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Video Stimmung bei Kriegsausbruch 1914

Es berichtet Karl Holzamer

Am 28. Juni 1914 erschütterte das Attentat auf den Thronfolger von Österreich-Ungarn Erzherzog Franz Ferdinand die Welt. Karl Holzamer war damals acht Jahre alt und begleitete seinen Vater kurz danach auf eine Versammlung in Frankfurt am Main. Er erinnert sich, wie dort bereits wenige Tage nach den Schüssen in Sarajewo von Krieg gesprochen wurde. Als der Erste Weltkrieg Anfang August schließlich ausbrach, war er wie viele Zeitgenossen der Ansicht, dass die deutschen Truppen noch vor Weihnachten siegreich in die Heimat zurückkehren würden. Doch die Stimmung wechselte schnell. Nach der ersten Schlacht an der Marne im September 1914 war klar, dass sich der Krieg noch länger hinziehen würde. Karl Holzamer war später konservativer Pädagoge, Philosoph und Gründungsintendant des Zweiten Deutschen Fernsehens. Er starb 2007 im Alter von 100 Jahren.