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    <title>GEO.de RSS-Feed - Nachhaltigkeit</title>
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    <pubDate>Sun, 05 Apr 2026 13:31:05 GMT</pubDate>
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      <title>GEO.de RSS-Feed - Nachhaltigkeit</title>
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      <title>Vom Müllchaos zu Zero Waste: 90 Prozent Recyclingquote: Was die griechische Urlaubsinsel Tilos anders macht</title>
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      <description>Die Insel Tilos kämpfte mit maroden Stromsystemen und ineffizienter Müllentsorgung. Dann nahm sich die Bürgermeisterin der Sache an. Nun taugt Tilos zum Vorbild</description>
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      <category>Energie</category>
      <category>Erneuerbare Energien</category>
      <category>Die Energie der Zukunft</category>
      <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 14:06:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Insel Tilos kämpfte mit maroden Stromsystemen und ineffizienter Müllentsorgung. Dann nahm sich die Bürgermeisterin der Sache an. Nun taugt Tilos zum Vorbild</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>35.000 Menschen strömen in den Sommermonaten auf die 500 Einwohner-Insel Tilos. Jahrelang ist das Stromnetz überlastet, die Müllberge quellen über. Bis die Menschen aus der Gemeinde und ihre Bürgermeisterin Maria Kamma das Problem in die Hand nehmen – und so Tilos als weltweit erste Insel zur "Zero Waste Certified City" machen.</p><p>Auf den griechischen Inseln kommen im Schnitt 110 Besucher auf eine Einwohnerin, pro Tag. Die meisten Touristen kommen zwischen April und November. Eine harte Probe für das Stromnetz und die Müllentsorgung – ohnehin wunde Punkte in Griechenland. Zwar dominieren erneuerbare Energien mittlerweile die Stromversorgung, jedoch dicht gefolgt von Erdgas und der Verbrennung von Schweröl. Auch das Eiland Tilos bezog seinen Strom lange Zeit über ein Unterwasserkabel von Kos. Das ist teuer: Die Kraftwerke sind klein und wenig effizient. Die Infrastruktur ist zudem alt und dank der Entfernung von über 50 Kilometern anfällig für Pannen. Große Mengen ungekühlter Lebensmittel in Restaurants, Ausfall der Klimaanlagen in Hotels – regelmäßige Stromausfälle waren lange ein großes wirtschaftliches Problem für einen Ort, der vom Tourismus lebt. Und dabei viel Geld für Strom bezahlt.</p><h2>Ausweg aus der Müllmisere</h2><p>Warum also nicht die 300 Sonnentage im Jahr und die fast stetige Brise für die Stromgewinnung nutzen, fragte sich Bürgermeisterin Kamma. Mit EU-Geldern ließ sie eine Windkraftanlage und 592 Solarpaneele mit einer Höchstleistung von 270 Watt errichten. Auf dem nordwestlichen Zipfel der Insel angesiedelt, versorgen sie Bewohner und Touristen. Eine hitze- und kälteresistente Batterie speichert die Energie aus Wind und Sonne, stellt auch nachts Strom bereit und gleicht Schwankungen aus, während ein intelligentes Steuersystem Produktion, Speicherung und Verbrauch im Gleichgewicht hält. Über ein lokales Mikronetz gelangt der Strom in die Haushalte, Tavernen, Geschäfte und Hotels. 510.000 Euro Energiekosten konnte Tilo so in drei Jahren sparen. Außerdem 3000 Tonnen CO2 – was weitere 39.000 Euro Emissionskosten sparte.</p><p>Als Ausweg aus der Müllmisere verbannte die Bürgermeisterin von Tilos die öffentlichen Gemeinschaftscontainer von den Straßen. Früher landete der dort gesammelte Abfall auf der örtlichen Deponie – wie vielerorts in Griechenland, wo illegale Müllkippen das Grundwasser verseuchen. An manchen Orten ist ein Recyclingsystem vorhanden, bricht aber immer wieder zusammen. Auf Tilos fehlte es gänzlich.</p><p></p><p>Maria Kamma änderte das. Sie verlegte die Mülltrennung direkt in die Haushalte. Ein Team holt den Abfall dreimal die Woche ab, schaut sofort, ob alles richtig getrennt wurde und bringt frische Tüten mit. Das Ergebnis: eine Recyclingquote von 90 Prozent. In Deutschland sind es knapp 70 Prozent.</p><p>Wo einst die Deponie der Insel ihren Standort hatte, werden heute die wiederverwertbaren Materialien verschnürt und verdichtet – bereit für ihren Weg nach Athen in zertifizierte Recyclingeinrichtungen. Der Biomüll kompostiert auf Tilos. Nur noch zehn Prozent des Abfalls ist Restmüll. "Zu Pellets komprimiert, wird er an Industrieanlagen mit Filtern zur Energiegewinnung verkauft," so das Team um die Bürgermeisterin. So rechne sich der hohe Aufwand: "Dank der hohen Wiederverwertungsquote ist das System wirtschaftlich effizient."</p><h2>Keine Stromausfälle mehr und saubere Straßen</h2><p>Tilos trägt nun die Titel "Smart Energy Island" und "Zero Waste Certified City". Fehlende Stromausfälle, saubere Straßen und Strände, haben die Bewohner überzeugt. Aber: "Sind wir mit dem Ergebnis zu 100 Prozent zufrieden? Noch nicht. Da geht noch mehr," verkündet Maria Kamma.</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Frauke Gans</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Klima Update Spezial: Kann grüner Wasserstoff die Energie der Zukunft werden?</title>
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      <description>Um die CO2-Emissionen der deutschen Industrie dauerhaft zu senken, könnte grüner Wasserstoff die Lösung sein. Im Klima Update Spezial zeigen wir, wieso</description>
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      <category>Klima</category>
      <category>Klima Update</category>
      <category>Energie</category>
      <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 12:21:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Um die CO2-Emissionen der deutschen Industrie dauerhaft zu senken, könnte grüner Wasserstoff die Lösung sein. Im Klima Update Spezial zeigen wir, wieso</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p></p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Um die CO2-Emissionen der deutschen Industrie dauerhaft zu senken, könnte grüner Wasserstoff die Lösung sein. Im Klima Update Spezial zeigen wir, wieso</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Spaß-Wettkampf: Jetzt wird abgepflastert! Beim Tegelwippen werden Gehwege zu Grünflächen</title>
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      <description>Eine Werbeagentur aus den Niederlanden hat einen überraschenden Öko-Hit gelandet: Sie startete einen Wettbewerb zur Stadtbegrünung. Nun gibt es erste Nachahmer</description>
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      <category>Die Zukunft der Stadt</category>
      <category>Natur</category>
      <category>Umwelt</category>
      <pubDate>Thu, 19 Mar 2026 14:38:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Eine Werbeagentur aus den Niederlanden hat einen überraschenden Öko-Hit gelandet: Sie startete einen Wettbewerb zur Stadtbegrünung. Nun gibt es erste Nachahmer</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Es begann 2020, als versponnene Idee: Damals fanden plötzlich keine Fußballspiele mehr statt – Corona hatte den Ligabetrieb der Sportvereine lahm gelegt, auch in den Niederlanden. "Doch Städte lieben es nun einmal, sich miteinander zu messen", sagt Remco Moen Marcar, Gründer der Werbeagentur Frank Lee in Amsterdam, die sich auf soziale und ökologische Projekte spezialisiert hat. Wie wäre es also, wenn die Städte in einer anderen Disziplin gegeneinander antreten, überlegte Marcar, etwa im Begrünen von Städten? </p><h2>Praktischer Regenspeicher und Insekten-Unterschlupf</h2><p>Zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Eva Braaksma rief er deshalb zum Wettkampf auf: Einen Sommer lang sollten sich Amsterdam und Rotterdam im Tegelwippen messen – im Entfernen von Gehwegplatten (holländisch: Tegel). In dem freigelegten Streifen Erde, meist entlang von Hauswänden, in Gärten oder auf Schulhöfen, könnten stattdessen Blumen und Sträucher wachsen, so die Idee. Das Grün verschönere nicht nur die Städte, sondern wirke auch kühlend, erklärt Marcar, außerdem könnten die neuen Minigärten Regen speichern, und bieten Insekten Nahrug und Unterschlupf. </p><p></p><p>Zum Start des Wettkampfs drehte seine Agentur ein ironisches Video: Fröhlich-bunt imitiert es die bollerige Rivalität von Fußballteams – ergänzt um jede Menge Blüten. Was danach folgte, erstaunt Marcar bis heute. Denn die Menschen in Amsterdam und Rotterdam legten begeistert los: 90.000 Gehweg-Platten entfernten sie innerhalb von nur acht Monaten, begleitet von einem immensen Medienecho. Am Ende gewann Rotterdam knapp und erhielt dafür als Trophäe den "Goldenen Pflasterstein". Seitdem ist das Tegelwippen ein landesweites, gut gelauntes Kräftemessen: Rund 200 Gemeinden nehmen mittlerweile daran teil, Dörfer genauso wie Großstädte. Gemeinsam entfernten sie seit 2021 rund 15 Millionen Platten und legten so insgesamt eine Fläche von mehr als einem Quadratkilometer frei.  </p><h2>Wettbewerb mit Augenzwinkern</h2><p>Längst unterstützt das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft das Turnier und die Gemeinden stellen oft Werkzeuge und Pflanzen für die Aktionen bereit. Auch die entfernten Pflastersteine transportieren ab. Die Vorschriften für das Entsiegeln haben sie außerdem stark vereinfacht oder sogar abgeschafft. Vorgeschrieben bleibt aber stets, dass genug Platz für Fußgänger bleiben muss. </p><p>Wichtig ist dem Projekt: Das Tegelwippen soll Spaß machen. Bei manchen Pflanz-Einsätzen spielen deshalb Bands oder Nachbarn versorgen die freiwilligen Helfer mit Kaffee und Keksen. Andere Orte feiern ihre Mannschaften beim Karnevalsumzug. "Es ist ein Wettbewerb mit einem Augenzwinkern, bei dem wir die Menschen aber ernsthaft dazu auffordern, ihre Gärten, Straßen und Plätze zu begrünen", sagt Marcar. </p><p></p><p>Mittlerweile gibt erste Nachahmer, etwa in Belgien und der Schweiz. Denn in Europa hält der Trend zum Versiegeln von Flächen an: Allein in den EU-Ländern werden jedes Jahr rund 700 Quadratkilometer Land überbaut – etwa die Größe von 100.000 Fußballfeldern.  </p><p>In Deutschland engagiert sich Hamburg seit 2025 im <em>Tegelwippen</em>, auch Schulen konkurrieren hierzulande im Entsiegeln. Die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz hat außerdem einen bundesweiten Städtewettbewerb nach holländischem Vorbild gestartet. Allein in Flensburg wurden dabei mehr als 100.000 Steine abgetragen – die Stadt war damit Sieger unter den mittelgroßen Siedlungen. </p><p>In Amsterdam aber, wo das Tegelwippen einst startete, ist das kleinflächige Entsiegeln heute sogar Aufgabe der Behörden: Die Einwohner dort können einen "Fassadengarten" beantragen. Für sie werden dann die Gehwegplatten vor dem Haus entfernt, auf einer Breite von rund 50 Zentimetern. Kostenlos. </p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Jenny Niederstadt</dc:creator>
    </item>
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      <title>Meinung: Der Irankrieg offenbart die Störanfälligkeit der Lebensmittelproduktion</title>
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      <description>Steigende Düngerpreise infolge des Irankriegs machen deutlich: Unsere Nahrungsmittelproduktion ist nicht krisenfest. Zeit, mehr Ökologie zu wagen</description>
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      <category>ökologische Landwirtschaft</category>
      <category>Boden</category>
      <category>Energie</category>
      <category>Krise</category>
      <category>Grüner Bereich</category>
