Reingelegt Die Geschichts des Aprilscherzes

Mindestens 400 Jahre ist er alt: der Aprilscherz. Inzwischen hat sich der Brauch vielerorts in Europa und auch in den USA verbreitet. Wir erzählen euch, wie der Aprilscherz entstand und wie die Menschen sich am 1. April weltweit veralbern
Aprilscherz

In Italien und Frankreich spielen sich die Menschen am 1. April mit gebastelten "April-Fischen" Streiche

„Iiiihh, was hast du denn im Gesicht?“ Ob sich unsere Vorfahren wohl auch schon so hereingelegt haben? Fest steht: Vor 400 Jahren wurde die Redewendung „Jemanden in den April schicken“ das erste Mal in Bayern aufgeschrieben. Also muss der Aprilscherz mindestens so alt sein.

Manche meinen sogar, dass er schon im Jahr 1564 in Frankreich entstand. Damals erneuerte König Karl IX. den Kalender und verlegte Neujahr vom 1. April auf den 1. Januar. Witzbolde sollen weiterhin Einladungen zu einer Neujahrsparty im April verschickt haben und spotteten über jene, die anreisten…

Bräuche zum 1. April weltweit

Inzwischen spielt man sich am 1. April in vielen europäischen Ländern Streiche. Allerdings auf unterschiedliche Art und Weise: In Italien und Frankreich etwa veralbern sich die Menschen mit sogenannten April-Fischen. Sie basteln Papiertiere, die sie einander heimlich auf den Rücken kleben – am besten mit einem lustigen Spruch darauf.

Der Brauch des Aprilscherzes hat es auch in die USA geschafft. Dort nennt man das Datum „April Fools’ Day“, übersetzt: Tag der Aprilnarren. Menschen aus der Stadt San Diego haben im Internet sogar ein „Streiche-Museum“ eröffnet und eine Liste der 100 besten Aprilscherze der Welt zusammengestellt.

Wer es an die Spitze geschafft hat? Ein britischer Fernsehsender brachte 1957 eine Reportage über Spaghetti-Bäume und zeigte Menschen, die die langen Nudeln von den Ästen pflückten. Natürlich völliger Quatsch! Trotzdem meldeten sich wenig später Zuschauer und fragten, wie man die Bäume anbauen kann. Statt Spaghetti haben sie daraufhin aber bloß ein Lachen geerntet.

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