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GEO EPOCHE Nr. 31 – 06/08 GEO EPOCHE Nr. 31: Als Spanien die Welt beherrschte
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Geschichte Spaniens - Wendejahre einer Weltmacht

Mit Siegen über Mauren, Osmanen, Franzosen, Inka und Azteken sowie weiträumigen Eroberungszügen begründen Könige, Entdecker und Konquistadoren vom 13. Jahrhundert an nach und nach das spanische Imperium - das erste weltumspannende Reich der Geschichte. Doch dauernde Kriege rund um den Erdball übersteigen selbst die scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten der Supermacht Spanien. Und so beginnt schon kurz nach der Zeit der größten Triumphe im 16. Jahrhundert der Abstieg

Imperium Spanien - Die unwahrscheinliche Weltmacht

Innerhalb kurzer Zeit nach der Verbindung der zwei wichtigsten iberischen Reiche im Jahre 1479 steigt Spanien zur europäischen Hegemonialmacht auf. Und zum weltumspannenden Imperium mit Kolonien auf drei Kontinenten. Weitblickende Monarchen, tollkühne Entdecker und rücksichtslose Konquistadoren treiben diesen Aufstieg voran - und etliche unglaubliche Zufälle

1212: Reconquista - Der Kampf um Spanien

Von 711 an erobern Araber und Berber den Süden und die Mitte der Iberischen Halbinsel. Fortan blüht dort die islamische Kultur auf, während sich im Norden nach und nach christliche Reiche wie Kastilien und Aragón bilden. An den Grenzen bekämpfen sich Katholiken und Mauren generationenlang. Bis sich 1212 zwei gigantische Heere muslimischer und christlicher Krieger in Andalusien gegenüberstehen - zur größten Schlacht des Mittelalters

1469: Isabella und Ferdinand - Hochzeit zweier Reiche

Heimlich und gegen den Willen ihres Königs heiratet Kastiliens Infantin 1469 den Thronfolger Aragóns. Das bald darauf gekrönte Paar verbindet die beiden mächtigsten iberischen Reiche und eint so den Großteil der Halbinsel

Neubeginn - Das „Wunderjahr“ 1492

Das Jahr der Wunder nennen es Spaniens Chronisten: 1492, das Jahr, in dem die Könige Ferdinand und Isabella endgültig über die Mauren triumphieren und Christoph Kolumbus sich aufmacht, eine neue Welt zu entdecken. In dem ein Gelehrter die erste kastilische Grammatik veröffentlicht und damit die Grundlagen der spanischen Sprache schafft, und ein Valencianer Papst wird. Doch es ist auch ein Jahr des Schreckens: in dem die Inquisition wütet und die Herrscher die Juden ausweisen - um Spaniens staatliche und religiöse Einheit zu vollenden

1545: Silbermine Potosí - Der Berg, der Menschen frisst

1545 berichtet ein Indio den spanischen Eroberern von einer ergiebigen Silberader. Auf einer Hochebene der Anden neben der dort schon bald gegrabenen Mine wächst in kurzer Zeit eine Stadt heran: Potosí. Dort leben Europäer in barocker Pracht. Und schinden sich Zehntausende einheimischer Zwangsarbeiter für den Reichtum des Königs im fernen Spanien

1550: Unterwerfung Amerikas - Der Disput der Eroberer

Brutal unterwirft Spanien seit 1492 Amerikas Ureinwohner. Doch den König befallen Zweifel. Ein Gelehrtenrat soll klären, ob die Behandlung der Indios unrecht ist - wie der Mönch Bartolomé de Las Casas seit Langem mahnt

1527-1598: Philipp II. - Bürokrat und Weltenlenker

Er ist der mächtigste Mann der Christenheit - Gebieter über ein Reich, das den Erdball umspannt. Dank seiner Disziplin und einer neuartigen Verwaltung regiert Spaniens Monarch Philipp II. seine Besitzungen persönlich vom Amtszimmer aus. Bis die Probleme selbst ihn überwältigen

1566: Kampf in den Niederlanden - Der Henker des Königs

Auch die Niederlande gehören zum Imperium des spanischen Monarchen Philipp II. 1566 erheben sich dort Protestanten gegen den katholischen Herrscher. Der befiehlt, den Aufstand mit allen Mitteln niederzuschlagen

1588: Armada gegen England - Duell im Atlantik

Die Reformation hat Europa in zwei Konfessionen gespalten. 1588 sendet Philipp II. von Spanien eine gewaltige Invasionsflotte gegen England – zum Kreuzzug gegen die ketzerischen Protestanten

