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    <title>GEO.de RSS-Feed - Gesundheit</title>
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    <pubDate>Fri, 17 Apr 2026 01:31:56 GMT</pubDate>
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      <title>Im Moment leben: 4 Impulse für mehr Leichtigkeit im Alter</title>
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      <description>Trauer, Krankheit, vielleicht Einsamkeit: Kann es Momente der Leichtigkeit geben, obwohl der sprichwörtliche Rucksack schwer ist? Ja! Ein Experte rät: Gucken Sie in die Luft - und in Ihre Kindheit.</description>
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      <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 22:05:04 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Trauer, Krankheit, vielleicht Einsamkeit: Kann es Momente der Leichtigkeit geben, obwohl der sprichwörtliche Rucksack schwer ist? Ja! Ein Experte rät: Gucken Sie in die Luft - und in Ihre Kindheit.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wir alle haben unser Päckchen zu tragen - und gerade im Alter kann das auch mal etwas schwerer ausfallen. Etwa, wenn gute Freunde oder auch der Partner verstorben sind. Oder man selbst wortwörtlich schmerzlich feststellt, dass einem der eigene Körper Grenzen setzt. </p><p>Bleibt da noch Raum für Leichtigkeit, Heiterkeit, Unbekümmertheit? "Ja", sagt Pädagoge und Buchautor Bertram Kasper ("Die größte Reise deines Lebens: Mit Gelassenheit älter werden"). Aus welchen Zutaten Leichtigkeit besteht - und wie man sie in seinen Alltag einladen kann.</p><p>Die wichtigste Zutat für Leichtigkeit: Akzeptanz </p><p>Leichtigkeit ins Leben einziehen zu lassen: Das fällt manchen Menschen leichter, manchen schwerer. "Das hat viel mit dem Blick auf sich selbst zu tun", sagt Bertram Kasper. "Und auch damit, wie man auf Entwicklungen schaut, die das Alter mit sich bringt und die natürlich schwierig sein können."</p><p>Sein Ansatz: Altern als "ständige Akzeptanzübung" betrachten. Erkennen wir unsere Realität an und schmieden wir einen Plan, wie wir das Beste aus ihr machen können, passiert nämlich etwas Entscheidendes. Wir bleiben nicht im inneren Widerstand, sondern lassen los. "Eine Voraussetzung für Leichtigkeit", so Kasper, der sich selbst als Altersstratege bezeichnet.</p><p>Ein versöhnlicher Blick auf die Vergangenheit</p><p>Manchmal raubt uns auch der Blick in die Vergangenheit die Chance auf Leichtigkeit, etwa, wenn das Gehirn endlose "Was wäre gewesen, wenn?"-Schleifen dreht. Hier kann das Konzept der "Ich-Integrität" des deutsch-amerikanischen Entwicklungspsychologen Erik Erikson (1902-1994) hilfreich sein.</p><p>Die "Ich-Integrität" beschreibt dabei einen Zustand, in dem man wohlwollend auf sein Leben zurückschaut und zugleich anerkennt, dass Dinge nicht immer gut gelaufen sind. Kasper nennt ein Beispiel: "Man kann anerkennen, dass man nicht immer ein guter Vater war, weil man zu viel gearbeitet hat. Aber man macht sich klar: Ich habe mein Bestes gegeben."</p><p>Akzeptieren, loslassen, nett zu sich selbst sein: All das hilft dabei, Leichtigkeit ins Leben einzuladen. Doch nicht jeder kann Muster, die sich über Jahrzehnte gefestigt haben, so einfach überwinden. Besteht ein Leidensdruck, ist psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll.</p><p>4 Impulse für mehr Leichtigkeit im Alter </p><p>Leicht fühlen wir uns in Augenblicken, in denen wir präsent sind, unser Kopf also nicht in Vergangenheit oder Zukunft hängt. Vier Ideen, die uns mehr in den Moment holen:</p><p>Rituale bewusst erleben</p><p>Der Kaffee am Morgen auf dem Balkon, der kleine Spaziergang am Nachmittag: Wiederkehrende Rituale schulen uns, auf uns und unsere Umgebung zu achten - und Veränderungen wahrzunehmen. Welche Vögel sitzen da heute im Baum? Wie schmeckt mir der Kaffee heute? Dadurch entsteht eine Präsenz im Moment.</p><p>Nichtstun üben</p><p>In vielen von uns steckt der Glaubenssatz: Ich darf bloß nicht faul sein! Doch: "Nur wenn wir aufhören, ständig etwas erreichen zu wollen, kann Leichtigkeit überhaupt erst entstehen. Es geht nicht um ein Ziel oder Output", sagt Kasper.</p><p>Die extreme Variante davon hat er sich für seinen eigenen Ruhestand vorgenommen: "Ich wollte lernen, einfach mal eine Weile in die Luft zu gucken." Es geht also um ein zweckloses Dasein - für das es übrigens in den Niederlanden einen eigenen Begriff gibt: "niksen".</p><p>Nach dem Flow-Gefühl suchen </p><p>Ob tanzen, stricken, schrauben, malen: Vergessen wir bei einer Tätigkeit alles um uns herum und erst recht die Zeit, sind wir in einem Flow-Zustand. Auch der ist eng mit Leichtigkeit verbunden. "Ich konzentriere mich dann nämlich voll auf eine einzige Sache", so Kasper.</p><p>Was für eine Sache das genau sein kann? Das lässt sich mit einem Blick in die eigene Kindheit herausfinden. Worin ist man damals stundenlang versunken? Diese Aktivität kann man sich nun - auch nach einer jahrzehntelangen Pause - wieder vornehmen.</p><p>Mit der Körperhaltung arbeiten</p><p>"Wenn sich Menschen so richtig leicht fühlen - egal in welchem Alter - fangen sie wieder an, zu hüpfen", beobachtet Bertram Kasper. Grazil wie ein Reh über eine Wiese zu springen, ist mit Arthrose und Co. womöglich nicht mehr drin: Aber schwingende, tänzelnde Bewegungen und zu einem Lächeln hochgezogene Mundwinkel sind vielleicht möglich.</p><p>Bertram Kasper gibt daher den Impuls, mit dem eigenen Körper zu arbeiten - und ihn bewusst zu bewegen und aufzurichten. "Tanzen und Co. können Erinnerungen aktivieren an Momente voller Leichtigkeit in unserem Leben."</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Optimierung: Unruhe am Handgelenk: Warum Schlaftracker müde machen</title>
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      <description>Schlaftracker versprechen bessere Nächte, doch oft bewirken sie das Gegenteil. GEO-Redakteur Sebastian Witte plädiert dafür, dem eigenen Körper mehr zu vertrauen als einem Gadget</description>
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      <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 13:48:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Schlaftracker versprechen bessere Nächte, doch oft bewirken sie das Gegenteil. GEO-Redakteur Sebastian Witte plädiert dafür, dem eigenen Körper mehr zu vertrauen als einem Gadget</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Es gibt viele verlässliche Wege, sich um eine gute Nacht zu bringen. Ein Glas zu viel. Der späte Blick aufs Handy, der sich unmerklich in eine Stunde verwandelt. Eine Mahlzeit, die schwer im Magen liegt.</p><p>Und dann ist da noch ein Störfaktor, der zunächst paradox wirkt: Geräte, die uns eigentlich beim Schlafen helfen sollen. Schlaftracker – ob als App, Ring oder Smartwatch – sind längst zum Massenphänomen geworden. Sie versprechen, die Nacht zu vermessen: Tiefschlafanteile, Herzfrequenz, Atemmuster. Alles wird protokolliert, bewertet, in Scores gegossen.</p><p>Die Verheißung dahinter ist typisch für unsere Zeit: Was sich messen lässt, lässt sich verbessern. Wer seine Nächte kennt, so die Hoffnung, kann sie optimieren. Doch genau hier beginnt das Problem.</p><h2><strong>Wenn Wissen müde macht</strong></h2><p>Viele kennen das: Man wacht auf, fühlt sich eigentlich ganz passabel, bis der Blick aufs Display fällt. "Schlafqualität: 62 Prozent." Plötzlich kippt die Stimmung. War die Nacht wirklich so schlecht?</p><p>Die Forschung legt nahe: Genau dieser Moment kann entscheidend sein. In Studien zeigt sich immer wieder, dass Menschen sich nicht danach fühlen, wie sie geschlafen haben – sondern danach, was sie <em>glauben</em>, wie sie geschlafen haben. In einer Untersuchung mit mehreren Hundert Teilnehmenden etwa sagte nicht die gemessene Schlafdauer voraus, wie konzentriert und leistungsfähig sie am nächsten Tag waren. Entscheidend war ihre eigene Einschätzung. Wer überzeugt war, schlecht geschlafen zu haben, schnitt schlechter ab, selbst dann, wenn die Daten etwas anderes zeigten.