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GEO EPOCHE Nr. 09/02 GEO EPOCHE Nr. 09: Deutschland nach dem Krieg 1945-1955
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Nachkriegszeit: Alltag in Trümmern

Die Hamburger Polizei sucht 1946 einen Mörder. Inspektor Stave ermittelt in einer Gesellschaft, die ums pure Überleben kämpft. Legal und illegal. Ein Bericht aus dem Jahr 1 nach Hitler

Trauma: Das Schweigen der Opfer

Warum tun sich die Deutschen so schwer, ihre eigenen Kriegserlebnisse angemessen zu bewältigen? GEO-Autor Hans-Ulrich Treichel, Jahrgang 1942, über die Gefühlslage der Kriegsgeneration

Entnazifizierung: Ein Volk vor Gericht

Der Historiker Goldhagen sorgt wieder für Wirbel. Sein Buch über die katholische Kirche in der NS-Zeit wird heftig attackiert. Warum es Vergangenheitsbewältigung so schwer hat, zeigt ein Blick auf die "Entnazifizierung".

Fünfziger Jahre: Es ist überstanden

Der Schutt ist geräumt. Die Schuld verdrängt. Und die Feinde von einst sind nun Verbündete. Der Neubeginn ist für viele ein Wagnis, für andere eine ersehnte Rückkehr: zu einem schon verloren geglaubten Alltag ohne Bombenangst und Kampfparolen, ohne Führer, Sieg und Tod.

Kriegsgefangenschaft: Die Letzten kehren heim

Für elf Millionen deutsche Soldaten endet der Krieg nicht 1945 - sie sind Kriegsgefangene; Zehntausende werden Arbeitssklaven und Geiseln im Poker der Mächte. Die letzten kehren erst 1956 aus Russland zurück.

Kriegsende: Zum Beispiel Bad Kreuznach

Wie Deutschland den Krieg verliert, das ist vielerorts eine Mischung aus Jahrhundertereignis und Banalität. Denn selbst im Frühjahr 1945 ist der Alltag in vielen Städten noch geradezu unfassbar normal.

17. Juni 1953: Der Aufstand

An einem regnerischen Sommermorgen verhöhnen einige Tausend zornige Bauarbeiter in der DDR ihre Minister, verjagen Polizisten, treten sowjetischen Panzern entgegen - und schreiben für ein paar Stunden Weltgeschichte.

Aufschwung: War das Wirtschaftswunder wirklich ein Wunder?

Die Niederlage liegt gerade fünf Jahre zurück. Doch schon sind die Fabriken ausgelastet und die Läden voll. Denn jetzt gibt es die neue D-Mark, eine neue Politik, den Marshall-Plan - und einen neuen Krieg.

Siegerkonferenz in Potsdam: Der verlorene Frieden

Knapp zehn Wochen nach der deutschen Kapitulation treffen sich Mitte Juli 1945 in Potsdam die Großen Drei. Beraten wollen sie über eine gemeinsame Nachkriegspolitik - vor allem darüber, was mit dem besiegten Deutschland geschehen soll.

Flucht und Vertreibung: Das Drama im Osten

Millionen Deutsche fliehen aus dem Osten - zu Fuß, in Viehwaggons, über das vereiste Meer und sogar im U-Boot. Hunderttausende kommen um. Und die Überlebenden müssen lange darum kämpfen, in ihrer neuen Heimat endlich anzukommen.

Notlösungen: Werkstoff Schrott

Die Not macht erfinderisch: Auf Schutthalden, in verlassenen Schützengräben oder Wehrmachtsdepots finden die Menschen Rohstoffe für neue Produkte.

Der Fall Berlins: Von Haus zu Haus, von Flur zu Flur

Berlin, April 1945: Erbittert kämpft das letzte deutsche Aufgebot gegen die vorrückende Sowjetarmee. Längst haben andere Städte kapituliert, doch in der Hauptstadt lässt Adolf Hitler das nicht zu.

Urlaub: Die Utopie am Mittelmeer

Gereist wird nach dem Krieg sehr viel. Aber selten zum Spaß. Man sucht Verwandte, Kartoffeln, Arbeit. Erst in den fünfziger Jahren wagen sich Touristen über die Alpen - und entdecken das bessere Deutschland: Italien.

Zeitgeschmack: Neue Produkte und neues Design

Autos, stromlinienförmig wie Jets, Hi-Fi-Anlagen im Bauhaus-Stil: In den Produkten der frühen fünfziger Jahre nehmen die Träume der Wirtschaftswunder-Deutschen Gestalt an.

Zeittafel

Nachkriegszeit: Vom Zusammenbruch des Hitler-Regimes bis zum politischen und wirtschaftlichen Wiederaufstieg Westdeutschlands

Hamburg 1946: Alltag in Trümmern

Die Hamburger Polizei sucht 1946 den Mörder einer unbekannten Frau. Kein großer Fall in einer Stadt, die ein Ruinenfeld ist und 50000 Einwohner im Bombenhagel verloren hat.

Kriegsfolgen: Gebrannte Kinder

Absturz und Aufstieg: Die Stunde Null

Wie empfinden die Deutschen das Kriegsende - als Niederlage, als Befreiung? Die meisten sprechen von "Zusammenbruch" und meinen damit ihren Absturz ins Nichts. Und doch birgt die Stunde Null auch Aufbruch und Neubeginn.

Ende und Anfang: Die Zeit danach

In dieser Ausgabe erschienen

Nachkriegszeit: Alltag in Trümmern
Die Hamburger Polizei sucht 1946 einen Mörder. Inspektor Stave ermittelt in einer Gesellschaft, die ums pure Überleben kämpft. Legal und illegal. Ein Bericht aus dem Jahr 1 nach Hitler
GEO
Warum tun sich die Deutschen so schwer, ihre eigenen Kriegserlebnisse angemessen zu bewältigen? GEO-Autor Hans-Ulrich Treichel, Jahrgang 1942, über die Gefühlslage der Kriegsgeneration