      <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 15:24:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Steigende Düngerpreise infolge des Irankriegs machen deutlich: Unsere Nahrungsmittelproduktion ist nicht krisenfest. Zeit, mehr Ökologie zu wagen</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>In der vergangenen Woche stellte Quatar Energy nach Beschuss aus Iran seine Produktion ein. In den Nachrichten fand der Vorgang kaum Beachtung. Viel weniger jedenfalls als die Preisentwicklung an den Zapfsäulen in Deutschland. Völlig zu Unrecht. Denn die weltweit größte Industrieanlage dieser Art in Ras Laffan produziert Harnstoffdünger, einen der wichtigsten Stickstoffdünger. Einen Stoff also, ohne den die konventionelle Landwirtschaft, egal in welchem Teil der Welt, nicht denkbar ist. Auch nicht in Deutschland.</p><p>Rund ein Drittel der weltweit gehandelten synthetischen Düngemittel stammen aus den Golfstaaten. Der Grund dafür liegt in der Verfügbarkeit von fossilen Energieträgern: Die Herstellung synthetischer Düngemittel verschlingt enorme Mengen Erdgas. Und schon jetzt, nicht einmal drei Wochen nach Kriegsbeginn, steigen wegen der andauernden Blockade der Straße von Hormus die Preise nicht nur für Öl und Gas, sondern auch für Dünger. Jenen Treibstoff also, der unsere Landwirtschaft am Laufen hält.</p><h2>Energiepreise schlagen auf die Lebensmittelkosten durch</h2><p>Düngemittel sind bei der Nahrungsmittelproduktion ein entscheidender Kostenfaktor. Und die Preise sind seit Beginn des Krieges um bis zu 30 Prozent gestiegen. Im ärmeren Teil der Welt wird die Düngemittelkrise das Hungerproblem verschärfen, wie das <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://de.wfp.org/pressemitteilungen/folge-der-eskalation-im-nahen-osten-wfp-warnt-vor-rekordzahlen-bei-akutem-hunger" class="external-link">Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen</a> warnt. Denn schon moderate Preisanstiege zwingen die Menschen, weniger zu düngen – was die Ernte schmälert. Zudem haben Preissteigerungen bei Lebensmitteln das Zeug, ganze Gesellschaften zu destabilisieren.</p><p></p><p>In reichen Ländern wie Deutschland können steigende Lebensmittelpreise immerhin noch eine allgemeine Unzufriedenheit verstärken. Vor allem aufseiten der Erzeuger, die ihre gestiegenen Produktionskosten kaum durch die Verkaufserlöse kompensieren können. Beispiel Weizen: Während zu Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine die Gaspreise explodierten, stieg zugleich der Preis für Weizen. Dieser Effekt blieb während des Irankriegs bislang aus.</p><h2>Der Motor der Welternährung ist störanfällig</h2><p>Es stimmt zwar: Billiger synthetischer Dünger, als Treibstoff einer landwirtschaftlichen Produktion im industriellen Maßstab, hat enorme Ertragssteigerungen möglich gemacht. Und damit das rasante Wachstum der Weltbevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg. Aber das System ist störanfällig: Der Krieg eines irrlichternden US-Präsidenten und seiner israelischen Verbündeten, die Sperrung einer Meerenge bringt es ins Wanken.</p><p>Wie fragil eine von fossilen Energien abhängige Ernährung ist, wissen wir nicht erst seit gestern. Und es gibt, neben der Reduktion von gefährlichen Abhängigkeiten, weitere gute Gründe, den Einsatz von fossilen Düngern zu reduzieren:</p><p>Dünger aus der Landwirtschaft – sei es nun in Form von Mineraldünger oder von Gülle – belasten Grundwasser, Flüsse und Meere mit überschüssigen Nährstoffen. An jeder vierten Messstelle in Deutschland weist das Grundwasser einen zu hohen Wert auf. Die EU-Kommission hat darum schon im Jahr 2013 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet.</p><p>Mineraldünger können zudem der Bodengesundheit und der Artenvielfalt schaden – vor allem, wenn sie überdosiert werden. Und klimaschädlich sind sie allemal; nicht nur, weil bei ihrer Herstellung viel Gas verfeuert wird: Stickstoffdünger, der von Pflanzen nicht aufgenommen wird, gelangt als Lachgas in die Atmosphäre. Das Gas ist fast 300-mal so klimaschädlich wie Kohlendioxid.</p><p>Die Irankrise zeigt: Der Ausstieg aus den fossilen Energien muss jetzt entschlossen vorangetrieben werden – auch in der Landwirtschaft. Für mehr gesunde Böden und Gewässer, mehr Artenvielfalt und Klimaschutz. Vor allem aber: für mehr Resilienz und Unabhängigkeit angesichts einer Reihe von globalen Krisen, von denen die aktuellen vielleicht nur der Anfang sind.</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Peter Carstens</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Nils Aldag im Interview: "In Norddeutschland könnten große Mengen Wasserstoff entstehen"</title>
      <link>https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/norddeutschland-biete-die-chance--grosse-mengen-an-wasserstoff-zu-produzieren-37231924.html?utm_campaign=alle&amp;utm_medium=rss-feed&amp;utm_source=standard</link>
      <description>Die Transformation hin zu grünem Wasserstoff ist in vollem Gang. Nils Aldag, CEO eines führenden deutschen Technologieunternehmens, spricht über die Chancen der Energieerzeugung</description>
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      <category>Umwelt</category>
      <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 13:29:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Transformation hin zu grünem Wasserstoff ist in vollem Gang. Nils Aldag, CEO eines führenden deutschen Technologieunternehmens, spricht über die Chancen der Energieerzeugung</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p></p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Transformation hin zu grünem Wasserstoff ist in vollem Gang. Nils Aldag, CEO eines führenden deutschen Technologieunternehmens, spricht über die Chancen der Energieerzeugung</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Klima Update Spezial: Wie Toilettenpapier dabei helfen kann, die CO₂-Emissionen zu senken</title>
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      <description>Rund 18 Kilogramm Toilettenpapier verbrauchen die Deutschen pro Kopf und Jahr. Wird es aus Altpapier gemacht, sparen wir 15 Prozent CO₂ ein. Einblicke aus der Produktion zeigt das Video</description>
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      <pubDate>Mon, 16 Feb 2026 14:30:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Rund 18 Kilogramm Toilettenpapier verbrauchen die Deutschen pro Kopf und Jahr. Wird es aus Altpapier gemacht, sparen wir 15 Prozent CO₂ ein. Einblicke aus der Produktion zeigt das Video</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p></p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Rund 18 Kilogramm Toilettenpapier verbrauchen die Deutschen pro Kopf und Jahr. Wird es aus Altpapier gemacht, sparen wir 15 Prozent CO₂ ein. Einblicke aus der Produktion zeigt das Video</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Waldschutz in Äthiopien: Wilder Kaffee, digitale Daten: Was die EU von Kleinbauern verlangt</title>
      <link>https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/wilder-kaffee--digitale-daten--was-die-eu-von-kleinbauern-verlangt-37070818.html?utm_campaign=alle&amp;utm_medium=rss-feed&amp;utm_source=standard</link>
      <description>Seit Jahrhunderten sammeln äthiopische Bauern wilden Kaffee im Regenwald, ohne die Natur zu zerstören. Mit der geplanten EU-Entwaldungsverordnung müssen sie das nun beweisen</description>
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      <category>Wald</category>
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      <pubDate>Mon, 09 Feb 2026 17:20:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Seit Jahrhunderten sammeln äthiopische Bauern wilden Kaffee im Regenwald, ohne die Natur zu zerstören. Mit der geplanten EU-Entwaldungsverordnung müssen sie das nun beweisen</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Kaffeesträucher in den schattigen Wäldern Äthiopiens ragen hoch unter das Blätterdach. Sie wachsen wild, ohne dass Menschen sie pflanzen, düngen oder stutzen. Versteckt im grünen Dickicht leuchten die letzten roten Kaffeekirschen der Saison. Melese Mamo erspäht sie alle. Mit seinem Körpergewicht hängt er sich an einen mit Moos überwucherten Ast, um ein paar der Kirschen zu sich hinunterzuziehen. Er pflückt sie eine nach der anderen und präsentiert seine vollen Hände. Um seinen<strong> </strong>Wald und dessen Schätze zu zeigen, hat sich Melese* ein gebügeltes Hemd, darüber eine schwarze Pailletten-Jacke angezogen. </p><p>Er lebt in Kaffa, einer hügeligen Region im Süden Äthiopiens, die als Heimat des Arabica-Kaffees gilt. <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.geo.de/natur/regenwaldverein/wo-die-wilde-bohne-waechst-30196778.html" class="external-link">Seit Jahrhunderten sammeln äthiopische Bauern und Bäuerinnen</a> wilden Kaffee im Regenwald, ohne dabei den Wald zu zerstören. Seit mehr als 20 Jahren wird ihre Ernte auch als Wildkaffee in deutschen Bioläden verkauft. Will Melese seine Bohnen weiterhin nach Deutschland liefern, muss er nun beweisen, dass er für seinen Kaffee keine Bäume gefällt hat. </p><p>Anders als zum Beispiel in Brasilien mit seinen Tausende Hektar großen Plantagen wächst der äthiopische Hochlandkaffee meist in sogenannten Agroforsts, also im Wald gepflanzt, in kleinen Gärten oder gar wild – ohne menschliche Bewirtschaftung. Das Land am Horn von Afrika ist der größte Kaffeeproduzent des Kontinents. Rund 20 Millionen Menschen arbeiten in dem Sektor, der etwa 35 Prozent des Außenhandels ausmacht. Mehr als ein Drittel des äthiopischen Kaffeeexports geht in die Europäische Union. </p><p>Der EU-Kaffeekonsum trägt zur Waldzerstörung bei: Seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurden für den Kaffeeanbau weltweit fast <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://gfr.wri.org/forest-extent-indicators/deforestation-agriculture#how-much-forest-has-been-replaced-by-coffee%20" class="external-link">zwei Millionen Hektar Wald abgeholzt</a>. Deshalb plant die EU mit einer Entwaldungsverordnung, die Einfuhr von Kaffee und anderen Agrarprodukten zu verbieten, für deren Anbauflächen nach 2020 Wald gerodet wurde. Nachdem das Gesetz bereits zwei Mal verschoben wurde, soll es nun Ende 2026 in Kraft treten; kleinere Unternehmen erhalten einen Aufschub bis Juni 2027. Bis dahin müssen auch in Äthiopien jeder und jede einzelne Kleinbauer und -bäuerin den digitalen Nachweis erbringen. Doch anders als technologisch gerüstete Plantagenunternehmen besitzen die meisten Familienbetriebe dafür nicht mal ein Smartphone. </p><p></p><p>Im November, wenn sich die Kaffeekirschen in seinem Waldgebiet rot färben, macht sich Melese Mamo nach seinem Morgenkaffee auf, um mit seiner Familie zu ernten. Er erzählt, wie sie dann mit geflochtenen Körben auf den Köpfen durch den dichten Wald streifen und Kaffee sammeln. Wenn die Sonne untergeht, bringen sie ihre Ausbeute zur Genossenschaft, wo sie auf Bambustischen getrocknet wird. Bis zu einer Tonne Kirschen kann die Familie auf dem ihr zugeteilten Hektar Wald in einer Saison ernten. Daraus entstehen später etwa 160 Kilogramm Kaffeebohnen.</p><p></p><p>Mit ihrer Farm ernähren Melese Mamo und seine Frau die Familie, mit dem Geld aus der Kaffeeernte schicken sie ihre vier Kinder zur Schule. "Der Kaffee sorgt für uns. Und weil die schattigen Bäume für den Kaffee sorgen, sorgen wir für den Wald", sagt er. Um diesen Kreislauf nicht zu stören, nimmt er dem Wald nur so viel, wie dieser verkraftet: Melese sammelt wilden Kardamom fürs Abendessen und Blätter für das Vieh. Sein Sohn klettert in die Baumwipfel, wo er Bienenstöcke aufhängt, um den Honig wilder Bienen zu gewinnen. Die Kaffeekirschen, die zu hoch hängen, um sie zu pflücken, fallen auf den Waldboden, und mit den Jahren wachsen neue Kaffeesträucher heran.  </p><p>Schon Meleses Vater sammelte in diesem Teil des Kichib-Waldes oberhalb eines schmalen Pfades. Traditionell weiß jede Familie welches Gebiet sie nutzt, kennt die Bäume, Wege und Lichtungen, die die Grenzen markieren. Die Verantwortung für den Wald trägt aber die Gemeinschaft: Sie trifft Entscheidungen über Nutzung und Schutz der Natur. Das soll verhindern, dass sich Einzelne auf Kosten aller bereichern. </p><p>Anfang der 2000er-Jahre halfen Nichtregierungsorganisationen dabei, diese Form der kollektiven Selbstverwaltung rechtlich anzuerkennen. Mit <a rel="nofollow" href="https://www.geo.de/natur/regenwaldverein/wildkaffee-aus-kaffa-ist-ein-genuss-30584762.html?utm_campaign=alle&amp;utm_medium=rss-feed&amp;utm_source=standard" title="Äthiopien: Wildkaffee: vom Urwald ins Dreisternerestaurant">Unterstützung von GEO schützt den Regenwald e.V.</a> hat die äthiopische Regierung Dorfgemeinschaften Nutzungs- und Schutzrechte für rund 36.000 Hektar Wald übertragen. Es sind die am besten erhaltenen Wälder der Region, wie Zahlen des Vereins belegen. "Ich kann drei Tage durch unseren Gemeinschaftswald laufen, ohne sein Ende zu erreichen", sagt Melese. Dass er und etwa 7000 weitere Wildkaffeesammlerinnen und -sammler nun nachweisen müssen, dass ihre Nutzung den Wald nicht beeinträchtigt, bedeutet entlang der Lieferkette: Bürokratie. </p><p>Eine Gruppe Arbeiter wuchtet Säcke vom Lastwagen, schultert sie und trägt sie in eine leere Lagerhalle. Es ist die erste Wildkaffeelieferung der Saison. Bisher lag die Ernte von Melese und den anderen zur Trocknung in den 54 Genossenschaften der Region verteilt, nun bringen sie ihre Ware zur "Kafa Forest Coffee Farmers' Cooperative Union". Der Genossenschaftsverband vermarktet Wildkaffee sowie Waldkaffee aus Agroforstwirtschaft. Beim Verband wird der Kaffee geschält, bevor er dann weiter zum Hafen von Dschibuti geht. Dort wird er einem deutschen Unternehmen übergeben. Es gibt keine Zwischenhändler, die Lieferkette ist kurz. Auch die Genossenschaften beziehen ausschließlich von ihren festen Mitgliedern. Anders als beim Plantagenkaffee ist die Rückverfolgung beim Wild- und Waldkaffee also vergleichsweise einfach. </p><p></p><p>Fisseha Alamu vom Genossenschaftsverband prüft die Herkunft der Säcke: Sie stammen aus dem Dorf Kuti. Mit dem Inkrafttreten der Entwaldungsverordnung wird er für jede Lieferung zum Hafen eine detaillierte Liste der Sammlerinnen und Sammler vorlegen müssen – samt Koordinaten der Erntegebiete. Der Importeur gleicht die aktuellen Satellitenbilder der Standorte anschließend mit Aufnahmen aus dem Jahr 2020 ab. So kann er bei der Einfuhr des Kaffees im Hamburger Hafen belegen, dass sich der Baumbestand seitdem nicht verringert hat. Die größte Herausforderung für Fisseha: die Standorte Tausender Farmen und weitläufiger Sammelgebiete zu erfassen. Dafür schickt er Datensammler in den Wald.