</p><p>In einem Experiment gingen Forschende noch weiter. Sie ließen Probanden unterschiedlich lang schlafen und täuschten sie anschließend über die Dauer ihrer Nacht. Das Ergebnis war verblüffend: Menschen, die glaubten, ausreichend geschlafen zu haben, reagierten schneller und aufmerksamer, selbst wenn ihre Nacht tatsächlich kurz gewesen war. Umgekehrt verschlechterte sich die Leistung bei jenen, die ausreichend geschlafen hatten, aber an eine zu kurze Nacht glaubten.</p><p>Der Effekt zeigte sich sogar im Gehirn. Der sogenannte Schlafdruck, messbar in langsamen Hirnwellen, passte sich der Erwartung an. Mit anderen Worten: Was wir über unseren Schlaf denken, verändert, wie wach wir uns fühlen.</p><h2><strong>Der Schlaf lässt sich nicht kommandieren</strong></h2><p>Schlaf ist kein Projekt, das sich mit Disziplin zur Bestleistung treiben lässt. Er entzieht sich, sobald man ihn erzwingen will. Wer im Bett liegt und denkt "Ich muss jetzt schlafen", ist meist schon auf dem falschen Weg. Genau diese Haltung aber fördern viele Tracker – leise, aber wirksam. Sie verwandeln die Nacht in eine Art Prüfung: Habe ich genug Tiefschlaf erreicht? War mein Score gut genug?</p><p>Aus einem natürlichen Vorgang wird eine Leistung, die bewertet wird. Dabei ist die Wissenschaft deutlich weniger streng, als es viele Apps suggerieren. Der oft zitierte Acht-Stunden-Schlaf ist kein Gesetz, sondern ein Durchschnittswert. Der individuelle Bedarf schwankt erheblich. Und selbst moderne Wearables können Schlafphasen nur indirekt schätzen. Was sie messen, sind Bewegungen, Herzfrequenz, manchmal Hauttemperatur. Daraus entstehen Modelle, keine direkten Einblicke ins Gehirn, wie sie etwa im Schlaflabor möglich wären. Die Zahlen wirken präzise. Sie sind es nur bedingt.</p><h2><strong>Der Verlust des Körpergefühls</strong></h2><p>Vielleicht der subtilste Effekt ist ein kultureller: Je genauer wir unsere Nächte vermessen, desto weniger trauen wir unserer eigenen Wahrnehmung. Dabei ist selbst diese Wahrnehmung erstaunlich wandelbar. In Studien änderten Menschen ihre Einschätzung derselben Nacht im Laufe eines Tages mehrfach, je nachdem, wie aktiv, gesellig oder ausgeglichen sie sich fühlten. Wer sich bewegte, bewertete seinen Schlaf im Nachhinein oft besser.</p><p>Schlaf ist also kein fixer Wert, der morgens feststeht. Er wird im Laufe des Tages immer wieder neu erzählt. Wenn aber schon unsere Erinnerung so formbar ist, was genau messen wir dann eigentlich?</p><h2><strong>Plädoyer für eine gelassene Nacht</strong></h2><p>All das heißt nicht, dass Schlaftracker grundsätzlich nutzlos sind. Sie können helfen, Muster zu erkennen: zu späte Bettzeiten, unregelmäßige Rhythmen, die Wirkung von Alkohol oder Bewegung. Problematisch werden sie dort, wo sie vom Werkzeug zum Maßstab werden.</p><p>Denn vielleicht unterschätzen wir vor allem eines: unsere eigene Widerstandsfähigkeit. Der Körper verkraftet einzelne schlechte Nächte meist erstaunlich gut – solange wir ihn lassen. Erst die Erwartung, am nächsten Tag zwangsläufig erschöpft zu sein, macht aus Müdigkeit ein Problem.</p><p>Schlaf ist kein Wettkampf. Er folgt keinem Punktesystem. Vielleicht liegt die eigentliche Kunst deshalb nicht darin, ihn immer weiter zu vermessen. Sondern darin, ihm wieder etwas von seiner Selbstverständlichkeit zurückzugeben. Also am Morgen nicht zuerst aufs Handgelenk schauen. Sondern kurz nach innen. Und sich eine einfache Frage stellen: <em>Wie fühle ich mich eigentlich?</em></p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Sebastian Witte</dc:creator>
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      <title>Nahrungsergänzungsmittel: Wie sinnvoll ist die Extra-Portion Magnesium?</title>
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      <description>Brausetablette, Kapsel, Granulat: Viele schwören auf ihr Extra-Magnesium. Dabei sind Nahrungsergänzungsmittel damit oft gar nicht notwendig. Und ein Zuviel kann unerwünschte Folgen haben.</description>
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      <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 13:15:58 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Brausetablette, Kapsel, Granulat: Viele schwören auf ihr Extra-Magnesium. Dabei sind Nahrungsergänzungsmittel damit oft gar nicht notwendig. Und ein Zuviel kann unerwünschte Folgen haben.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Eins ist unstrittig: Unser Körper braucht Magnesium - unter anderem, damit Nerven und Muskeln so funktionieren, wie sie sollen. </p><p>Aber braucht der Körper Nahrungsergänzungsmittel mit dem Mineralstoff? In vielen Fällen lautete die Antwort: Nein. Denn: "Bei üblichen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten ist ein Magnesiummangel selten", schreibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). </p><p>Viele Lebensmittel - pflanzlich, aber auch tierisch - versorgen uns mit Magnesium. Gute Lieferanten sind unter anderem Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Nüsse, Fisch und Meeresfrüchte. </p><p>Wer ein erhöhtes Risiko für einen Magnesiummangel hat </p><p>Wenn der Körper allerdings Magnesium nicht so gut aufnehmen kann oder übermäßig viel davon ausscheidet, kann es zu einem Mangel kommen. Der Apothekerkammer Niedersachsen zufolge kann das unter anderem passieren bei: </p><p>Erkrankungen des Verdauungssystems wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungender Einnahme von entwässernden Medikamenten (Diuretika), etwa gegen Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungender Einnahme von Protonenpumpenhemmern wie Omeprazol und Pantoprazol gegen Sodbrennenstarkem Schwitzen Alkoholabhängigkeit</p><p>Dann sind Magnesium-Präparate hilfreich, um den Mangel auszugleichen. Wer sich unsicher ist, ob ein Nahrungsergänzungsmittel mit Magnesium sinnvoll ist, bespricht das am besten mit Hausarzt oder Hausärztin </p><p>Zu viel Magnesium eingenommen? Dann droht Durchfall </p><p>Allein durch Lebensmittel ist es kaum möglich, den Körper mit zu viel Magnesium zu versorgen. Bei Nahrungsergänzungsmitteln sieht das anders aus - vor allem, wenn man sie schluckt, ohne dass ein Mangel besteht. </p><p>Das kann unerwünschte Folgen haben: Schon bei einer zusätzlichen Magnesiumzufuhr ab 300 Milligramm pro Tag kann es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall kommen, so die Verbraucherzentrale. </p><p>Gut zu wissen: Laut der Apothekerkammer kann Magnesium dafür sorgen, dass der Körper Antibiotika langsamer aufnimmt. Ihr Tipp lautet daher: Beides nicht zusammen einnehmen, sondern dazwischen ein Zeitfenster von mindestens zwei Stunden lassen. </p><p>Wunderwaffe gegen Wadenkrämpfe? </p><p>Viele Sportlerinnen und Sportler nehmen Magnesium ein, weil sie darauf hoffen, sich dadurch fiese Wadenkrämpfe zu ersparen. Allerdings ist wissenschaftlich nicht belegt, dass Magnesium bei Muskelkrämpfen und anderen Muskelproblemen hilft, schreibt die Verbraucherzentrale. </p><p>Denn: Hinter einem Muskelkrampf steckt längst nicht immer ein Magnesiummangel. Oft sind eine Fehl- oder Überbelastung oder Flüssigkeitsmangel die Ursachen.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Erblich bedingte Krankheit: Oft Schwindelattacken: Vielleicht eine vestibuläre Migräne?</title>
