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1. Eberhard Fätkenheuer

ging über die weiße Linie

Eberhard Fätkenheuer hatte sowjetische Raketensilos ausgekundschaftet und Truppenbewegungen der NVA protokolliert. Nach sechs Jahren DDR-Gefängnis folgte der kurze Fußmarsch in die Freiheit. "Gegen Mittag überquerte ich die weiße Linie", erinnert er sich. "Ich hatte mein Leben lang Fluchtideen, habe im Geist Heißluftballons konstruiert und Tunnel gegraben." Nun, endlich, fühlte er sich auf der sicheren Seite. Und doch war da nicht nur Euphorie, sondern auch Existenzangst, Unsicherheit, eine zerbrochene Ehe. In der Villa Schöningen, direkt an der Brücke gelegen, tritt Fätkenheuer heute in "Agentengesprächen" als Zeitzeuge auf. Der größte Agentenaustausch ...