehl. Die Kirche verbot die Gabel sogar zeitweilig, denn die Nachbildung der von Gott erschaffenen menschlichen Hand stellte in ihren Augen Blasphemie dar. Erst im 17. Jahrhundert hielt die Gabel schließlich Einzug in die europäische Esskultur.

Frage 2 von 14
Wer gliederte alle Verwandtschaftsbeziehungen der chemischen Elemente im Periodensystem?

a) Stanislao Cannizzaro ❌

b) Johann Wolfgang Döbereiner ❌

c) Dimitrij Mendelejew ✔️

Am 6. März 1869 veröffentlichte der russische Chemiker Dimitrij Mendelejew sein Periodensystem, das die Elemente nach ihrer steigenden Atommasse und nach verwandten regelmäßig wiederkehrenden chemischen Eigenschaften ordnet. Lücken in seinem Schema repräsentierten seiner Ansicht nach bislang unbekannte Elemente, denen er aus ihrer Stellung im System vorab bestimmte Eigenschaften zuschrieb. Mit der Entdeckung von Gallium, Germanium, Scandium und Rhenium erwiesen sich Mendelejews Voraussagen tatsächlich als zutreffend. Heute besteht das Periodensystem aus 115 chemischen Elementen.

Frage 3 von 14
Wann wurde die Nähmaschine erfunden?

a) 1846 ✔️

b) 1866 ❌

c) 1886 ❌

1846 fügte Elias Howe als Erster eine Reihe bekannter Elemente zu einer brauchbaren Nähmaschine zusammen, die nach dem Zweifadensystem arbeitete. Bei seinem Gerät befand sich das Nadelöhr in der Nähe der Nadelspitze, und die bis zu 300 Stiche pro Minute wurden mit Hilfe eines Schiffchens gemacht. Die Nützlichkeit seiner Erfindung demonstrierte Howe in einem Wettnähen gegen fünf Frauen, die noch von Hand nähten: Mit seiner Maschine siegte er konkurrenzlos. Zum ersten Mal hatte die Industrielle Revolution ein Produkt hervorgebracht, das die Hausarbeit der Frauen erleichterte.

Frage 4 von 14
Wo wurde das erste bekannte Nullzeichen verwendet?

a) in Indien ❌

b) in Babylonien ✔️

c) in Griechenland ❌

Ungefähr um 300 vor Christus verwendeten die Babylonier das erste bekannte Nullzeichen. In ihrer Zahlenschreibweise bestimmte die Stelle, an der eine Ziffer steht, klar ihren Wert. Um beispielsweise 504 von 54 zu unterscheiden, war ein Leerzeichen als neutraler Platzanweiser vonnöten, das 5 und 4 voneinander trennte. Die Babylonier lösten dieses Problem, indem sie das Symbol eines schräg gestellten Doppelkeils in das jeweilige Schriftbild einfügten. Um 500 nach Christus wiesen die Inder der Null ihren Platz zwischen -1 und 1 in der Zahlenreihe zu. Und im Jahre 876 tauchte schließlich in einer indischen Tempelinschrift das zur Null gehörige Zeichen "0" auf.

Frage 5 von 14
Welche Tiere stiegen mit dem Heißluftballon im September 1783 in die Höhe?

a) eine Katze, ein Hund und eine Gans ❌

b) ein Hahn, eine Ente und ein Schaf ✔️

c) eine Ziege, eine Maus und ein Ferkel ❌

Die ersten Flugversuche führten die Gebrüder Montgolfier 1782 mit einem Modellballon - einem heißluftgefüllten Stoffsäckchen - durch, der 300 Meter hoch stieg. Im Juni des Jahres 1783 stellten sie der Öffentlichkeit dann ihren Heißluftballon aus Papier und Leinwand vor. Er erreichte eine Höhe von 1830 Metern. Anfang September fand auf Befehl des französischen Königs Ludwig XVI. eine Sondervorführung in Paris statt. An Bord des noch größeren Ballons befanden sich jedoch keine Menschen. Als erste Passagiere nahmen vielmehr ein Hahn, eine Ente und ein Schaf in dem angehängten Korb Platz.