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      <description>Für Schwindel gibt es diverse Ursachen, gerade im Alter kommt er häufiger vor. Bei Jüngeren könnte eine besondere Form der Migräne dahinterstecken. Was es damit auf sich hat und was Betroffenen hilft.</description>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Für Schwindel gibt es diverse Ursachen, gerade im Alter kommt er häufiger vor. Bei Jüngeren könnte eine besondere Form der Migräne dahinterstecken. Was es damit auf sich hat und was Betroffenen hilft.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Plötzlicher starker Schwindel, und das immer wieder: für Betroffene ist das ziemlich belastend - und beunruhigend, wenn sie die Ursache nicht kennen. </p><p>Viele denken bei Schwindel womöglich zuerst ans Ohr, schließlich sitzt im Innenohr das Gleichgewichtsorgan. Doch die Ursache kann auch im Gehirn liegen, wenn man nämlich an der vestibulären Migräne leidet, auch Schwindelmigräne genannt. Über diese Krankheit informiert das Magazin "Apotheken Umschau" (Ausgabe 4B/2026).</p><p>Demnach sollte man am besten eine neurologische Praxis aufsuchen, wenn der HNO-Arzt keine Ursache für den immer wieder auftretenden Schwindel feststellen kann. Oder eine Schwindelambulanz, solche gibt es der Zeitschrift zufolge in größeren Städten.</p><p>Betroffene hatten oft bereits früher Migräne</p><p>Anders als bei der normalen Migräne ist das Hauptsymptom bei der vestibulären Migräne kein Kopfschmerz, sondern eben starke Schwindelattacken. Diese können nach ein paar Sekunden wieder vorbei sein, in Extremfällen aber auch mehrere Tage lang anhalten. </p><p>Mögliche Begleitsymptome wiederum entsprechen denen der bekannten Migräne: </p><p>Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeitein starkes RuhebedürfnisAuren, also ein Flimmern vor den Augen </p><p>Die Krankheit liegt oft in der Familie und tritt typischerweise im Alter zwischen 30 und 40 Jahren auf, bei Frauen häufiger als bei Männern. Wer früher bereits unter Migräne litt, hat ein erhöhtes Risiko, von der Schwindelmigräne betroffen zu sein. </p><p>Neben den unangenehmen körperlichen Symptomen leiden Betroffene oft auch unter der Angst vor der nächsten Attacke. Manche trauen sich gar nicht mehr vor die Tür und igeln sich zu Hause ein.</p><p>Akut und vorbeugend: Es gibt Behandlungsmöglichkeiten</p><p>Vestibuläre Migräne ist aktuell zwar nicht heilbar - es gibt aber Behandlungsmöglichkeiten: </p><p>Bei akuten Anfällen helfen Mittel gegen Schwindel und Übelkeit mit dem Wirkstoff Diphenhydramin, der auch etwa in Reisetabletten zur Anwendung kommt. Typische Migränemedikamente kommen ebenfalls infrage, etwa Schmerzmittel oder Triptane. </p><p>Auch zur Vorbeugung schwerer Schwindelattacken gibt es Optionen: </p><p>Betroffene können bestimmte Betablocker, Antidepressiva oder Kalziumkanalblocker einnehmen oder sich bei besonders hohem Leidensdruck Antikörper spritzen. Sowohl zur akuten Behandlung als auch Prävention gibt es außerdem die neue Wirkstoffklasse der Gepante. </p><p>Betroffene sollten sich ärztlich beraten lassen, welche Option für sie am besten geeignet ist. </p><p>Auf ausgeglichenen Lebensstil achten und Attacken dokumentieren</p><p>Daneben kann man das Risiko für Attacken abschwächen, indem man im Alltag gut auf sich achtet. Dazu gehört, ausreichend zu schlafen, Stress zu vermeiden und regelmäßig zu essen und zu trinken, damit das Gehirn stets genügend Energie hat. Moderater Ausdauersport, etwa eine halbe Stunde an zwei oder drei Tagen die Woche, ist günstig. </p><p>Gerade zu Beginn lohnt es sich, einen Kalender über Symptome und Aktivitäten zu führen, um individuelle Auslöser zu erkennen. Das können etwa Licht, Lärm, Schlafmangel, bestimmte Gerüche oder hormonelle Schwankungen sein. </p><p>Laut der Deutschen Hirnstiftung ist ein sorgfältig geführter Schwindelkalender aber auch nützlich, wenn noch gar keine Diagnose vorliegt. Notizen über Datum, Art, Dauer und Stärke des Schwindels sind in der Praxis dann von großer Hilfe.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Ratgeber: Was hilft bei sexueller Unlust? | GEOplus</title>
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      <description>Ob in einer langjährigen Partnerschaft oder solo: Im Alter verliert Sex manchmal an Reiz. Das kann zu Verunsicherung und Verlustgefühlen führen. Eine Sexualtherapeutin gibt Rat</description>
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      <title>Beziehung: Wie bleibt Sex nach vielen Jahren Partnerschaft aufregend? | GEOplus</title>
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      <description>Sind zwei Menschen lange in einer Beziehung, kommt manchmal die Lust abhanden. Groll, Scham und fehlende Kommunikation führen zu Entfremdung. Wie finden Paare wieder zueinander?</description>
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      <pubDate>Sun, 12 Apr 2026 08:16:00 GMT</pubDate>
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      <title>Symptome: Wie wirken sich die Wechseljahre auf meine Sexualität aus? | GEOplus</title>
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      <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 08:18:00 GMT</pubDate>
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      <title>Zurückhaltung: Früher fühlte ich mich wohl beim Sex, jetzt schäme ich mich – woran liegt das? | GEOplus</title>
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      <description>Im Alter wächst oft die Scham vor der eigenen Sexualität. Dabei ist Erotik nicht an einen Lebensabschnitt gebunden, findet Sexualtherapeutin Elke Franzki – und zeigt Auswege auf</description>
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      <category>Beziehungsfragen Videoreihe</category>
      <category>Liebe</category>
      <category>Sexualität</category>
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      <category>Alter</category>
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      <pubDate>Tue, 14 Apr 2026 08:18:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Nina Zorn</dc:creator>
      <dc:creator>Chantal Alexandra Pilsl</dc:creator>
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      <title>Sexualität: Was kann ich bei Erektionsproblemen tun? | GEOplus</title>
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      <description>Im Alter klagen viele Männer über eine schwache Erektion. Darunter leidet häufig das Selbstbild – und manchmal auch die Beziehung. Was hilft?</description>
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      <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 08:17:00 GMT</pubDate>
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      <title>Anatomie des Penis: Forschende entdecken möglichen G-Punkt beim Mann</title>
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      <description>Eine neue Studie kartiert das Nervensystem des Penis so genau wie nie zuvor. Dabei rückt ein Bereich in den Fokus, der lange übersehen wurde – mit möglichen Folgen für die Medizin</description>
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      <category>Sexualität</category>
      <category>Die Signale unseres Körpers</category>
      <category>Lust</category>
      <category>Neurologie</category>
      <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 14:55:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Eine neue Studie kartiert das Nervensystem des Penis so genau wie nie zuvor. Dabei rückt ein Bereich in den Fokus, der lange übersehen wurde – mit möglichen Folgen für die Medizin</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Der Penis ist eines der am häufigsten untersuchten Organe der Medizin. Und dennoch hat ein Forschungsteam nun eine Zone identifiziert, die lange erstaunlich wenig Beachtung fand: ausgerechnet den Bereich, der offenbar am empfindlichsten ist.</p><p>Die Entdeckung stammt aus der detailliertesten neuroanatomischen Untersuchung des männlichen Glieds, die es bisher gibt. Geleitet wurde sie von dem spanischen Mediziner Alfonso Cepeda-Emiliani von der Universität Santiago de Compostela. Sein Team hat das Nervengeflecht des Penis mit einer Präzision kartiert, wie sie zuvor nicht möglich war.</p><h2><strong>Ein übersehener Bereich</strong></h2><p>Im Zentrum der neuen Befunde steht eine kleine, dreieckige Zone an der Unterseite des Penis: das sogenannte Frenulum-Delta. Es liegt dort, wo die Eichel in den Schaft übergeht, ein Bereich, der in vielen anatomischen Darstellungen kaum hervorgehoben wird.</p><p>Dabei zeigt sich nun: Genau hier konzentrieren sich besonders viele Nervenenden und spezialisierte Sinnesstrukturen. "Unsere Arbeit bestätigt wissenschaftlich, dass es eine ventrale Region des Penis gibt, die als Zentrum sexueller Empfindung fungiert", schreiben die Forschenden.