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Das Magazin für Geschichte

Vorschau: Nationalsozialismus

In seiner nächsten Ausgabe berichtet GEOEPOCHE über den Aufstieg und die Verbrechen. Das Heft erscheint am 17. Oktober 2012

Es ist der 30. Januar 1933, Nacht liegt über Berlin. Reichspräsident Paul von Hindenburg hat Adolf Hitler, den Anführer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, zum Kanzler ernannt. Tausende Hakenkreuzträger marschieren mit Fackeln durch das Brandenburger Tor. Hitler nimmt die Huldigung an einem Fenster der Reichskanzlei entgegen, den rechten Arm im Lichtkegel eines Scheinwerfers zum Gruß erhoben.

So wird im Feuerglanz der Fackeln die Weimarer Republik zu Grabe getragen, das Ende der jungen deutschen Demokratie eingeläutet. Denn Hitler will die Diktatur.

Und er steht damit nicht allein. Viele Deutsche leiden unter dem Trauma des verlorenen Ersten Weltkriegs. Mehr als sechs Millionen Menschen sind nach der Weltwirtschaftskrise arbeitslos. Nicht wenige sind der Demokratie müde, sehen in Hitler den starken Mann, der das Deutsche Reich wieder zu alter Größe führen wird.

Wenige Monate später sind Gewerkschaften und Landesparlamente zerschlagen, sind alle Parteien außer der NSDAP verboten oder haben sich aufgelöst. Mit Terror überziehen die Nationalsozialisten ihre Gegner: Demokraten, Sozialisten, Kommunisten; bald auch Juden, Roma, Sinti, Homosexuelle, Behinderte und psychisch Kranke.

Millionen Bürger profitieren aber auch vom NS-Regime. 1936 wird wieder Vollbeschäftigung erreicht, vor allem die Rüstungsindustrie boomt. Bis 1938 erleben die meisten Menschen in Deutschland die Schreckensherrschaft der NSDAP als etwas, das sie nichts angeht – oder schlimmer noch: als einen scheinbar erfolgreichen Neuanfang nach dem Chaos der Weimarer Republik. Und viele schauen einfach weg, wenn ihre Nachbarn abgeführt werden.

Doch die Nationalsozialisten eskalieren ihren Terror immer weiter, und ihr vermeintliches Wirtschaftswunder ist nur geborgt, denn die Regierung hat ihre Beschäftigungspolitik über Milliardenkredite finanziert. Am Ende rettet nur der lang geplante Krieg den NS-Staat vor dem Bankrott.

GEOEPOCHE widmet seine nächsten beiden Ausgaben jenen 79 Monaten zwischen dem 30. Januar 1933 und dem 1. September 1939, an dem der Zweite Weltkrieg ausbricht.

Das erste Heft zeichnet den Weg in die Diktatur nach, als es den Nationalsozialisten gelingt, einem ganzen Volk seine Grundrechte zu nehmen, ohne dass sich dagegen größerer Widerstand regt. Es erzählt von der Verführung der Jugend und vom Exil jener Menschen, gegen die sich die Propaganda richtet, vom Aufbau der ersten Konzentrationslager, von antisemitischer Hetze und dem befohlenen Frieden während der Olympischen Spiele 1936, als die Welt auf Deutschland und dessen Diktator schaut.

Teil 2 beschreibt, wie das NS-Regime seine neue mili tärische Schlagkraft im Spanischen Bürgerkrieg zeigt und weshalb das Ausland tatenlos zusieht, als die Regierung Hitler sich nach dem „Anschluss“ Österreichs im März 1938 Landstrich um Landstrich im Osten einverleibt. Schildert, wie Größenwahn und Rassenhass wachsen, wie die Ausgrenzung der Juden in einer reichsweiten Pogromnacht gipfelt. Und porträtiert den letzten Friedenssommer 1939. Der Aufstieg und die Verbrechen der Nationalsozialis- ten – in GEOEPOCHE.

Vorschau: Nationalsozialismus

Die nächste Ausgabe von GEOEPOCHE erscheint am 17. Oktober 2012

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