Elbsandsteingebirge – Märchenwelt und Meisterwerke

Die bizarre Bergwelt des Elbsandsteingebirges lockt Natur- wie Kulturbegeisterte an: Barfusskletterer, Lachszüchter und Steinmetze, die mit lokalem Gestein das Schlingenrippengewölbe im Dresdner Residenzschloss restaurieren. Die "360° - GEO Reportage" am Samstag, den 30. Mai um 13.00 Uhr

Ein Film von Gunnar Meyer

Eine bizarre, einzigartige Bergwelt, geformt in Millionen Jahren von Wind und Wasser erhebt sich dreißig Kilometer südöstlich von Dresden. Das Elbsandsteingebirge ist berühmt für seinen außerordentlichen Formenreichtum und für seinen Sandstein, entstanden aus einer riesigen Platte aus Meeressediment.

Seit Jahrhunderten prägt der Sandstein als historischer Baustoff das Bild der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Die barocken Prachtbauten – Frauenkirche, Semperoper und Zwinger - alle sind sie erschaffen aus Elbsandstein. Nachdem die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg völlig zerstört war, erstrahlt sie nun nach jahrzehntelangem Wiederaufbau fast wieder in altem Glanz. Kein einfaches Unterfangen: Die Rekonstruktion des historischen Schlingenrippengewölbes im Residenzschloss hielten Bauleute aus ganz Europa bislang für unmöglich. Doch am Ende ist es den Fachleuten mit Hilfe alter Baupläne gelungen. Die 360°- GEO Reportage hat viele Erfolgsgeschichten in der märchenhaften Region entdeckt.

Elbsandsteingebirge – Märchenwelt und Meisterwerke

Das Elbsandsteingebirge im Herbst. Direkt am Ufer der Elbe erheben sich die berühmten, zerklüfteten Felsformationen

Elbsandsteingebirge – Märchenwelt und Meisterwerke

Detlef Heinichen ist

gelernter Puppenspieler. Der Kaspar ist für den Dresdner Beruf und Leidenschaft gleichermaßen

Am Eingang des Elbsandsteingebirges liegt Hohenstein mit seiner berühmten Burg. Das romantische Städtchen ist die Wiege des deutschen Kaspers, der weit über die Grenzen Deutschlands bekannt ist. Der 87-jährige Gerhard Berger ist der letzte, der den Kasper noch nach traditioneller Art von Hand aus Lindenholz fertigt – über 70.000 Puppenköpfe hat er in seinem Leben geschnitzt. Einer, der heute noch bei ihm seine Puppen bestellt und mit ihnen auftritt, ist der Puppenspieler Detlef Heinichen. Der gebürtige Dresdner kennt nicht nur die Geschichte des Kaspers, sondern auch die seiner Dresdner Heimat. Wer hier lebt und arbeitet, hat eine enge Beziehung zu seiner Heimat: Das gilt für den Puppenspieler Detlef Heinichen, den Barfußkletterer Bernd Arnold, den Architekten Jens-Uwe Anwand ebenso wie für die Biologen Gert Füllner und Matthias Pfeifer, die seit Jahren an der Wiederansiedlung des Lachses in der Elbe arbeiten. Im Herbst erwarten sie mit Spannung den Erfolg ihrer Arbeit: Denn dann kehren hoffentlich die großen Lachse, die sie hier einst als kleine Lachsbrütlinge ausgesetzt haben, aus Südgrönland zum Laichen in die Nebenarme der Elbe zurück.

Elbsandsteingebirge – Märchenwelt und Meisterwerke

Die Biologen Dr. Gert Füllner und Matthias Pfeifer in einem der Nebenarme der Elbe. Die beobachten die von ihnen ausgesetzten Junglachse

Wiederholungen:

Sonntag, den 31. Mai gegen 13.00 Uhr.

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Elbsandsteingebirge – Märchenwelt und Meisterwerke

Das Projekt zur Wiederansiedlung des Elblachses in den Nebenarmen der Elbe hat Erfolg. Nach dem Abwandern kehren die erwachsenen Lachse zu Laichen in die Nebenarme der Elbe zurück

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