</p><p>Während Lehrbücher die Eichel traditionell als Hauptort der Sensibilität beschreiben, deutet die neue Analyse auf ein differenzierteres Bild hin. Das Frenulum-Delta scheint sogar noch empfindlicher zu sein.</p><h2><strong>Mikroskopischer Blick ins Nervennetz</strong></h2><p>Für ihre Untersuchung analysierten die Forschenden Gewebeproben von 14 Spendern im Alter zwischen 45 und 96 Jahren. Die Präparate wurden in hauchdünne Schnitte zerlegt, mit speziellen Farbstoffen markiert und anschließend unter dem Mikroskop ausgewertet.</p><p>Dabei kam ans Licht: Im Frenulum-Delta liegen die Nerven nicht nur dichter beieinander, sie bilden auch auffällige Cluster. Bis zu 17 sogenannte sensorische Körperchen können hier gruppiert auftreten, während sie in der Eichel eher vereinzelt vorkommen. Zu diesen Strukturen zählen auch die Krause-Körperchen. Sie reagieren auf feinste mechanische Reize, etwa winzige Vibrationen, wie sie beim Kontakt von Haut entstehen – ein Mechanismus, der eng mit sexueller Lust verknüpft ist.</p><h2><strong>Ein "männlicher G-Punkt"?</strong></h2><p>Aufgrund dieser Eigenschaften bezeichnen einige Fachleute das Frenulum-Delta bereits als funktionelles Pendant zum weiblichen G-Punkt. Der Urologe Eric Chung von der Universität Queensland spricht von einer der lustempfindlichsten Stellen des männlichen Körpers.</p><p>Ganz neu ist die Idee nicht: Bereits 2001 hatte der neuseeländische Forscher Ken McGrath diesen Bereich beschrieben und den Begriff "Frenulum-Delta" geprägt. Durchgesetzt hat er sich jedoch nie. Auch in der chirurgischen Ausbildung blieb die Zone lange weitgehend unbeachtet.</p><h2><strong>Bedeutung für medizinische Eingriffe</strong></h2><p>Das könnte praktische Folgen haben. Denn bei bestimmten Formen der Beschneidung wird das Frenulum teilweise oder vollständig entfernt. Die neuen Befunde legen nahe, dass dabei ein besonders nervenreicher Bereich betroffen sein kann.</p><p>Einige Mediziner fordern deshalb, die anatomischen Besonderheiten stärker in der Ausbildung zu berücksichtigen. Eingriffe sollten – wenn möglich – so durchgeführt werden, dass Teile des Frenulums erhalten bleiben.</p><p>Allerdings ist die Frage, wie stark sich Beschneidungen auf die sexuelle Empfindung auswirken, wissenschaftlich weiterhin umstritten. Während einige Studien Unterschiede nahelegen, finden andere keine messbaren Effekte. Möglicherweise kann das Nervensystem Verluste teilweise kompensieren.</p><h2><strong>Ein blinder Fleck der Forschung</strong></h2><p>Dass eine derart zentrale Struktur so lange übersehen wurde, wirft ein Schlaglicht auf Lücken in der Sexualmedizin. Die Forschenden sprechen selbst von "blinden Flecken", die offenbar bis heute bestehen.</p><p>Interessanterweise zeigt sich ein ähnliches Bild auch beim weiblichen Körper. Der sogenannte G-Punkt ist medizinisch ebenfalls umstritten – nicht zuletzt, weil sich bislang keine klar abgegrenzte anatomische Struktur nachweisen ließ. Neuere Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass hier komplexe Wechselwirkungen zwischen Klitoris und Vaginalwand eine Rolle spielen.</p><p>Die aktuelle Studie macht deutlich: Selbst vermeintlich gut erforschte Körperregionen können noch Überraschungen bereithalten. Und sie erinnert daran, dass wissenschaftliche Erkenntnis nicht nur neue Antworten liefert, sondern oft auch lange übersehene Fragen sichtbar macht.</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Sebastian Witte</dc:creator>
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      <title>Hirnforschung: Das dehnbare Glück: Wie Stretching unserer Psyche hilft | GEOplus</title>
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      <description>Jahrzehntelang galt Stretching als simple Fitnessroutine. Nun zeigt sich: Es verändert die Kommunikation zwischen Körper und Geist und kann sogar Ängste lindern </description>
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      <category>Gesundheit</category>
      <category>Bewegung</category>
      <category>Fitness</category>
      <category>Buchtipp</category>
      <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 13:40:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Sergei Pankov</dc:creator>
      <dc:creator>Sebastian Witte</dc:creator>
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      <title>Wissen für Patienten: OP - ja oder nein? Was Sie zur Zweitmeinung wissen sollten</title>
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      <description>Geht es nach den Sparplänen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), soll es künftig vor bestimmten OPs Pflicht sein, eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen. Was aktuell gilt.</description>
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      <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 10:17:30 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Geht es nach den Sparplänen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), soll es künftig vor bestimmten OPs Pflicht sein, eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen. Was aktuell gilt.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>"Muss die OP, die mir meine Ärztin ans Herz legt, wirklich sein?" Wer vor dieser Frage steht, kann durch das Einholen einer Zweitmeinung bei einem anderen Spezialisten mehr Klarheit gewinnen. </p><p>Dieser Termin soll Patientinnen und Patienten dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen, so die Verbraucherzentrale. Plus: Zweitmeinungen sollen unnötige Operationen verhindern. </p><p>Letztere kommen den Krankenkassen teuer zu stehen. Eine Sparmaßnahme, die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) daher plant, ist das verpflichtende Einholen einer Zweitmeinung vor bestimmten OPs. </p><p>Welche Rechte haben Patientinnen und Patienten derzeit rund um die ärztliche Zweitmeinung? Ein Überblick. </p><p>Was hat es mit dem Zweitmeinungsverfahren auf sich? </p><p>Geht es um bestimmte Eingriffe, haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf ein geregeltes Zweitmeinungsverfahren. Heißt: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür, dass man einen weiteren Spezialisten aufsucht und sich dort beraten lässt. Dazu zählen unter anderem folgende Eingriffe: </p><p>MandeloperationenHüftgelenkersatzKniegelenkersatzGebärmutterentfernungenGallenblasenentfernungenEingriffe an der Wirbelsäule</p><p>Alle Eingriffe, bei denen das Zweitmeinungsverfahren greift, sind in der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aufgelistet. </p><p>Für das Zweitmeinungsverfahren gelten klare Regeln. So müssen Ärzte, die einen bestimmten Eingriff empfehlen, ihre Patienten darauf hinweisen, dass sie eine Zweitmeinung einholen können. Das muss mindestens 10 Tage vor dem OP-Termin geschehen. </p><p>Wie findet man einen Arzt oder eine Ärztin für die Zweitmeinung? </p><p>Wer als Patient dieses Angebot nutzen möchte, kann sich dann auf die Suche nach einem sogenannten Zweitmeiner begeben. Es gilt dabei das Prinzip der freien Arztwahl. </p><p>Allerdings kommt nicht jeder Arzt oder jede Ärztin für das Zweitmeinungsverfahren infrage. Er oder sie muss besonders qualifiziert und unabhängig von wirtschaftlichen Interessen sein, heißt es auf dem Portal "gesund.bund.de". </p><p>Heißt: Eine Ärztin, die in derselben Praxis oder Klinik arbeitet, wie der erste Arzt, kommt nicht infrage. Und er oder sie darf auch nicht in der Klinik arbeiten, in der die OP durchgeführt werden soll. </p><p>Die "Arztsuche Zweitmeinung" des Patientenservice "116117.de" hilft dabei, Ärztinnen und Ärzte zu finden, die für das Verfahren zugelassen sind. </p><p>Kann ich auch bei anderen Eingriffen eine Zweitmeinung bekommen?</p><p>Möglicherweise. Am besten nimmt man dafür Kontakt zu seiner Krankenkasse auf. Die Kassen können nämlich auf freiwilliger Basis die Kosten für Zweitmeinungen zu anderen Eingriffen übernehmen - etwa, wenn man die Diagnose Krebs bekommen hat.