VG-Wort Pixel

Wissenstest: DDR


In welcher Stadt riefen Tausende zur ersten Montagsdemonstration "Wir sind das Volk!"? Wie lange gab es im Land des "real existierenden Sozialismus" die Todesstrafe? Und was war eigentlich "Wofasept"? Testen Sie Ihr Wissen zum Thema DDR!

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 15
In welchem Jahr wurde die "Berliner Mauer" errichtet?

a) 1949

b) 1956

c) 1961

Frage 2 von 15
In welcher Stadt fand die erste sogenannte Montagsdemonstration statt?

a) Dresden

b) Leipzig

c) Plauen

Frage 3 von 15
Was war die FDJ?

a) ein Gewerkschaftsbund

b) ein Frauenverband

c) ein Jugendverband

Frage 4 von 15
Wie hieß der letzte Regierungschef der DDR?

a) Lothar de Maizière

b) Hans Modrow

c) Erich Honecker

Frage 5 von 15
Eine Knappheit welchen Genussmittels war 1977 der Grund für heftige Proteste der Bevölkerung in der DDR?

a) Zigaretten

b) Schokolade

c) Kaffee

Frage 6 von 15
Welcher der folgenden Titel war die Nationalhymne der DDR?

a) Unsere Heimat

b) Auferstanden aus Ruinen

c) Die Internationale

Frage 7 von 15
1972 gab es bei einer Abstimmung in der Volkskammer (Parlament) zum ersten und einzigen Mal Gegenstimmen. Worüber wurde dabei abgestimmt?

a) eine Liberalisierung der Regelung zur Unterbrechung der Schwangerschaft

b) eine Erleichterung der Ausreisebestimmungen

c) ein Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden

Frage 8 von 15
Wie hoch war ungefähr der Prozentsatz berufstätiger Frauen Mitte der 80er Jahre in der DDR?

a) 40

b) 70

c) 90

Frage 9 von 15
Wieviel Mark kostete 1985 ein Sony Walkman in der DDR?

a) 70

b) 1000

c) 400

Frage 10 von 15
Welche Stadt hieß zu Zeiten der DDR Karl-Marx-Stadt?

a) Halle

b) Zwickau

c) Chemnitz

Frage 11 von 15
Was wurde umgangssprachlich als "Tal der Ahnungslosen" bezeichnet?

a) Parteien und Vereinigungen, die der Opposition angehörten

b) Regionen in der DDR, in der kein Westfernsehen empfangen werden konnte

c) die BRD

Frage 12 von 15
Wie hieß der Geheimdienst der DDR?

a) Ministerium für Information und Sicherheit

b) Ministerium für Sicherheitsangelegenheiten

c) Ministerium für Staatssicherheit

Frage 13 von 15
Worum handelte es sich bei dem Produkt "Wofasept spezial"?

a) Hustensaft

b) Intimpflegeprodukt

c) Dünger

Frage 14 von 15
Was war die Hauptstadt der DDR?

a) Berlin

b) Potsdam

c) Dresden

Frage 15 von 15
Bis zu welchem Jahr gab es die Todesstrafe in der DDR?

a) 1962

b) 1976

c) 1987

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 15
In welchem Jahr wurde die "Berliner Mauer" errichtet?

a) 1949 ❌

b) 1956 ❌

c) 1961 ✔️

Die "Berliner Mauer" wurde am 13. August 1961 als Verstärkung der Sektorengrenze zwischen Ost- und West-Berlin errichtet. Sie bestand bis zum 9. November 1989. Im propagandistischen Sprachgebrauch der DDR-Führung wurde sie in verharmlosender Weise auch als "antifaschistischer Schutzwall" oder "befestigte Staatsgrenze" bezeichnet.

Frage 2 von 15
In welcher Stadt fand die erste sogenannte Montagsdemonstration statt?

a) Dresden ❌

b) Leipzig ✔️

c) Plauen ❌

Die erste Montagsdemonstration fand am 4. September 1989 in Leipzig statt und schloss sich an Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche an. Die Forderungen der Demonstranten umfassten Reisefreiheit, eine grundsätzliche demokratische Neuordnung der DDR und das Ende der SED-Herrschaft. Der Ruf "Wir sind das Volk!" wurde dabei zum Symbol für den Anspruch auf politische Selbstbestimmung der unzufriedenen DDR-Bürger. In der Folge gab es auch in vielen anderen Städten der DDR, darunter Dresden, Plauen und Rostock, ähnliche Demonstrationen, die zum Teil auch an anderen Wochentagen stattfanden. Die Protestmärsche endeten mit der ersten freien Volkskammerwahl im März des Jahres 1990.

