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Wissenstest: Sanfte Medizin


Woher stammt die Heilkunst Ayurveda? Was ist Biofeedback? Was macht ein Osteopath? Testen Sie Ihr Wissen!

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 15
Wer begründete die Homöopathie?

a) Paracelsus

b) Samuel Hahnemann

c) Hildegard von Bingen

Frage 2 von 15
Wie nennt man ein Verfahren, bei dem der Sinneswahrnehmung verborgene Vorgänge im Körper durch technische Hilfsmittel beobachtbar gemacht werden, um dem Patienten eine Beeinflussung dieser Prozesse zu ermöglichen?

a) Biokognition

b) Bioresponse

c) Biofeedback

Frage 3 von 15
Welchen Teil des menschlichen Körpers behandelt ein Osteopath in erster Linie?

a) den Bewegungsapparat

b) das Verdauungssystem

c) den Artikulationsapparat

Frage 4 von 15
Welches der folgenden Hausmittel hat nachweislich eine schmerzstillende Wirkung?

a) Holunderblüte

b) Rizinus

c) Gewürznelke

Frage 5 von 15
Worum handelt es sich bei der sogenannten "Bach-Blütentherapie"?

a) um eine Behandlung mit Wirkstoffen aus bestimmten Uferpflanzen

b) um eine Behandlungsmethode, bei der sowohl medizinische Bäder als auch pflanzliche Arzneimittel zum Einsatz kommen

c) um eine Behandlung mit verdünnten Pflanzenauszügen nach E. Bach

Frage 6 von 15
Wie nennt man in klinischen Studien das wirkstoffhaltige Gegenstück zum Placebo?

a) Verum

b) Ligamentum

c) Serum

Frage 7 von 15
Wie viel Prozent des ursprünglichen Wirkstoffs enthält ein homöopathisches Mittel der Potenz D3?

a) 10

b) 0,1

c) 0,01

Frage 8 von 15
Wie nennt man einen Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs, der unter anderm zur Behandlung orthopädischer Beschwerden eingesetzt wird?

a) Guano

b) Fango

c) Sapporo

Frage 9 von 15
Was versteht man unter "autogenem Training"?

a) eine auf Autosuggestion basierende Entspannungstechnik

b) eine Selbstbehandlung von Erkältungssymptomen

c) Bewegungstechniken zur Schmerzunterdrückung

Frage 10 von 15
Welche der folgenden Therapieformen ist nicht Teil einer sogenannten "Kneipp-Kur"?

a) Hydrotherapie

b) Ernährungstherapie

c) Eigenbluttherapie

Frage 11 von 15
Woher stammt die Heilkunst "Ayurveda"?

a) Indien

b) China

c) Indonesien

Frage 12 von 15
Wie viele unterschiedliche Wirkstoffe (Funktionsmittel) wurden bei den sogenannten "Schüßler-Salzen" ursprünglich unterschieden?

a) 7

b) 12

c) 32

Frage 13 von 15
Welche der folgenden Disziplinen wird üblicherweise nicht zur "Schulmedizin" gerechnet?

a) die Onkologie

b) die Dermatologie

c) die Kinesiologie

Frage 14 von 15
Was versteht man unter dem Begriff "Phytotherapie"?

a) die Lehre von der Verwendung der Infrarotstrahlung in der Medizin

b) die Lehre von der Verwendung von Heilpflanzen als Medikament

c) eine Behandlung mit Antibiotika

Frage 15 von 15
Als "Komplementärmedizin" bezeichnet man ...

a) verschiedene Heilmethoden, die der landestypischen, traditionellen Medizin entstammen und fester Bestandteil des dominanten Gesundheitssystems sind

b) Behandlungsmethoden, in denen ausschließlich nebenwirkungsfreie Medikamente zum Einsatz kommen

c) verschiedene Heilmethoden, die weder den traditionellen Behandlungsmethoden des jeweiligen Landes entspringen, noch in dessen dominantes Gesundheitssystem integriert sind