</p><p>Die Kassen kooperieren für solche Zweitmeinungen teilweise mit Onlineportalen oder vermitteln eigene Spezialisten. Unter Umständen können Zweitmeinungen, die man auf diesen Wegen erhält, aber von Geschäftsinteressen beeinflusst sein, warnt die Verbraucherzentrale. </p><p>So können die kooperierenden Portale und Gutachter dazu neigen, per se von teuren Eingriffen abzuraten. Die Verbraucherschützer raten daher: gezielt bei der Kasse nachfragen, warum die Gutachter zur Beurteilung dieser speziellen Behandlung besonders qualifiziert sind. </p><p>Wie läuft ein Zweitmeinungstermin ab? </p><p>Untersuchungen werden in aller Regel nicht durchgeführt. Arzt oder Ärztin stützt sich für die Einschätzung auf die Befunde, Untersuchungsergebnisse und Laborwerte, die bereits vorhanden sind.</p><p>Als Patient sollte man also dafür sorgen, dass diese Dokumente vorliegen. Etwa, indem man sie bei der ersten Arztpraxis anfordert und mitbringt - oder sicherstellt, dass sie in der elektronischen Patientenakte (ePA) hinterlegt sind. </p><p>Man kann den Zweitmeinungsarzt am Ende übrigens bitten, die Einschätzung schriftlich zusammenzufassen. Der letzte Schritt liegt dann bei Patient oder Patientin: eine Entscheidung für oder gegen die OP treffen. Möchte man auf den Eingriff verzichten, kann man einen bereits vereinbarten Termin wieder absagen, so die Verbraucherzentrale.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Politische Einstellungen: Sind Hochbegabte weniger konservativ? Was eine Langzeitstudie verrät</title>
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      <description>Mehr als drei Jahrzehnte nach einem Intelligenztest werden ehemalige Grundschulkinder zu ihren politischen Ansichten befragt. Die Ergebnisse zeigen einen auffälligen Unterschied</description>
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      <category>Intelligenz</category>
      <category>Gesellschaft</category>
      <category>Politik</category>
      <pubDate>Tue, 14 Apr 2026 14:49:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Mehr als drei Jahrzehnte nach einem Intelligenztest werden ehemalige Grundschulkinder zu ihren politischen Ansichten befragt. Die Ergebnisse zeigen einen auffälligen Unterschied</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Es beginnt in einer hessischen Grundschule, Ende der 1980er-Jahre. Tausende Kinder beugen sich über Aufgabenhefte, lösen Zahlenreihen, setzen Muster fort, finden Begriffe. Was für sie ein Test ist, wird für die Forschung zu einem seltenen Schatz: einem Datensatz, der sich über Jahrzehnte verfolgen lässt, bis hinein in die politischen Überzeugungen eines erwachsenen Lebens.</p><p>Aus diesem Material speist sich nun eine Studie, die eine ebenso einfache wie heikle Frage stellt: Denken hochbegabte Menschen politisch anders?</p><p>Ein Team um den Psychologen Maximilian Krolo von der Universität des Saarlandes ist dieser Frage nachgegangen – mit Daten aus dem sogenannten Marburger Hochbegabtenprojekt, einem der bekanntesten Längsschnittprojekte zur Intelligenzforschung im deutschsprachigen Raum. Gemeinsam mit den Bildungswissenschaftlern Jörn Sparfeldt und Detlef Rost wertete Krolo aus, wie sich ehemalige Testkinder Jahrzehnte später politisch verorten.</p><p></p><p>Das Ergebnis ist differenziert, aber nicht ohne Brisanz: Hochbegabte Männer neigen im Durchschnitt etwas weniger zu konservativen Einstellungen als Männer mit durchschnittlichem Intelligenzniveau. Bei Frauen hingegen zeigte sich kein entsprechender Unterschied.</p><h2><strong>Ein seltenes Fenster in die Lebensverläufe</strong></h2><p>Die Grundlage dieser Aussage ist ungewöhnlich robust, zumindest für die Verhältnisse der Intelligenzforschung. Im Schuljahr 1987/88 wurden mehr als 7000 Grundschulkinder getestet. Rund zwei Prozent von ihnen galten als hochbegabt. Ein Teil dieser Gruppe wurde über Jahrzehnte hinweg immer wieder befragt, begleitet von einer Vergleichsgruppe durchschnittlich Begabter.</p><p>Mehr als 35 Jahre später konnten die Forschenden viele dieser Personen erneut erreichen. 87 Hochbegabte und 71 Vergleichspersonen beantworteten Fragen zu ihrer politischen Orientierung. Sie ordneten sich auf einer klassischen Links-Rechts-Skala ein und nahmen Stellung zu verschiedenen inhaltlichen Dimensionen, darunter wirtschaftliche und gesellschaftliche Leitbilder.</p><p></p><p>Solche Langzeitdaten erlauben es, Entwicklungen nicht nur als Momentaufnahme zu betrachten, sondern als Ergebnis biografischer Prozesse: Bildung, Beruf, soziale Milieus – all das fließt ein, wenn sich politische Haltungen formen.</p><h2><strong>Was "weniger konservativ" hier bedeutet</strong></h2><p>Wichtig ist dabei, was genau unter konservativen Einstellungen verstanden wird. In der Studie ging es nicht um Parteipräferenzen, sondern um grundlegende Wertorientierungen. Männer mit durchschnittlicher Intelligenz neigten demnach eher dazu, Positionen zu unterstützen, die Tradition, Ordnung und klare soziale Hierarchien betonen. Hochbegabte Männer zeigten diese Präferenz seltener.</p><p>Gleichzeitig ist der Unterschied kein politischer Graben. Zwar verschiebt sich der Durchschnitt leicht: Hochintelligente Männer positionieren sich im Mittel etwas weniger konservativ.<strong> </strong>Doch die Spannbreite der Ansichten bleibt ähnlich groß: In beiden Gruppen finden sich konservative wie progressive Haltungen. Die Studie liefert also keinen Hinweis darauf, dass Intelligenz in eine bestimmte ideologische Richtung "drängt". Sie zeigt vielmehr eine leichte Verschiebung in einzelnen Wertdimensionen.</p><p></p><h2><strong>Warum zeigt sich der Effekt nur bei Männern?</strong></h2><p>Besonders erklärungsbedürftig ist der Befund, dass sich Unterschiede nur bei Männern zeigen. Die Studie selbst liefert darauf keine abschließende Antwort. Doch es gibt Ansätze, die helfen könnten, das Muster einzuordnen.</p><p>Ein möglicher Faktor ist die unterschiedliche soziale Einbettung politischer Einstellungen. Forschung legt nahe, dass sich politische Überzeugungen bei Frauen im Durchschnitt stärker an sozialen Beziehungen und Kontexten orientieren, während bei Männern individuelle Merkmale wie Bildung oder kognitive Fähigkeiten etwas stärker durchschlagen könnten. Solche Unterschiede sind statistisch, sie sagen wenig über den Einzelfall, können aber Gruppenunterschiede erklären.</p><p>Auch die Lebenswege der untersuchten Kohorte spielen eine Rolle. Die Teilnehmenden wurden in den 1970er- und 1980er-Jahren sozialisiert, in einer Zeit, in der Bildungs- und Berufschancen noch stärker geschlechtsspezifisch verteilt waren. Das könnte beeinflussen, wie sich Intelligenz in gesellschaftliche Positionen übersetzt – und damit indirekt auch in politische Haltungen.</p><h2><strong>Intelligenz und Politik: ein komplexes Verhältnis</strong></h2><p>Die neue Studie fügt sich in ein Forschungsfeld ein, das seit Jahren widersprüchliche Ergebnisse liefert. In vielen Untersuchungen zeigt sich ein Zusammenhang zwischen höherer kognitiver Fähigkeit und größerer Offenheit für neue Erfahrungen, ein Persönlichkeitsmerkmal, das häufig mit liberaleren Einstellungen korreliert. Andere Arbeiten betonen hingegen, dass Bildung und sozioökonomischer Status eine ebenso große, wenn nicht größere Rolle spielen.</p><p></p><p>Hinzu kommt: Intelligenz ist kein politischer Kompass. Sie kann helfen, komplexe Zusammenhänge zu durchdringen, Argumente abzuwägen oder Widersprüche auszuhalten. Doch welche Schlüsse jemand daraus zieht, hängt von Erfahrungen, Werten und sozialen Umfeldern ab.</p><p>Dass Hochbegabte häufiger in einflussreichen Positionen landen, macht die Frage dennoch relevant. Wer entscheidet, gestaltet – in Unternehmen, Behörden oder Wissenschaft. Zu verstehen, welche Perspektiven diese Menschen auf Gesellschaft und Politik einnehmen, ist daher mehr als ein akademisches Interesse.</p><h2><strong>Eine Momentaufnahme mit offenem Ausgang</strong></h2><p>So aufschlussreich die Ergebnisse sind, sie bleiben in einem wichtigen Punkt begrenzt: Die politischen Einstellungen wurden zu einem bestimmten Zeitpunkt im Erwachsenenalter erhoben. Wie stabil diese Haltungen über die Zeit sind oder sich im Lebensverlauf verändern, lässt sich daraus nur bedingt ableiten. Zudem ist die Stichprobe begrenzt, die Effekte sind moderat, und viele Fragen bleiben offen. Etwa die, ob sich die gemessenen Einstellungen auch im konkreten politischen Verhalten niederschlagen, also bei Wahlen, Engagement oder öffentlichen Positionierungen.</p><p>Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis dieser Studie: dass selbst ein so scheinbar klarer Faktor wie Intelligenz kein eindeutiges politisches Profil erzeugt. Stattdessen zeigt sich ein Geflecht aus Einflüssen, das sich nur langsam entwirren lässt.</p><p>Oder, anders gesagt: Auch die, die besonders gut denken können, denkt nicht automatisch gleich.</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Sebastian Witte</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Gelenkverschleiß: Sport mit Kniearthrose: Es ist mehr möglich als viele denken</title>
