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Quiz 15 Fragen zur Russischen Revolution


Der Wissenstest zu GEOEPOCHE „Russische Revolution“

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 15
Wie reagiert Zar Nikolaus II., als sich am 9. Januar 1905 eine friedliche Menge von Arbeitern seinem Palast nähert, um ihm eine Petition zu übergeben?

a) Er tritt vor die Menge und nimmt die Petition entgegen.

b) Er ignoriert die Bittsteller so lange, bis die unverrichteter Dinge nach Hause gehen.

c) Er lässt seine Soldaten auf die Bittsteller schießen.

d) Er lässt seinen Premierminister der Menge erklären, dass die Forderungen der Petition vollkommen unangemessen seien.

Frage 2 von 15
Warum wird der radikale Flügel der russischen Sozialdemokratie um Wladimir Iljitsch Lenin als „Bolschewiki“ (Mehrheitler) bezeichnet?

a) Weil deren Vertreter der Meinung sind, dass eine Revolution in Russland erst möglich sei, wenn die Mehrheit der Menschen den Standpunkt der Bolschewiki teilt.

b) Weil die ganz überwiegende Mehrheit der russischen Sozialdemokraten den Männern um Lenin folgt.

c) Weil Lenin eine Mehrheit im russischen Parlament, der Duma, als wichtigstes Ziel der Partei ausgibt.

d) Weil die Männer um Lenin, die eigentlich eine Minderheit innerhalb der sozialdemokratischen Partei darstellen, 1903 bei einer Parteitag-Abstimmung zufälligerweise die Mehrheit erlangt haben.

Frage 3 von 15
Was bezeichnen Russen in den Jahren ab 1906 als „Stolypinsche Krawatten“?

a) Die Hundehalsbänder, mit denen Hundebesitzer aufgrund eines Erlasses von Premier Stolypin ihre Tiere versehen müssen.

b) Die rot-weißen Halstücher, die als Zeichen des Stolzes von Bauern getragen werden, die durch die Reformen des Premiers Stolypin zu Privatbesitz an Land gekommen sind.

c) Die Seilschlingen, mit denen Henker in Stolypins Auftrag aufständische Bauern hinrichten.

d) Die bunt gemusterten und besonders breiten Krawatten, für die der Premier Stolypin eine Vorliebe hatte.

Frage 4 von 15
Warum wird die russische Hauptstadt Sankt Petersburg 1914 in Petrograd umbenannt?

a) Weil der alte Name zu sehr nach der Sprache des Kriegsgegners Deutschland klingt.

b) Weil eine radikale Strömung innerhalb der russisch-orthodoxen Kirche aus theologischen Gründen den Bezug auf den Heiligen Petrus in „Sankt Petersburg“ vermeiden will.

c) Weil der Zar angesichts des Kriegseintritts seines Landes einen martialischer, weniger religiös klingenden Namen bevorzugt.

d) Weil Historiker kurz zuvor Urkunden aus der Zeit des Stadtgründers, Peter des Großen, entdeckt haben, in denen sich bereits die Namensform Petrograd findet.

Frage 5 von 15
Wodurch kann der sibirische Wanderprediger Grigorij Rasputin das Vertrauen der Zarin Alexandra gewinnen?

a) Er legt als Alexandras Liebhaber eine außergewöhnliche sexuelle Standfestigkeit an den Tag.

b) Es gelingt ihm – angeblich mit Gebeten –, die Blutererkrankung des Thronfolgers Alexej zu lindern.

c) Er sagt das exakte Datum voraus, an dem der Erste Weltkrieg ausbricht.

d) Er weiht die Zarin in den okkulten Kult des Heiligen Isidor ein, von dem nur einige Dutzend Menschen im Zarenreich wissen.

