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Sexualität Fünf Fakten zur Pubertät


Warum Mädchen immer früher in die Pubertät kommen und weshalb Jugendliche mit 14 Jahren einen Kreativitätsschub erleben. Wissenswertes über das Erwachsenwerden
Sexualität: Noch vor 150 Jahren kamen Mädchen erst mit 17 Jahren in die Pubertät, heute schon mit zwölf bis 13 Jahren
Noch vor 150 Jahren kamen Mädchen erst mit 17 Jahren in die Pubertät, heute schon mit zwölf bis 13 Jahren
© Andrew Fox/Corbis

Mädchen entwickeln eine rundlichere Figur, ausladendere Hüften

Zwischen dem elften und 15. Lebensjahr wölbt sich die Brust eines Mädchens hervor, Vagina und Uterus vergrößern sich, Hüfte, Bauch und Oberschenkel setzen Fett an, das Becken wird breiter, Achsel- und Schamhaare sprießen. Zur ersten Menstruation kommt es mit etwa zwölf Jahren. Mit rund 17 Jahren sind die Wachstumsprozesse abgeschlossen.

Jungen werden kräftiger und schießen in die Höhe

Vom elften Lebensjahr an wachsen bei Jungen verstärkt Hoden, Penis und Schamhaare, später Achselhaare. Körpergröße und Muskelmasse nehmen zu. Mit 15 sprießt der Bart, der Kehlkopf vergrößert sich, der Stimmbruch setzt ein. Zwischen dem neunten und 15. Lebensjahr kommt es zur ersten Ejakulation. Das Längenwachstum endet mit etwa 19.

Die Pubertät setzt beim weiblichen Geschlecht heute früher ein

Noch vor 150 Jahren kamen Mädchen erst mit 17 Jahren in die Pubertät, heute schon mit zwölf bis 13 Jahren. Die Hauptursache: bessere Ernährung. Denn Frauen werden erst ab einem Körperfettanteil von 17 Prozent fruchtbar. Aus diesem Grund setzt bei Untergewichtigen die Regel erst später ein. Für Jungen liegen keine entsprechenden Vergleichsdaten vor...

Das Gehirn organisiert sich um, neue Verknüpfungen entstehen

Bis zu 30 000 nicht benötigte Nervenverbindungen sterben während der Pubertät pro Sekunde ab. Dafür vernetzen sich die übrigen Neurone umso stärker. Vor allem im vorderen Gehirnbereich, der Entscheidungen, planvolles Verhalten und Motivation koordiniert, sowie im Gefühlszentrum. Zusammen mit der Hormonumstellung kann diese Veränderung zu Stimmungsschwankungen, Risikofreude oder geringem Elan führen.

Mit rund 14 Jahren erfolgt gleichsam ein Kreativitätsschub

Der massive Umbau des Gehirns in der Pubertät steigert zugleich Gedächtnis-, Denk- und Sinnesleistung: In keiner anderen Lebensphase schneiden Probanden in vielen Tests besser ab, lassen sich Talente nachhaltiger fördern. Zudem sind Teenager origineller, kreativer und idealistischer als Erwachsene und eher bereit, zu diskutieren und Neues auszuprobieren.

Lesen Sie mehr zum Thema Pubertät im

GEOkompakt Nr. 43 "Sex".

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