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UV-Strahlung Sind moderne Solarien ein Ersatz für ein Sonnenbad?

Solarium
Gegen winterliche Schwermut hilft der Solariumbesuch leider nicht
© luckybusiness / Fotolia
Lässt sich der Effekt des Sonnenlichts durch einen Besuch im Solarium ersetzen? Und was bringt eigentlich das "Vorbräunen"? Die Antworten dürften Sonnenbankfans enttäuschen

Die meisten Solarien verwenden hauptsächlich UV-A-Strahlung, damit ihre Kunden schnell braun werden – also eben jene Wellen, die die Haut altern lassen, aber nichts zur Vitamin- D-Produktion beitragen.

Eine derartige Solarium-Bräune schützt auch kaum vor Sonnenbrand, da die Haut unter UV-A-Einfluss keine Lichtschwiele bildet, die gefährliche UV-B-Strahlung abzuhalten vermag.

In Deutschland zugelassene Solarien strahlen bei maximaler Leistung so stark wie die Sonne bei wolkenlosem Himmel mittags am Äquator. Weil jede zusätzliche UV-Strahlung das Hautkrebsrisiko erhöht, ist die Nutzung von Sonnenbänken hierzulande erst ab 18 Jahren erlaubt. Darüber hinaus rät die UV-Schutz-Verordnung Menschen mit den hellen Hauttypen I und II generell von künstlicher UV-Bestrahlung ab.

"Vorbräunen" im Solarium?

Abwegig ist insbesondere auch der Gedanke, das „Vorbräunen“ im Solarium ermögliche es, unbedenklich im natürlichen Sonnenlicht zu baden. Wer oft ins Studio geht, sollte sich vielmehr entsprechend weniger der echten Sonne aussetzen.

Und gegen winterliche Schwermut hilft der Solariumbesuch leider auch nicht: Denn für die stimmungsaufhellende Wirkung ist nicht die UV-Strahlung verantwortlich (vor der die Augen im Solarium ohnehin mit einer Schutzbrille abgeschirmt werden müssen), sondern das sichtbare Tageslicht.

GEO WISSEN GESUNDHEIT Nr. 6 - Unsere Haut

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