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Vor 50 bis 45 Millionen Jahren löst sich die Landmasse, aus der einmal Australien werden wird, von dem Urkontinent Gondwana und driftet aus der Region der heutigen Antarktis Richtung Nordosten. Nie wieder wird der Erdteil Kontakt zu einem anderen Kontinent erhalten. Und so entwickelt sich eine einzigartige Flora und Fauna: darunter zahlreiche Beuteltiere wie etwa Kängurus

Schon vor der Ankunft der "First Fleet" und der Gründung der Kolonie New South Wales 1788 in Australien haben die Londoner Handelsgärtnereien "Bankasia Serrata" im Angebot. Banksien sind die ersten australischen Pflanzen, die in England auf Interesse stoßen. Frühere Entdecker haben sie nach Europa gebracht. Ihr Name ehrt den britischen Naturforscher und Botaniker Joseph Banks, der Mitte des 18. Jahrhunderts zahlreiche Expeditionen in die Südsee begleitet hat

Ihre Kolonie New South Wales gründen die Briten 1788 am Port Jackson, dem Naturhafen von Sydney. Diese fünf Halbstudien von Aborigine-Kriegern, ihren Körperbemalungen und Waffen, werden traditionell dem "Port Jackson Maler" zugewiesen; einem oder mehreren Künstlern, die die frühen Jahre der europäischen Landnahme auf dem Fünften Kontinent miterlebt und festgehalten haben

Ein Papagei auf Norfolk Island, gemalt von Kapitän John Hunter (1737-1821). Der erste Gouverneur von New South Wales hatte Hunter mit einem der Schiffe der "First Fleet" auf Erkundungsfahrt nach Norfolk Island geschickt. Elf Monate sitzt dieser nach dem Untergang der "Sirius" 1789 auf dem Eiland im Osten Australiens fest

Unter den Kommando von Hunter segelt 1789 auch der Seemann und Maler George Raper (1768?-1797) an Bord der "Sirius" nach Norfolk Island. Das Werk des nicht unbegabten Aquarellisten soll einen Delphin zeigen

Dieses um 1806 entstandene Aquarell wird dem britischen Naturmaler John William Lewin zugeschrieben. Vermutlich verbirgt sich hinter der Blüte die urtümliche Speerblume "Doryanthes palmeri", die in Ostaustralien heimisch ist

"Ein kleines Känguru einer bisher unbekannten Art", so lautet eine der ersten Beschreibungen des schwarzfüßigen Fels-Wallabys. Die Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckten Beuteltiere bewohnen vor allem die australischen Küstengebiete. Ihr Körperbau ist charakteristisch für alle Känguru-Gattungen: an einem runden Hinterleib setzen lange, kräftige Beine und ein langer Schwanz an, mit dem die Tiere selbst bei großen Sprüngen das Gleichgewicht halten können

Der irische Maler und Graveur Peter Mazell setzte im 18. Jahrhundert diesen Emu in Szene. Die bis zu 150 Zentimeter großen, flugunfähigen Laufvögel gehören mit den Kängurus, Wombats und Koalas zu den bekanntesten Vertretern der australischen Fauna

Die ersten Europäer, die einen Wombat zu Gesicht bekommen, sind vermutlich Havaristen des Segelschiffs "Sydney Cove", das am 8. Februar 1797 auf Preservation Island, einer kleinen Insel im Südosten Australiens, strandet. Wie die Einheimischen auch, machen sie Jagd auf die kleinen Beutelsäuger, und ernähren sich von deren Fleisch

Ende des 18. Jahrhunderts versucht eine britische Expedition erstmals, ein Paar Koalas einzufangen und lebend mitzunehmen. Der Plan aber scheitert: Denn Koalas ernähren sich fast ausschließlich von den Blättern und der Rinde ganz bestimmter Eukalyptusbäume. Den Biologen in der Heimat bleiben für ihre Studien daher nur grafische Unikate wie diese 1803 entstandene Studie aus der Hand von John William Lewin

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