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Kultureller Rückschritt Die Insel des Vergessens


1772 begegnen Europäer erstmals den Ureinwohnern der Insel Tasmanien. Sie treffen auf Menschen, deren Gemeinschaft seit 360 Generationen keinen Kontakt mehr zum Festland hatte. Und die kaum Werkzeuge benutzen, teils in Hütten ohne Dach hausen und ihre nackten Körper lediglich mit Fett einschmieren, um sich vor Kälte zu schützen. Das Erstaunliche: So primitiv lebten die Tasmanier früher nicht - sie haben viele kulturelle Fähigkeiten verloren

Als der niederländische Seefahrer Abel Tasman 1642 als erster Europäer vor jener Insel Anker wirft, die später nach ihm benannt wird, erscheint ihm das Eiland bewohnt. Doch Tasman hat es eilig, er segelt weiter nach Neuseeland, ohne die Insel zu erforschen, und so dauert es weitere 130 Jahre, bis Europäer 1772 Menschen zu Gesicht bekommen, die auf Tasmanien leben. In jenem Jahr geht der französische Seefahrer Marc-Joseph Marion du Fresne mit seiner Mannschaft an Land. Und als er die Einheimischen erblickt, staunt er vermutlich. Ihrer Erscheinung nach ähneln die Tasmanier den Aborigines, die im rund 240 Kilometer entfernten Australien leben. Ihre Lippen sind voll, ihre Nasen breit; doch ihre Haut ist dunkler, ihr Schädel höher, und so kraus liegen ihnen die wolligen Haare auf dem Kopf, dass ein Seefahrer zunächst vermutet, die Inselbewohner schmückten sich mit Perücken aus Seetang. Doch während die meisten Aborigines Kleidung tragen, laufen die Tasmanier nackt umher - nur manche Frauen haben Felle um ihre Schultern geschlungen, in denen sie etwa ihre Kinder tragen. Und während die Aborigines mit Wurfhölzern Jagd auf Tiere machen und mit mehrzackigen Speeren Fische erlegen, verfügen die Tasmanier kaum über Werkzeuge oder Waffen. Ihre wenigen Habseligkeiten muten überaus schlicht an. Ihre Speere sind lange Zweige, die sie mit Steinschabern anspitzen. Sie erschlagen Robben oder Kängurus mit Holzkeulen. Sie können zwar Feuer entfachen, besitzen aber keine Kochgefäße. Und die Hütten auf dieser Insel, deren Klima dem der Bretagne ähnelt, haben zum Teil nicht einmal Dächer. Viele von ihnen gleichen eher einem Windfang, zusammengeflochten aus Zweigen und Rindenstücken.

Nie zuvor haben Europäer Menschen zu Gesicht bekommen, die derart einfach leben. Und was das Ganze besonders befremdlich macht: Archäologische Funde werden später belegen, dass die Tasmanier technisch einst viel weiter entwickelt waren, dass sie über raffiniertere Gerätschaften verfügten. Rund 8000 Jahre vor Ankunft der Franzosen fertigten sie beispielsweise Werkzeuge aus Knochen und fischten wohl mit Netzen. Zu jener Zeit war Tasmanien erst seit etwa 2000 Jahren eine Insel. Noch während der letzten Eiszeit hatte es einen Teil des australischen Festlands gebildet, dann aber erwärmte sich das globale Klima, die Eismassen an den Polen und die kontinentalen Gletscher schmolzen ab, der Meeresspiegel stieg. Nach und nach überflutete der Ozean die Verbindung zum Festland, sodass Tasmanien zu einem Eiland wurde, dessen Bewohner nahezu 360 Generationen lang keinen Kontakt zu anderen Völkern hatten. Keine andere Menschengruppe, die bis in die Neuzeit überlebte, war je über so lange Zeit derart isoliert.