</p><p>Das Tablet von Sintayehu Belachew zeigt das Satellitenbild eines Waldes. Ein roter GPS-Punkt markiert seine Position unter dem lockeren Blätterdach. Eine Kaffeegenossenschaft hat Sintayehu beauftragt, die Farmen ihrer rund 400 Mitglieder abzulaufen und ihre Daten zu sammeln. Der 26-Jährige ist für die Aufgabe ideal: Er stammt aus der Region, kennt viele der Bauern und Bäuerinnen persönlich – und er besitzt ein Smartphone, weiß, wie man mit Android arbeitet. Er hat die zehnte Klasse beendet, sein Englisch reicht aus, um den Anweisungen in der Daten-App zu folgen. Diese fordert Sintayehu nun auf, den Standpunkt zu speichern: Breitengrad 7,296 Nord, Längengrad 36,146 Ost. Als Nächstes befragt Sintayehu den Bauern und trägt die Informationen in das Programm ein: Name – Balacho Woldemaryam; Größe der Farm – zwei Hektar; Anbauform – halbnatürlichen Wald; Gerodet – 2008. </p><p></p><p>Unter dem lichten Kronendach der alten Bäume stehen die Kaffeesträucher in lockeren Reihen. Sie sind deutlich kleiner und jünger als die wilden Kaffeebäume von Melese Mamo. Wie Melese sammelte auch Balacho Woldemaryam früher ausschließlich wilden Kaffee. Doch der Druck, das Schulgeld für seine acht Kinder aufzubringen, ließe ihm kaum eine Wahl, sagt er. Auf diesem Land außerhalb der Naturschutzzone fällte er einzelne Bäume, ein paar ließ er stehen – das ist ihm wichtig zu betonen. Im Schatten der verbleibenden Bäume legte er seinen Kaffeegarten an. Hier pflanzt und düngt Balacho, der Ertrag ist dadurch etwa viermal so hoch. Auch in Zukunft wird er seinen Kaffee nach Deutschland exportieren dürfen, weil er die Bäume vor 2020 gerodet hat. </p><p>Die Bevölkerung Äthiopiens wächst – viele Familien müssten ihre Kaffeeflächen ausweiten, um überleben zu können, erzählen Mitglieder der Genossenschaften. Mit gravierenden Folgen: Ende der 1960er-Jahre waren noch rund 40 Prozent Äthiopiens von dichtem Wald bedeckt; heute sind es nur noch etwa zwei Prozent. Die Bäume wichen Kaffeefarmen, Tefffeldern und Weideflächen.</p><p></p><p>In den verbleibenden Wäldern nach den Kaffeesammelgebieten zu suchen sei besonders mühsam, sagt Datensammler Sintayehu Belachew. "Man kämpft sich kilometerweit durch das Gestrüpp in den Hügeln, nur um einen einzelnen Punkt zu erfassen." Entsprechend zeitaufwendig ist die Arbeit: Gerade mal sechs Bäuer*innen schafft er an einem Tag.<em> </em>Zugleich drängt die Zeit: Der Genossenschaftsverband verfügt lediglich über vier Tablets, die zwischen den Genossenschaften rumgereicht werden müssen. Finanziert wurden die Geräte vom deutschen Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Importeur Original Food hatte sich um die Gelder bemüht. Bislang hat der Verband erst für etwa 1000 der 13.000 Wild- und Waldkaffee-Anbauenden Geodaten erhoben.</p><p></p><p>Auch wenn der Aufschub der Verordnung diesen mehr Zeit verschafft habe, fehle es ihnen weiterhin an Geld für die Anpassungen, sagt Fisseha vom Genossenschaftsverband – etwa für zusätzliche Tablets und für Datensammler wie Sintayehu. Falls die Daten regelmäßig aktualisiert werden müssen – die langfristigen Anforderungen der EU sind noch unklar –, kommen weitere Kosten auf die Genossenschaften zu. </p><p>Bauer Melese Mamo sagt, er schütze den Wald für seine Kinder, nicht für die Europäische Union. Wenn die EU und die Importeure nun eigene Auflagen festlegen, dann müssten sie auch den Preis dafür zahlen. "Wir Bauern bekommen nur einen Bruchteil des Geldes, das die Menschen in Europa mit unserem Kaffee verdienen. Wir können uns das schlicht nicht leisten." Von den 40 Euro, die in Deutschland ein Kilo Wildkaffee kostet, erhält Melese etwa vier Euro – Plus eine Beteiligung am Gewinn, die ihm die Genossenschaft am Ende des Jahres auszahlt. Der Rest der Wertschöpfung entsteht in Deutschland – durch Röstung, Verpackung, Lagerung und Transport.</p><p>Fisseha Alamu vom Genossenschaftsverband hofft, dass die EU-Verordnung dazu beitragen wird, die jahrhundertealte Wildkaffeekultur zu bewahren – und damit auch den Wald zu schützen. Doch schafften es die äthiopischen Bäuer*innen nicht, bis zum Stichtag alle Daten zu sammeln, würden viele künftig auf die Märkte in Saudi-Arabien und China ausweichen, befürchtet Fisseha. Dort seien die Preise zwar schlechter, aber die Exporte blieben weitgehend frei von strengen Regularien. "Aber der Wald hätte davon nichts gewonnen." </p><p> </p><p>* In Äthiopien werden Menschen meist beim Vornamen genannt. </p><p><em>Hinweis: Diese Reportage entstand im Rahmen einer Recherchereise von </em><a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://journalists-network.org/" class="external-link"><em>journalist.network</em></a><em>.</em></p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Josefine Rein</dc:creator>
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      <title>Biomonitoring: In polnischen Wasserwerken arbeiten Muscheln im Dienste der Reinheit | GEOplus</title>
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      <description>Muscheln reagieren empfindlich auf Giftstoffe. Das machen sich polnische Wasserwerksbetrieber zu zu­nut­ze. Auch deutsche Bergwerke setzten einst auf "Biomonitoring"</description>
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      <category>Umwelt</category>
      <category>Wasser</category>
      <category>Natur verstehen</category>
      <pubDate>Tue, 10 Feb 2026 07:12:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Frauke Gans</dc:creator>
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      <title>Meinung: Der Landwirtschaftsminister dreht den Tierschutz durch den Fleischwolf</title>
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      <description>Die bisherige Bilanz des Landwirtschaftsministers und Weißwurst-Rekordhalters Alois Rainer ist aus Tierschutzsicht eine Realitätsverweigerung. Zukunft geht anders</description>
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      <category>Landwirtschaft</category>
      <category>Tiere</category>
      <category>Grüner Bereich</category>
      <pubDate>Thu, 15 Jan 2026 13:00:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die bisherige Bilanz des Landwirtschaftsministers und Weißwurst-Rekordhalters Alois Rainer ist aus Tierschutzsicht eine Realitätsverweigerung. Zukunft geht anders</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Klimaschutz sei für ihn ein wichtiges Ziel, gestand Landwirtschaftsminister Alois Rainer im vergangenen Sommer im <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/klimapolitik-fleischverzehr-fleischkonsum-100.html" class="external-link">ARD-Fernsehen</a>. Und schob nach: Der Fleischkonsum habe damit nichts zu tun. Eine klare Falschaussage. Wenn man sich die bisherige Bilanz des Metzgermeisters als oberster staatlicher Tierschützer ansieht, könnte man auf die Idee kommen, der Minister sehe auch keinen Zusammenhang zwischen Tierproduktion und Tierschutz.</p><p>Dabei ist beides gut belegt: Hoher Fleischkonsum schadet dem Klima – und Millionen Tiere leiden in der industriellen Produktion. Ebenso gut belegt ist, dass sich immer mehr Menschen eine klimafreundlichere Landwirtschaft wünschen. Und eine, die weniger Tierleid produziert. Gestützt wird der breite gesellschaftliche Wandel nicht nur von Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen – sondern auch vonseiten der Wissenschaft.</p><p>Ein Beispiel sind die Empfehlungen der Borchert-Kommission, die auch in den <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.bmleh.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Landwirtschaft/zukunft-landwirtschaft-bericht-2024.pdf" class="external-link">Abschlussbericht</a> der Zukunftskommission Landwirtschaft der Bundesregierung eingeflossen sind. Darin stellte das hochkarätige Gremium aus Bauern-, Umwelt- und Tierschutzverbänden, Verbraucherorganisationen, Wirtschaft und Wissenschaft 2024 fest: "Angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung des Tierschutzes und des auch fachlich gegebenen deutlichen Handlungsbedarfs ist zu erwarten, dass die derzeitigen Haltungsverfahren in Zukunft sowohl auf dem Rechtsweg als auch regulatorisch noch stärker als bisher unter Druck geraten werden." Hieraus entstehe eine "große Unsicherheit für den Sektor" – und dringender Handlungsbedarf.</p><p>Alois Rainer, der 2002 mit einer 825 Meter langen Weißwurst einen bis heute nicht gebrochenen Rekord aufgestellt hat, ficht das nicht an. Statt den eingeschlagenen Weg der Transformation weiterzugehen, streicht er das Bundesprogramm für den Umbau der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Und erteilt denkbaren Finanzierungsinstrumenten, wie zum Beispiel einer Tierwohlabgabe oder einer Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes auf tierische Produkte, eine Absage.</p><h2>Der Wurst-Rekordhalter hat kein Problem mit der Anbindehaltung</h2><p>Auch gegen die besonders kontroverse Anbindehaltung hat Rainer nichts einzuwenden. Obwohl die Argumente auf der Hand liegen: Das dauerhafte Fixieren von hochsozialen Säugetieren verursacht Leiden und Schmerzen. Wer es praktiziert, macht sich nach dem Tierschutzgesetz sogar strafbar, wie Dr. Madeleine Martin erklärt. Die hessische Landestierschutzbeauftragte ist eine von 350 Tierärztinnen und Tierärzten, die kürzlich in einem offenen Brief an den Landwirtschaftsminister ein Verbot der Anbindehaltung forderten. </p><p>Auch die Tierheime gehen leer aus. Anders als im Koalitionsvertrag versprochen, bekommen die chronisch überfüllten und unterfinanzierten Tierheime 2026 kein Geld. Der Grund: Deren Finanzierung sei Aufgabe der Länder und Kommunen.</p><p>Wo er nicht streicht, schiebt Rainer auf. Beispiel Tierhaltungskennzeichnung: Eigentlich sollte das fünfstufige Label, das Verbrauchern Orientierung geben soll, im März dieses Jahres an den Start gehen. Geplant war zunächst eine staatliche, verpflichtende Kennzeichnung für Schweinefleisch. Nun verschiebt sich der Start des Labels, das schon 2023 beschlossen wurde, um ein weiteres Jahr. Sofern es nicht ganz zerredet wird.</p><p>Rainers Ankündigung, dass es in Schlachthöfen – zumindest in großen – zukünftig eine <a href="https://www.geo.de/natur/tierwelt/meinung--warum-wir-mehr-videos-aus-schlachthoefen-brauchen-35901508.html?utm_campaign=alle&amp;utm_medium=rss-feed&amp;utm_source=standard" title="Umstrittenes Urteil: Tierqual für Centbeträge: Warum wir mehr Videos aus Schlachthöfen brauchen">Videoüberwachung</a> geben soll, könnte zwar dabei helfen, grobe Verstöße gegen tierschutzrechtliche Vorschriften aufzuklären. Doch die Überwachung ändert weder etwas an der Zahl der leidenden Tiere noch an grausamen Praktiken wie der Betäubung mit Kohlendioxid.</p><p>Entsprechend fällt das Urteil der Tierschutzorganisationen aus: "Bis jetzt habe ich keine Tierschutzpolitik dieser Regierung wahrgenommen", sagt etwa Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Und spricht von einer "Nullbilanz". Zukunft geht anders.</p><p>Während Rainer im Stall bremst, gibt er bei geschützten Wildtieren Vollgas. Allerdings in die falsche Richtung: Geht es nach dem Ministerium des Weißwurscht-Rekordhalters, dürfen Jägerinnen und Jäger in Zukunft sogar Wolfswelpen erschießen. Waidmannsdank.</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Peter Carstens</dc:creator>
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      <title>Interview: Insa Thiele-Eich: "Guter Zeitpunkt für Europa, um Vorreiterrolle einzunehmen"</title>
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      <description>Erst dank Satelliten haben wir die Möglichkeit, Meteorologie zu verstehen, sagt Raumfahrtexpertin Insa Thiele-Eich. Welche Auswirkungen hat das auf die Wissenschaft?</description>
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      <category>Klima</category>
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      <category>Klimawandel</category>
      <category>Interview</category>
      <category>ESA</category>
      <category>Raumfahrt</category>
      <category>Europa</category>
      <category>Satelliten</category>
      <pubDate>Thu, 15 Jan 2026 10:07:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Erst dank Satelliten haben wir die Möglichkeit, Meteorologie zu verstehen, sagt Raumfahrtexpertin Insa Thiele-Eich. Welche Auswirkungen hat das auf die Wissenschaft?</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p></p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Erst dank Satelliten haben wir die Möglichkeit, Meteorologie zu verstehen, sagt Raumfahrtexpertin Insa Thiele-Eich. Welche Auswirkungen hat das auf die Wissenschaft?</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
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      <title>Klima Update Spezial: Wie Satelliten im All uns beim Kampf gegen den Klimawandel helfen können</title>
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      <description>Die ESA in Darmstadt steuert 30 Satelliten im Weltall, die wichtige Daten über unser Klima sammeln. Wie relevant kann das für den Klimaschutz sein?</description>
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      <category>Daten zur Umwelt</category>
      <category>Raumfahrt</category>
      <category>ESA</category>
      <pubDate>Wed, 14 Jan 2026 09:20:00 GMT</pubDate>
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    </item>
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      <title>Saisonale Wärmespeicher: Wie Sie Ihr Haus im Winter mit Sommerwärme heizen  | GEOplus</title>
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      <description>Im Sommer ist Wärme im Übermaß verfügbar, im Winter muss sie aufwändig erzeugt werden. Einige Versorger bauen deshalb riesige Speicher, die Wärme monatelang halten können</description>
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      <category>Erneuerbare Energien</category>
      <category>Energiewende</category>
      <pubDate>Tue, 16 Dec 2025 07:56:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Ralph Diermann</dc:creator>
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    <item>
      <title>Klima Update Spezial: Wie umweltschädlich ist Gold und welche Alternativen gibt es?</title>
