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Tipps Fünf unvergessliche Erlebnisse

Von heiß bis eiskalt - was Sie in Amsterdam, Rotterdam und Den Haag unbedingt erlebt haben sollten. Und zwar jenseits der ausgetretenen Touristenpfade

1. Erlebnis

Amsterdam: In einem Schaufenster im Rotlichtviertel sitzen

Die Welt einmal aus der Sicht einer Prostituierten sehen? Das geht - bei einer Führung durch das Rotlichtviertel De Wallen. Gleich zu Beginn bittet Mariska Majoor jemanden, sich auf den Stuhl im Schaufenster zu setzen, angezogen, versteht sich. Um zu erleben, wie es ist, von vorüberziehenden Männern beäugt zu werden. Darüber hinaus hat Frau Majoor außergewöhnlich viel Interessantes zu vermitteln; sie saß jahrelang selbst auf einem solchen Stuhl.

Nacherleben

Das Prostituierten-Informationscenter (PIC), Enge Kerksteeg 3, pic-amsterdam.com, bietet Führungen auf Englisch, Mi 18.30 Uhr und Sa 17 Uhr, 15 €.

2. Erlebnis

Rotterdam: Leinen los im Hafen

Der Rotterdamer Hafen ist nicht nur der drittgrößte der Welt, nach Shanghai und Singapur. Er ist auch einer der längsten – über 35 Kilometer zieht er sich am Wasser entlang. Tipp: Nicht lange laufen, gleich rauf auf ein Schiff! Buchen Sie bei Spido die 75-minütige Tour. Besser noch die – im Juli und August angebotene – zweieinhalbstündige Hafenrundfahrt, die Sie tief hinein in eine Welt führt, die nie schläft. Dank des ungewöhnlichen Tiefgangs legen hier die weltgrößten Schiffe an hochmodernen Terminals an, auch schon mal knapp 400 Meter lang, mit einer Kapazität von 18 000 Containern.

Nacherleben

Die Schiffe fahren am Willemsplein 85 ab, am Fuß der Erasmusbrücke. Variable Startzeiten, Informationen gibt es unter spido.nl. Die 75-minütige Tour kostet 10,75 €, die zweieinhalbstündige ausführliche Hafenrundfahrt 17,75 €. Auch Tagesfahrten.

Fünf unvergessliche Erlebnisse

Wir sagen Ihnen, was Sie in Amsterdam, Rotterdam und Den Haag unbedingt erlebt haben sollten

3. Erlebnis

Rotterdam: Das Maeslantkering bestaunen

Bei diesen Dimensionen steht nicht nur Technikfans der Mund offen: Die zwei 240 Meter langen Stahltore, die bei Sturmfluten die Einfahrt zum Rotterdamer Hafen verschließen, sind eine riesige Sehenswürdigkeit wie zugleich zentraler Bestandteil des niederländischen Hochwasserschutzes. Wer Detailinformationen über Kugelscharniere, Hydraulikmotoren und Wasserdruck bekommen will, besucht das Infozentrum Keringhuis – und schließt sich an Wochenenden und Feiertagen den einstündigen Führungen an.

Nacherleben

Von Rotterdam per Zug nach Hoek van Holland, dort gibt es, wie an fast allen niederländischen Bahnhöfen, eine fietsverhuur. Mit dem Rad gut zehn Minuten zum Maeslantkeringweg 139 fahren. Keringhuis, keringhuis.nl, Mo–Fr 10–16 Uhr, Sa, So 11–17 Uhr, kostenlos. Probeschließung einmal im Jahr, die nächste voraussichtlich im September 2014.

4. Erlebnis

Den Haag: Matjesessen auf dem Haagse Markt

Mit zwei, drei Fingern den nackten Hering am Schwanz packen, ihn durch eine Schale mit gehackten, rohen Zwiebeln ziehen und dann, Kopf in den Nacken, und den kalten Fisch langsam hinabgleiten lassen – ja, das machen die Niederländer so. Sie sind sogar ganz verrückt danach, besonders ab Anfang Juni, wenn der fangfrische nieuwe haring auf dem riesigen Markt von Den Haag überall angeboten wird.

Nacherleben

Haagse Markt, Herman Costerstraat, dehaagsemarkt.nl, Mo, Mi, Fr, Sa, 9–17 Uhr. Besonders gut: bei Simonis, einem echten Familienbetrieb.

5. Erlebnis

Den Haag: Neujahrsschwimmen in Scheveningen

Die spinnen, die Niederländer - rennen jeden 1. Januar um Punkt zwölf zu Tausenden in die eisige Nordsee, die dann meist um die vier Grad kalt ist, und finden das auch noch gut. Auf dem Kopf bunte Wollmützen, gesponsert von einem Fertigsuppenhersteller, der ihnen auch eine Sonderedition Dosen-Erbsensuppe schenkt, zum Aufwärmen. Wenn der Wahnsinn vorbei ist.

Nacherleben

Am 1. Januar, 10.30 Uhr, mit Badehose, Badeanzug, Bikini zum Strand von Scheveningen gehen und für die Nieuwjaarsduik registrieren lassen, 2 €. Oder man schaut nur zu.

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