Kultureller Rückschritt: Nackt, mit primitiven Werkzeugen ausgestattet und nachts lediglich von einfachen Hütten geschützt, leben rund 4000 Menschen auf Tasmanien, als die Europäer sie 1772 erstmals zu Gesicht bekommen
Nackt, mit primitiven Werkzeugen ausgestattet und nachts lediglich von einfachen Hütten geschützt, leben rund 4000 Menschen auf Tasmanien, als die Europäer sie 1772 erstmals zu Gesicht bekommen
© Archiv Gerstenberg/ullstein bild

Wie Forscher heute wissen, verpassten die Tasmanier während der langen Phase der Abgeschiedenheit nicht nur technische Neuerungen aus anderen Teilen der Welt, sondern verloren sogar bereits vorhandenes Wissen, gaben Fähigkeiten auf, die sie längst erlangt hatten. Die Tasmanier, so ungeheuerlich dies erscheint, entwickelten sich zurück. Wie konnte das geschehen? Wie ist es möglich, dass einer Gesellschaft einmal erworbene Errungenschaften wieder abhanden kommen? Schließlich sollte man meinen, dass die technische Entwicklung stets nur eine Richtung kennt: voran. Steinwerkzeuge waren die Vorläufer von Geräten aus Metall, Häuser lösten Höhlen ab. Lasten wurden erst gezogen, dann gerollt, schließlich motorisiert bewegt. Fortschritt ist der normale, ja unausweichliche Gang der Dinge - so nehmen wir gemeinhin an. Ein Blick in die Geschichte offenbart jedoch, dass über Generationen erlerntes Wissen durchaus verloren gehen kann. Das geschieht manchmal schlicht dann, wenn eine Kultur verschwindet und mit ihr das technische Know-how. Ein Beispiel dafür bietet die Indus-Zivilisation, die vor mehr als 4000 Jahren im heutigen Pakistan existierte. Niemand hat bis heute die Schriftzeichen dieser Kultur entziffert, doch ausgegrabene Ruinen belegen, dass ihre Angehörigen zum Teil in großen Städten mit breiten Straßen und präzise angelegten Wohnbauten lebten. Sie kamen offenbar ohne König und Militär aus, doch betrieben ausgeprägten Handel: Kaufleute reisten bis nach Zentralasien sowie in den Iran, Waren aus dem Indus-Tal gelangten auf die Arabische Halbinsel und nach Mesopotamien. In den urbanen Zentren lebten die Menschen in Häusern, die bereits eigene Badekammern besaßen und an ein stadtweites Abwassersystem angeschlossen waren.

Rund 700 Jahre blühte diese Zivilisation. Dann verschwand sie aus bislang unbekannten Gründen. Mit ihr gerieten in dieser Region auch Schrift, urbane Architektur und Abwassertechnik in Vergessenheit. Dass technische Errungenschaften verloren gehen, wenn Kulturen aufhören zu existieren, liegt auf der Hand. Sie können jedoch auch abhanden kommen, während eine Gesellschaft weiterbesteht. Und genau dies geschah in Tasmanien.

Nach der Trennung der Insel vom australischen Festland vor 10.000 Jahren lebten vielleicht 4000 Menschen auf dem Eiland. Sie siedelten vor allem entlang der Küste, vermutlich in Gruppen von 20 bis 30 Individuen. Tasmanien ist etwas kleiner als Irland, doch Berge, die teils steil vom Meer aufsteigen, machten das Landesinnere für die Menschen extrem schwer zugänglich. Dichte Wälder dehnten sich nach dem Ende der Eiszeit weiträumig aus. Zudem regnete es immer wieder stark auf der windumtosten Insel. In mancher Hinsicht herrschten auf Tasmanien aber auch angenehme Lebensbedingungen. So waren die Gewässer reich an Fisch; es gab also genügend proteinreiche Nahrung. Und Gräten, die Archäologen in den Überresten einstiger Lagerplätze gefunden haben, belegen eindeutig, dass die Tasmanier in den ersten Jahrtausenden nach der Abschottung ihrer Heimat ausgiebig Fische zu sich genommen hatten. Jene Inselbewohner aber, denen die Europäer im 18. Jahrhundert begegneten, aßen keinen Fisch. Sie verzehrten vielmehr Meeresschnecken und Krebse, nach denen die Frauen im Meer tauchten. Als die Einheimischen sahen, wie die Seefahrer Fische brieten, starrten sie sie erstaunt an. Und als ihnen die Fremden eine Kostprobe anboten, wehrten sie entsetzt ab. Hatten die Tasmanier im Laufe der Jahrtausende ein Tabu gegen das Verzehren von Flossentieren entwickelt? Oder kam ihnen die Idee, Fische zu verspeisen, abwegig vor, weil sie schlicht verlernt hatten, sie zu fangen?