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      <description>Der Amazonas birgt viele Schätze. Einer davon ist Gold. Warum das für Mensch und Umwelt ein Problem ist und welche Lösungen es für unseren Goldschmuck gibt</description>
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      <category>Amazonas</category>
      <category>Nachhaltigkeit</category>
      <category>Umwelt</category>
      <category>Klimaschutz</category>
      <pubDate>Wed, 19 Nov 2025 13:45:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Der Amazonas birgt viele Schätze. Einer davon ist Gold. Warum das für Mensch und Umwelt ein Problem ist und welche Lösungen es für unseren Goldschmuck gibt</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p></p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Der Amazonas birgt viele Schätze. Einer davon ist Gold. Warum das für Mensch und Umwelt ein Problem ist und welche Lösungen es für unseren Goldschmuck gibt</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Klassisch oder vegan: Welcher KoRo-Adventskalender schneidet im Test besser ab?</title>
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      <description>Die KoRo-Adventskalender enthalten herzhafte und süße Snacks. Wir haben die Varianten "Classic" und "Vegan" miteinander verglichen – welche schneidet besser ab?</description>
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      <category>Adventskalender</category>
      <category>Weihnachten</category>
      <category>Geschenke</category>
      <category>Vegan</category>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 13:06:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die KoRo-Adventskalender enthalten herzhafte und süße Snacks. Wir haben die Varianten "Classic" und "Vegan" miteinander verglichen – welche schneidet besser ab?</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Ursprünglich für haltbare Lebensmittel in Großverpackungen bekannt, ist die Marke KoRo mittlerweile in Drogerien und Supermärkten mit einer Vielzahl von Snacks vertreten. Einzeln verpackte Energy-Balls und Schokoriegel sind ebenso zu finden wie Brotaufstriche, Chips oder Müsli-Zutaten. Mit den KoRo-Adventskalendern probiert man sich in der Vorweihnachtszeit durch das Sortiment. Wir stellen beide Modelle im Vergleich vor.</p><h2>Veganer KoRo Adventskalender 2025</h2><p></p><p>Der <span class="presentership-style"><a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=107808&amp;awinaffid=780557&amp;campaign=ccapgeo-koro-adventskalender-21&amp;clickref=ccapgeo-koro-adventskalender-21&amp;platform=dl&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.korodrogerie.de%2Fkoro-veganer-adventskalender%3F_gl%3D1*1ah33q0*_up*MQ..*_gs*MQ..&amp;gclid=CjwKCAjwx-zHBhBhEiwA7Kjq6-GwHU8vg89RIK4hMIvTibglaAE_EAWNvslwU1O7n-QXHBluQv6c-RoCMGEQAvD_BwE&amp;gbraid=0AAAAADwJNjNZNyVMxMk7hQvzNl8zy-cvS" class="external-link">vegane KoRo-Adventskalender</a></span> wartet 2025 mit vielen verschiedenen Leckereien auf, sowohl süß als auch herzhaft. Dabei zeigt sich die Breite des KoRo-Sortiments: Hinter jedem der 24 Türchen versteckt sich eine neue Überraschung, es gibt keine Dopplungen. Die Lebensmittel sind sparsam verpackt und fallen im Test mit einer guten Portionsgröße auf – so eignen sie sich ideal zum Mitnehmen als Proviant bei der Arbeit, nach dem Sport oder auf Reisen. Die einzelnen Snacks sind außerdem gut lagerfähig, man kann den Inhalt des Kalenders also auch sammeln, um ihn nach und nach zu verbrauchen. </p><p>Die Verpackung besteht aus Pappe, lässt sich nach Weihnachten also gut recyceln. Der Kalender ist mit Maßen von 42 x 40 x 12 Zentimetern relativ wuchtig.</p><p><strong>Inhalt:</strong></p><ul class="rte--list"><li>Schoko Nuss Mix Sweet and Salty (55 g)</li><li>Protein Bar Deluxe Vegan Peanut (55 g)</li><li>Crunchy Bio Beeren Granola (40 g)</li><li>Bio Energy Ball Salted Almond (30 g)</li><li>Geröstete Maiskörner mit Salz (30 g)</li><li>Laugenbrezeln in dunkler Schokolade (30 g)</li><li>Geröstetes Bio-Studentenfutter mit Cranberrrys und Mandeln (40 g)</li><li>Herzhafter Bio-Erdnussriegel mit Tomate und Kräutern (40 g)</li><li>Gefriergetrocknete Bio-Erdbeerscheiben (6 g)</li><li>Veganer Proteinriegel Schokolade Brownie (55 g)</li><li>Bio-Proteinmix mit Tamari (55 g)</li><li>Bio-Pistazienschnitte mit 45 % Pistazie (22 g)</li><li>Energy Ball Peanut Butter Cocoa (30 g)</li><li>Bio Nut Butter Cups Salted Peanut (3 x 13 g)</li><li>Gerösteter und gesalzener Bohnen-Erbsen-Mix (30 g)</li><li>Bio Protein Duo White Choc Pistachio (2 x 20 g)</li><li>Gepuffte Bio-Mango (10 g)</li><li>Bio-Cookie mit 16 % Pistazie (50 g)</li><li>Bio Saure Würmer ohne Gelatine (50 g)</li><li>Gebrannte Mandeln (55 g)</li><li>Bio Flapjack Raspberry White Chos (60 g)</li><li>Helle Bio-Haselnusscreme (200 g)</li><li>Bio-Mandelmus mit Pumpkin Spice (38 g)</li><li>Dark Chocolate Strawberry Duo (2 x 20 g)</li></ul><h2>Classic KoRo Adventskalender 2025</h2><p></p><p>Auch ein <span class="presentership-style"><a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=107808&amp;awinaffid=780557&amp;campaign=ccapgeo-koro-adventskalender-21&amp;clickref=ccapgeo-koro-adventskalender-21&amp;platform=dl&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.korodrogerie.de%2Fkoro-classic-adventskalender%3F_gl%3D1*rri5xt*_up*MQ..*_gs*MQ..&amp;gclid=CjwKCAjwx-zHBhBhEiwA7Kjq6-GwHU8vg89RIK4hMIvTibglaAE_EAWNvslwU1O7n-QXHBluQv6c-RoCMGEQAvD_BwE&amp;gbraid=0AAAAADwJNjNZNyVMxMk7hQvzNl8zy-cvS" class="external-link">klassisches Modell</a></span> ist erhältlich, was allerdings nicht mit "nicht-vegan" gleichzusetzen ist. KoRo ist für vegane Produkte bekannt, weshalb sie auch im Classic-Adventskalender nicht fehlen. Positiv ist das zum Beispiel für Paare, von denen nur eine Person vegan lebt, die sich aber trotzdem einen Adventskalender teilen möchten – das ist angesichts des Preises von fast 60 Euro eine gute Idee, um Geld zu sparen.</p><p>Genau wie die vegane Variante besteht der klassische Kalender aus Pappe und ist mit <span>42 x 40 x 12 Zentimetern recht groß.</span></p><p>Doppelungen soll es laut Produktbeschreibung auch im Modell "Classic" nicht geben. In unseren Testkalender hat sich allerdings das geröstete Studentenfutter zweimal eingeschlichen. Dafür fehlen das angekündigte Bio Flapjack Banana Bread und der Vegane Bio-Schokoriegel mit Haselnüssen. Stattdessen gibt es einen <span>Energy Ball mit Cashew-Zimt-Geschmack. Da wir nicht beurteilen können, ob der Fehler einmalig ist oder öfter vorkommt, finden Sie in der Auflistung den Inhalt, den der Hersteller auf seiner Website aufführt:</span></p><p><strong>Inhalt:</strong></p><ul class="rte--list"><li>Bio Saure Würmer (50 g)</li><li>Geröstetes Bio-Studentenfutter mit Cranberrys und Mandeln (40 g)</li><li>Bio-Proteinmix mit Tamari (55g)</li><li>Crunchy Bio-Beeren Granola (40 g)</li><li>Gefriergetrocknete Bio-Erdbeerscheiben (6 g)</li><li>Gepuffte Bio-Mango (10 g)</li><li>Gebrannte Mandeln (55 g)</li><li>Laugenbrezeln in dunkler Schokolade (30 g)</li><li>Herzhafter Bio-Erdnussriegel mit Tomate und Kräutern (40 g)</li><li>Bio Pistazienschnitte mit 45 % Pistazie (22 g)</li><li>Bio Dark Chocolate Bites Orange (2 x 20 g)</li><li>Bio Cookie Caramelized Almond (50 g)</li><li>Bio Nut Butter Cups Salty Hazelnut (3 x 13 g)</li><li>Bio Energy Ball Peanutbutter Jelly (30 g)</li><li>Crispy Protein Bar Dark Chocolate (60 g)</li><li>Protein Bar Deluxe Vegan Raspberry Choc (55 g)</li><li>Protein Bar Deluxe White Chocolate Hazelnut (55 g)</li><li>Bio Flapjack Banana Bread (60 g)</li><li>Bio Nut Butter Cups Salty Pistachio (3 x 13 g)</li><li>Veganer Bio-Schokoriegel mit Haselnüssen (50 g)</li><li>Gerösteter und gesalzener Bohnen-Erbsen-Mix (30 g)</li><li>Bio Protein Duo Dark Choc Peanut (2 x 20 g)</li><li>Helle Bio-Haselnusscreme (200 g)</li><li>Bio-Mandelmus mit Pumpkin Spice (38 g)</li></ul><h2>Vegan oder Classic: Die KoRo-Adventskalender im Vergleich</h2><p></p><p>Optisch und geschmacklich liegen beide Kalender dicht beieinander. Auch der Preis ist gleich. Und: In beiden Kalendern gibt es jeweils zwei Gutscheine für den KoRo-Shop. Positiv bewerten wir, dass die Gutscheine keine Produkte ersetzen, sondern ein nettes Extra darstellen. Es gibt also trotzdem an jedem Tag eine Leckerei.</p><p>Gut zu wissen: Man erhält nicht wesentlich mehr Auswahl aus dem KoRo-Sortiment, wenn man beide Adventskalender bestellt. Denn mehr als die Hälfte der Produkte sind identisch, andere ähneln sich. Insgesamt hält der vegane Kalender eher das, was er verspricht.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Umwelt: Wie bio kann Plastik sein? | GEOplus</title>
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      <description>Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen sollen die umweltschonende Alternative zum fossilen Kunststoff sein. Doch sie können nur manche Versprechen halten</description>
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      <category>Plastik</category>
      <category>Kunststoff</category>
      <category>Nachhaltigkeit</category>
      <pubDate>Thu, 23 Oct 2025 07:14:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Joshua Kocher</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>EEA-Bericht: Fachleute warnen: Europas Umwelt ist in Gefahr – trotz Klimaschutz</title>
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      <description>Europa gilt als Vorreiter beim Klima- und Umweltschutz. Dennoch hat der Kontinent seine eigenen Probleme gerade beim Kampf gegen Klimakrise und Artensterben, wie ein neuer Bericht aufzeigt</description>
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      <category>Umwelt</category>
      <category>Klimawandel</category>
      <category>Hitzewelle</category>
      <category>Natur</category>
      <category>Erneuerbare Energien</category>
      <category>Politik</category>
      <pubDate>Mon, 29 Sep 2025 13:19:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Europa gilt als Vorreiter beim Klima- und Umweltschutz. Dennoch hat der Kontinent seine eigenen Probleme gerade beim Kampf gegen Klimakrise und Artensterben, wie ein neuer Bericht aufzeigt</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Trotz großer Fortschritte im Kampf gegen hohe Emissionen und Luftverschmutzung steht es um die Umwelt in Europa insgesamt nicht gut. Zu dieser Einschätzung kommt die Europäische Umweltagentur (EEA) in einem neuen Bericht. Die europäische Natur müsse unter anderem mit zunehmend schlechteren Umweltbedingungen, Überbeanspruchung und Artensterben fertig werden, warnt die in Kopenhagen ansässige EU-Behörde. Eine weitere große Herausforderung seien die Folgen des zunehmenden Klimawandels.</p><p></p><p>Dem Bericht zufolge sind die Aussichten für die Umwelt in vielerlei Hinsicht besorgniserregend. Dies bringe auch große Gefahren für den wirtschaftlichen Wohlstand, die Sicherheit und den Lebensstandard in Europa mit sich. Die Umsetzung von bereits vereinbarten Richtlinien und Maßnahmen müsse daher dringend beschleunigt werden.</p><h2>Gefahren für Wohlstand, Sicherheit und Lebensstandard</h2><p>Jüngste Extremwetterereignisse hätten gezeigt, wie anfällig Wohlstand und Sicherheit seien, wenn die Natur zerstört werde und sich die Klimawandelfolgen verstärkten, erklärte die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Teresa Ribera. Der Schutz der Natur sei daher kein Kostenpunkt, sondern eine Investition in Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und Wohlbefinden der Bürger.</p><p>"Wir können es uns nicht leisten, unsere Ambitionen bei Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit zu senken", forderte die EEA-Exekutivdirektorin Leena Ylä-Mononen. Der Umweltbericht zeige deutlich auf, warum man handeln müsse. </p><h2>Darum ist die EU ein Vorreiter bei Klima- und Umweltschutz</h2><p>Der Bericht ist die europaweit umfassendste Analyse zur aktuellen Lage von Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit in der Region. Er fußt auf Daten aus 38 Staaten aus der EU und darüber hinaus und wird von der EEA nur alle fünf Jahre veröffentlicht. Auch umfassende Daten aus Deutschland sind in den Bericht eingeflossen.</p><p>Die Autoren machen kein Geheimnis daraus, dass die Europäische Union ein globaler Vorreiter in Sachen Klimaschutz ist. Die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen seien in der EU vor allem dank der Verringerung des Gebrauchs von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas seit 1990 um 37 Prozent zurückgegangen, während sich der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung seit 2005 verdoppelt habe.</p><p></p><p>Gut voran sei es außerdem bei der Verbesserung der Luftqualität, beim Recyceln von Müll und der Ressourceneffizienz gegangen. Weitere Fortschritte auf dem Weg zur Nachhaltigkeit, darunter etwa Innovationen und Jobs in grünen Branchen, geben demnach ebenfalls Grund zur Hoffnung.</p><h2>Diese Probleme machen der europäischen Umwelt zu schaffen </h2><p>Das ist die positive Seite der Medaille. Zugleich ringt Europa mit einer ganzen Reihe an komplexen Umweltproblemen, wie der Bericht auflistet: Die Artenvielfalt ist sowohl an Land als auch im Wasser auf dem Rückzug, weil unnachhaltige Produktions- und Konsummuster vor allem im Ernährungssystem ihr zu schaffen machen. Gleichzeitig stehen die Wasserressourcen kräftig unter Druck - vor allem, aber nicht nur, in Südeuropa. </p><p>Auch die Mobilität wird im Bericht - neben der Landwirtschaft - als Sorgenkind betrachtet. Der Verkehrssektor sei noch immer stark von fossilen Brennstoffen abhängig, moniert die EEA.