Frage 6 von 15
Wie gelangt Lenin trotz des anhaltenden Weltkrieges aus seinem Exil in der Schweiz ins revolutionäre Petrograd?

a) Er chartert mit finanzieller Unterstützung eines reichen Mäzens ein kleines Flugzeug und fliegt mit Zwischenstopp in Schweden nach Russland.

b) Er reist mit einem gefälschten deutschen Pass ins Deutsche Reich ein und fährt dann mit einem Handelsschiff von Greifswald aus die Ostseeküste bis Petrograd entlang.

c) Er fährt mit Einverständnis der deutschen Behörden in einem plombierten Zug durch Deutschland, dann mit einer Fähre nach Schweden und schließlich mit dem Zug nach Petrograd.

d) Er lässt sich von der Provisorischen Regierung Russlands zu einem Sonderbotschafter ernennen und reist mit diplomatischer Immunität per Zug nach Russland.

Frage 7 von 15
Wie nennen die Bolschewiki um Lenin die von ihnen im Oktober gegründete neue Regierung Russlands?

a) Rat der Volkskommissare.

b) Kabinett des Vertrauens.

c) Zentralkomitee.

d) Allrussische Arbeiter- und Bauernregierung.

Frage 8 von 15
Woher nimmt Lew Dawidowitsch Bronschtejn, führender Bolschewik und Organisator der Oktoberrevolution, sein Pseudonym „Trotzki“?

a) Der künstlich gebildete Name soll auf das deutsche Wort „Trotz“ Bezug nehmen, das der polyglotte Trotzki mit revolutionärer Standfestigkeit identifiziert.

b) Der Wärter eines Gefängnisses, in dem Trotzki 1902 einsaß, trug diesen Namen.

c) „Trotzkaja“ war der Geburtsname seiner Großmutter.

d) Der Name „Trotzki“ war bei Ausbruch der Oktoberrevolution nur zufällig das letzte von ca. 30 Pseudonymen, die der Revolutionär über die Jahre benutzt hat.

Frage 9 von 15
Was stört den Führer der Bolschewiki, Wladimir Iljitsch Lenin, an Ludwig van Beethovens Klaviersonate „Appassionata“?

a) Er hält das Werk in musikalischer Hinsicht für minderwertig.

b) Die „Appassionata“, so Lenin, mache die Menschen, die sie anhören, zu weich für den revolutionären Kampf.

c) Beethovens Sonate ist in Lenins Augen ein typisches Beispiel für bourgeoise Kunst, die mit dem Sieg der Arbeiterklasse in der Oktoberrevolution ihre Berechtigung verloren habe.

d) Beethovens Werk erinnert ihn an seinen 1887 hingerichteten älteren Bruder.

Frage 10 von 15
Wie reagiert Leo Trotzki, der sowjetrussische Verhandlungsführer bei den Friedensverhandlungen zwischen Russland und dem Deutschen Reich, als Berlins Vertreter von Russland ultimativ gewaltige Gebietsabtretungen fordern?

a) Er verkündet den Kriegsaustritt Russlands, weigert sich jedoch, ein Friedensabkommen zu unterzeichnen.

b) Trotzki mobilisiert die Rote Armee und setzt sie gegen die deutschen Truppen in Marsch.

c) Er tritt vom Amt des Verhandlungsführers zurück, da er nicht die Verantwortung für eine solche Entscheidung tragen will.

d) Er droht den deutschen Vertretern damit, in Deutschland einen kommunistischen Aufstand zu initiieren.

Frage 11 von 15
Welche Notmaßnahme hat die Führung der Bolschewiki im Herbst 1919 für den Fall vorgesehen, dass ihrem Gegner im Bürgerkrieg, dem „weißen“ General Denikin, der Durchbruch nach Moskau gelingt?

a) Die Mitglieder des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei sollen kollektiven Selbstmord begehen, um so ein Fanal für die Weltrevolution zu setzen.

b) Die Regierungsgewalt in Russland soll vor dem Einmarsch der Weißen an liberale Politiker übergeben werden, damit diese in Verhandlungen mit Denikin eine Amnestie für die Bolschewiki erwirken können.

c) Die Spitzen der Partei sollen sich mit gewaltigen Vorräten im Kreml verbarrikadieren und auf die Hilfe von Rotarmisten warten, die in Sibirien stationiert sind.

d) Die Mitglieder des Zentralkomitees sollen mit gefälschten Pässen ins Ausland flüchten.