Kultureller Rückschritt: In Felle hüllen sich die Tasmanier (Stich von 1807) erst wieder nach Ankunft der Europäer
In Felle hüllen sich die Tasmanier (Stich von 1807) erst wieder nach Ankunft der Europäer
© Science Museum/SSPL/SZ Photo

Archäologische Funde zeigen, dass die Insulaner etwa 3500 Jahre vor Ankunft der Europäer aufhörten, lange, spitze Gebilde aus Knochen zu fertigen - eine Technik, die sie zuvor jahrtausendelang beherrscht hatten. Denkbar ist, dass sie diese Instrumente zuvor als Nadeln genutzt hatten, um Netze für den Fischfang zu knüpfen, und deshalb ohne die Werkzeuge nun nicht mehr in der Lage waren, die Meerestiere zu jagen. Möglicherweise war dies der Zeitpunkt, an dem sie verlernten, Kleidung herzustellen. Denn auch zum Schneidern von Umhängen aus Tierpelzen waren solche Nadeln unabdingbar. Das könnte erklären, wieso sich die Tasmanier zum Zeitpunkt ihrer Entdeckung durch die Europäer nicht - wie die Aborigines im Südosten des australischen Festlands - in Gewänder aus Tierfellen hüllten. Stattdessen schmierten sie ihre Körper mit einer Mischung aus Robben- oder Vogelfett und Ocker ein, als einziger Schutz gegen den schneidenden Wind. Während auf der Insel alle Typen von Knochenwerkzeugen in Vergessenheit gerieten, entwickelten die Aborigines am anderen Ufer der trennenden Meeresstraße etliche neue Techniken, stellten Speerschleudern, Wurfhölzer, geschäftete Werkzeuge wie Schaber oder Beile mit einem handlichen Griff sowie Speerspitzen mit Widerhaken her. Zwar liegen die genauen Gründe für den Know-how-Verlust der Tasmanier im Dunkeln, sodass man letztlich nur spekulieren kann, wie es dazu kommen konnte. Doch andere Beispiele zeigen, wie eine Kultur technisches Wissen verlieren kann, insbesondere dann, wenn sie isoliert lebt.

Eine entsprechende Entwicklung haben Anthropologen bei einem Inuit-Volk im Nordwesten Grönlands ausgemacht, das Mitte des 19. Jahrhunderts von US-Entdeckern besucht wurde.