</p><p>Europa ist zudem der Kontinent, der sich im Zuge der Klimakrise am schnellsten aufheizt - dem Bericht zufolge zweimal so schnell wie der globale Durchschnitt. "Das Klima verändert sich in einem alarmierenden Tempo, was Sicherheit, die öffentliche Gesundheit, Ökosysteme, Infrastruktur und die Wirtschaft bedroht", wird in dem Bericht gewarnt.</p><p>Angesichts dieser Herausforderungen müsse ein Umdenken beim Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Umwelt stattfinden. Nur durch die Wiederherstellung der natürlichen Umwelt werde es Europa möglich sein, eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufrechtzuerhalten - und mit ihr eine hohe Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger.</p><h2>Europaabgeordnete: Artensterben bedroht unsere Lebensgrundlagen</h2><p>"Europa erlebt ein stilles Massensterben und damit eine der größten Bedrohungen für unsere Wirtschaft, unsere Heimat und unsere Sicherheit", erklärte die umweltpolitische Sprecherin der Europafraktion der Grünen, Jutta Paulus. Allein in Deutschland sei bereits jede vierte Tier- und Pflanzenart vom Aussterben bedroht. "Mit jeder totgedüngten Wiese, jedem sterbenden Wald und jedem ausgetrockneten Fluss verlieren wir nicht nur ein Stück Natur, sondern auch das Fundament unserer Ernährungssicherheit", so Paulus. </p><p></p><p>Intakte Ökosysteme bezeichnete sie als "unsere Überlebensversicherung". Sie lieferten saubere Luft, trinkbares Wasser und fruchtbare Böden. "Wer Arten schützt, sichert mit der Vielfalt der Natur auch unser Überleben", betonte die Europaabgeordnete.</p><h2>Deutschland mit Problemen beim Artenschutz und Verkehr</h2><p>Deutschland habe seine Klima- und Umweltschutzbemühungen intensiviert, heißt es im entsprechenden EEA-Länderprofil. Besonderes Augenmerk werde in der Bundesrepublik auf erneuerbare Energien und die Artenvielfalt gelegt. Trotz Fortschritten bei der ökologischen Landwirtschaft und beim Schutz natürlicher Gebiete setze sich der Artenverlust aber weiter fort. Und trotz der Tatsache, dass sich die Energiewende beschleunige, werde im Verkehr und beim Heizen nach wie vor zu stark auf fossile Brennstoffe gesetzt. </p><p>Dank des Deutschlandtickets nutzten die Bundesbürger zwar häufiger öffentliche Verkehrsmittel. "Echte Veränderung braucht aber bessere Infrastruktur", heißt es.</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Umweltschutz: UN will Plastikmüll weltweit eindämmen – woran das Abkommen scheitern könnte</title>
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      <description>Die Welt versinkt im Plastik, Partikel finden sich auf den höchsten Bergen und in den tiefsten Meeren. Jetzt ringen Länder um ein Abkommen gegen den Plastikmüll. Was die Knackpunkte sind</description>
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      <category>Müll</category>
      <category>Plastik</category>
      <category>Plastik im Meer</category>
      <category>Umweltschutz</category>
      <pubDate>Tue, 05 Aug 2025 11:33:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Welt versinkt im Plastik, Partikel finden sich auf den höchsten Bergen und in den tiefsten Meeren. Jetzt ringen Länder um ein Abkommen gegen den Plastikmüll. Was die Knackpunkte sind</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Schon jetzt verseuchen Plastikpartikel jeden Lebensraum der Erde und selbst den Menschen. US-Forscher haben im Gehirn und in der Leber von Toten im vergangenen Jahr deutlich mehr Nano- und Mikroplastik gefunden als noch 2016. In Genf startet jetzt ein letzter Versuch zur Einigung auf ein weltweit verbindliches Abkommen zur Reduzierung der Plastikverschmutzung. Bis zum 14.08. verhandeln Vertreter von mehr als 160 Staaten.</p><p>Die EU gilt in vielerlei Hinsicht als Vorreiter, etwa mit dem Verbot von Einweg-Plastik wie Strohhalmen und Plastikbesteck. Dass weltweit so strikte Standards erreicht werden, gilt als unrealistisch. Warum ist das Abkommen für Menschen in Europa trotzdem wichtig? </p><p></p><p>"Weil sich Mikroplastik über die Ozeane und die Luft in aller Welt verbreitet", sagt Moritz Jäger-Roschko von der Umweltorganisation Greenpeace. "Zudem nutzen wir viele Kunststoffprodukte, die nicht in der EU hergestellt werden - und deren Hersteller sich im Zweifelsfall auch nicht an EU-Regularien halten. Außerdem ist Deutschland auch der größte Plastikmüllexporteur Europas, das heißt, unser Müll ist weltweit für das Müllproblem mitverantwortlich."</p><h2>Das Problem </h2><p>Von der Umweltstiftung WWF heißt es: "Plastikmüll zerstört Lebensräume, gefährdet Tiere und Menschen und vergiftet Ökosysteme." Weltweit nutzten die Menschen nach Schätzung des UN-Umweltprogramms (Unep) im vergangenen Jahr 500 Millionen Tonnen Plastik, fast doppelt so viel wie 25 Jahre zuvor. 400 Millionen Tonnen davon dürften schnell als Müll enden, so Unep. Ohne Maßnahmen verdreifache sich die Müllmenge bis 2060. Ein Viertel des Plastikmülls in Flüssen und Meeren stammt nach der Wissensplattform "Our World in Data" von Plastiktüten und -flaschen.</p><h2>Die Folgen für Menschen</h2><p>Mikro- und Nanoplastik nimmt man über die Nahrung, das Wasser und die Luft auf, sagt Geoökologe Stefan Krause, Professor an der Universität Birmingham. "Sie gelangen schon im Mutterleib über die Plazenta an das ungeborene Baby." Es wurde auch Ablagerungen in Arterien nachgewiesen. Laminat- und Teppichböden könnten etwa vor allem krabbelnde Kinder belasten. Partikel, die wieder ausgeschieden werden, könnten vorher Additive im Körper freisetzen. "Viele Stoffgruppen beeinflussen die endokrinen Systeme, einige sind krebserregend", sagt Krause. Über das endokrine System steuert der Körper mit Hormonen komplexe Körperfunktionen. </p><p></p><h2>Was erreicht werden soll</h2><p>Das Abkommen soll die Produktion, das Design und die Entsorgung von Plastik umfassen. Es soll weniger produziert werden, Produkte sollen möglichst mehrfach verwendet und recycelt werden können, und was übrig bleibt, soll umweltschonend entsorgt werden. Wie das gehen soll, ist umstritten. "Es ist Zeit für Mut, nicht Kompromisse", sagt Florian Titze vom WWF. "Ein Abkommen auf kleinstem gemeinsamen Nenner wird die Plastikkrise nicht lösen."</p><h2>Die Knackpunkte</h2><p>Eine Reihe Länder wollen möglichst nur Absprachen zur Abfallbeseitigung und keine Produktionsbeschränkungen. Umstritten ist auch, ob nur gewünschte Ziele oder klare, verbindliche Maßnahmen festgelegt werden. Gestritten wird, wer wie viel zur Finanzierung etwa für Recyclinganlagen in ärmeren Ländern beiträgt: Regierungen oder Herstellerfirmen oder eine Mischung aus beidem.</p><h2>Die Ehrgeizigen </h2><p>Mehr als 100 Länder von Antigua und Barbuda bis Vanuatu haben sich für einen starken Vertrag mit klaren Auflagen auch zur Begrenzung der Produktion ausgesprochen, darunter die EU sowie viele afrikanische, asiatische und lateinamerikanische Staaten. Sie machen aber nur 30 Prozent des Marktanteils und ein Viertel der Weltbevölkerung aus. Die rund 300 Firmen und Finanzinstitutionen der "Unternehmerkoalition für einen ehrgeizigen Plastikvertrag" sind auch für einen "robusten Vertrag mit globalen Regeln und einheitlichen Verpflichtungen". China, das Land mit der größten Plastikproduktion, habe national schon Produktionsbeschränkungen geplant.</p><h2>Die Bremser </h2><p>Die meisten Kunststoffe werden aus Öl hergestellt, deshalb verhindern vor allem die Ölstaaten einen ehrgeizigen Vertrag, darunter Iran, Saudi-Arabien, die Golfstaaten und Russland. Sie wollen nur über Müll und Recycling sprechen. Die US-Regierung unter Donald Trump schafft Regulierungen aller Art gerade ab. "Dadurch hat sich die Lage bei den Verhandlungen nicht gerade vereinfacht", heißt es aus Verhandlerkreisen. Die USA sind mit China die größten Herstellerländer von Plastik - in Europa ist es Deutschland.</p><p></p><h2>Die Verhandlungen</h2><p>Sollte es eine Einigung geben, gäbe es nächstes Jahr eine diplomatische Konferenz zur Unterzeichnung. Die Ratifizierung in den einzelnen Ländern dürfte mehrere Jahre dauern. In Genf werden Vertreter von mehr als 160 Staaten erwartet, ebenso hunderte Teilnehmer von Umweltorganisationen und Industrielobby-Verbänden. Deutschland ist mit einer Delegation vor Ort vertreten, aber die EU verhandelt für alle Mitgliedsstaaten.</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Erdüberlastungstag: Menschen haben natürliche Ressourcen für 2025 aufgebraucht</title>
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      <description>Diesen Donnerstag - am Erdüberlastungstag - haben die Menschen rein rechnerisch alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde 2025 bereitstellen kann. Der Tag ist weit nach vorn gerückt</description>
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      <category>Umwelt</category>
      <category>Klimawandel</category>
      <category>Ressourcen der Zukunft</category>
      <category>Erde</category>
      <category>Klimaschutz</category>
      <pubDate>Thu, 24 Jul 2025 07:09:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Diesen Donnerstag - am Erdüberlastungstag - haben die Menschen rein rechnerisch alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde 2025 bereitstellen kann. Der Tag ist weit nach vorn gerückt</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Menschen haben die natürlichen Ressourcen der Erde für das Jahr 2025 bereits am Donnerstag aufgebraucht. Diesen sogenannten Erdüberlastungstag berechnet die Organisation Global Footprint Network jährlich. "Das zeigt: Unser aktuelles Wirtschafts- und Konsumverhalten überlastet die Erde und gefährdet unsere Zukunft – und zwar immer noch zunehmend", teilt die Naturschutzorganisation WWF mit.</p><p>Der 24. Juli markiere den Punkt, an dem die Menschen ökologisch betrachtet auf Pump und auf Kosten künftiger Generationen leben, so der WWF. Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist es der Tag, ab dem Menschen für das übrige Jahr mehr Acker- und Weideland, Fischgründe und Wald beanspruchen, als rechnerisch zur Verfügung stehen. Zugleich werde weitaus mehr CO2 ausgestoßen, als Wälder und Ozeane aufnehmen können.</p><p></p><h2>Deutschland schadet der Erde mehr als die meisten Länder</h2><p>Auch der BUND mahnt in einer Mitteilung anlässlich des Erdüberlastungstages: "Zum Beispiel fällen wir zu viele Bäume, produzieren zu viel Fleisch und versiegeln zu viele Flächen. Besonders Industriestaaten wie Deutschland leben deutlich über ihre Verhältnisse und zerstören auf diese Weise unsere natürlichen Lebensgrundlagen."</p><p>Würden alle Menschen so leben wie die Menschen in Deutschland, wäre der Erdüberlastungstag dem Global Footprint Network zufolge bereits am 3. Mai gewesen. Der BUND fordert daher "rasche Maßnahmen von der Bundesregierung, um den Ressourcenverbrauch deutlich zu senken." </p><p></p><p>Olaf Brandt, Vorsitzender des BUND, betont: "Wir verschwenden unsere Ressourcen als gäbe es kein Morgen. Wir übernutzen unser Wasser, unsere Böden und unsere Wälder. Die katastrophalen Folgen unseres Wirtschaftens wie Starkregen, Überschwemmungen und Trockenheit zeigen sich weltweit und auch bei uns immer deutlicher." Das System, in dem wir leben, komme immer mehr an seine Grenzen. Seit Anfang der 1970er Jahre, als der Erdüberlastungstag Ende Dezember lag, ist er im Kalender weit nach vorn gerückt.</p><h2>Wie können mögliche Lösungen aussehen?</h2><p>Doch es gebe auch zahlreiche Lösungsansätze: "Mit besseren Mehrwegsystemen verbrauchen wir weniger Verpackungen und Plastik. Durch gutes Design halten unsere Elektrogeräte länger und sie sind leichter zu reparieren", erklärt Brandt. Das Global Footprint Network hat zudem mehrere Maßnahmen analysiert, die den Erdüberlastungstag jeweils um eine berechnete Zeit nach hinten verschieben könnten, wie beispielsweise:</p><ul class="rte--list"><li>Erhöhter CO2-Preis von etwa 95 Euro pro Tonne (in Deutschland derzeit bei 25 Euro pro Tonne): 63 Tage</li><li>Erneuerbare Energien ausbauen, sodass 75 Prozent des Stroms damit erzeugt werden (derzeit weltweit 39 Prozent): 26 Tage</li><li>Autofahrten um 50 Prozent reduzieren: 13 Tage</li><li>Die Verschwendung von Lebensmitteln halbieren: 13 Tage</li></ul><p></p><h2>Wie der Erdüberlastungstag errechnet wird</h2><p>Den Erdüberlastungstag errechnet das Global Footprint Network, in dem es analysiert, wie viel standardisierte Flächeneinheiten etwa für Essen, Holz, die Aufnahme des menschengemachten CO2 sowie Straßen und Häuser der Menschen nötig sind.</p><p>Es bezieht zudem im Gegenzug die Kapazität der Erde ein, Ressourcen aufzubauen sowie Müll und Emissionen aufzunehmen. Ähnlich wie bei Schätzungen des Bruttoinlandsprodukts sind diese Daten nicht vollkommen präzise. Die früheren Ergebnisse werden jährlich mit den neuesten Daten und weiteren Verfeinerungen aktualisiert, so dass sich die Erdüberlastungstage der vergangenen Jahre nachträglich verschieben können.</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Technosphäre: Menschengemachte Dinge wiegen so viel wie alles Leben auf der Erde</title>
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      <description>Schon bald könnte es mehr menschengemachte Dinge als Leben auf der Erde geben. Und eine kleine Fraktion der "Technosphäre" erweist sich als besonders schädlich</description>
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      <category>Mensch</category>
      <category>Menschheitsgeschichte</category>
