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Das Magazin für Geschichte

Video Begeisterung zu Kriegsbeginn 1914

Es berichtet Hans Strese

Hans Strese war acht Jahre alt, als die deutschen Soldaten im August 1914 in den Ersten Weltkrieg zogen. In seiner Heimatstadt Nürnberg wie im ganzen Reich jubelten die Menschen den jungen Männern begeistert zu. Mit Blumensträußen und Tränen in den Augen verabschiedeten sie die Truppen am Bahnhof auf ihrem Weg zur Front. Auf den Eisenbahnwaggons las Hans Strese die zuversichtlichen Parolen "Siegreich wollen wir Frankreich schlagen" oder "In sechs Wochen sind wir wieder daheim". Aus sechs Wochen wurden am Ende vier erbittert umkämpfte Jahre. Je länger der Krieg andauerte und immer mehr Gefallene zu beklagen waren, desto stärker schwand die Begeisterung und machte der Ernüchterung Platz. Daran änderten auch die Durchhalteparolen der Militärführung nichts. Die Niederlage der Deutschen war am Ende nicht mehr abzuwenden.