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Wissenstest: Kindheit


Von der Zeugung bis zur Pubertät - was wissen Sie über die Biologie und die Psyche der Kleinen?

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 15
Ab welchem Schwangerschaftsmonat bezeichnet man das Ungeborene nicht mehr als Embryo, sondern als Fötus?

a) ab dem fünften Monat

b) ab dem dritten Monat

c) ab dem siebten Monat

Frage 2 von 15
Der Schluckauf hat beim ungeborenen Kind unterschiedliche Funktionen. Unter anderem dient er ...

a) der Kräftigung der Atemmuskulatur

b) der Beseitigung von Festkörpern aus der Luftröhre

c) dem Stressabbau

Frage 3 von 15
Um wie viel Prozent steigt der mütterliche Kalorienbedarf in etwa während der Stillzeit?

a) 15 Prozent

b) 5 Prozent

c) 30 Prozent

Frage 4 von 15
Welche der folgenden Aussagen ist richtig?

a) Bereits als Säugling haben Mädchen eine feinere Nase als Jungen.

b) Jungen haben als Säugling einen ausgeprägteren Geschmackssinn als Mädchen.

c) Die beiden Geschlechter unterscheiden sich im Säuglingsalter hinsichtlich der Leistungsfähigkeit ihrer Sinnesorgane nicht.

Frage 5 von 15
Welche der folgenden Organfunktionen des Fötus wird nicht von der mütterlichen Plazenta übernommen?

a) die Herzfunktion

b) die Lungenfunktion

c) die Nierenfunktion

Frage 6 von 15
Wie viel Zeit vergeht ab der Geburt, bis sich der kindliche Hörsinn auf die Muttersprache spezialisiert?

a) vier Wochen

b) ein Jahr

c) sechs Monate

Frage 7 von 15
Wofür steht die Abkürzung "ADHS"?

a) Akutes Dehydratations-Syndrom

b) Allgemeine Depressions- und Hypochondrie-Symptomatik

c) Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung

Frage 8 von 15
Auf wen geht die bekannte Form der Einteilung von Erziehungsstilen in "autoritativ", "autoritär", "permissiv" und "vernachlässigend" zurück?

a) Bernhard Bueb

b) Diana Baumrind

c) Glen Elder

Frage 9 von 15
Wie hoch ist in Deutschland der Anteil von Kindern, die Geschwister haben?

a) etwa zwei Drittel

b) etwa die Hälfte

c) etwa ein Drittel

Frage 10 von 15
Wer gründete 1875 die erste Kinderschutzorganisation der Welt?

a) Erzbischof Joseph Kardinal Frings

b) Henry Bergh

c) Edmond Kaiser

Frage 11 von 15
Bei welcher der folgenden Krankheiten handelt es sich um eine sogenannte "Kinderkrankheit"?

a) Dreitagefieber

b) Meningitis

c) Gelbfieber

Frage 12 von 15
An welchem Tag finden in Deutschland die Hauptfeierlichkeiten zum "Weltkindertag" statt?

a) 20. November

b) 20. September

c) 23. April

Frage 13 von 15
Wer zählt nach dem deutschen Jugendgerichtsgesetz zu den "Heranwachsenden"?

a) Jede Person, die das 14. Lebensjahr, aber noch nicht das 16. Lebensjahr vollendet hat

b) Jede Person, die das 16. Lebensjahr, aber noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet hat

c) Jede Person, die das 18. Lebensjahr, aber noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet hat

Frage 14 von 15
Wen bezeichnete man bis in die 1950er Jahre häufig als "Backfisch"?

a) Ein jugendliches Mädchen

b) Ein Neugeborenes

c) Einen Schulanfänger

Frage 15 von 15
Von wem stammt das Zitat "Die Natur will, dass die Kinder Kinder sein sollen"?

a) Thomas Hobbes

b) Jean-Jacques Rousseau

c) Hugo Grotius

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 15
Ab welchem Schwangerschaftsmonat bezeichnet man das Ungeborene nicht mehr als Embryo, sondern als Fötus?

a) ab dem fünften Monat ❌

b) ab dem dritten Monat ✔️

c) ab dem siebten Monat ❌

Ab dem dritten Monat.Vom dritten Monat an wird das ungeborene Kind nicht mehr Embryo sondern Fötus genannt. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits alle Organe angelegt. Das Baby beginnt zu blinzeln und bewegt die Lippen, als ob es saugen würde. Ab der 17. Woche bewegt es sich dann in die sogenannte "fetale Position".

Frage 2 von 15
Der Schluckauf hat beim ungeborenen Kind unterschiedliche Funktionen. Unter anderem dient er ...

a) der Kräftigung der Atemmuskulatur ✔️

b) der Beseitigung von Festkörpern aus der Luftröhre ❌

c) dem Stressabbau ❌

der Kräftigung der AtemmuskulaturDer Schluckauf hat beim Menschen primär die Funktion, ein Eindringen von Flüssigkeiten, Speiseresten oder Fremdkörpern in die Atemwege zu verhindern. Es kommt dabei zu einer jähen Anspannung der Atemmuskeln unter gleichzeitigem Verschluss der Stimmritze. Beim Embryo hat der Schluckauf, neben dem Schutz der Atemwege vor einem Eindringen von Fruchtwasser, zusätzlich die Funktion, die Atemmuskulatur zu stärken und auf die nachgeburtliche Atmung vorzubereiten.

