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Das Magazin für Geschichte

Video Kriegspolitik und Versorgungsengpässe

Es berichtet Fritz Fischer

Der spätere Historiker Fritz Fischer war sechs Jahre alt, als der Erste Weltkrieg ausbrach. Er lebte unweit von Berlin auf dem Land, wo die Bevölkerung den Kriegsbeginn ganz anders wahrnahm. Statt heller Begeisterung, wie sie in deutschen Großstädten herrschte, machten sich vielfach Unruhe und Verzweiflung breit. Besonders Familien, deren einziger Sohn einmal das elterliche Erbe antreten sollte, hatten Angst vor seiner Einberufung zum Militär. Fritz Fischer spricht außerdem von der anfänglichen Überzeugung vieler deutscher Bürger, einen gerechtfertigten "Verteidigungskrieg" zu führen. Seiner Meinung nach glaubte Kaiser Wilhelm II., dass Deutschland aus dem Krieg als neue Weltmacht hervorgehen würde.