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      <description>Kniebeugen sind tabu, wenn das Gelenk von Arthrose betroffen ist? Ein Mythos! Ein Sportmediziner erklärt, warum Bewegung nun wichtig ist - und wie man sie richtig gestaltet.</description>
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      <pubDate>Tue, 14 Apr 2026 10:34:29 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Kniebeugen sind tabu, wenn das Gelenk von Arthrose betroffen ist? Ein Mythos! Ein Sportmediziner erklärt, warum Bewegung nun wichtig ist - und wie man sie richtig gestaltet.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wer ganz frisch die Diagnose Kniearthrose bekommt, hat womöglich den Gedanken: Jetzt muss ich das Gelenk schonen!</p><p>Dabei ist das Gegenteil von Füße hochlegen jetzt hilfreich - und zwar Bewegung. "Je besser das Knie trainiert ist, umso langsamer schreitet der Gelenkverschleiß fort", so der Orthopäde Sven Ostermeier.</p><p>Kniebeugen: Richtig ausgeführt stärken sie das Gelenk</p><p>Was geht mit Kniearthrose, was nicht? Die Antwort auf diese Frage überrascht Betroffene mitunter. So sind Kniebeugen bei Gelenkverschleiß nicht tabu, sondern können sogar nützen.</p><p>Schließlich kräftigen Kniebeugen die vordere Oberschenkelmuskulatur und stabilisieren damit das Kniegelenk, wie der Sportmediziner erklärt. Plus: Die Mobilisation des Knies fördert die Knorpelernährung. </p><p>Es kommt aber auf eine korrekte Ausführung an. Die Füße sollten parallel zueinander stehen, das Körpergewicht auf den Fersen lasten. So lässt sich vermeiden, dass die Knie nach innen wegknicken, was Gelenk und Knorpelflächen erheblich belastet. </p><p>Auch eine Portion Vorsicht ist wichtig. Sticht und schmerzt es während der Übung im Knie, hört man besser damit auf. </p><p>Sportarten mit schnellen Richtungswechseln sind tabu</p><p>Was gibt es in Sachen Sport noch zu beachten? Generell gilt: Plötzliche Beschleunigungen und Start-Stopp-Bewegungen haben Arthrose-Knie gar nicht gern. Von Sportarten mit vielen Richtungswechseln wie Squash, Fußball, Volleyball oder Badminton raten Experten daher ab. </p><p>Besser eignen sich eher sanfte Bewegungsformen mit wenig Stoßbelastungen. Womöglich lässt sich das bewährte Training in diese Richtung anpassen - zwei Beispiele: </p><p>Wer viel joggen war, findet in Nordic Walking eine knieschonende Alternative. Wer regelmäßig in den Bergen wandern geht, wählt für den Weg zurück ins Tal fortan besser die Seilbahn. Beim Absteigen lastet schließlich ein Mehrfaches des Körpergewichts auf den Kniegelenken. </p><p>Fans des Radfahrens können bei dieser Sportart bleiben. "Bewältigen Sie steile Anstiege am besten in einem kleinen Gang", rät Ostermeier. </p><p>Auch Schwimmen zählt zu den empfehlenswerten Sportarten bei Arthrose. Am besten krault man durch das Becken oder zieht auf dem Rücken seine Bahnen. Beim Brustschwimmen kann die Scherbewegung der Beine dem Experten zufolge nämlich Knieschmerzen verstärken.</p><p>Sportpläne mit Arzt oder Ärztin besprechen</p><p>Schmerzen, Fitness, Verlauf der Erkrankung: All das bestimmt, welches Sportprogramm für Patientinnen und Patienten sinnvoll ist. Am besten spricht man daher seine Pläne einmal mit dem Facharzt oder der Fachärztin durch.</p><p>Zur Person: Prof. Sven Ostermeier ist leitender Orthopäde an der Gelenk-Klinik Gundelfingen.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Darm-Hirn-Achse: Welches Olivenöl unser Gehirn am besten schützt</title>
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      <description>Olivenöl gilt als ein Klassiker gesunder Ernährung. Nun mehren sich Hinweise, dass es auch den geistigen Abbau bremsen könnte. Doch nicht jedes Öl wirkt gleichermaßen</description>
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      <category>Oliven</category>
      <category>Gesunde Ernährung</category>
      <category>Demenz</category>
      <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 09:12:33 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Olivenöl gilt als ein Klassiker gesunder Ernährung. Nun mehren sich Hinweise, dass es auch den geistigen Abbau bremsen könnte. Doch nicht jedes Öl wirkt gleichermaßen</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Dass Olivenöl dem Körper guttut, gehört längst zum Allgemeinwissen. Es kann das "schlechte" LDL-Cholesterin senken, wirkt entzündungshemmend und wird mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und manche Krebsarten in Verbindung gebracht. Ein zentraler Grund dafür liegt in seinem Fettsäureprofil: Olivenöl enthält viele einfach ungesättigte Fettsäuren, die als günstig für den Stoffwechsel gelten.</p><p>Doch in den vergangenen Jahren hat sich der Blick geweitet. Forschende interessieren sich zunehmend dafür, wie sich diese Effekte im Gehirn fortsetzen. Kann ein Lebensmittel, das Gefäße schützt und Entzündungen dämpft, auch den geistigen Abbau verlangsamen?</p><h2><strong>Weniger Demenz – zumindest statistisch</strong></h2><p>Eine große <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38709531/" class="external-link">Langzeitstudie</a> aus dem Jahr 2024 hat Daten von mehr als 90.000 Menschen über fast drei Jahrzehnte hinweg ausgewertet. Das Ergebnis: Wer regelmäßig Olivenöl konsumierte, hatte ein geringeres Risiko, an den Folgen einer Demenz zu sterben.</p><p></p><p>Die Forschenden berücksichtigten dabei zahlreiche Einflussfaktoren wie Körpergewicht, Bewegung, Rauchen und sozioökonomischen Status. Der Zusammenhang blieb bestehen. Besonders interessant ist eine Modellrechnung: Wurden täglich kleine Mengen tierischer Fette – etwa Butter oder Mayonnaise – durch Olivenöl ersetzt, sank das Risiko für einen demenzbedingten Tod um bis zu 14 Prozent.</p><p>Solche Zahlen sind mit Vorsicht zu interpretieren. Beobachtungsstudien können keine eindeutigen Ursachen beweisen. Doch sie liefern Hinweise, die sich zunehmend mit biologischen Mechanismen decken.</p><h2><strong>Was im Körper – und im Kopf – geschieht</strong></h2><p>Eine Schlüsselrolle spielen sogenannte Polyphenole. Diese sekundären Pflanzenstoffe kommen im Olivenöl in besonders hoher Konzentration vor, vor allem in wenig verarbeiteten Varianten. Sie wirken antioxidativ, fangen also aggressive Moleküle ab, die Zellen schädigen können. Zudem hemmen sie Entzündungsprozesse.</p><p></p><p>Gerade chronische Entzündungen gelten heute als wichtiger Risikofaktor für neurodegenerative Erkrankungen. Immer mehr Hinweise deuten darauf hin, dass Krankheiten wie Alzheimer nicht allein im Gehirn entstehen, sondern auch mit Prozessen im gesamten Körper zusammenhängen – etwa im Darm oder im Immunsystem.</p><p>Hier setzt ein weiterer Mechanismus an: Polyphenole dienen bestimmten Darmbakterien als Nahrungsquelle. Sie fördern so eine vielfältige Darmflora, die wiederum das Immunsystem beeinflusst. Über die sogenannte Darm-Hirn-Achse könnten solche Effekte auch die kognitive Gesundheit mitprägen.