      <category>Zivilisation</category>
      <pubDate>Tue, 15 Jul 2025 12:41:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Schon bald könnte es mehr menschengemachte Dinge als Leben auf der Erde geben. Und eine kleine Fraktion der "Technosphäre" erweist sich als besonders schädlich</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wir Menschen leben in einer Welt der menschengemachten Dinge – und in jeder Sekunde kommen ungezählte neue hinzu. Ein österreichisch-kanadisches Forschungsteam hat nun die sogenannte Technosphäre definiert und ihr Gewicht geschätzt. Das Ergebnis: Von Menschen geschaffene Gegenstände bringen zusammengenommen 1000 Milliarden – eine Billion – Tonnen auf die Waage, wie das Team im Fachmagazin "Earth System Dynamics" <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://esd.copernicus.org/articles/16/979/2025/" class="external-link">berichtet</a>. Das entspreche etwa dem Gewicht aller Lebewesen auf diesem Planeten, vom Menschen bis zum Bakterium.</p><p>Häuser, Autos, Stromleitungen, Spielzeuge: All diese Dinge sind zwar ein wichtiger Bestandteil des materiellen Wohlstands. Doch zugleich führen sie zu einer "raschen Ausbeutung natürlicher Ressourcen und Verbrennung fossiler Brennstoffe", sagt Dominik Wiedenhofer vom Institut für Soziale Ökologie der BOKU in Wien, der das Projekt gemeinsam mit Eric Galbraith von der McGill-Universität leitete, laut einer <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://boku.ac.at/universitaetsleitung/rektorat/stabsstellen/oeffentlichkeitsarbeit/themen/presseaussendungen/presseaussendungen-2025/14072025-die-gebaute-welt-der-menschheit-erstmals-quantifiziert" class="external-link">Pressemitteilung</a>. Das dezimiere die Artenvielfalt, verursache den Klimawandel und erzeuge große Mengen an Abfallstoffen.</p><p>Zu einer <a href="https://www.geo.de/natur/oekologie/anthropozaen-vom-menschen-hergestellte-produkte-uebertreffen-wohl-30181516.html?utm_campaign=alle&amp;utm_medium=rss-feed&amp;utm_source=standard" title="Anthropozän: Vom Menschen hergestellte Produkte übertreffen wohl erstmals gesamte Biomasse">ähnlichen Größenordnung</a> waren schon 2020 Forschende vom israelischen Weizmann-Wissenschaftsinstitut in Rehovot gekommen. Neu an der aktuellen Studie ist, dass die Forschenden menschengemachte Dinge als eigenständige Sphäre des Erdsystems definiert und vermessen haben. Zur Technosphäre zählen sie nur "nicht-lebende Gegenstände, die funktional im Einsatz sind", wie es weiter heißt. Pyramiden, Abfälle oder Nahrungsmittel wurden demnach nicht eingerechnet.</p><p>Früher verwendete Begriffe wie die "Anthroposphäre" seien wissenschaftlich wenig brauchbar, <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://boku.ac.at/universitaetsleitung/rektorat/stabsstellen/oeffentlichkeitsarbeit/themen/presseaussendungen/presseaussendungen-2025/14072025-die-gebaute-welt-der-menschheit-erstmals-quantifiziert" class="external-link">erklärt</a> Dominik Wiedenhofer. "Wenn ein Begriff alles umfasst, was Menschen je berührt haben – vom Mikroplastik bis zur Zahnbürste – dann erklärt er am Ende nichts", sagt Wiedenhofer.</p><p>Das für die Studie entwickelte Kategoriensystem ordnet technische Objekte nach ihrem gesellschaftlichen Nutzen – zum Beispiel Transport, Energieversorgung oder Informationsverarbeitung. Auf diese Weise, so Wiedenhofer, könne man besser verstehen, welche Bereiche besonders stark wachsen, welche Strukturen ressourcenintensiv sind – und wo Hebel für Nachhaltigkeit liegen.</p><h2>Bewegliche Dinge sind besonders schädlich für die Ökosphäre</h2><p>Rund die Hälfte der kompletten Technosphäre besteht der Studie zufolge aus Gebäuden, ein Drittel zählt zur Transport-Infrastruktur: Straßen, Brücken, Schienen und Pipelines. Bewegliche Teile der Technosphäre dagegen – das sind vor allem motorisierte Fahrzeuge, Flugzeuge und Maschinen – machen zwar nur etwa 1,6  Prozent der Gesamtmasse aus. Doch sie haben eine überproportional große Wirkung auf Ressourcenverbrauch, Biodiversität und Klimawandel.</p><p>Den Autorinnen und Autoren zufolge bieten die neuen Erkenntnisse Grundlagen für Nachhaltigkeitsstrategien und den Schutz von Ressourcen – zum Beispiel durch Kreislaufwirtschaft, nachhaltiges Bauen und technologiearme Alternativen.  </p><p>"Gleichzeitig liefert das Konzept wichtige Anknüpfungspunkte für die Klimaforschung", heißt es in der Pressemitteilung, "etwa in Bezug auf Emissionen, Landnutzung und Energieflüsse". "Wir brauchen eine Technosphäre, kommentiert Wiedenhofer, "die nicht nur funktioniert, sondern dem Leben auf diesem Planeten dient."</p><p>Der Handlungsbedarf ist enorm: Der Studie zufolge hat sich das Gewicht der Technosphäre seit dem Jahr 1900 etwa alle zwei Jahrzehnte verdoppelt. Ein solches Wachstum erinnere nicht an natürliche Kreisläufe, sondern an industrielle Logik – und stelle eine Herausforderung für planetare Grenzen dar, resümiert Wiedenhofer.</p><p>Die Autorinnen und Autoren der israelischen Studie hatten schon 2020 gewarnt: Sollte der Trend anhalten, könnte die anthropogen erzeugte Masse bis zum Jahr 2040 die globale Biomasse um den Faktor drei übertreffen.</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Peter Carstens</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Gegen den Verderb: Mit diesen Tipps bleiben Lebensmittel im Sommer länger frisch</title>
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      <description>In den heißen Sommermonaten verderben besonders viele Lebensmittel. Wir liefern Tipps, wie sich temperaturbedingte Verluste minimieren lassen</description>
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      <category>Lebensmittel</category>
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      <category>Nachhaltig leben</category>
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      <category>Zeit</category>
      <category>Ratgeber</category>
      <pubDate>Wed, 02 Jul 2025 08:00:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>In den heißen Sommermonaten verderben besonders viele Lebensmittel. Wir liefern Tipps, wie sich temperaturbedingte Verluste minimieren lassen</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Obwohl Deutschland zur gemäßigten Klimazone zählt, sind Temperaturen über 30 Grad Celsius im Sommer keine Seltenheit. Grillpartys, Picknicks und Gartenfeste haben wieder Hochsaison. Während unserer Seele Sommer und Sonne gut tun, leiden gerade Lebensmittel in dieser Zeit. In den Monaten und Juli und August landen erfahrungsgemäß besonders viele Produkte in der Tonne.</p><p>Mehr Obst, Fleisch, Gemüse, Milchprodukte und Brot als in jeder anderen Jahreszeit verdirbt in den warmen Monaten. Der Grund: Bei Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit finden Mikroorganismen wie Bakterien, aber auch Schimmelpilze ideale Bedingungen für ihre Vermehrung. Schwere Lebensmittelvergiftungen können die Folge sein. Wir liefern Tipps gegen den schnellen Verderb:</p><h2 class="anchor">1. Kleine Mengen einkaufen</h2><p>Was ohnehin wichtig ist, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden, ist im Sommer noch sinnvoller: Planen Sie Ihre Einkäufe gut. Denn was zu viel ist, läuft bei hohen Temperaturen schnell Gefahr, zu verderben. Kaufen Sie darum von frischen, leicht verderblichen Lebensmitteln nur so viel ein, wie Sie für die Woche wirklich brauchen.</p><h2 class="anchor">2. Brot besser ungeschnitten kaufen</h2><p>Fertig geschnittenes Brot ist praktisch – bietet aber Schimmel mehr Angriffsfläche. Gerade im Sommer kann es, wie viele andere Lebensmittel auch, aufgrund von hoher Luftfeuchtigkeit und warmen Temperaturen schneller schimmeln. </p><p>Greifen Sie also lieber zum ganzen Brotlaib. Luftdicht verpackt, hält Brot im Sommer in einem Brotkasten oder einem belüfteten Beutel am längsten – vorausgesetzt es scheint keine direkte Sonne darauf. Plastiktüten sind hingegen nicht geeignet, da die Feuchtigkeit darin nicht entweichen kann und das Brot dadurch schneller schimmelt.</p><p></p><p>Im Kühlschrank wird Brot schnell trocken und hart. Deshalb ist zur längeren Lagerung das Einfrieren die bessere Wahl. Das geht auch scheibenweise, sodass es über Nacht oder im Toaster schnell wieder auftauen kann. </p><h2 class="anchor">3. Kühltasche oder Kühlbox nutzen</h2><p>Fisch, Fleisch oder Milchprodukte werden gerade im Sommer auf dem Weg von der Kühltheke in den heimischen Kühlschrank schnell warm. Damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird, sollten kühlpflichtige und gefrorene Lebensmittel erst zum Schluss in den Einkaufswagen gepackt und gekauft werden.</p><p></p><p>Vor allem bei längeren Transportwegen sind Kühlboxen oder Kühltaschen eine super Möglichkeit, Lebensmitte gekühlt nach Hause transportiert zu bekommen.</p><h2 class="anchor">4. Im Kühlschrank auf die Ordnung achten</h2><p>Klar: Der Kühlschrank wird jetzt besonders wichtig – und seine <a rel="nofollow" href="https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/richtig-lagern-so-bleiben-essensreste-im-kuehlschrank-laenger-haltbar-30199366.html?utm_campaign=alle&amp;utm_medium=rss-feed&amp;utm_source=standard" title="Richtig lagern: So bleiben Essensreste im Kühlschrank länger haltbar" class="elf-external elf-icon">richtige Befüllung</a>. Heimisches Obst gehört, wie <strong>Gemüse </strong>auch, in das Gemüsefach. <strong>Fisch, Fleisch und Milchprodukte</strong> sollten Sie im unteren Fach lagern, fertig <strong>Zubereitetes </strong>im mittleren, <strong>Käse und Marmelade </strong>gehören ins oberste Fach.</p><p>Gemüse mit hohem Wasseranteil, wie Tomaten, Zucchini, aber auch Kartoffeln müssen allerdings draußen bleiben. Die Kälte tut ihnen nicht gut. Lagern Sie sie stattdessen trocken, dunkel und luftig.</p><p></p><p>Stellen Sie leicht <strong>Verderbliches nach vorne</strong>, um es besser im Blick zu haben. Und öffnen Sie den Kühlschrank immer nur so lange wie unbedingt nötig. Anderenfalls entweicht zu viel kalte Luft, die energieaufwändig ersetzt werden muss.</p><h2 class="anchor">5. Vorsicht bei Fisch und Fleisch!</h2><p>Generell gilt: Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt den Zeitpunkt an, bis zu dem ein Lebensmittel mindestens haltbar ist. Es kann also durchaus länger genießbar bleiben. Verlassen Sie sich dabei auch im Sommer auf Ihre Sinne, vor allem Augen und Geschmack.</p><p>Anders sieht die Sache bei Fisch und Fleisch aus. Weil die, einmal verdorben, gesundheitsgefährlich werden können, sollten Sie kein Risiko eingehen und sich unbedingt an das angegebene Verbrauchsdatum halten.</p><h2 class="anchor">6. Öle richtig lagern</h2><p>Öle sollten an einem dunklen und kühlen Ort gelagert werden, um ein vorzeitiges Verderben zu vermeiden. Wird es im Sommer zu heiß, kann es passieren, dass sich Öle zersetzen. Dann kann für Speiseöle ein vorübergehender Umzug in den Kühlschrank sinnvoll sein, bei kaltgepressten Ölen und Leinöl ist die Kühlung sogar ein Muss.</p><p><strong>Gut zu wissen: </strong>Im Kühlschrank dickt Öl häufig ein und wird trüb, was die Qualität aber nicht beeinflusst. Vor der Verwendung das Öl einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen und abwarten, bis das Öl wieder flüssig ist. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe und der Geschmack erhalten.</p><p></p><h2 class="anchor">7. Überzähliges weitergeben oder einmachen</h2><p>Ganzjährig gilt: Was in größeren Mengen übrig ist, können Sie Nachbarn oder Interessenten auf Plattformen wie <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://foodsharing.de/" class="external-link">foodsharing.de</a> anbieten. Und besonders im Sommer gilt: Wer einen eigenen Garten hat oder ein Stück Acker bestellt und Obst und Gemüse erntet, kann weitere Abnehmer auf demselben Weg finden. Oder Frisches unaufwändig <a rel="nofollow" href="https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/so-machen-sie-lebensmittel-laenger-haltbar-30166136.html?utm_campaign=alle&amp;utm_medium=rss-feed&amp;utm_source=standard" title="Von Oma lernen: So machen Sie Lebensmittel länger haltbar" class="elf-external elf-icon">länger haltbar machen</a>.</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Peter Carstens</dc:creator>
      <dc:creator>Solvejg Hoffmann</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Kolumbien: 36 Prozent mehr Milch: Was nachhaltige Viehhaltung bewirken kann | GEOplus</title>
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      <description>Ein uraltes, neubelebtes Prinzip der Kombination von Weide- und Waldwirtschaft sorgt in Kolumbien für das Wohlergehen von Rindern – und Ökosystemen. Das hilft auch dem Geschäft, sagen die Farmer</description>
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      <category>ökologische Landwirtschaft</category>
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      <pubDate>Tue, 17 Jun 2025 08:25:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Jenny Niederstadt</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Deutschland: Eine Millionen Balkonkraftwerke am Netz: So kam es zum Solarboom</title>
      <link>https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/eine-millionen-balkonkraftwerke-am-netz--so-kam-es-zum-solarboom-35799066.html?utm_campaign=alle&amp;utm_medium=rss-feed&amp;utm_source=standard</link>
      <description>Binnen eines Jahres hat sich die Zahl verdoppelt – das ist auch ein Erbe der Ampel</description>
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      <category>Umwelt</category>