Frage 6 von 14
Wann fuhr die erste Dampflokomotive?

a) 1804 ✔️

b) 1824 ❌

c) 1844 ❌

Die erste Dampflokomotive rollte 1804 über eiserne Schienen: Auf einer 15 Kilometer langen Strecke zog sie mit einer Geschwindigkeit von acht Stundenkilometern fünf Waggons, die mit 70 Schaulustigen und 10 Tonnen Roheisen beladen waren. Dieses dampfgetriebene Landfahrzeug war das Werk des britischen Erfinders Richard Trevithick (1771-1833). Schon wenige Jahre später gelang es dem Engländer George Stephenson (1781-1848), dank verbesserter Dampfmaschinen zuverlässig arbeitende Lokomotiven zu bauen. 1825 fuhr eines seiner Fahrzeuge mit 38 angekoppelten Wagen mit einer Geschwindigkeit von 20-25 km/h - und überholte somit ein Pferd im Galopp!

Frage 7 von 14
Wo gelangten die ersten Münzen in Umlauf?

a) ❌

b) Wer führte die Fließbandfertigung von Autos ein? ❌

c) Carl Benz ❌

d) Gottfried Daimler ❌

e) Henry Ford ✔️

Die ersten Automobile stellten Luxusartikel dar, denn sie wurden in kleinen Werkstätten als Einzelstücke von Hand gebaut. Das Ziel von Henry Ford war es, das teure Gefährt für die breite Bevölkerung erschwinglich zu machen. Um Autos in Massenproduktion herzustellen, zerlegte er den Fertigungsprozess in kleine Arbeitsschritte, die jeweils von einem Arbeiter ausgeführt werden konnten. 1913 führte er das Fließband in die Automobilindustrie ein - eine revolutionäre Neuerung: Fortan transportierte es jedes Werkstück mechanisch von einem Arbeiter zum nächsten. Aufgrund der kostengünstigen Herstellung konnte sich plötzlich auch der Durchschnittsbürger ein Auto leisten. Fords berühmtes Familienauto, das Model T, rollte zwischen 1908 und 1927 ungefähr 15 Millionen Mal vom Band.

Frage 8 von 14
Aus welchem Jahr stammen die ersten Bücher mit einer "Rezeptur" für Schießpulver?

a) 944 ❌

b) 1044 ✔️

c) 1144 ❌

In chinesischen Büchern aus dem Jahre 1044 ist niedergeschrieben, in welchem Verhältnis Salpeter (Kaliumnitrat), Schwefel und Holzkohle zu vermengen sind, um Schießpulver herzustellen. Schon im 9. Jahrhundert hatten chinesische Alchemisten entdeckt, dass ein spezielles Mischungsverhältnis der beiden Mineralien explosive Qualitäten besitzt. In Bambusrohren und Raketen brachten die Chinesen ihren als "Feuerdroge" bezeichneten "Sprengstoff" zur Explosion. Doch ihre Waffen zeigten offenbar nur geringe Wirkung, denn sie konnten die Mongolen nicht aufhalten. Im 13. Jahrhundert gelangte die Erfindung des Schießpulvers nach Europa, wo die gesellschaftspolitischen Auswirkungen weitaus gravierender waren als in ihrem Ursprungsland.

Frage 9 von 14
Wer erfand die Taschenuhr?

a) Peter Henlein ✔️

b) Christiaan Huygens ❌

c) John Harrison ❌

Um 1470 wurde die Zugfeder erfunden. Dieses spiralförmige Stahlband konnte so fest zusammengedreht werden, dass es durch seine selbsttätige Aufrollbewegung Uhren antrieb. Fortan gab es eine Alternative zu den recht großen Gewichten, die an senkrecht stehenden mechanischen Uhren hingen: Unabhängig von der Schwerkraft funktionierte der neue Antrieb in jeder Lage. Um 1504 fertigte der deutsche Mechaniker Peter Henlein eine kleine Uhr, die in eine Jackentasche passte, und bestückte sie mit einer Zugfeder. Seine berühmten "Sackuhren" liefen 40 Stunden, ohne dass man sie aufziehen musste.

Frage 10 von 14
Was erfand George de Mestral vor mehr als 50 Jahren?

a) das Mikrowellengerät ❌

b) den Klettverschluss ✔️

c) die Sofortbildkamera ❌

Nach Spaziergängen mit seinem Hund musste der schweizer Ingenieur George de Mestral öfters Kletten aus dem Fell des Tieres entfernen. Er streifte die igelartigen Kugeln vorsichtig ab, legte sie unter ein Mikroskop und entdeckte: Die scheinbar gerade endenden Stacheln der Samen tragen an ihren Spitzen winzige elastische Häkchen, die sich bei dem Kontakt mit Fell oder gewebtem Stoff festkrallen können. Mit diesem Trick nutzt die Pflanze Tiere und Menschen als Transportmittel für die Verbreitung ihrer Früchte. Die "Häkchen"-Methode schaute de Mestral der Natur ab, um ein Verschlusssystem für Materialien zu entwickeln: den Klettverschluss. Ein Nylonstreifen imitiert die Kletthäkchen, der andere trägt auf seiner Oberfläche etwa 15 mal so viele Schlaufen. 1951 meldete der Ingenieur seine geniale Erfindung zum Patent an.