Um sich in der Kälte zu behaupten, kannte wohl auch dieser Stamm einst eine Reihe nützlicher Techniken, wie sie bei anderen Bewohnern der Arktis beobachtet wurden. So paddelten sie wahrscheinlich mit fellbespannten Kajaks übers Wasser, erlegten Rentiere mit Pfeil und Bogen und bauten Iglus mit langen Tunneln vor dem Eingang, um so das Innere der Schneebehausungen vor Frost zu schützen. Doch als die Amerikaner zu ihnen stießen, fanden sie nichts davon vor. Forscher vermuten, dass in den 1820er Jahren eine Krankheitsepidemie den Stamm erfasst hat, in deren Verlauf die meisten Einheimischen starben - darunter vor allem die älteren, erfahrenen Mitglieder der Gruppe. Ohne deren Expertenwissen aber waren die Überlebenden nicht in der Lage, Boote zu bauen. Sie konnten defekte Bögen nicht mehr durch neue ersetzen, und ihre Iglus kühlten vergleichsweise rasch aus, weil ihnen nun offenbar das Wissen um die Konstruktion langer Tunnel fehlte. Etwa 40 Jahre lang lebte die Gemeinschaft ohne Kajaks, ohne Bogenwaffen und damit auch ohne die Möglichkeit, Rentiere zu jagen. Erst als der Stamm 1862 Kontakt zu einem anderen Inuit-Volk aufnahm, das die hilfreichen Techniken bewahrt hatte, konnte er das verloren gegangene Wissen zurückerlangen. Zwar gibt es in Tasmanien keine Anzeichen für einen drastischen Bevölkerungseinbruch, doch legen all diese Beobachtungen einen generellen Schluss nahe: Technisches Know-how wird am ehesten dort bewahrt oder weiterentwickelt, wo viele Menschen in verschiedenen Gruppen leben und sich untereinander austauschen können. Denn zum einen steht den Individuen dann ein größerer Pool an Techniken zur Verfügung, um auszuwählen, welche dieser Fertigkeiten sie sich selbst aneignen wollen. Zum anderen erhöht sich damit die Wahrscheinlichkeit, dass eine Technik nicht nur imitiert, sondern auch weiterentwickelt wird. Und beteiligen sich genug Individuen und Kulturen am Techniktransfer, ist dies eine Art Versicherung: Einmal angeeignetes Wissen kann ersetzt werden, sollte es lokal verloren gehen, aus welchen Gründen auch immer.

Kultureller Rückschritt: Die Tasmanier haben es in ihrer Jahrtausende währenden Isolation verlernt, Nadeln aus Knochen herzustellen und sich Kleidung zu schneidern
Die Tasmanier haben es in ihrer Jahrtausende währenden Isolation verlernt, Nadeln aus Knochen herzustellen und sich Kleidung zu schneidern
© Science Museum/SSPL/SZ Photo

Auf Tasmanien aber lebten nur ein paar Tausend Menschen - was nach Meinung mancher Experten eine Art Grenzwert ist, an dem sich Weiterentwicklung und Rückschritt scheiden. Wären es noch deutlich weniger gewesen, wären dieser Theorie zufolge die Bewohner der isolierten Insel vermutlich schlicht ausgestorben. Hätten 10.000 Menschen dort gelebt, hätten sie sich womöglich gegenseitig mit Ideen befruchtet, um den technischen Fortschritt aus eigener Kraft voranzutreiben. Doch offenbar schafften es die Inselbewohner nicht einmal, ihr bestehendes Know-how zu bewahren. Und anders als andere Kulturen hatten die Tasmanier keine Möglichkeit, sich das verlorene Wissen von einem anderen Volk zurückzuholen. Zwar besaßen sie Boote, doch die kanuartigen, aus Rindenstreifen zusammengebundenen Gebilde mussten oft von einem Schwimmer angeschoben werden, damit sie sich überhaupt fortbewegten. Zudem sogen sich die Rindenstücke mit Wasser voll, sodass die Kanus schon nach wenigen Stunden Fahrt sanken. Deshalb konnten die Tasmanier mit ihren Gefährten nur einige kleinere Inseln erreichen, die maximal zehn Kilometer entfernt vor der Küste lagen. Der mindestens 200 Kilometer breite Wassergürtel, der Tasmanien nach dem Ende der letzten Eiszeit vom australischen Festland trennte, war dagegen eine unüberwindliche Barriere. Die Inselbewohner hatten keinerlei Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen zum Rest der Welt – nicht einmal zu den Aborigines auf dem australischen Kontinent, die im globalen Vergleich ja selber zu den am stärksten isolierten Gemeinschaften gehörten. Gleichwohl vermochte sich die tasmanische Gesellschaft zu behaupten. Archäologische Funde legen nahe, dass die Bevölkerungszahl in den Jahrtausenden vor Ankunft der Europäer zunahm und die Tasmanier sich sogar aufmachten, um in neuen Landstrichen wie etwa der zuvor unbewohnten Westküste zu leben. Einige Wissenschaftler, die den von anderen Forschern behaupteten Zusammenhang zwischen der Größe einer Population und ihrem technischen Niveau für wenig überzeugend halten, vertreten daher eine ganz andere Theorie: Nicht weil ihre Zahl zu klein war, hätten die Tasmanier keine neuen Techniken entwickelt und teilweise alte sogar nicht bewahrt - sondern weil es ganz einfach nicht nötig war. Die natürlichen Ressourcen der Insel reichten ihnen aus, um auch ohne komplexe Werkzeuge zu überleben. Kleidung war für sie nicht mehr wichtig, nachdem sich das Klima mit dem Ende der Eiszeit erwärmt hatte. Und selbst auf Fische als Nahrungsquelle konnten sie verzichten, ohne Mangel zu leiden: Denn durch den Verzehr von Robbenfleisch und Meeresfrüchten nahmen sie nicht nur ausreichend Proteine zu sich, sondern auch Fett und Kohlenhydrate, die in Fisch kaum enthalten sind.

