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Das Magazin für Geschichte

GEO Epoche Nr. 98 Vorschau: Deutschland um 1700

Glanz und Elend des Barock: Im frühen 18. Jahrhundert leben viele deutsche Fürsten in Prunk und Verschwendung. Doch es ist die einfache Bevölkerung des Landes, die den Preis für den Luxus der Herrscher zahlen muss – geplagt von Abgaben, Krieg, Hunger und verheerenden Seuchen
Vorschau: Deutschland um 1700

Deutschland, um das Jahr 1700. August dem Starken genügt es nicht, Kurfürst von Sachsen zu sein, in Prunkschlössern Feste zu feiern und alle paar Jahre eine neue Schönheit zur Geliebten zu nehmen: Ein König will er werden! Der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz rätselt: Wie soll er nur all die Ideen zu Papier bringen, die ihm schon morgens gleich nach dem Aufwachen einfallen? Schon bald schafft er die theoretischen Grundlagen für eine Rechenmaschine, die man später „Computer“ nennen wird. Und Johann Sebastian Bach will die tiefsten Urgründe der Musik erkunden – doch tagein, tagaus muss er sich in Leipzig als Leiter des Thomanerchors mit gut 150 Sängerknaben herumschlagen. Die meisten Menschen aber plagen andere Sorgen. Sie sind Bauern und hoffen daher auf gute Ernten. Sie wünschen sich die Senkung der Steuern (mit denen sie die Prachtentfaltung ihrer Herrscher finanzieren) und fürchten, dass in einem neuen Krieg wieder Armeen die Lande verheeren – oder Gott als Sündenstrafe eine Seuche schickt. In seiner nächsten Ausgabe erzählt GEOEPOCHE von absolutistischen Fürsten und hungernden Leibeigenen, von mächtigen Mätressen und verkannten Genies. Sie berichtet von Schloss Ludwigsburg, dem „schwäbischen Versailles“, von der Frankfurter Messe und der Blüte Dresdens. Das Heft widmet sich aber auch der blutigen „Mordweihnacht“, zu der es 1705 bei München kommt – und der Pestepidemie, die in Preußen Hunderttausende dahinrafft und ganze Gegenden entvölkert. Ein Land auf dem Höhepunkt des Barock, in dem Glanz und Elend oft nah beieinanderliegen: in GEOEPOCHE.

Diese Ausgabe GEOEPOCHE von erscheint am 7. August 2019.