Frage 12 von 15
Im Februar 1921 erheben sich Matrosen auf der Inselfestung Kronstadt gegen die Herrschaft der Bolschewiki. Warum sind die Kommunisten darum bemüht, den Aufstand möglichst schnell niederzuschlagen?

a) Weil sie wissen, dass das die Festung umgebende Eis bald schmelzen wird. Die Truppen der Roten Armee könnten dann nicht mehr übers Eis marschieren, um die Rebellen zu bekämpfen.

b) Weil die Männer um Lenin befürchten, dass der Aufstand auch andere Soldaten der Roten Armee zur Meuterei bewegen könnte.

c) Weil sie bereits Vertreter der internationalen Presse eingeladen haben, die über den Sturm auf Kronstadt berichten sollen.

d) Weil sie damit rechnen, dass Truppen aus Finnland den Rebellen zu Hilfe kommen, sobald das Parlament in Helsinki dem zustimmt.

Frage 13 von 15
Aus wie vielen Sowjetrepubliken besteht die Sowjetunion bei ihrer Gründung im Dezember 1922?

a) Aus vier Republiken: Russland, Ukraine, Transkaukasien, Weißrussland.

b) Aus einer einzigen Republik: der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik.

c) Aus 15 Republiken: Armenien, Aserbaidschan, Estland, Georgien, Kasachstan, Kirgisien, Lettland, Litauen, Moldawien, Russland, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan, Weißrussland.

d) Aus sechs Republiken: Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Russland, Ukraine, Weißrussland.

Frage 14 von 15
Welchen Rat gibt der schwer erkrankte Lenin den Delegierten eines geplanten KP-Parteitags in seinem sogenannten „Testament“?

a) Der Parteitag solle Josef Stalin von dessen Posten als Generalsekretär entfernen, da er zu grob und launisch sei.

b) Der Parteitag solle die Macht im Staate nach Lenins Tod in die Hände einer kollektiven Führung geben, der unter anderem Josef Stalin und Leo Trotzki angehören sollen.

c) Der Parteitag solle konkrete Maßnahmen zur Demokratisierung des politischen Lebens in Sowjetrussland beschließen.

d) Der Parteitag solle die schnellstmögliche Industrialisierung des Landes und die Kollektivierung der Landwirtschaft beschließen.

Frage 15 von 15
Was geschieht, als die massive Kritik an Stalin, die Lenin vor seinem Tod in seinem „Testament“ formuliert hat, den Delegierten des 13. Parteitags der KP vorgetragen wird?

a) Stalin muss von sämtlichen Parteiämtern zurücktreten. Sein Nachfolger als Generalsekretär der KP wird Leo Trotzki.

b) Nichts: Die Gegner Stalins wollen so kurz nach Lenins Tod kein Zerwürfnis innerhalb der Partei riskieren.

c) Stalin wird zunächst scharf angegriffen, kann jedoch dann seine Gegner davon überzeugen, dass es sich bei Lenins „Testament“ um eine Fälschung aus der Hand Trotzkis handelt.

d) Trotzki stellt sich in einer flammenden Rede vor Stalin, da er hofft, sich den bisherigen Feind damit zum Verbündeten in innerparteilichen Kämpfen zu machen.

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 15
Wie reagiert Zar Nikolaus II., als sich am 9. Januar 1905 eine friedliche Menge von Arbeitern seinem Palast nähert, um ihm eine Petition zu übergeben?

a) Er tritt vor die Menge und nimmt die Petition entgegen. ❌

b) Er ignoriert die Bittsteller so lange, bis die unverrichteter Dinge nach Hause gehen. ❌

c) Er lässt seine Soldaten auf die Bittsteller schießen. ✔️

d) Er lässt seinen Premierminister der Menge erklären, dass die Forderungen der Petition vollkommen unangemessen seien. ❌

Als sich am 9. Januar 1905 eine friedliche Menge von Arbeitern dem Winterpalast, der Residenz des Zaren Nikolaus II., nähert, befiehlt der Monarch seinen Soldaten, auf die Demonstranten zu schießen. Hunderte Menschen kommen ums Leben. In den folgenden Monaten wird Russland von revolutionären Unruhen erschüttert.