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      <pubDate>Wed, 11 Jun 2025 12:20:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Binnen eines Jahres hat sich die Zahl verdoppelt – das ist auch ein Erbe der Ampel</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Zahl der Balkonkraftwerke in Deutschland hat sich innerhalb eines Jahres in etwa verdoppelt und liegt derzeit bei rund einer Million. Das geht aus Daten des Marktstammdatenregisters und Schätzungen des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) hervor. "Wir gehen davon aus, dass das einmillionste Steckersolargerät bereits in Betrieb ist, weil noch Nachmeldungen bei der Bundesnetzagentur ausstehen", sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. </p><p>Balkonkraftwerke – offiziell heißen sie Steckersolargeräte – sind kleine Solaranlagen. Oft werden sie an Balkonen befestigt – daher der Name  –, dies ist aber nicht zwingend. Ihre Anschlussleistung ist auf 800 Watt begrenzt. Bei Sonnenschein speisen sie ihre Leistung über eine Steckdose in das heimische Netz des Besitzers ein, der dadurch weniger Strom von seinem Versorger beziehen muss. </p><p></p><p>Diese Ersparnis ist der finanzielle Ertrag der Anlage. Erzeugt sie mehr, als man selbst verbraucht, wird der Überschuss entgeltfrei ins Netz eingespeist. Geräte mit eigenem Stromspeicher gelten laut BSW nicht als Steckersolargeräte, für sie sind etwas andere Regeln in Kraft.</p><p>"Die Anschaffung eines Balkonkraftwerks kann sich nach zweieinhalb bis fünf Jahren amortisiert haben", hieß es vor rund einem Monat in einer Analyse des Vergleichsportals Verivox. Am ertragreichsten sei, wenn der Balkon nach Süden ausgerichtet ist, die Module leicht geneigt montiert werden und kein Schatten auf die Solarmodule fällt.</p><h2>Zahlen und Aussichten</h2><p>Das Marktstammdatenregister wies – Stand Dienstag – 975.583 Anlagen in Betrieb aus. Weitere rund 20.000 sind vorübergehend oder endgültig stillgelegt. Die Zahlen des Registers laufen typischerweise der tatsächlichen Zahl der Balkonkraftwerke etwas hinterher. Darauf weist auch die Bundesnetzagentur hin. </p><p>Grund dafür ist einerseits die einmonatige Nachmeldefrist, andererseits werden manche Anlagen trotz Verpflichtung schlicht nie angemeldet. Die halbe Million war Anfang Juni 2024 geknackt worden, also vor ziemlich genau einem Jahr.</p><p>In einer Verivox-Umfrage, die nach Unternehmensangaben repräsentativ ist, sagten 9 Prozent der 1.007 Befragten, sie hätten bereits ein Balkonkraftwerk. 17 Prozent planen eins anzuschaffen. Rund 21 Prozent haben keinen Platz, für 15 Prozent lohnt sich die Mini-Solaranlage nach eigenem Ermessen nicht. 19 Prozent der Befragten wollen grundsätzlich kein Balkonkraftwerk.</p><p>Regelungen der alten Ampel-Koalition hätten die Nutzung von Balkonkraftwerken deutlich vereinfacht, unter anderem mittels einer Erlaubnispflicht durch Vermieter und Wohnungseigentümer, hieß es vom BSW. Die ursprüngliche Initialzündung für den Boom der Anlagen waren die hohen Strompreise nach Beginn des Ukraine-Krieges.</p><h2>Hoffnung auf die Innenstädte</h2><p>"Nachdem Solardächer in Eigenheimsiedlungen längst Standard sind, wird der Solarboom auf Balkonien nun zunehmend auch das Bild der Innenstädte prägen", sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Körnig. «Immer breitere Bevölkerungsschichten profitieren von der solaren Energiewende."</p><p></p><p>Balkonkraftwerke erlauben Menschen, direkt an der Energiewende teilzunehmen und davon zu profitieren. Ihr Anteil an der bundesweiten Stromerzeugung ist eher gering. Zusammen kommen die aktuell registrierten Anlagen auf eine maximale installierte Leistung von rund 0,9 Gigawatt. Alle Solaranlagen Deutschlands – also inklusive Dächern, Freiflächen und ähnlichem – kommen auf mehr als das Hundertfache.</p><h2>Die meisten gibt es in NRW und Bayern</h2><p>Die bundesweit meisten Balkonkraftwerke sind mit 194.077 in Nordrhein-Westfalen im Betrieb. Dahinter folgt Bayern mit 148.284 Eintragungen im Marktstammdatenregister. Auch hier gilt, dass die tatsächlichen Zahlen etwas größer sein dürften, beispielsweise NRW also die Grenze von 200.000 wahrscheinlich bereits überschritten hat. Im Kampf um Platz drei hat Niedersachsen die Nase mit 127.879 eingetragenen Anlagen in Betrieb derzeit minimal vor Baden-Württemberg mit 127.665. </p><p></p><p>Dahinter folgen Hessen mit 73.898, Rheinland-Pfalz (58.085), Sachsen (54.415), Schleswig-Holstein (41.106) und Brandenburg mit 34.157 Anlagen. In Sachsen-Anhalt sind es 26.576, in Thüringen 25.706 und in Mecklenburg-Vorpommern 20.838. Berlin kommt auf 18.445, gefolgt vom Saarland mit 12.130. Die wenigsten Anlagen finden sich in Hamburg mit 7.202 und Bremen mit 5.118. Die Dichte ist dabei gerade in Stadtstaaten geringer – unter anderem, weil weniger Menschen über geeignete Orte zur Installation verfügen.</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Umfrage: Vier von zehn Deutschen glauben, dass "bei Bio viel betrogen wird"</title>
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      <description>Obwohl der Umsatz mit Öko-Lebensmitteln stetig steigt, ist das Vertrauen in Bio erstaunlich gering. Einer aktuellen Studie zufolge liegt das auch an fehlendem Lebensmittel-Wissen</description>
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      <category>ökologische Landwirtschaft</category>
      <category>Landwirtschaft</category>
      <category>Lebensmittel</category>
      <pubDate>Mon, 12 May 2025 15:23:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Obwohl der Umsatz mit Öko-Lebensmitteln stetig steigt, ist das Vertrauen in Bio erstaunlich gering. Einer aktuellen Studie zufolge liegt das auch an fehlendem Lebensmittel-Wissen</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Deutschland ist weltweit der zweitgrößte Markt für Bio-Lebensmittel. Und die Branche boomt. Gleichzeitig wissen viele Menschen hierzulande wenig darüber, was Bio eigentlich ist – oder misstrauen dem Label gar. Das zeigt eine Umfrage unter 2000 Menschen in Deutschland.</p><p>Für die <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://orgprints.org/id/eprint/54243/1/Abschlussbericht%20gesamt.pdf" class="external-link">Studie</a> "Authentizität und Vertrauen bei Bio-Lebensmitteln" fragten Forschende nach Wissen und Einstellungen zum Thema Bio. Das Ergebnis: Jede oder jeder Fünfte weiß nicht, was Bio eigentlich bedeutet – und diejenigen, die Grundwissen über Bio-Qualität haben, sind oft misstrauisch. So ist nur jede oder jeder Dritte überzeugt, dass gekennzeichnete Produkte auch wirklich Bio sind; 40 Prozent sind sogar der Meinung, dass "bei Bio viel betrogen" wird. Immerhin 18 Prozent der Befragten glauben, dass Bio-Produkte und konventionell erzeugte Lebensmittel sich überhaupt nicht unterscheiden.</p><p>Oft sei das Misstrauen auf unzureichendes Wissen, aber auch auf überhöhte Erwartungen und Wunschvorstellungen zurückzuführen, schreiben die Forschenden. Bio sei zu einem "überhöhten Symbol rundum guter Lebensmittel" geworden, erklärt die Studienautorin, Professorin Antje Risius von der Georg-August-Universität Göttingen. Viele Konsumentinnen und Konsumenten hätten die Vorstellung, Bio-Lebensmittel seien "gut für die Tiere und die Umwelt". Wenn sich dann herausstellt, dass das nicht stimmt – etwa weil Bio-Gemüse aufwendig in Plastik verpackt ist oder Bio-Obst aus Übersee CO<sub>2</sub>-intensiv eingeflogen wurde – wird die Erwartungshaltung enttäuscht. Und Misstrauen geschürt.</p><p>Zudem gelte es, zwischen Produkt- und Prozessqualität zu unterscheiden, erläutert die Agrar- und Ernährungswissenschaftlerin Risius. "Während sich das Erstere unmittelbar am Produkt ausmachen lässt, etwa am Preis, am Aussehen oder dem Geschmack, lässt sich die Prozessqualität kaum direkt am Produkt selbst ablesen." Also genau das, was Bio eigentlich ausmacht, nämlich die Vorgaben, nach denen Tiere gehalten, Pflanzen angebaut und Produkte hergestellt werden müssen. "Ich muss als Konsument oder Konsumentin einen zusätzlichen Informationsaufwand betreiben, der im Alltag nicht leicht zu leisten ist", sagt Risius.</p><p>In der EU-Bioverordnung – zu erkennen an einem aus Sternchen gebildeten Blatt auf grünem Grund – ist zum Beispiel geregelt, dass Schweine in Einstreu wühlen können, Rinder Zugang zu Weideflächen und Legehennen zum Freiland haben. Schnäbel von Hühnern und Schwänze bei Schweinen dürfen in der biologischen Haltung nicht kupiert werden. Zudem erhalten Bio-Tiere nur Bio-Futter, das überwiegend im eigenen Betrieb angebaut worden sein muss. Die Siegel der deutschen Bio-Anbauverbände, darunter Bioland, Naturland und Demeter, beinhalten meist weiter reichende und strengere Vorgaben.</p><h2>Ausbauziele für Bio-Landwirtschaft verfehlt</h2><p>Auch wenn der Umsatz mit Bio-Produkten weiter steigt: Von dem Ziel, 30 Prozent der deutschen Agrarflächen biologisch zu bewirtschaften, ist der Agrarsektor weit entfernt. Ein halbes Jahrhundert nach Einführung der ersten Bio-Produkte hatte die Regierung in der letzten Legislaturperiode beschlossen, den Anteil der Bio-Landwirtschaft bis 2030 auf 30 Prozent zu erhöhen. Im vergangenen Jahr ist der Anteil nur um 0,4 Prozent gewachsen – auf nunmehr elf Prozent der Gesamtfläche. Weltweit sind es rund zwei Prozent der Flächen, die nach ökologischen Vorgaben bewirtschaftet werden.</p><p>Die Bio-Landwirtschaft gilt als boden- und klimaschonend. Zudem schädigt sie durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger und Pestizide die Artenvielfalt, vor allem Insekten, weniger als die konventionelle Bewirtschaftung.</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Peter Carstens</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>GEO Kettenreaktion: Robben in der Plastikfalle: Wie Meeresmüll tötet</title>
      <link>https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/geo-kettenreaktion-robben-in-der-plastikfalle--wie-meeresmuell-toetet-35642486.html?utm_campaign=alle&amp;utm_medium=rss-feed&amp;utm_source=standard</link>
      <description>Riesige Mengen Plastikmüll landen in den Ozeanen, vor allem durch die Fischerei, und werden zur tödlichen Falle für Meerestiere. "Ocean Conservation Namibia" kämpft in Namibia darum, die Robben dort von Plastikmüll zu befreien und ihnen das Leben zu retten</description>
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      <category>Tierwelt</category>
      <category>Plastik im Meer</category>
      <category>Robben</category>
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      <category>Plastik</category>
      <category>Tierschutz</category>
      <category>Meer</category>
      <category>Müll</category>
      <pubDate>Sun, 20 Apr 2025 07:34:57 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Riesige Mengen Plastikmüll landen in den Ozeanen, vor allem durch die Fischerei, und werden zur tödlichen Falle für Meerestiere. "Ocean Conservation Namibia" kämpft in Namibia darum, die Robben dort von Plastikmüll zu befreien und ihnen das Leben zu retten</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p></p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Riesige Mengen Plastikmüll landen in den Ozeanen, vor allem durch die Fischerei, und werden zur tödlichen Falle für Meerestiere. "Ocean Conservation Namibia" kämpft in Namibia darum, die Robben dort von Plastikmüll zu befreien und ihnen das Leben zu retten</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Erneuerbare Elektrizität: Strom aus Regen? Dieses Kraftwerk soll Energie aus Niederschlag gewinnen</title>
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      <description>Regen könnte nach Forscherangaben künftig als erneuerbare Energiequelle genutzt werden. Im Labor erreicht ein entsprechendes Mini-Kraftwerk einen Wirkungsgrad von über zehn Prozent</description>
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      <category>Erneuerbare Energien</category>
      <category>Energie</category>
      <category>Energiewende</category>
      <category>Die Energie der Zukunft</category>