1605: „Don Quijote“ - Triumph eines Verlierers

1605 veröffentlicht Miguel de Cervantes einen Roman über einen Mann, der ist wie er selbst: adelig und verarmt. „Don Quijote“, realistisch und voll derbem Humor, wird ein Welterfolg und gilt heute als erster Roman der Moderne

1599-1660: Diego Velázquez - Der Maler und die Macht

Schonungslos realistisch malt er seine Figuren, und doch haben seine Bilder eine fast biblische Aura: Diego Velázquez, Sohn eines Kleinadeligen aus Sevilla, steigt 1623 zum Hofmaler in Madrid auf und gilt schon nach wenigen Jahren als bedeutendster Künstler Spaniens. In zahllosen Porträts verherrlicht er Philipp IV. und die königliche Familie, bannt das Leben der Aristokraten in den Palästen auf Leinwand, gibt Narren und Hofzwergen ein Gesicht. Es ist eine Zeit, in der die Kunst in Spanien zu höchster Blüte gelangt - während zugleich Größe und Reichtum des Weltreiches zu schwinden beginnen

1640: Aufstand der Katalanen - Rebellion im Norden

Lange Zeit genießt Katalonien weitgehende Unabhängigkeit im spanischen Staatsverband. Bis Philipp IV. alle Regionen des Reiches unter einheitliche Gesetze zwingen will. Dagegen kommt es 1640 in Barcelona zum Aufstand

1644: Inquisition - Das Glaubensgericht

Jahrhundertelang sichert die Inquisition die Autorität der katholischen Herrscher Spaniens, verfolgt, foltert und tötet Andersgläubige und Abweichler. Vor allem zum Christentum konvertierte Juden sind anfangs ihre Opfer. Um 1640 gerät Lope de Vera y Alarcón in die Fänge der Inquisitoren, ein Student von altem christlichen Adel - und riskiert mit seinem Verhalten den Scheiterhaufen

1808: Kampf gegen Frankreich - Die Schrecken des Krieges

1808 lässt Napoleon Bonaparte die Iberische Halbinsel okkupieren und seinen Bruder zum König erheben. Die Spanier bekämpfen die Besatzer in einem sechs Jahre andauernden Guerillakrieg. Dessen Erbarmungslosigkeit hält der Maler Francisco de Goya auf etwa 80 Druckgrafiken fest

1819: Simón Bolívar - Aufstand gegen das Imperium

300 Jahre lang gebieten Spaniens Könige über weite Teile Lateinamerikas. Bis sich die einheimische Bevölkerung gegen die Fremdherrschaft erhebt. Einer der wichtigsten Anführer der Rebellion wird der junge Kreole Simón Bolívar

Aufstieg und Fall: Werden und Vergehen eines Imperiums

Von der Reconquista zur Eroberung Lateinamerikas, von der Inquisition zur Aufklärung - ein historischer Abriss zum spanischen Imperium

Zeitläufte

Spanien: Vom Werden und Vergehen eines Weltreichs

Vorschau - Das alte Ägypten

3000 Jahre überdauert das Reich der ägyptischen Gottkönige am Nil - bis die Römer die letzte der Pharaonen besiegen: Kleopatra. Erscheinungsdatum: 20. August 2008

In dieser Ausgabe erschienen

Los segadores, Antoni Estruch
Lange Zeit genießt Katalonien weitgehende Unabhängigkeit im spanischen Staatsverband. Bis Philipp IV. alle Regionen des Reiches unter einheitliche Gesetze zwingen will. Dagegen kommt es 1640 in Barcelona zum Aufstand
Vom Werden und Vergehen eines Weltreichs
Der Aufstieg und Niedergang Spaniens als Großmacht verläuft über mehr als ein Jahrtausend. Weitblickende Monarchen, tollkühne Entdecker und rücksichtslose Konquistadoren prägen die Geschichte Spaniens. Im 16. Jahrhundert ist Spanien eine Weltmacht...
Als Spanien die Welt beherrschte: Buchtipps
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Die Missionierung der Philippinen
In Lateinamerika beherrscht das spanische Weltreich seine größten Kolonien: Zwischen 1519 und 1532 unterwerfen Konquistadoren mit rücksichtsloser Gewalt fast den ganzen Kontinent. Doch die iberische Expansion greift auch auf die pazifische...
GEOEPOCHE DVD - Die Konquistadoren
GEOEPOCHE präsentiert die Geschichte der spanischen Eroberung Amerikas. In vier Dokumentationen begibt sich der britische Historiker und Filmemacher Michael Wood auf die Spuren der Konquistadoren, berichtet von "Spaniens Gier nach Gold"...
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