Seit vier Jahren arbeitet Parmila in einem Restaurant. Die Familie hat wenig Geld, deshalb müssen auch die Kinder mit anpacken. Weit weg von Zuhause. Das ist hart. Nicht nur die Familie fehlt Parmila, sie muss auch viel anderes entbehren, etwa ein eigenes Zimmer, ja nicht einmal ein Bett hat sie

Sie schläft auf dem Boden dieses Restaurants, das kaum mehr als eine Hütte ist. Tagsüber arbeitet sie. Für umgerechnet knapp fünf Euro – pro Monat

Dafür muss Parmila Gemüse waschen und schnippeln …

… schmutziges Geschirr abspülen …

… dann die Portionen auf den Tellern anrichten …

… und schließlich alles mit einem Lächeln servieren

Die Gäste finden es nicht ungewöhnlich, von einem Kind bedient zu werden. Kinderarbeit ist in Nepal ziemlich normal. Das Land gehört zu den ärmsten der Welt, deshalb bleibt dort rund zwei Millionen Kindern nichts anderes übrig, als zu schuften

Nicht alle Kinder arbeiten wie Parmila im Restaurant. Viele ackern auch auf Feldern und in Steinbrüchen, andere in Teppichknüpfereien und fremden Haushalten

Aber für Parmila hat sich in den letzten Monaten trotzdem einiges gebessert. Dank UNICEF darf sie wenigstens für zwei Stunden am Tag in die Schule gehen

Dort lernt sie Lesen, Schreiben und Rechnen. Für das Mädchen gibt es nichts Schöneres

Natürlich hat sie die Hausaufgaben immer perfekt erledigt. Auch wenn ihr dafür kaum Zeit bleibt. Immer früh morgens setzt sie sich daran, bevor sie in die Küche muss

Doch noch wichtiger ist für sie, dass sie hier bei UNICEF Kontakt zu anderen Kindern hat, denen es genauso geht wie ihr

Gemeinsam spielen sie nach dem Unterricht Spiele …

… und albern herum. Denn das Allerbeste ist, dass Parmila hier eine Freundin gefunden hat: Balkumari. Ihr kann sie alles anvertrauen. Außerdem ist das Mädchen

eine wahre Quatschexpertin

Mit Balkumari gemeinsam geht Parmila nach dem Unterricht auch zurück zur Arbeit. Abschied nehmen fällt jeden Tag schwer, aber beide wissen ja: Morgen sehen sie sich wieder in der Schule

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