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 15
Wer begründete die Homöopathie?

a) Paracelsus ❌

b) Samuel Hahnemann ✔️

c) Hildegard von Bingen ❌

Begründer der Homöopathie war Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755 1843). Samuel Hahnemann war ein deutscher Arzt, Schriftsteller und Übersetzer. Im Rahmen seiner Forschungen, für die er auch Selbstversuche mit Medikamenten machte, kam er zu einem überraschenden Schluss: Wirkstoffe, die bei gesunden Personen ein bestimmtes Symptombild hervorrufen, können bei Kranken, deren Symptome denen der Vergiftungserscheinungen der gesunden Probanden nach Einnahme des Mittels ähnelten, eine Besserung bis hin zur Heilung bewirken. Daraus leitete er das Grundprinzip der in der Entstehung begriffenen Homöopathie ab: "Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden."

Frage 2 von 15
Wie nennt man ein Verfahren, bei dem der Sinneswahrnehmung verborgene Vorgänge im Körper durch technische Hilfsmittel beobachtbar gemacht werden, um dem Patienten eine Beeinflussung dieser Prozesse zu ermöglichen?

a) Biokognition ❌

b) Bioresponse ❌

c) Biofeedback ✔️

"Biofeedback" bedeutet so viel wie "biologische Rückmeldung". Die Methode findet vornehmlich in der psychosomatischen Forschung sowie in der Verhaltenstherapie Anwendung.

Frage 3 von 15
Welchen Teil des menschlichen Körpers behandelt ein Osteopath in erster Linie?

a) den Bewegungsapparat ✔️

b) das Verdauungssystem ❌

c) den Artikulationsapparat ❌

den BewegungsapparatBei der Osteopathie handelt es sich um ein alternativmedizinisches Behandlungs- und Diagnosekonzept, das von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) entwickelt wurde. Ihm zufolge können Beeinträchtigungen der Faszien (Teile des Bindegewebes) und Gelenke Leiden in anderen Organen oder Körperregionen auslösen.

Frage 4 von 15
Welches der folgenden Hausmittel hat nachweislich eine schmerzstillende Wirkung?

a) Holunderblüte ❌

b) Rizinus ❌

c) Gewürznelke ✔️

Die Gewürznelke hat nachgewiesenermaßen eine schmerstillende Wirkung. In einer 2006 veröffentlichten Studie kuwaitischer Zahnmediziner erwies sich das Öl der Gewürznelke als ebenso wirksam wie Benzocain, ein in der Schulmedizin häufig verwendetes Lokalanästhetikum.

Frage 5 von 15
Worum handelt es sich bei der sogenannten "Bach-Blütentherapie"?

a) um eine Behandlung mit Wirkstoffen aus bestimmten Uferpflanzen ❌

b) um eine Behandlungsmethode, bei der sowohl medizinische Bäder als auch pflanzliche Arzneimittel zum Einsatz kommen ❌

c) um eine Behandlung mit verdünnten Pflanzenauszügen nach E. Bach ✔️

um eine Behandlung mit verdünnten Pflanzenauszügen nach E. BachDie Kernthese des britischen Arztes Edward Bach (1886 1936) war, dass jede körperliche Störung auf eine seelische zurückgeführt werden könne. Zur Behandlung dieser seelischen Störungen fertigte er aus Pflanzenauszügen sogenannte Urtinkturen, die ihm zufolge ihre Schwingungen durch verschiedene Verfahren wie Auskochen an das Wasser abgeben sollten. Diese wurden in einem weiteren Schritt zu "Blütenessenzen" verdünnt, die helfen sollten, die seelischen Störungen zu beheben.

Frage 6 von 15
Wie nennt man in klinischen Studien das wirkstoffhaltige Gegenstück zum Placebo?

a) Verum ✔️

b) Ligamentum ❌

c) Serum ❌

VerumDas wirkstoffhaltige Gegenstück zum wirkstofflosen "Placebo" nennt man in klinischen Studien "Verum" (lat. "das Wahre").