Frage 3 von 15
Was war die FDJ?

a) ein Gewerkschaftsbund ❌

b) ein Frauenverband ❌

c) ein Jugendverband ✔️

Die Abkürzung FDJ stand für "Freie Deutsche Jugend", einen sozialistischen Jugendverband, der bereits in den 30er Jahren gegründet worden war. Über Deutschland hinaus hatte dieser Jugendverband auch in Ländern wie Großbritannien, Frankreich und der ehemaligen Tschechoslowakei Vertretungen. In der DDR war die FDJ die einzige staatlich anerkannte und geförderte Jugendorganisation. Sie bot der SED die Möglichkeit einer über die Schule hinausgehenden Erziehung der Jugend nach den ideologischen Prinzipen der Staatsdoktrin.

Frage 4 von 15
Wie hieß der letzte Regierungschef der DDR?

a) Lothar de Maizière ✔️

b) Hans Modrow ❌

c) Erich Honecker ❌

Lothar de Maizière (CDU) amtierte als letzter Vorsitzender des Ministerrats vom 12. April bis zum 2. Oktober 1990. Damit war er der letzte Regierungschef der DDR.

Frage 5 von 15
Eine Knappheit welchen Genussmittels war 1977 der Grund für heftige Proteste der Bevölkerung in der DDR?

a) Zigaretten ❌

b) Schokolade ❌

c) Kaffee ✔️

Aufgrund eines Versorgungsengpasses mit dem Importgut Kaffee kam es 1977 in der DDR zu heftigen Protesten der Bevölkerung. Diese Episode der DDR-Geschichte wird häufig auch als "Kaffeekrise" bezeichnet. Grund für den Kaffeemangel war eine Missernte in Brasilien im Jahr zuvor, die die Weltmarktpreise für Kaffee hatte in die Höhe schnellen lassen. Da Kaffee nur gegen Devisen erhältlich war und die Regierung diese für die Einfuhr dringend benötigten Erdöls zurückgehalten hatte, mussten die Importe von Kaffee und anderen Genussmitteln gedrosselt werden.

Frage 6 von 15
Welcher der folgenden Titel war die Nationalhymne der DDR?

a) Unsere Heimat ❌

b) Auferstanden aus Ruinen ✔️

c) Die Internationale ❌

Die Nationalhymne der DDR war "Auferstanden aus Ruinen". Komponiert wurde sie von Hanns Eisler, der Text stammt von Johannes R. Becher. Da eine Textzeile der Hymne "Deutschland einig Vaterland" lautete und sich dies ab Anfang der siebziger Jahre nicht mehr mit der Parteilinie der SED in Einklang bringen ließ, wurden in der Folge zu offiziellen Anlässen nur noch Instrumentalversionen der Hymne gespielt.

Frage 7 von 15
1972 gab es bei einer Abstimmung in der Volkskammer (Parlament) zum ersten und einzigen Mal Gegenstimmen. Worüber wurde dabei abgestimmt?

a) eine Liberalisierung der Regelung zur Unterbrechung der Schwangerschaft ✔️

b) eine Erleichterung der Ausreisebestimmungen ❌

c) ein Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden ❌

Es wurde dabei über eine Liberalisierung der Regelung zur Unterbrechung der Schwangerschaft abgestimmt. Im Rahmen dieser Abstimmung wurde zum ersten und einzigen Mal in der Geschichte der DDR das "Prinzip der Einmütigkeit" nicht gewahrt. 14 Abgeordnete stimmten gegen den Gesetzesentwurf und acht enthielten sich, alle aus den Reihen der CDU.

Frage 8 von 15
Wie hoch war ungefähr der Prozentsatz berufstätiger Frauen Mitte der 80er Jahre in der DDR?

a) 40 ❌

b) 70 ❌

c) 90 ✔️

Durch unterschiedliche staatliche Programme im Bereich der Frauen- und Familienpolitik erreichte die Quote berufstätiger Frauen in der DDR Mitte der achtziger Jahre über 90 Prozent und lag damit weit über der Quote der berufstätigen Frauen in der BRD zu dieser Zeit. Dies bedeutete aber nicht, dass Frauen in der Arbeitswelt der DDR völlig gleichberechtigt gewesen wären, da auch dort galt, dass sie selten in leitenden Positionen zu finden waren.