Frage 2 von 15
Warum wird der radikale Flügel der russischen Sozialdemokratie um Wladimir Iljitsch Lenin als „Bolschewiki“ (Mehrheitler) bezeichnet?

a) Weil deren Vertreter der Meinung sind, dass eine Revolution in Russland erst möglich sei, wenn die Mehrheit der Menschen den Standpunkt der Bolschewiki teilt. ❌

b) Weil die ganz überwiegende Mehrheit der russischen Sozialdemokraten den Männern um Lenin folgt. ❌

c) Weil Lenin eine Mehrheit im russischen Parlament, der Duma, als wichtigstes Ziel der Partei ausgibt. ❌

d) Weil die Männer um Lenin, die eigentlich eine Minderheit innerhalb der sozialdemokratischen Partei darstellen, 1903 bei einer Parteitag-Abstimmung zufälligerweise die Mehrheit erlangt haben. ✔️

Der radikale Flügel der russischen Sozialdemokratie wird seit einem Parteitag 1903 in London als „Bolschewiki“ (Mehrheitler) bezeichnet. Durch den Auszug einer anderen Fraktion hatten die Männer um Lenin bei einer Abstimmung über das Parteistatut kurzzeitig die Mehrheit inne.

Frage 3 von 15
Was bezeichnen Russen in den Jahren ab 1906 als „Stolypinsche Krawatten“?

a) Die Hundehalsbänder, mit denen Hundebesitzer aufgrund eines Erlasses von Premier Stolypin ihre Tiere versehen müssen. ❌

b) Die rot-weißen Halstücher, die als Zeichen des Stolzes von Bauern getragen werden, die durch die Reformen des Premiers Stolypin zu Privatbesitz an Land gekommen sind. ❌

c) Die Seilschlingen, mit denen Henker in Stolypins Auftrag aufständische Bauern hinrichten. ✔️

d) Die bunt gemusterten und besonders breiten Krawatten, für die der Premier Stolypin eine Vorliebe hatte. ❌

Als „Stolypinsche Krawatten“ werden im Russland der Jahre nach der Revolution von 1905 die Schlingen der Henker bezeichnet, denn zur Bekämpfung der Rebellion lässt Premierminister Pjotr Stolypin mehr als 1000 Aufständische hinrichten.

Frage 4 von 15
Warum wird die russische Hauptstadt Sankt Petersburg 1914 in Petrograd umbenannt?

a) Weil der alte Name zu sehr nach der Sprache des Kriegsgegners Deutschland klingt. ✔️

b) Weil eine radikale Strömung innerhalb der russisch-orthodoxen Kirche aus theologischen Gründen den Bezug auf den Heiligen Petrus in „Sankt Petersburg“ vermeiden will. ❌

c) Weil der Zar angesichts des Kriegseintritts seines Landes einen martialischer, weniger religiös klingenden Namen bevorzugt. ❌

d) Weil Historiker kurz zuvor Urkunden aus der Zeit des Stadtgründers, Peter des Großen, entdeckt haben, in denen sich bereits die Namensform Petrograd findet. ❌

Sankt Petersburg wird 1914 umbenannt, weil der alte Name zu sehr nach der Sprache des Kriegsgegners Deutschland klingt. Die neue, rein russische Bezeichnung Petrograd hat jedoch dieselbe Bedeutung wie Petersburg.