      <pubDate>Thu, 17 Apr 2025 11:27:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Regen könnte nach Forscherangaben künftig als erneuerbare Energiequelle genutzt werden. Im Labor erreicht ein entsprechendes Mini-Kraftwerk einen Wirkungsgrad von über zehn Prozent</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Mit Regen wollen Forscher einmal Strom gewinnen. Im Labor haben sie ein neuartiges Minikraftwerk gebaut, das mit Hilfe von fallendem Wasser elektrische Energie erzeugt. Dabei fließt Wasser abwechselnd mit Luftblasen durch ein zwei Millimeter breites Röhrchen. Durch diese besondere Wasserströmungsart, die die Forscher Pfropfenströmung nennen, konnten sie den Energieertrag im Vergleich zu einem Röhrchen mit kontinuierlich fließendem Wasser erheblich steigern. Die Gruppe um Siowling Soh von der National University of Singapore erreichte durch Experimente einen Wirkungsgrad von mehr als zehn Prozent. Die Studie ist in der Fachzeitschrift "<a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acscentsci.4c02110" class="external-link">ACS Central Science</a>" erschienen.</p><p></p><p>"Dieses Pfropfenströmungsmuster könnte die Nutzung von Regen-Energie zur Erzeugung sauberer und erneuerbarer Elektrizität ermöglichen", wird Soh in einer Mitteilung der American Chemical Society zitiert. Mit Flusswasser könne das Verfahren auch funktionieren, schreibt das Team in der Fachzeitschrift. </p><p>Bei der Pfropfenströmung ist es wichtig, dass der Durchmesser des Röhrchens groß genug ist, damit das Wasser durch die Schwerkraft nach unten fällt. Dies ist bei zwei Millimetern gewährleistet. Der Versuchsaufbau ist recht einfach: Aus einem Wassertank fließt Wasser fast waagerecht durch eine Metallleitung. Die Öffnung dieser Leitung ist so ausgerichtet, dass das austretende Wasser auf ein 32 Zentimeter langes, senkrechtes Versuchsröhrchen aus Kunststoff fällt. Dies hat einen Durchmesser von 2 Millimetern. Dadurch mischt sich auf natürliche Weise Luft in die Wassersäule, die anschließend durch das Röhrchen fließt. Es entsteht eine wellenförmige Abfolge aus Wasser, das die gesamte Rohrbreite einnimmt, und Luft.</p><p></p><p>Wer eine elektrische Spannung erzeugen möchte, muss positive und negative Ladungen voneinander trennen. "Bei der Pfropfenströmung findet Ladungstrennung ausschließlich an der Kontaktlinie des zurückweichenden Randes der einzelnen Wassersäulen statt", schreiben die Studienautoren. Nach Annahmen der Forscher funktioniert die Technik ganz einfach: An der Grenze zwischen dem Wasser und der nachfolgenden Luft trennen sich Wassermoleküle in positiv geladene Wasserstoff-Ionen und negativ geladene Hydroxid-Ionen auf. Die Hydroxid-Ionen heften sich durch elektrische Anziehung an die Rohroberfläche und wandern nach oben. Die Wasserstoff-Ionen hingegen fließen mit dem Wasser nach unten.</p><p>Zwischen dem oberen Bereich des Versuchs und dem Wasser unterhalb des Rohrs entsteht eine elektrische Spannung, die durch elektrische Leiter einem Stromkreislauf zugeführt werden kann. Bei Versuchen reichten 20 Sekunden Propfenströmung in vier Röhrchen aus, um beispielsweise 12 LED-Lampen ebenso lang leuchten zu lassen.</p><p>Die Pfropfenströmung ist anderen Strömungsarten im Rohr haushoch überlegen. Während in einem Röhrchen mit einem Durchmesser von einem Millimeter und kontinuierlicher Strömung nur eine Leistung von 0,0016 Mikrowatt erzeugt werden konnte, betrug sie bei der Pfropfenströmung in einem zwei-Millimeter-Rohr 170,8 Mikrowatt. Andere Strömungsarten, wie die Pfropfen-Tropfen-Strömung, die Tropfenströmung oder das Rinnsal, das die Rohrwand nicht berührte, lagen dazwischen. Der Wirkungsgrad lag beim Zwei-Millimeter-Rohr bei 4,03 Prozent; er konnte durch Optimierungen auf 10,4 Prozent gesteigert werden.</p><p></p><p>Bisher sei die Stromerzeugung durch die Nutzung konstant getrennter Ladung an der Fest-Flüssig-Grenzfläche nicht als praktikable Energiequelle angesehen worden, schreiben Soh und Kollegen und ergänzen: "Wir haben festgestellt, dass die Pfropfenströmung grundsätzlich eine einzigartige Grenzflächenchemie beinhaltet, die ein enormes chemisches Potenzial für die Ladungstrennung besitzt."</p><p>Noch ist die Technik im Mini-Maßstab erprobt. Doch sie sei einfach einzurichten und ihr Einsatz überall möglich, zum Beispiel auch auf Hausdächern, schreiben die Forscher. Es könnten etliche Röhrchen nebeneinander gestellt werden und bei Regen Energie gewinnen. "Somit ist die Pfropfenströmung zur Gewinnung erneuerbarer Energie aus der Natur eine effektive und umweltfreundliche Stromquelle mit vielen Vorteilen gegenüber anderen alternativen Energieformen", schließen die Forscher.</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>GEO Kettenreaktion: Landraub für die Bratwurst – die schrecklichen Folgen des Sojaanbaus in Brasilien</title>
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      <description>Unser Fleischkonsum hat ungeahnte Folgen. Für unsere Bratwürste werden in Deutschland Millionen Schweine gemästet, in ihrem Futter steckt meist Soja aus Brasilien. Doch der Sojaanbau zerstört Regenwald, vertreibt indigene Gemeinschaften und führt zu Gewalt und Mord</description>
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      <category>Soja</category>
      <category>Tierwelt</category>
      <category>Essen</category>
      <category>Ernährung</category>
      <pubDate>Wed, 16 Apr 2025 09:21:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Unser Fleischkonsum hat ungeahnte Folgen. Für unsere Bratwürste werden in Deutschland Millionen Schweine gemästet, in ihrem Futter steckt meist Soja aus Brasilien. Doch der Sojaanbau zerstört Regenwald, vertreibt indigene Gemeinschaften und führt zu Gewalt und Mord</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p></p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Unser Fleischkonsum hat ungeahnte Folgen. Für unsere Bratwürste werden in Deutschland Millionen Schweine gemästet, in ihrem Futter steckt meist Soja aus Brasilien. Doch der Sojaanbau zerstört Regenwald, vertreibt indigene Gemeinschaften und führt zu Gewalt und Mord</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>GEO Kettenreaktion: Cooles Klima-Geheimnis: Amazoniens fliegende Flüsse</title>
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      <description>Klingt unglaublich, ist aber faszinierende Wissenschaft: Der größte Fluss der Welt fließt nicht auf der Erde, sondern in der Luft! Im Amazonas-Regenwald verdunsten Milliarden Liter Wasser – sie bilden riesige Wolkenströme, die halb Südamerika mit Regen versorgen und die Erde kühlen. Doch diese "fliegenden Flüsse" sind in Gefahr: Abholzung zerstört das Gleichgewicht, weniger Bäume bedeuten weniger Regen, mehr Dürre und noch mehr Waldsterben – eine gefährliche Kettenreaktion!</description>
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      <category>Regenwald</category>
      <category>Natur</category>
      <pubDate>Tue, 15 Apr 2025 09:25:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Klingt unglaublich, ist aber faszinierende Wissenschaft: Der größte Fluss der Welt fließt nicht auf der Erde, sondern in der Luft! Im Amazonas-Regenwald verdunsten Milliarden Liter Wasser – sie bilden riesige Wolkenströme, die halb Südamerika mit Regen versorgen und die Erde kühlen. Doch diese "fliegenden Flüsse" sind in Gefahr: Abholzung zerstört das Gleichgewicht, weniger Bäume bedeuten weniger Regen, mehr Dürre und noch mehr Waldsterben – eine gefährliche Kettenreaktion!</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p></p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Klingt unglaublich, ist aber faszinierende Wissenschaft: Der größte Fluss der Welt fließt nicht auf der Erde, sondern in der Luft! Im Amazonas-Regenwald verdunsten Milliarden Liter Wasser – sie bilden riesige Wolkenströme, die halb Südamerika mit Regen versorgen und die Erde kühlen. Doch diese "fliegenden Flüsse" sind in Gefahr: Abholzung zerstört das Gleichgewicht, weniger Bäume bedeuten weniger Regen, mehr Dürre und noch mehr Waldsterben – eine gefährliche Kettenreaktion!</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Wassersparen: Make the Sparduschkopf great again!</title>
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      <description>Statt das Wassersparen zu fördern, "befreit" US-Präsident Trump die Duschen per Dekret. Der Vorstoß ist Teil seines Feldzuges gegen die Realität</description>
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      <category>Wasser</category>
      <category>Energiesparen</category>
      <category>Umwelt</category>
      <category>Grüner Bereich</category>
      <pubDate>Thu, 10 Apr 2025 14:28:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Statt das Wassersparen zu fördern, "befreit" US-Präsident Trump die Duschen per Dekret. Der Vorstoß ist Teil seines Feldzuges gegen die Realität</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Neulich unterzeichnete der neue US-Präsident ein Dekret zur Befreiung der Duschen. Falls Sie sich jetzt fragen, von welchen Fesseln amerikanische Duschen befreit werden müssen: Schon seit 1992 sind in den USA Vorschriften für Duschköpfe und andere Haushaltsgeräte in Kraft – mit dem Ziel, den Wasserverbrauch zu senken. Was ganz gut funktioniert hat, auch wenn die Wasserkrise in manchen Regionen der USA nicht abgewendet ist.</p><p>Gegen die Maßnahmen für das Gemeinwohl stänkert Trump schon seit 2019. Damals behauptete er, Menschen würden die Toilettenspülung zehn- oder 15-mal statt einmal betätigen – weil der Wasserdruck in der Leitung zu gering sei. 2023 beklagte er, dass das Wasser aus neuen Duschen nur "langsam, langsam" heraustropfe. Und nun der Befreiungsschlag. Beim Unterzeichnen erklärte der mächtigste Mann der Welt: Er nehme nun mal gerne eine "schöne" Dusche, um sein "schönes Haar" zu pflegen. So weit, so legitim. Aber: Bis das Haar nass sei, müsse er sich 15 Minuten lang unter die Dusche stellen. "Es tröpfelt, tröpfelt, tröpfelt. Es ist lächerlich."</p><p>Schuld an diesem Missstand sind natürlich die Obama- und die Biden-Administration, also linke und grüne Ideologen. Die Abschaffung der Vorschriften bejubelt eine <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.whitehouse.gov/fact-sheets/2025/04/fact-sheet-president-donald-j-trump-makes-americas-showers-great-again/" class="external-link">Presseerklärung</a> des Weißen Hauses: "President Donald J. Trump Makes America’s Showers Great Again".</p><h2>Duschen wie früher oder: Make America's Showers Great Again</h2><p>Darüber kann man lachen. Aber der Irrsinn hat Motiv und Methode. Das Motiv ist das Gefühl: Früher war alles besser. Und das Versprechen: Ich bringe euch dieses Früher zurück. Die Methode heißt Verdrängung.</p><p>Trump setzt persönliche Freiheiten (so viel Wasser zu verbrauchen, wie man sich leisten kann) an die erste und einzige Stelle. Und ignoriert, dass durch den Klimawandel, der durch die Verfeuerung der von ihm so gelobten fossilen Energien weiter angeheizt wird, immer weniger Grundwasserreserven zur Verfügung stehen. Dass es in Zukunft vermehrt zu Konflikten um die Nutzung von Trinkwasser kommen wird. Auch in Deutschland.</p><p>Kürzlich warnte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, der Klimawandel sei "mehr und mehr spürbar", effiziente Wassernutzung nicht nur in der Industrie und der Landwirtschaft, sondern auch in der Stadt entscheidend. "Auch für die Bürgerinnen und Bürger gilt: Wir müssen sparsam mit der wertvollen Ressource Wasser umgehen."</p><p>Und zwar nicht nur, weil sauberes Wasser knapper wird: Niedrige Pegel- und Grundwasserstände stellen die Wasserversorger immer öfter vor Probleme. Die Befüllung von Swimmingpools, Autowäschen und Gartenbewässerungen überfordern die Leitungsnetze mancherorts schon heute – gerade in heißen Sommern. Darüber hinaus werden Grundwasservorkommen auch noch durch Gülleeinträge aus der Tierindustrie unbrauchbar.</p><p>Es gibt noch einen weiteren guten Grund, im Haushalt Wasser zu sparen: Denn beim Duschen – noch viel mehr beim Baden – wird viel Energie darauf verwendet, Wasser zu erhitzen. Wassersparen ist also auch Energiesparen.</p><p>Wir sollten uns nicht irre machen lassen: Make the Sparduschkopf great again!</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Peter Carstens</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Berufskrankheit: Parkinson durch Pestizide: Wie die Agroindustrie Bauern im Stich lässt | GEOplus</title>
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      <description>Seit 2024 ist "Parkinson durch Pestizide" in der Landwirtschaft als Berufskrankheit anerkannt. Bezahlen müssen das die Bauern – mit höheren Beiträgen zur Sozialversicherung</description>
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      <category>Pestizide</category>
      <category>Landwirtschaft</category>
      <category>Parkinson</category>
      <pubDate>Tue, 08 Apr 2025 09:42:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Max Wochinger</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>GEO Kettenreaktion: Mit der Kettensäge Leben retten: Der Kampf gegen Nashorn-Wilderei in Südafrika</title>
      <link>https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/geo-kettenreaktion-mit-der-kettensaege-leben-retten--der-kampf-gegen-nashorn-wilderei-in-suedafrika-35588610.html?utm_campaign=alle&amp;utm_medium=rss-feed&amp;utm_source=standard</link>
      <description>Sieht brutal aus, ist aber Artenschutz: In Südafrika jagen Tierschützer Nashörner und sägen ihnen die Hörner ab. Und zwar um ihr Leben zu retten. Denn auf dem Schwarzmarkt in Asien ist Nashornpulver mehr wert als Gold – und das treibt die Wilderei an</description>
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      <category>Tierwelt</category>
      <category>Nashorn</category>
      <category>Südafrika</category>
      <category>Wilderei</category>
      <pubDate>Thu, 27 Mar 2025 09:24:17 GMT</pubDate>
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      <updated xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom">2025-03-27T09:24:17Z</updated>
      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Sieht brutal aus, ist aber Artenschutz: In Südafrika jagen Tierschützer Nashörner und sägen ihnen die Hörner ab. Und zwar um ihr Leben zu retten. Denn auf dem Schwarzmarkt in Asien ist Nashornpulver mehr wert als Gold – und das treibt die Wilderei an</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p></p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Sieht brutal aus, ist aber Artenschutz: In Südafrika jagen Tierschützer Nashörner und sägen ihnen die Hörner ab. Und zwar um ihr Leben zu retten. Denn auf dem Schwarzmarkt in Asien ist Nashornpulver mehr wert als Gold – und das treibt die Wilderei an</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
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