Frage 7 von 15
Wie viel Prozent des ursprünglichen Wirkstoffs enthält ein homöopathisches Mittel der Potenz D3?

a) 10 ❌

b) 0,1 ✔️

c) 0,01 ❌

Ein homöopathisches Mittel der Potenz D3 enthält 0,1 Prozent des ursprünglichen Wirkstoffs.Beim Potenzieren handelt es sich um ein homöopathisches Herstellungsverfahren für Arzneimittel. Im Rahmen dieser Herstellungsmethode wird die Ausgangssubstanz schrittweise mit Alkohol oder Wasser vermischt und verschüttelt oder mit Milchzucker verrieben. In den entstehenden Verdünnungen kann der Ausgangsstoff oft nicht mehr nachgewiesen werden. Das Verdünnen soll dabei die Nebenwirkungen der Arzneien minimieren und im besten Fall die positive Wirkung zusätzlich verstärken. Für hohe Verdünnungen fehlt bis heute ein wissenschaftlicher Nachweis hinsichtlich der Wirksamkeit. Es gibt verschiedene Verdünnungsstufen in der Homöopathie (D, C, LM, Q). Das "D" ( Abk. für lat. decem) steht dabei für das Verhältnis des Wirkstoffanteils der Urtinktur gegenüber dem Anteil des Wirkstoffs in der verdünnten Arznei. Eine Verdünnung D3 (10 ist die Basis, 3 bezeichnet die dritte Potenz) bedeutet also, dass der Ausgangswert des Wirkstoffanteils im potenzierten Arzneimittel nur noch ein Tausendstel beträgt (1:103 = 1:1000).

Frage 8 von 15
Wie nennt man einen Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs, der unter anderm zur Behandlung orthopädischer Beschwerden eingesetzt wird?

a) Guano ❌

b) Fango ✔️

c) Sapporo ❌

FangoDer Begriff stammt aus dem Italienischen, wo das Wort auch ganz allgemein "Schlamm" bedeutet. Es werden normalerweise zwei Arten von Fango unterschieden: organischer und anorganischer Fango. Die beiden Typen sind nur hinsichtlich ihrer Zusammensetzung verschieden. Anorganischer Fango besteht aus vulkanischem Gestein, das fein zerrieben und mit Thermal- oder Mineralwasser zu Schlamm aufgeschwemmt wird. Organischer Fango dagegen wird darüber hinaus noch mit Algen und Mikroorganismen versetzt und benötigt eine Reifezeit von mindestens 60 Tagen. Die therapeutische Verwendung von Fango lässt sich bis ins Römische Reich zurückverfolgen.

Frage 9 von 15
Was versteht man unter "autogenem Training"?

a) eine auf Autosuggestion basierende Entspannungstechnik ✔️

b) eine Selbstbehandlung von Erkältungssymptomen ❌

c) Bewegungstechniken zur Schmerzunterdrückung ❌

eine auf Autosuggestion basierende EntspannungstechnikEntwickelt hat die Technik des "autogenen Trainings" der Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schulz (1884-1970), der sie aus bestimmten Hypnosetechniken ableitete. Die Methode des "autogenen Trainings" wird heute hauptsächlich zur Behandlung von psychosomatischen Störungen oder bei Stress angewendet.

Frage 10 von 15
Welche der folgenden Therapieformen ist nicht Teil einer sogenannten "Kneipp-Kur"?

a) Hydrotherapie ❌

b) Ernährungstherapie ❌

c) Eigenbluttherapie ✔️

EigenbluttherapieDie "Kneipp-Kur", benannt nach dem Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) ist eine Kombination verschiedener Heilmethoden aus den Bereichen Hydro-, Ernährungs-, Bewegungs- und Pflanzenheiltherapie.

