Die Bergführer vom Mont Blanc

Der 4810 Meter hohe Mont Blanc ist für viele Alpinisten ein Traumziel. Doch nicht alle sind fit genug für den Aufstieg. Bergführer helfen den Wanderern zum Gipfel – und bei Notfällen auch runter. Die "360° - GEO Reportage" am Samstag, den 19. Dezember um 19.30 Uhr

Ein Film von Friederike Schlumbom

Majestätisch überragt Europas Gipfel die felsigen Bergspitzen der Savoyer Alpen. Der Mont Blanc – seit seiner Erstbesteigung vor 230 Jahren ein Magnet für Alpinisten. Aber der weiße Gigant ist tückisch. Nicht jeder kehrt vom Aufstieg zurück.

Im kleinen Ort Chamonix am Fuße des Mont Blanc treffen sich leidenschaftliche Alpinisten, Familien, die Hautevolee und Einheimische. In der Hochsaison dreht sich alles um den Gebirgssport - und um den mit 4810 Metern höchsten Berg der Alpen. Rund 1000 Menschen versuchen jedes Jahr den Aufstieg – zehn davon bezahlen ihn mit dem Leben, darunter auch erfahrene Bergsteiger. Viele von ihnen unterschätzen den als weniger schwieriger geltenden „Normalweg“ von der Goûter-Hütte aus. Aber Gletscherspalten, Wetterstürze und Lawinen bedeuten oft tödliche Gefahr. Die 360° - GEO Reportrage hat neben der Compagnie de Guides, der legendären Bergführertruppe, Menschen besucht, deren Leben eng mit dem Mont Blanc verbunden ist.

Die Bergführer vom Mont Blanc

Abstieg von der Aiguille du Midi über einen Firngrat

Die Bergführer vom Mont Blanc

François Pallandre und Martial Dumas bei der Kristallsuche am Mont Blanc Massiv

François Pallandre ist Bergführer und hat die höchsten Gipfel der Welt erklommen. Ein Skiunfall ließ ihn sein Leben überdenken und jetzt hat sein alter Mentor ihn überzeugen können, der Gilde der ältesten Bergführertruppe von Chamonix beizutreten. Diese wurde nach einem Unglück am Mont Blanc 1821 zur sozialen Absicherung der Bergführer und ihrer Angehörigen ins Leben gerufen. François führt seine Klienten auf anstrengenden und gefährlichen Skirouten, gesäumt von verwehten Gletscherspalten, mehrere Meter hohen Türmen aus Gletschereis und schwierigen Schneeverhältnissen. Der Schwierigkeitsgrad der Route wird immer an die Fähigkeiten der Skifahrer und Klienten angepasst – für seine Arbeit braucht er daher nicht nur beste technische und körperliche Voraussetzungen sondern auch viel Menschenkenntnis. Die Ausbildung zum Bergführer dauert fünf Jahre – die Anwärter müssen eine harte Eintrittsprüfung bestehen, bei der selbst jene mit viel alpiner Erfahrung an ihre Grenzen stoßen oder sogar durchfallen. Auch in diesem Sommer werden es nur wenige schaffen.

Wiederholungen:

Sonntags gegen 13.25 Uhr und am darauffolgenden Samstag gegen 9.25 Uhr werden die Filme der Vorwoche wiederholt.

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