Frage 9 von 15
Wieviel Mark kostete 1985 ein Sony Walkman in der DDR?

a) 70 ❌

b) 1000 ✔️

c) 400 ❌

Ein Walkman von Sony kostete in der DDR 1985 stolze 1000 Mark. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen betrug 1980 bei einem Einpersonenhaushalt 778 Mark. Im Gegensatz zu den hohen Preisen solcher "Luxusartikel", waren die staatlich festgesetzten Preise (sogenannte Endverbraucherpreise EVP) für Grundnahrungsmittel, Arbeits- und Kinderbekleidung sowie manche Spielwaren niedriger als ihre jeweiligen Herstellungskosten.

Frage 10 von 15
Welche Stadt hieß zu Zeiten der DDR Karl-Marx-Stadt?

a) Halle ❌

b) Zwickau ❌

c) Chemnitz ✔️

Die Stadt Chemnitz wurde 1953 anlässlich des Karl-Marx-Jahres in Karl-Marx-Stadt umbenannt. Im Jahre 1990 wurde auf Wunsch der Bewohner die Stadt wieder in Chemnitz zurückbenannt.

Frage 11 von 15
Was wurde umgangssprachlich als "Tal der Ahnungslosen" bezeichnet?

a) Parteien und Vereinigungen, die der Opposition angehörten ❌

b) Regionen in der DDR, in der kein Westfernsehen empfangen werden konnte ✔️

c) die BRD ❌

Als "Tal der Ahnungslosen" bezeichnete man Regionen in Ost-Sachsen, in der Oberlausitz und in Vorpommern, in der kein West-Fernsehen bzw. kein West-Radio empfangen werden konnte.

Frage 12 von 15
Wie hieß der Geheimdienst der DDR?

a) Ministerium für Information und Sicherheit ❌

b) Ministerium für Sicherheitsangelegenheiten ❌

c) Ministerium für Staatssicherheit ✔️

Der Geheimdienst der DDR hieß "Ministerium für Staatssicherheit" (MfS), im Volksmund auch als Stasi bezeichnet. Das MfS war sowohl der Inlands- und Auslandsgeheimdienst der DDR als auch die Ermittlungsbehörde für "politische Straftaten", was ihn faktisch zu einem innenpolitischen Repressions- und Überwachungsorgan der SED machte.

Frage 13 von 15
Worum handelte es sich bei dem Produkt "Wofasept spezial"?

a) Hustensaft ❌

b) Intimpflegeprodukt ✔️

c) Dünger ❌

Bei "Wofasept spezial" handelte es sich um ein Intimpflegeprodukt, das in der Stadt Wolfen hergestellt wurde. Das Kuriose ist, dass dasselbe Produkt mit minimaler Abwandlung der chemischen Zusammensetzung unter dem Namen "Wofasept" als Allzweckreiniger verkauft wurde.

Frage 14 von 15
Was war die Hauptstadt der DDR?

a) Berlin ✔️

b) Potsdam ❌

c) Dresden ❌

In der Verfassung der DDR wurde Berlin zur Hauptstadt des Landes erklärt, obwohl dies gegen die Vereinbarung der Alliierten auf der Jalta-Konferenz verstieß. Dort wurde beschlossen, die Aufteilung Berlins in vier Sektoren aufrecht zu erhalten - wobei die Sektoren keiner der Besatzungszonen angehören dürften. Obwohl sich die DDR über diesen Beschluss hinwegsetzte, wurde das von den Westmächten geduldet. Die damit zusammenhängende Problematik erlangte als "Berlin-Frage" Bekanntheit.

Frage 15 von 15
Bis zu welchem Jahr gab es die Todesstrafe in der DDR?

a) 1962 ❌

b) 1976 ❌

c) 1987 ✔️

Bis ins Jahr 1987 existierte in der DDR die Todesstrafe. Bis zu diesem Zeitpunkt war sie 227 Mal verhängt und 164 Mal vollstreckt worden, zum letzten Mal am 26. Juni 1981. Bei dem letzten Hingerichteten handelte es sich um einen Stasi-Hauptmann namens Werner Teske, dem vorgeworfen wurde, er habe geplant, sich in die Bundesrepublik abzusetzen. Sowohl die Gerichtsverfahren, in denen Todesurteile verhängt wurden, als auch ihre Vollstreckungen wurden üblicherweise geheimgehalten.


Mehr zum Thema