</p><h2><strong>Der entscheidende Unterschied: wie das Öl verarbeitet wird</strong></h2><p>Nicht jedes Olivenöl enthält diese Stoffe in gleicher Menge. Der Unterschied liegt in der Herstellung. "Natives Olivenöl extra" wird mechanisch aus Oliven gewonnen, ohne starke Hitze oder chemische Prozesse. Dadurch bleiben viele Polyphenole erhalten. Stärker raffinierte Öle verlieren einen Teil dieser Inhaltsstoffe.</p><p>Dass das nicht nur ein theoretischer Unterschied ist, zeigt eine <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12910899/" class="external-link">aktuelle Studie mit älteren Menschen</a>, die ein erhöhtes Risiko für Stoffwechselerkrankungen hatten. Teilnehmende, die häufiger natives Olivenöl konsumierten, schnitten in kognitiven Tests besser ab. Bei jenen, die überwiegend stärker verarbeitetes Olivenöl nutzten, zeigte sich dagegen ein schnellerer geistiger Abbau.</p><p>Parallel dazu veränderte sich die Zusammensetzung der Darmflora. Besonders auffällig war eine Bakteriengruppe namens Adlercreutzia, die offenbar einen Teil des positiven Effekts vermittelte. Noch ist diese Studienlage jung, die Beobachtungsdauer kurz. Doch sie deutet darauf hin, dass nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des Öls entscheidend sein könnte.</p><h2><strong>Und wenn es kein Olivenöl ist?</strong></h2><p>So überzeugend die Hinweise erscheinen: Olivenöl ist vermutlich kein Sonderfall. Auch andere pflanzliche Öle wie Raps-, Mais- oder Distelöl enthalten günstige Fettsäuren und bioaktive Substanzen. Erste Analysen legen nahe, dass sie ebenfalls mit einer besseren Gesundheit einhergehen können – vor allem dann, wenn sie tierische Fette ersetzen.</p><p>Der Unterschied könnte also weniger in einem einzelnen "Superöl" liegen als im grundsätzlichen Wechsel: weg von gesättigten Fetten, hin zu pflanzlichen Alternativen.</p><h2><strong>Was bleibt</strong></h2><p>Für den Alltag ergibt sich daraus eine erstaunlich pragmatische Botschaft. Wer seinem Gehirn etwas Gutes tun will, muss nicht zwangsläufig zu teuren Spezialprodukten greifen. Schon der Austausch von Butter oder Schmalz gegen pflanzliche Öle kann einen Unterschied machen.</p><p>Wer jedoch gezielt auf die möglichen Zusatzwirkungen setzt, fährt mit einem hochwertigen, nativen Olivenöl vermutlich besser. Es enthält jene Stoffe, die über den reinen Fettgehalt hinaus wirken könnten.</p><p>Und vielleicht liegt genau darin die eigentliche Pointe: Dass ein scheinbar simples Lebensmittel seine Wirkung nicht nur aus dem gewinnt, was es ist – Fett –, sondern aus dem, was bei seiner Verarbeitung erhalten bleibt.</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Sebastian Witte</dc:creator>
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      <title>Trotz Müdigkeit: Warum wir Schlaf aufschieben – und was dagegen hilft</title>
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      <description>Ein skurriles Phänomen: Obwohl wir hundemüde sind, schieben wir die Schlafenszeit auf. Dahinter steckt Psychologie – und Rache, glauben Psychologen </description>
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      <category>Schlaf</category>
      <category>Schlaftyp</category>
      <category>Psychologie</category>
      <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 13:25:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Ein skurriles Phänomen: Obwohl wir hundemüde sind, schieben wir die Schlafenszeit auf. Dahinter steckt Psychologie – und Rache, glauben Psychologen </p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Blau leuchtet das Display im abgedunkelten Wohnzimmer. Es ist nach Mitternacht, die Augenlider brennen, der Blick wird unscharf. Trotzdem scrollt die Angestellte durch ihren Instagram-Feed. Noch ein Video. Noch eine Minute. Der Wecker wird früh klingeln – sie weiß es.</p><p>Ein Fall von "Revenge Bedtime Procrastination" (RBP). Der Begriff setzt sich aus zwei Aspekten zusammen: Rache und Aufschieben, also Prokrastination. Er macht neugierig – und deutet an, wie viel Psychologie in diesem nächtlichen Verhalten steckt. Nur: Woran rächt sich die Schlafverweigernde? Und trifft sie diese Entscheidung nicht freiwillig?</p><p>Das Phänomen wurde zuerst in China beschrieben. Von neun Uhr morgens bis neun Uhr abends, an sechs Tagen pro Woche arbeiteten Angestellte im sogenannten 996-System. Einen Feierabend, der diesen Namen verdient, gab es nicht. Was blieb, war die Nacht. Und eine Psyche, die sich weigerte, sie einfach dem Schlaf zu überlassen. Ihre Rebellion richtet sich gegen einen Tag, der die Ressourcen aufgezehrt hat – auch die der eigenen Selbstkontrolle. Wer nur funktioniert, belohnt sich abends, indem er sich gehen lässt – trotzig wie ein Kind, das sich etwas zurückholen will.</p><p>Die Wissenschaft hat dieses Verhalten präzise konturiert. Bedtime Procrastination liegt vor, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Das Zubettgehen wird wiederholt hinausgezögert. Es gibt keinen äußeren Grund. Und die Person weiß es. Dieses Wissen ist entscheidend – es trennt das Phänomen von Schlaflosigkeit, von Grübeln, von einem Buch, das einen fesselt. Revenge Bedtime Procrastination ist eine Entscheidung. Und genau das macht sie so rätselhaft: Warum entscheidet sich jemand gegen seine elementaren Bedürfnisse?</p><h2>Ein Muskel, der erlahmt</h2><p>Die Antwort liegt im Tag. Forschende der Universität Utrecht um die Psychologin Floor Kroese zeigten in einer viel zitierten <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.frontiersin.org/journals/psychology/articles/10.3389/fpsyg.2014.00611/full" class="external-link">Grundlagenstudie</a>: Menschen, die tagsüber Impulse schlechter kontrollieren und Versuchungen weniger widerstehen, schieben die Nachtruhe häufiger hinaus. Das klingt nach Charakter. Ist es aber nicht. Denn Selbstkontrolle ist kein festes Merkmal – sie ist eine begrenzte Ressource. Wie ein Muskel, der erlahmt. Am Abend nach einem langen, fremdbestimmten Tag ist sie erschöpft.</p><p>Psychologen nennen das <em>Ego Depletion</em> – <em>Ego Erschöpfung</em>, und die erklärt, warum ausgerechnet die Diszipliniertesten nachts zu Saboteuren ihrer selbst werden. Wer den Tag über nur funktioniert hat, besitzt abends keine Reserven für weitere vernünftige Entscheidungen oder Selbstdisziplin. Eine <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8961512/" class="external-link">Studie von 2022</a> verschärfte diesen Befund: Wer abends noch beruflich zum Handy greift – schnell eine Mail checkt, kurz in den Teams-Chat schaut –, erschöpft die letzten Reste seiner Impulskontrolle. Danach kommt das Scrollen wie von selbst.</p><h2>Autonomiebedürnis kommt am Tag zu kurz </h2><p>Was Revenge Bedtime Procrastination von schlichter Müdigkeit unterscheidet, ist ihr emotionaler Ursprung: das Gefühl, den Tag nie wirklich besessen zu haben. Neuere Forschungen erkennen darin einen Autonomiekonflikt, den die Psyche des Nachts auszugleichen versucht. Ein Grundbedürfnis nach Selbstbestimmung blieb unerfüllt – und abends zieht der Trotz auf.</p><p></p><p>Tagebuchstudien der <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0191886917305937" class="external-link">Forschenden Axel Grund und Stefan Fries</a> belegen den Zusammenhang: An Tagen mit weniger erlebter Autonomie prokrastinierten Probanden abends länger. Je fremdbestimmter der Tag, desto kürzer die Nacht. Eltern kennen es gut: Erst wenn es still ist, wenn niemand mehr ruft, beginnt das Gefühl, "das gehört mir", "das tue ich nur für mich". Eine <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://gmwpublic.studenttheses.ub.rug.nl/2464/" class="external-link">Masterarbeit der Universität Groningen </a>deutet RBP als unbewussten, aber plausiblen Versuch, wenigstens eines der drei psychologischen Grundbedürfnisse zu stillen, die der Tag verweigert hat: Autonomie, Kompetenz, soziale Eingebundenheit. Man schaut endlich, was einen wirklich interessiert. Man schreibt Menschen, die einem wichtig sind.