Frage 11 von 15
Woher stammt die Heilkunst "Ayurveda"?

a) Indien ✔️

b) China ❌

c) Indonesien ❌

IndienWörtlich übersetzt heißt der Sanskritbegriff "Ayurveda" soviel wie "Wissen vom Leben" oder "Lebensweisheit". Bei der ayurvedischen Behandlung überwiegen pflanzliche Arzneien. Um das Jahr 1000 herum kamen darüber hinaus alchimistische Präparate hinzu, etwa Aschen aus Metallen und Pflanzensäften. Ein weiterer zentraler Aspekt der ayurvedischen Medizin ist die Ernährungslehre. Die drei wichtigsten Sammelwerke der sagenhaften altindischen Ärzte Caraka, Sushruta und Vagbhata wurden etwa um 500 n. Chr. aufgezeichnet. Die Lehre selbst aber ist sehr viel älter. Ihre Ursprünge liegen in vorhistorischer Zeit.

Frage 12 von 15
Wie viele unterschiedliche Wirkstoffe (Funktionsmittel) wurden bei den sogenannten "Schüßler-Salzen" ursprünglich unterschieden?

a) 7 ❌

b) 12 ✔️

c) 32 ❌

12Ursprünglich unterschied Schüßler (1821-1898) - nach dem die Salze benannt wurden - zwölf sogenannte Funktionsmittel oder Wirkstoffe. Später reduzierte er die Anzahl der Wirkstoffe auf elf, indem er das Salz Silicea (Kieselsäure) aufgrund biochemischer Erwägungen ausschloss. Verschiedene Autoren fügten in späteren Jahren weitere Mineralstoffe hinzu. Diese werden heute üblicherweise als "Ergänzungsmittel" bezeichnet.

Frage 13 von 15
Welche der folgenden Disziplinen wird üblicherweise nicht zur "Schulmedizin" gerechnet?

a) die Onkologie ❌

b) die Dermatologie ❌

c) die Kinesiologie ✔️

die KinesiologieBei der "Kinesiologie" handelt es sich um ein alternativmedizinisches Diagnose- und Therapieverfahren, in dem davon ausgegangen wird, dass sich gesundheitliche Beeinträchtigungen als Schwäche bestimmter Muskelgruppen manifestieren. Ein wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit kinesiologischer Behandlungsmethoden steht noch aus.

Frage 14 von 15
Was versteht man unter dem Begriff "Phytotherapie"?

a) die Lehre von der Verwendung der Infrarotstrahlung in der Medizin ❌

b) die Lehre von der Verwendung von Heilpflanzen als Medikament ✔️

c) eine Behandlung mit Antibiotika ❌

Der Begriff "Phytotherapie" (von gr. phytón "Gewächs, Pflanze, Baum") bezeichnet die Lehre von der Verwendung von Heilpflanzen als Medikament.

Frage 15 von 15
Als "Komplementärmedizin" bezeichnet man ...

a) verschiedene Heilmethoden, die der landestypischen, traditionellen Medizin entstammen und fester Bestandteil des dominanten Gesundheitssystems sind ❌

b) Behandlungsmethoden, in denen ausschließlich nebenwirkungsfreie Medikamente zum Einsatz kommen ❌

c) verschiedene Heilmethoden, die weder den traditionellen Behandlungsmethoden des jeweiligen Landes entspringen, noch in dessen dominantes Gesundheitssystem integriert sind ✔️

Der Definition der WHO (Weltgesundheitsorganisation) nach bezeichnet man mit dem Begriff "Komplementärmedizin" (auch Alternativmedizin genannt) verschiedene Heilmethoden, die weder den traditionellen Behandlungsmethoden des jeweiligen Landes entspringen, noch in dessen vorherrschendes Gesundheitssystem integriert sind. Was also der Begriff "Komplementärmedizin" im Einzelnen umfasst, kann von Land zu Land variieren.

GEO WISSEN Nr. 42 - 11/08 - Sanfte Medizin

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