Frage 5 von 15
Wodurch kann der sibirische Wanderprediger Grigorij Rasputin das Vertrauen der Zarin Alexandra gewinnen?

a) Er legt als Alexandras Liebhaber eine außergewöhnliche sexuelle Standfestigkeit an den Tag. ❌

b) Es gelingt ihm – angeblich mit Gebeten –, die Blutererkrankung des Thronfolgers Alexej zu lindern. ✔️

c) Er sagt das exakte Datum voraus, an dem der Erste Weltkrieg ausbricht. ❌

d) Er weiht die Zarin in den okkulten Kult des Heiligen Isidor ein, von dem nur einige Dutzend Menschen im Zarenreich wissen. ❌

Rasputin gelingt es, die Blutererkrankung des Thronfolgers Alexej zu lindern und so das Vertrauen der Zarin zu erringen. Wie dem sibirischen Wanderprediger dieser Heilerfolg gelingt, ist nicht bekannt. Er selbst beruft sich darauf, dass er für den Zarewitsch gebetet habe.

Frage 6 von 15
Wie gelangt Lenin trotz des anhaltenden Weltkrieges aus seinem Exil in der Schweiz ins revolutionäre Petrograd?

a) Er chartert mit finanzieller Unterstützung eines reichen Mäzens ein kleines Flugzeug und fliegt mit Zwischenstopp in Schweden nach Russland. ❌

b) Er reist mit einem gefälschten deutschen Pass ins Deutsche Reich ein und fährt dann mit einem Handelsschiff von Greifswald aus die Ostseeküste bis Petrograd entlang. ❌

c) Er fährt mit Einverständnis der deutschen Behörden in einem plombierten Zug durch Deutschland, dann mit einer Fähre nach Schweden und schließlich mit dem Zug nach Petrograd. ✔️

d) Er lässt sich von der Provisorischen Regierung Russlands zu einem Sonderbotschafter ernennen und reist mit diplomatischer Immunität per Zug nach Russland. ❌

Lenin fährt mit Einverständnis der deutschen Behörden in einem plombierten Zug durch Deutschland, dann mit einer Fähre nach Schweden und schließlich mit dem Zug nach Petrograd. Die Vertreter Berlins erhoffen sich von Lenins revolutionärer Tätigkeit eine weitere Schwächung ihres Kriegsgegners Russland.

Frage 7 von 15
Wie nennen die Bolschewiki um Lenin die von ihnen im Oktober gegründete neue Regierung Russlands?

a) Rat der Volkskommissare. ✔️

b) Kabinett des Vertrauens. ❌

c) Zentralkomitee. ❌

d) Allrussische Arbeiter- und Bauernregierung. ❌

Die neue Regierung um Lenin nennt sich „Rat der Volkskommissare“. Die herkömmlichen Bezeichnungen „Minister“ und „Regierung“ erscheinen den Revolutionären als zu konventionell und zu sehr mit ihren bürgerlichen Vorgängern verbunden.

Frage 8 von 15
Woher nimmt Lew Dawidowitsch Bronschtejn, führender Bolschewik und Organisator der Oktoberrevolution, sein Pseudonym „Trotzki“?

a) Der künstlich gebildete Name soll auf das deutsche Wort „Trotz“ Bezug nehmen, das der polyglotte Trotzki mit revolutionärer Standfestigkeit identifiziert. ❌

b) Der Wärter eines Gefängnisses, in dem Trotzki 1902 einsaß, trug diesen Namen. ✔️

c) „Trotzkaja“ war der Geburtsname seiner Großmutter. ❌

d) Der Name „Trotzki“ war bei Ausbruch der Oktoberrevolution nur zufällig das letzte von ca. 30 Pseudonymen, die der Revolutionär über die Jahre benutzt hat. ❌

Trotzki“ war der Name eines Gefängniswärters, der den späteren Revolutionsführer 1902 beaufsichtigte.

Frage 9 von 15
Was stört den Führer der Bolschewiki, Wladimir Iljitsch Lenin, an Ludwig van Beethovens Klaviersonate „Appassionata“?

a) Er hält das Werk in musikalischer Hinsicht für minderwertig. ❌

b) Die „Appassionata“, so Lenin, mache die Menschen, die sie anhören, zu weich für den revolutionären Kampf. ✔️

c) Beethovens Sonate ist in Lenins Augen ein typisches Beispiel für bourgeoise Kunst, die mit dem Sieg der Arbeiterklasse in der Oktoberrevolution ihre Berechtigung verloren habe. ❌

d) Beethovens Werk erinnert ihn an seinen 1887 hingerichteten älteren Bruder. ❌

Wenn man Beethovens „Appassionata“ höre, so Lenin, wolle man nur noch „liebe Dummheiten reden und Menschen den Kopf streicheln“. Für einen Revolutionär gelte es jedoch, auf alle Köpfe, die nicht folgen, „unbarmherzig“ einzuschlagen.