Zum Verhängnis wurde den Tasmaniern jedenfalls nicht die eigene technische Rückständigkeit, sondern vielmehr der Fortschritt im Rest der Welt. Die Europäer, die Ende des 18. Jahrhunderts auf der Insel eintrafen, erwiesen sich als Eindringlinge, die den Ureinwohnern keinerlei Respekt zollten. Die Siedler aus Übersee - anfangs Robbenjäger und Walfänger, dann vor allem verurteilte Straftäter aus Großbritannien – raubten einheimische Frauen und hielten sie wie Sklaven, die sie zu Arbeit und Geschlechtsverkehr zwangen. Manche Europäer schnitten tasmanischen Männern die Genitalien ab und sahen zu, wie die so Verstümmelten starben. Andere schossen mit Kanonen auf die Einheimischen. Sie stellten Stahlfallen auf, mit denen sie die Menschen fingen, oder legten vergiftetes Mehl aus. Zudem wandelten die britischen Siedler die angestammten Jagdgründe der Tasmanier in Weideland um, raubten den Ureinwohnern so die Existenzgrundlage. Auch schleppten sie Krankheitskeime ein, denen die einheimische Bevölkerung schutzlos ausgeliefert war. In den 1830er Jahren – die Zahl der Tasmanier war von 5000 bei Eintreffen der Europäer auf wenige Hundert geschrumpft - wurden schließlich fast alle verbliebenen Ureinwohner auf eine Insel in der Meeresstraße umgesiedelt. Doch auch hier ging das Sterben weiter, nur noch wenige Dutzend gelangten 1847 zurück auf die Hauptinsel. Der vermutlich letzte Mensch rein tasmanischer Abstammung starb am 8. Mai 1876.

Die primitiv anmutende technische Ausstattung der Ureinwohner diente den Neuankömmlingen als Vorwand, die Tasmanier wie Tiere abzuschlachten oder sie zumindest als Menschen zweiter Klasse zu behandeln. Und bis in die jüngste Vergangenheit sahen sogar noch manche Wissenschaftler in der einfachen Lebensweise des Inselvolks ein Zeichen der Degeneration, einer „Verirrung“ in der Geschichte der Zivilisation. Doch nicht die Menschen auf Tasmanien waren primitiv - sondern ihre Werkzeuge. Und nicht durch die lange Phase der Abgeschiedenheit waren die Insulaner schließlich dem Untergang geweiht - sondern durch das Ende ihrer Isolation.

Kultureller Rückschritt: Das rund 240 Kilometer südlich des australischen Kontinents gelegene Tasmanien - früher: Van Diemen’s Land - ist von äußerst rauer See umgeben. Mit ihren fragilen, aus Rindenstreifen gefertigten Kanus können die Bewohner daher nur wenige Inseln nahe der Küste erreichen, aber keinesfalls das Festland
Das rund 240 Kilometer südlich des australischen Kontinents gelegene Tasmanien - früher: Van Diemen’s Land - ist von äußerst rauer See umgeben. Mit ihren fragilen, aus Rindenstreifen gefertigten Kanus können die Bewohner daher nur wenige Inseln nahe der Küste erreichen, aber keinesfalls das Festland
© National Library of Australia

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GEO KOMPAKT Nr. 37 - 12/2013 - Die Geburt der Zivilisation

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