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Die Grundlagen des Wissens

Verhütung Was Sie über die Antibabypille wissen müssen

Sechs Fragen und Antworten zur Verhütung: Wie die Antibabypille wirkt und auf welche Weise ihre Substanzen die Partnerwahl beeinflussen

Wie wirkt die Antibabypille?

Die beiden Wirkstoffkomponenten der Pille ahmen die Funktion des Hormons Progesteron sowie natürlicher Östrogene nach und täuschen dem weiblichen Körper vor, er sei schwanger. Dadurch wird der Eisprung unterdrückt und der Gebärmutterschleim verdickt sich, sodass keine Spermien eindringen können. Fehlerfrei angewandt, verhindert die Pille zu 99,7 Prozent eine Befruchtung.

Nach welchem Prinzip funktioniert die "Pille danach"?

Die hoch dosierte "Pille danach" unterbindet wie die normale Pille den Eisprung, jedoch nicht nur bei dauerhafter Anwendung, sondern innerhalb kurzer Zeit. So verhindert sie bei rechtzeitiger Einnahme nach ungeschütztem Sex, dass Spermien, die fünf Tage im weiblichen Körper überleben können, den Eisprung gleichsam abwarten. Das Notfallmittel funktioniert jedoch nicht, wenn der Eisprung gerade stattgefunden hat oder nahe bevorsteht.

Was Sie über die Antibabypille wissen müssen

Sexuelle Revolution: Mit Einführung der Antibabypille veränderte sich das Liebesleben vieler Menschen radikal

Sorgen die Hormonpräparate für schönere Haut?

Die Pille kann das Hautbild verbessern, indem sie die Wirkung eines speziellen Stoffs im Körper unterdrückt, der Akne hervorruft. Der stärkste Effekt auf die Haut wird neueren Präparaten der sogenannten dritten und vierten Generation zugeschrieben. Diese können allerdings auch das Risiko für lebensbedrohliche Blutgerinnsel erhöhen. Daher empfehlen Experten, nach Möglichkeit Mittel der älteren zweiten Generation zu verwenden.

Beeinflussen die Substanzen in der Pille die Partnerwahl?

Im Normalfall fühlen sich Frauen an ihren fruchtbaren Tagen zu besonders männlichen Partnern hingezogen. Die hormonelle Verhütung unterdrückt jedoch die Fruchtbarkeit und somit die weibliche Vorliebe für Maskulinität. So zeigen Studien, dass Frauen mit der Pille tatsächlich dauerhaft weniger männliche Typen bevorzugen. Und umgekehrt können sie das Interesse an ihrem Gefährten auch wieder verlieren, sobald sie das Mittel absetzen.

Was genau ist die Minipille?

Im Unterschied zur gängigen Pille enthält die Minipille kein synthetisches Östrogen, sondern nur die Progesteron-Komponente. Sie birgt kein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel und wird deshalb beispielsweise Frauen verschrieben, die anfällig für Thrombosen sind. Der Nachteil: Die Minipille verursacht häufig unregelmäßige Blutungen und verliert schnell ihre Wirkung, wenn sie nicht jeden Tag etwa um die gleiche Zeit eingenommen wird.

Welche Alternativen gibt es?

Es existieren hormonfreie Verfahren, die ähnlich zuverlässig sind wie die Pille: Bei der natürlichen Verhütung mithilfe der sympthothermalen Methode etwa vermeidet die Frau Sex an fruchtbaren Tagen, die sie anhand von Körpertemperatur, Konsistenz des Gebärmutterschleims und Zyklusberechnungen bestimmt. Alternativ kann sie sich auch für jeweils fünf Jahre eine Kupferspirale oder -kette in die Gebärmutter einsetzen lassen, die das Einnisten befruchteter Eizellen verhindert.

Lesen Sie mehr zum Thema Verhütung im neuen

GEOkompakt Nr. 43 "Sex".

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