Der 14-jährige Andy Wahyu lebt in Padang, einer Stadt im Westen Sumatras. Dort, wo er gerade steht, ragte einmal ein Geschäftshaus auf - nun liegt hier nur noch Schutt.

UNICEF-Helferin Lely Djuhari (in Blau) ist sofort nach der Katastrophe nach Padang gereist. Sie sagt, vor allem Kinder seien von den Folgen des Erdbebens betroffen. Damit diese von den schrecklichen Erlebnissen abgelenkt würden, hätten Lehrer schon wenige Tage nach dem Beben wieder mit dem Unterricht begonnen.

Diese Trümmer waren einmal Büros. Doch wer hier in Padang nur seinen Arbeitsplatz durch das Erdbeben verlor, hat noch Glück im Unglück gehabt. Insgesamt gab es 1100 Tote.

Die 16-jährige Jennifer durchsucht die Trümmer, die einmal ihr Zuhause gewesen sind. Vor allem ihre Schulbücher möchte sie in dem Schuttberg finden.

Wo einst eine Grundschule stand, errichteten Helfer ein großes Zelt. Eines von Über 200 Stück. Hier findet übergangsweise der Unterricht statt. Insgesamt zerstörte das Beben 500 bis 600 Schulgebäude, das heißt weit über 2000 Klassenräume.

Den meisten Kindern fällt es noch schwer, sich zu konzentrieren – auch, weil es in den Zelten sehr heiß ist. UNICEF plant daher, Holzhütten für die Übergangszeit zu errichten. Denn bis wieder richtige Schulen gebaut werden, werden noch Monate vergehen.

Stifte, Schulhefte, Scheren, Papier – alles, was man zum Lernen braucht, liefert UNICEF in großen Schulboxen. Eine enthält genügend Materialien, um 80 Kinder damit auszustatten.

Weil in einem einzelnen Zelt gleich mehrere Klassen unterrichtet werden, surren viele Stimmen durcheinander. Trotzdem ermuntert die Lehrerin diese Erstklässlerin, mit den anderen zusammen zu singen.

Hier im Dorf Kampung Dalam, im Westen Sumatras, versorgt UNICEF die Menschen mit Kanistern, gefüllt mit Trinkwasser. Später liefern die Helfer dazu große Tanks, aus denen die Dorfbewohner frisches Wasser pumpen können. Starke Regenfälle haben hier in der Region große Schlammmassen über die zerstörten Gebiete geschwemmt und vieles zerstört.

Das gute an Roys Situation ist, er lebt – auch wenn er schwer getroffen wurde. Bei dem Beben verletzte sich der Mann aus Padang an Kopf und Beinen. Sein Haus gleicht fast schon einer Ruine, auch wenn einige Mauern noch stehen. Ob sie halten werden, weiß er nicht. Für Ordnung sorgt er trotzdem.

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