Frage 11 von 14
Wann wurden die ersten gut funktionierenden Streichhölzer erfunden?

a) 1631 ❌

b) 1731 ❌

c) 1831 ✔️

Vor ungefähr 500 000 Jahren erfanden unsere Vorfahren zufällig die Kunst des Feuermachens, als beim Aneinanderschlagen zweier Feuersteine Funken flogen. Jahrtausende erzeugte man Feuer durch Reibung, doch dies war eine anstrengende Angelegenheit. 1669 wurden Phosphor und nachfolgend weitere schnell Feuer fangende Substanzen entdeckt. Und so entstand die zündende Idee, das Ende eines Holzsplitters mit einem leicht entflammbaren Material zu überziehen. Doch die ersten Zündhölzer vom Anfang des 19. Jahrhunderts waren noch sehr gefährlich. 1831 erfand der französische Chemiker Charles Sauria schließlich Reibzündhölzer, die erst beim Reiben an einer rauen Fläche aufflackerten.

Frage 12 von 14
Welchen Glühfaden enthielt die erste funktionierende Glühbirne?

a) einen verkohlten Baumwollfaden ✔️

b) einen Platindraht ❌

c) eine japanische Bambusfaser ❌

Im 19. Jahrhundert brachten nur Kerzen, Petroleum- und Gaslampen Licht ins Dunkel, bis Thomas Edison 1879 eine helle Idee hatte: die Glühbirne. Allerdings schlugen seine ersten Experimente fehl, Platin oder Kohle als Leitungsdraht zu verwenden. Schließlich fand er das geeignete Material. Ein verkohlter, in Kohlepulver nachbehandelter Baumwollfaden glühte in einer luftleer gepumpten Glasbirne 13 Stunden ohne Unterbrechung! Auf der Suche nach einem noch besseren Glühfaden testete Edison allerlei Materialien - von Spielkartenstreifen über Barthaare bis hin zu Pflanzenfasern. Mit Erfolg: Eine japanische Bambusfaser brannte 1200 Stunden lang. Moderne Glühbirne enthalten jedoch einen sehr dünnen, gewendelten Draht aus dem Schwermetall Wolfram.

Frage 13 von 14
Welcher Pharao gilt als Erfinder des Pyramidenbaus?

a) Cheops ❌

b) Snofru ✔️

c) Mykerinos ❌

Die ägyptischen Könige wurden zunächst in länglichen Ziegelbauten mit unterirdischen Grabkammern, den so genannten Mastabas, bestattet. Um 2630 vor Christus ließ Pharao Djoser jedoch ein besonders prächtiges Grabmal errichten: Es bestand aus sechs übereinander geschichteten Mastabas, wobei die obere jeweils kleiner ausfiel als die darunter liegende. Dieses knapp 61 Meter hohe pyramidenähnliche Bauwerk war der erste monumentale Steinbau der Ägypter. Als eigentlicher Erfinder des Pyramidenbaus gilt jedoch Pharao Snofru (2575-2551 v. Chr.), der gleich drei derartige Grabstätten errichten ließ: die Stufenpyramide, die Knickpyramide und die Rote Pyramide. In letzterem Bauwerk, das bereits ein ausgeklügeltes Grabkammersystem aufwies, wurde der Herrscher bestattet.

Frage 14 von 14
Wann stellte Johann Friedrich Böttger erstmals Porzellan in Europa her?

a) 1688 ❌

b) 1708 ✔️

c) 1728 ❌

China ist das Ursprungsland des Porzellans - einem feinkeramischen Erzeugnis, das aus einem Gemisch aus Kaolin (weicher, formbarer Ton), Quarz und Feldspat besteht. Wie Funde belegen, übten die Chinesen das Porzellanhandwerk bereits vor rund 2500 Jahren aus, sie hüteten diese Kunst jedoch wie ein Staatsgeheimnis. Dem Alchemisten Johann Friedrich Böttger (1682-1719) gelang es 1708 in Meißen auf der Albrechtsburg, das kostbare Gut erstmals auch in Europa herzustellen: Als er statt des eisenhaltig gefärbtem Ton das reine Kaolin aus Schneeberg verarbeitete, erhielt er reines weißes Porzellan. Zwei Jahre später entstand in Meißen die erste Porzellanmanufaktur.


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