Frage 3 von 15
Um wie viel Prozent steigt der mütterliche Kalorienbedarf in etwa während der Stillzeit?

a) 15 Prozent ❌

b) 5 Prozent ❌

c) 30 Prozent ✔️

30 ProzentWährend der Stillzeit steigt der mütterliche Kalorienbedarf um etwa 30 Prozent. Beim sogenannten "Tandemstillen" (dem Stillen mehrerer Kinder zur gleichen Zeit) kann der Kalorienbedarf allerdings noch weit größer sein.

Frage 4 von 15
Welche der folgenden Aussagen ist richtig?

a) Bereits als Säugling haben Mädchen eine feinere Nase als Jungen. ✔️

b) Jungen haben als Säugling einen ausgeprägteren Geschmackssinn als Mädchen. ❌

c) Die beiden Geschlechter unterscheiden sich im Säuglingsalter hinsichtlich der Leistungsfähigkeit ihrer Sinnesorgane nicht. ❌

Bereits als Säugling haben Mädchen eine feinere Nase als Jungen.Man kann feststellen, dass sich die Aufmerksamkeit von Mädchen bereits kurz nach der Geburt durch Gerüche und Geruchsveränderungen wecken lässt, wohingegen Jungen auf die gleichen Reize kaum eine Reaktion zeigen. Für diesen Unterschied sind, wie so oft, die Hormone verantwortlich. Während das männliche Hormon Testosteron den Geruchssinn dämpft, hat das weibliche Östrogen eine genau gegenteilige Wirkung.

Frage 5 von 15
Welche der folgenden Organfunktionen des Fötus wird nicht von der mütterlichen Plazenta übernommen?

a) die Herzfunktion ✔️

b) die Lungenfunktion ❌

c) die Nierenfunktion ❌

Die Herzfunktion.Die Plazenta (Mutterkuchen) ist ein Gewebe, das sich aus mütterlichen und embryonalen Anteilen entwickelt und in die Schleimhaut des Uterus einwächst. Es gewährleistet über die verbindende Nabelschnur eine Versorgung des Embryos/Fötus mit Sauerstoff und Nährstoffen. Darüber hinaus bildet sie die sogenannte "Plazentaschranke", bei der es sich um eine passive Filtermembran handelt. Bestimmte im Blut gelöste Stoffe können auf diese Weise übertragen werden, ohne dass es dabei zu einer Vermischung mütterlichen und kindlichen Blutes kommt. Das Herz entwickelt sich beim menschlichen Embryo bereits in der dritten Schwangerschaftswoche und beginnt kurz darauf zu schlagen.

Frage 6 von 15
Wie viel Zeit vergeht ab der Geburt, bis sich der kindliche Hörsinn auf die Muttersprache spezialisiert?

a) vier Wochen ❌

b) ein Jahr ❌

c) sechs Monate ✔️

sechs MonateStudien haben gezeigt, dass Kleinkinder die Laute verschiedener Sprachen gut auseinanderhalten können. Ab einem Alter von etwa sechs Monaten aber beginnen sie diese Fähigkeit zu verlieren. Parallel dazu nimmt zur selben Zeit die Fähigkeit zur Differenzierung muttersprachlicher Laute deutlich zu.

Frage 7 von 15
Wofür steht die Abkürzung "ADHS"?

a) Akutes Dehydratations-Syndrom ❌

b) Allgemeine Depressions- und Hypochondrie-Symptomatik ❌

c) Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung ✔️

Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-StörungDie Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) gilt als die häufigste psychische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter. Man geht davon aus, dass in Deutschland bis zu sechs Prozent aller Kinder von dieser Störung betroffen sind. Jungen leiden deutlich häufiger daran als Mädchen. Die Störung äußert sich unter anderem in Form einer mangelnden Fähigkeit, sich auf nur eine Sache zu konzentrieren, ausgeprägter Vergesslichkeit und allgemeiner Ruhelosigkeit.

Frage 8 von 15
Auf wen geht die bekannte Form der Einteilung von Erziehungsstilen in "autoritativ", "autoritär", "permissiv" und "vernachlässigend" zurück?

a) Bernhard Bueb ❌

b) Diana Baumrind ✔️

c) Glen Elder ❌

Diana BaumrindDiana Baumrind (geboren 1927 in New York) ist eine Psychologin, die hierzulande vor allem durch ihre Theorien zu unterschiedlichen Formen der Erziehung Bekanntheit erlangt hat.