Frage 10 von 15
Wie reagiert Leo Trotzki, der sowjetrussische Verhandlungsführer bei den Friedensverhandlungen zwischen Russland und dem Deutschen Reich, als Berlins Vertreter von Russland ultimativ gewaltige Gebietsabtretungen fordern?

a) Er verkündet den Kriegsaustritt Russlands, weigert sich jedoch, ein Friedensabkommen zu unterzeichnen. ✔️

b) Trotzki mobilisiert die Rote Armee und setzt sie gegen die deutschen Truppen in Marsch. ❌

c) Er tritt vom Amt des Verhandlungsführers zurück, da er nicht die Verantwortung für eine solche Entscheidung tragen will. ❌

d) Er droht den deutschen Vertretern damit, in Deutschland einen kommunistischen Aufstand zu initiieren. ❌

Als Berlins Vertreter in Brest-Litowsk von Russland ultimativ gewaltige Gebietsabtretungen fordern, verkündet Trotzki unter der Parole „Weder Krieg noch Frieden“ den Kriegsaustritt Russlands und die Demobilisierung der russischen Truppen, weigert sich jedoch, ein Friedensabkommen zu unterzeichnen. Kaiser Wilhelm lässt daraufhin seine Truppen gen Osten vorrücken und große Teile des ehemaligen Zarenreiches besetzen.

Frage 11 von 15
Welche Notmaßnahme hat die Führung der Bolschewiki im Herbst 1919 für den Fall vorgesehen, dass ihrem Gegner im Bürgerkrieg, dem „weißen“ General Denikin, der Durchbruch nach Moskau gelingt?

a) Die Mitglieder des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei sollen kollektiven Selbstmord begehen, um so ein Fanal für die Weltrevolution zu setzen. ❌

b) Die Regierungsgewalt in Russland soll vor dem Einmarsch der Weißen an liberale Politiker übergeben werden, damit diese in Verhandlungen mit Denikin eine Amnestie für die Bolschewiki erwirken können. ❌

c) Die Spitzen der Partei sollen sich mit gewaltigen Vorräten im Kreml verbarrikadieren und auf die Hilfe von Rotarmisten warten, die in Sibirien stationiert sind. ❌

d) Die Mitglieder des Zentralkomitees sollen mit gefälschten Pässen ins Ausland flüchten. ✔️

Für den Fall, dass Moskau fällt, haben die Bolschewiki vorgesehen, dass die Mitglieder des Zentralkomitees ins Ausland flüchten. Eine führende Funktionärin hat ihnen dafür bereits gefälschte Pässe und Geld besorgt.

Frage 12 von 15
Im Februar 1921 erheben sich Matrosen auf der Inselfestung Kronstadt gegen die Herrschaft der Bolschewiki. Warum sind die Kommunisten darum bemüht, den Aufstand möglichst schnell niederzuschlagen?

a) Weil sie wissen, dass das die Festung umgebende Eis bald schmelzen wird. Die Truppen der Roten Armee könnten dann nicht mehr übers Eis marschieren, um die Rebellen zu bekämpfen. ✔️

b) Weil die Männer um Lenin befürchten, dass der Aufstand auch andere Soldaten der Roten Armee zur Meuterei bewegen könnte. ❌

c) Weil sie bereits Vertreter der internationalen Presse eingeladen haben, die über den Sturm auf Kronstadt berichten sollen. ❌

d) Weil sie damit rechnen, dass Truppen aus Finnland den Rebellen zu Hilfe kommen, sobald das Parlament in Helsinki dem zustimmt. ❌

Die Bolschewiki wollen den Matrosenaufstand von Kronstadt möglichst schnell niederwerfen, weil das Eis auf dem Finnischen Meerbusen ihren Truppen noch den Vormarsch auf die Inselfestung ermöglicht. Mit der für März erwarteten Eisschmelze würde sich Kronstadt jedoch in ein kaum einnehmbares Bollwerk verwandeln.

