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Der Mythos von Hitlers Autobahn

Bereits kurz nach der Machtübernahme verspricht der neue Kanzler ein »gigantisches« Straßenbauprogramm – ein Symbol für das aufstrebende nationalsozialistische Deutschland und eine milliardenschwere Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die ein dichtes Netz von Autobahnen über das Reich spannen werde. Doch das Bauvorhaben ist vor allem ein Propagandaspektakel und noch dazu mit einem hohen Preis erkauft: der Gesundheit der bei ihrer Errichtung Beschäftigten.

Das Bauprogramm verschafft den Deutschen zwar das modernste und mit einer Gesamtlänge von mehr als 3600 Kilometern größte Schnellstraßennetz der Welt. Doch die Betonpisten (hier die Verbindung Berlin–München bei Bayreuth) bleiben leer: Nur rund ein Prozent der Bevölkerung besitzt ein Kraftfahrzeug. Während des Krieges werden die verwaisten Autobahnen daher auch für Fahrräder freigegeben.