Frage 9 von 15
Wie hoch ist in Deutschland der Anteil von Kindern, die Geschwister haben?

a) etwa zwei Drittel ✔️

b) etwa die Hälfte ❌

c) etwa ein Drittel ❌

etwa zwei DrittelNach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten im Mai 2003 rund 69 Prozent der insgesamt 20,9 Millionen Kinder in Deutschland mit mindestens einem Bruder oder einer Schwester zusammen in einer Familie. Der Anteil von Kindern mit Geschwistern nimmt dabei seit 1996 in Westdeutschland tendenziell zu. In Ostdeutschland hingegen ist ein Rückgang zu verzeichnen.

Frage 10 von 15
Wer gründete 1875 die erste Kinderschutzorganisation der Welt?

a) Erzbischof Joseph Kardinal Frings ❌

b) Henry Bergh ✔️

c) Edmond Kaiser ❌

Henry Bergh gründete zusammen mit anderen Bürgern im Dezember 1874 eine Gesellschaft zum Schutz der Kinder, aus der ein Jahr später die weltweit erste Kinderschutzorganisation mit dem Namen "New York Society for the Prevention of Cruelty to Children" (kurz "NYSPCC") hervorging. Einige Jahre vorher (1866) hatte Bergh bereits den ersten Tierschutzverein Amerikas ins Leben gerufen.

Frage 11 von 15
Bei welcher der folgenden Krankheiten handelt es sich um eine sogenannte "Kinderkrankheit"?

a) Dreitagefieber ✔️

b) Meningitis ❌

c) Gelbfieber ❌

DreitagefieberDas "Dreitagefieber" ist eine Erkrankung, die durch Formen des "Humanen Herpes-Virus" verursacht wird und sehr ansteckend ist. Es tritt meist im ersten Lebensjahr auf und ist bei vielen Kindern die erste typische Kinderkrankheit.

Frage 12 von 15
An welchem Tag finden in Deutschland die Hauptfeierlichkeiten zum "Weltkindertag" statt?

a) 20. November ❌

b) 20. September ✔️

c) 23. April ❌

20. SeptemberDie Hauptfeierlichkeiten zum "Weltkindertag" finden in Deutschland am 20. September statt. In der ehemaligen DDR wurden die Feierlichkeiten zum sogenannten "Internationalen Kindertag" am 1. Juni begangen. Seit der Wiedervereinigung finden an beiden Tagen festliche Veranstaltungen statt.

Frage 13 von 15
Wer zählt nach dem deutschen Jugendgerichtsgesetz zu den "Heranwachsenden"?

a) Jede Person, die das 14. Lebensjahr, aber noch nicht das 16. Lebensjahr vollendet hat ❌

b) Jede Person, die das 16. Lebensjahr, aber noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet hat ❌

c) Jede Person, die das 18. Lebensjahr, aber noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet hat ✔️

Jede Person, die das 18. Lebensjahr, aber noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet hatWeitere Lebensphasen, die sich nach deutscher Gesetzgebung voneinander abgrenzen lassen, sind: Kind (jünger als vierzehn Jahre), Jugendlicher (vollendetes 14. Lebensjahr, aber noch nicht vollendetes 18. Lebensjahr) und Erwachsener (ab dem vollendeten 21. Lebensjahr).

Frage 14 von 15
Wen bezeichnete man bis in die 1950er Jahre häufig als "Backfisch"?

a) Ein jugendliches Mädchen ✔️

b) Ein Neugeborenes ❌

c) Einen Schulanfänger ❌

Ein jugendliches MädchenDer Begriff "Backfisch" stammt ursprünglich vermutlich aus der Fischerei und bezeichnete junge Fische, die schon zu groß waren, um sie wieder ins Wasser zu werfen und die sich lediglich zum Backen oder Braten eigneten. Eine andere Theorie führt den Begriff auf eine Verballhornung der mittellateinischen Bezeichnung "baccalarius" (niedrigster akademischer Grad) zurück. Bereits im 16. Jahrhundert wurde der Begriff allgemein für junge Studenten gebraucht, später dann hauptsächlich für jugendliche Mädchen. In dieser Verwendung findet sich das Wort "Backfisch" bis in die 1950er Jahre. Heute gilt die Bezeichnung als veraltet.

Frage 15 von 15
Von wem stammt das Zitat "Die Natur will, dass die Kinder Kinder sein sollen"?

a) Thomas Hobbes ❌

b) Jean-Jacques Rousseau ✔️

c) Hugo Grotius ❌

Jean-Jacques RousseauJean-Jacques Rousseau (1712-1778) war ein Genfer Schriftsteller, Philosoph, Naturforscher, Komponist und Pädagoge. Vielen gilt er als ein wichtiger Vordenker und geistiger Wegbereiter der Französischen Revolution. Darüber hinaus hatte er durch seine Werke großen Einfluss auf die Pädagogik und politischen Theorien der folgenden Jahrhunderte. Sein pädagogisches Hauptwerk trägt den Titel "Émile oder über die Erziehung".

GEO KOMPAKT Nr. 17 - 12/08 - Kindheit

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