Frage 13 von 15
Aus wie vielen Sowjetrepubliken besteht die Sowjetunion bei ihrer Gründung im Dezember 1922?

a) Aus vier Republiken: Russland, Ukraine, Transkaukasien, Weißrussland. ✔️

b) Aus einer einzigen Republik: der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik. ❌

c) Aus 15 Republiken: Armenien, Aserbaidschan, Estland, Georgien, Kasachstan, Kirgisien, Lettland, Litauen, Moldawien, Russland, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan, Weißrussland. ❌

d) Aus sechs Republiken: Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Russland, Ukraine, Weißrussland. ❌

Bei ihrer Gründung im Dezember 1922 besteht die Sowjetunion nur aus vier Sowjetrepubliken: der russischen, der ukrainischen, der weißrussischen sowie der transkaukasischen, in der Armenien, Aserbaidschan und Georgien zusammengefasst sind. Bis 1940 wächst die UdSSR auf jene 15 Sowjetrepubliken an, die dem Staat bis zu seinem Ende im Jahr 1990 angehören.

Frage 14 von 15
Welchen Rat gibt der schwer erkrankte Lenin den Delegierten eines geplanten KP-Parteitags in seinem sogenannten „Testament“?

a) Der Parteitag solle Josef Stalin von dessen Posten als Generalsekretär entfernen, da er zu grob und launisch sei. ✔️

b) Der Parteitag solle die Macht im Staate nach Lenins Tod in die Hände einer kollektiven Führung geben, der unter anderem Josef Stalin und Leo Trotzki angehören sollen. ❌

c) Der Parteitag solle konkrete Maßnahmen zur Demokratisierung des politischen Lebens in Sowjetrussland beschließen. ❌

d) Der Parteitag solle die schnellstmögliche Industrialisierung des Landes und die Kollektivierung der Landwirtschaft beschließen. ❌

In einem Schreiben an den Parteitag empfiehlt Lenin den Delegierten, Josef Stalin von dessen Posten als Generalsekretär zu entfernen, da er zu grob und launisch sei. Lenin hat zu diesem Zeitpunkt erkannt, dass Stalin versucht, die Alleinherrschaft in der Partei zu erringen. Doch aufgrund seiner schweren Erkrankung gelingt es dem Revolutionsführer nicht, Stalins Machtübernahme abzuwenden.

Frage 15 von 15
Was geschieht, als die massive Kritik an Stalin, die Lenin vor seinem Tod in seinem „Testament“ formuliert hat, den Delegierten des 13. Parteitags der KP vorgetragen wird?

a) Stalin muss von sämtlichen Parteiämtern zurücktreten. Sein Nachfolger als Generalsekretär der KP wird Leo Trotzki. ❌

b) Nichts: Die Gegner Stalins wollen so kurz nach Lenins Tod kein Zerwürfnis innerhalb der Partei riskieren. ✔️

c) Stalin wird zunächst scharf angegriffen, kann jedoch dann seine Gegner davon überzeugen, dass es sich bei Lenins „Testament“ um eine Fälschung aus der Hand Trotzkis handelt. ❌

d) Trotzki stellt sich in einer flammenden Rede vor Stalin, da er hofft, sich den bisherigen Feind damit zum Verbündeten in innerparteilichen Kämpfen zu machen. ❌

Als die Delegierten des 13. Parteitags der KP von Lenins Kritik an Stalin erfahren, wagt keiner der führenden Bolschewiki den Aufstand gegen den von Lenin verurteilten Generalsekretär. So kurz nach dem Tod des Revolutionsführers will niemand ein Zerwürfnis innerhalb der Partei riskieren

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