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Das Magazin für Geschichte

GEO Epoche Nr. 95 Vorschau: 1989 und die Folgen

1989 bricht der Ostblock zusammen, die politischen Fundamente Europas geraten in Bewegung. GEO EPOCHE über ein Jahr, das alles ­verändert. Und seine Konsequenzen, die bis heute spürbar sind
Berliner Mauer

Das Epochenjahr 1989: Am 9. November fällt die Berliner Mauer, bald darauf sind alle Regimes in Osteuropa am Ende

Im Jahr 1989 fegt ein Sturm über Europa – ein Orkan der Veränderung, der die jahrzehntealte Nachkriegsordnung förmlich fortbläst und einen Kontinent hinterlässt, dessen politische Landkarte neu gezeichnet werden muss.

Denn die friedlichen Revolutionen in der DDR, in Polen, Ungarn, Bul­ga­rien und der Tschechoslowakei lassen den Ostblock zusammenbrechen, bringen das Ende der kommunistischen Supermacht UdSSR sowie Millionen Bürgern die ­Demokratie – und den Deutschen die Einheit.

Europa wird durch das Epochenjahr 1989 freier. Aber in der Folge auch natio­nalistischer, krimineller und blutiger.

Der Vielvölkerstaat Jugoslawien etwa zerfällt ab 1991 in einem Krieg, der geprägt ist von erbitterten Kämpfen, ethnischen Säuberungen und den schwersten Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

In Russland herrscht binnen Kurzem ein Raubtierkapitalismus, der eine Handvoll Oligarchen märchenhaft reich macht, aber Millionen verarmen lässt und der den Aufbruch in eine wahre Herrschaft des Volkes schon bald zu einem abrupten Stopp bringt.

In Ländern wie Polen, Ungarn, ­Albanien und Montenegro weicht die Aufbruchsstimmung der Ernüchterung, kommen schon bald antidemokratische Politiker und sogar offenkundige Kriminelle an die Macht.

Und schließlich erschüttern Mos­kaus Wiedererstarken und die überaus aggressive und rücksichtslose Innen- und Außenpolitik den Kontinent und bergen die Gefahr einer neuen Konfrontation zwischen Ost und West.

GEO EPOCHE zeichnet das Epochenjahr 1989 nach – und beschreibt, wie es Europa bis heute prägt.

Die nächste Ausgabe von GEO EPOCHE erscheint am 13. Februar 2019.