Hütten aus Holzresten, bedeckt mit Planen oder Wellblech - das nennen diese Kinder ihr Zuhause. Strom, fließend Wasser, Toiletten, nichts davon gibt es hier. Und das Schlimmste: Viele der Kinder haben nicht einmal genug zu essen.

Die Kinder leben im Mukuru-Slum im Osten Nairobis, der Haupttstadt von Kenia. Er erstreckt sich über eine riesige Fläche. Und zwar rundherum um ein großes Loch, in dem einst Bergbau betrieben wurde.

Die zwölfjährige Ledia (blauer Pulli) und ihre Familie werden zum Glück im Gesundheitszentrum versorgt. Eine Krankenschwester fragt, wie es ihnen geht und ...

... erklärt allen im Anschluss, wie sie sich gesund ernähren; nämlich mit Obst, Gemüse und Getreide. Wo sie das herbekommen sollen? Dafür sorgt neuerdings UNICEF, mit einem Gartenbauprojekt.

Ledia und ihre kleine Schwester Mercy lassen nun jeden Tag den Slum ein Stück hinter sich und marschieren ins Grüne, in den Garten der Hilfsorganisation.

Dort zieht ein Gärtner kleine Spinat-Setzlinge aus dem Boden und überreicht sie den Mädchen. Ledia und Mercy dürfen das junge Gemüse mitnehmen, um es im eigenen Garten groß zu ziehen - und später zu verspeisen.

Die Schwestern haben es nicht eilig. Denn hier im Garten duftet es so gut - nach Spinat und feuchtem Erdboden. Das ist wie ein Paradies gegen den stinkenden Slum. Denn dort, vor der Hütte, verbringen sie fast den ganzen Tag. Zur Schule gehen sie nur manchmal.

Aber dann kehren Ledia und Mercy doch heim. Durchqueren die schmalen Gassen zwischen den Hütten, bis sie schließlich ...

... in ihrem eigenen, kleinen Garten ankommen. Dort ziehen sie die Setzlinge in großen Erdsäcken heran. Jeden Tag gießen sie ihre Schützlinge. Dafür müssen sie Wasser in großen Eimern heranschleppen. Trotz der Schufterei finden die Schwestern: Im Garten ist es am schönsten.

Ledia entscheidet: Dieses Gemüse ist reif für die Küche! Gemeinsam mit Mercy und ihrer Mutter erntet sie die Blätter.

Wenig später landen die Blätter im Topf. Ledia bereitet das Gemüse auf einer kleinen Kochstelle vor der Hütte zu. Im kleinen Raum ist dafür klein Platz.

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