</p><p>Nur: Die Rache trifft einen selbst. Der Körper zahlt – mit Müdigkeit, schwindender Konzentration. <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://gjmpbu.org/correlation-of-revenge-bedtime-procrastination-with-academic-performance-in-undergraduate-students-of-medical-sciences-an-online-cross-sectional-study/" class="external-link">Studien zeigen</a>, dass Revenge Bedtime Procrastination bei Studierenden die Leistung messbar trübt. Wer sich aus Erschöpfung persönliche Zeit erkämpft, verliert meist den nächsten Tag gleich mit.</p><h2>Was hilft: Den Muskeln durch einen Plan entlasten </h2><p>Doch es gibt Methoden, die wirken. Die vielversprechendste heißt "Mental Contrasting with Implementation Intentions" – kurz MCII – und ähnelt der "WOOP"-Methode der Psychologin Gabriele Oettingen. Das Prinzip: Man stellt sich das Ziel vor – ausgeschlafen aufwachen, den Morgen erholt beginnen. Dann konfrontiert man sich mit dem Hindernis: dem leuchtenden Display, dem nächsten Video, dem Impuls, noch eine Nachricht zu schicken. Für diesen Moment formuliert man vorab einen Wenn-dann-Plan: Wenn ich nach 23 Uhr scrolle, dann lege ich das Handy in den Flur. </p><p></p><p>Studien belegen: Dieser Ansatz reduziert die nächtliche Prokrastination messbar. Man überlistet den erschöpften Muskel, indem man ihn gar nicht erst beansprucht.</p><p>Doch so wirksam die Technik ist – sie behandelt nur das Symptom. Wer die Nacht braucht, um sein Leben wirklich zu spüren, müsste auf den Tag blicken. Die eigentliche Frage ist strukturell – und unbequem: Was müsste sich an unseren Tagen ändern, damit die Nächte wieder dem Schlaf gehören?</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Stefanie Maeck</dc:creator>
    </item>
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      <title>Bikamerale Psyche: Höhere Mächte? Was die Wissenschaft über Schutzengel und Offenbarungen weiß | GEOplus</title>
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      <description>Zuweilen fühlen Menschen eine unsichtbare Präsenz, die sie lenkt, antreibt oder täuscht. Was dahintersteckt – und wie der Eindruck entsteht, nicht allein zu sein</description>
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      <category>Psyche</category>
      <category>Hirnforschung</category>
      <category>Gehirn</category>
      <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 07:54:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Sergei Pankov</dc:creator>
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      <title>Frauengesundheit: Das steckt hinter dem PCO-Syndrom</title>
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      <description>Die Periode kommt unregelmäßig oder gar nicht mehr – und der Körper verrückt. Betroffene Frauen rätseln dann, was los ist. Womöglich lautet die Erklärung: PCOS</description>
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      <category>Frauen</category>
      <category>Medizin</category>
      <pubDate>Tue, 14 Apr 2026 08:23:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Periode kommt unregelmäßig oder gar nicht mehr – und der Körper verrückt. Betroffene Frauen rätseln dann, was los ist. Womöglich lautet die Erklärung: PCOS</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Viele Frauen haben das Gefühl, dass ihr Körper völlig aus dem Takt geraten ist: Die Regel bleibt aus oder kommt unregelmäßig, die Haut neigt zu Pickeln, und obwohl sie auf Ernährung und Bewegung achten, zeigt die Waage plötzlich nach oben. </p><p>Hinter diesen Beschwerden kann das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) stecken – eine der häufigsten hormonellen Störungen bei Frauen im gebärfähigen Alter, die jedoch oft erst spät erkannt wird.</p><p>Hier lesen Sie, was genau hinter PCOS steckt, welche Symptome typisch sind, wie die Diagnose gestellt wird und welche Behandlungsmöglichkeiten es heute gibt.</p><h2>Was steckt hinter PCOS? </h2><p>Viele Fachleute gehen davon aus, dass weltweit zwischen fünf und 13 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter an PCOS leiden. Nicole Reisch, Leiterin des Bereichs Endokrinologie des LMU Klinikums in München, meint: "PCOS betrifft etwa eine von acht Frauen." Damit ist es die häufigste hormonelle Störung bei Frauen in dieser Lebensphase.</p><p>Weil die Beschwerden sehr unterschiedlich ausfallen können, wird die Erkrankung jedoch oft erst spät erkannt oder zunächst mit anderen Ursachen in Verbindung gebracht. Der Begriff Polyzystisches Ovarialsyndrom klingt, als müssten in jedem Fall zahlreiche Zysten an den Eierstöcken vorhanden sein. "Das ist etwas irreführend, da nicht zwingend viele Zysten vorhanden sein müssen, um die Diagnose zu stellen", sagt Sita Arjune. Sie ist Ärztin in der Poliklinik für Endokrinologie, Diabetologie und Präventivmedizin des Universitätsklinikums Köln.</p><p></p><p>Entscheidend für die Diagnose Polyzystisches Ovarialsyndrom ist vielmehr ein hormonelles Ungleichgewicht, vor allem ein Überschuss an Androgenen, also männlichen Sexualhormonen, der den Zyklus aus dem Takt bringt und typische PCOS-Symptome wie Zyklusstörungen, Akne oder verstärkte Körperbehaarung auslösen kann.</p><h2>Wie macht sich ein PCO-Syndrom bemerkbar? </h2><p>Die Symptome von PCOS sind sehr vielfältig und nicht immer eindeutig. "Sie können von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt sein", sagt Sita Arjune. "Insbesondere leiden Frauen unter einer unregelmäßigen oder gar ausbleibenden Menstruation."</p><p>Der Überschuss an Androgenen kann zu vermehrter Körperbehaarung führen, etwa im Gesicht, auf der Brust oder am Bauch. Zusätzlich kann es zu Akne oder Haarausfall kommen. Viele Betroffene nehmen auch ungewollt an Gewicht zu. </p><p></p><p>"Gleichzeitig bestehen Veränderungen im Stoffwechsel, so etwa oft eine begleitende Insulinresistenz und somit ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2", sagt Sita Arjune.</p><h2>Warum entsteht ein Polyzystisches Ovarialsyndrom? </h2><p>PCOS kann durch verschiedene Einflüsse bedingt sein: Genetik, Umwelt, Lebensstil - all das spielt zusammen. "Da die Erkrankung in Familien gehäuft auftritt, spricht vieles für eine genetische Veranlagung", sagt Nicole Reisch. Welche Gene aber genau beteiligt sind, wird noch erforscht. "Dabei spielen vor allem Stoffwechselfaktoren wie Insulinresistenz und erhöhte Insulinspiegel eine wichtige Rolle." Sie fördern nämlich die Produktion der Androgene und können so Zyklusstörungen verstärken.</p><p></p><p>"Auch Körpergewicht und insbesondere eine vermehrte Fettansammlung am Bauch können Symptome verschlimmern, wobei PCOS auch bei Normalgewicht vorkommt", sagt Reisch. Zusätzlich werden Lebensstilfaktoren wie Bewegungsmangel, Ernährung, Schlaf und Stress als mögliche Auslöser diskutiert. </p><h2>Wie wird PCOS diagnostiziert? </h2><p>Die Diagnose erfolgt in der Regel in der Frauenarztpraxis anhand der sogenannten Rotterdam-Kriterien. "Um PCOS festzustellen, müssen mindestens zwei von drei Kriterien erfüllt sein, nachdem andere mögliche Ursachen ausgeschlossen wurden", sagt Sita Arjune. </p><h4>Zu den Rotterdam-Kriterien gehören:</h4><ul class="rte--list"><li>seltene oder ausbleibende Eisprünge, erkennbar an unregelmäßigen oder ausbleibenden Monatsblutungen</li><li>Anzeichen eines Überschusses an Androgenen</li><li>der Nachweis von mindestens 12 Follikeln pro Eierstock. Dabei handelt es sich um bläschenartige Gebilde, in denen Eizellen heranreifen. Der Eierstock wird dafür per Ultraschall untersucht.</li></ul><p></p><p>In den neuen Leitlinien wird die Bestimmung des sogenannten Anti-Müller-Hormons dem Ultraschall der Eierstöcke gleichgesetzt. "Das bedeutet für die Patientinnen, dass nicht unbedingt ein Ultraschall notwendig ist, sondern eine Blutabnahme ausreicht", erklärt Sita Arjune.</p><h2>Wie lässt sich PCOS behandeln? </h2><p>Bei der Behandlung von PCOS geht es vor allem darum, Symptome zu mindern und langfristige Risiken - wie die, Diabetes zu entwickeln - so gering wie möglich zu halten. "Vielen Betroffenen hilft es, PCOS aktiv zu managen, indem sie sich gut informieren, realistische Ziele setzen und gemeinsam mit dem Behandlungsteam einen individuellen Plan erstellen", sagt Nicole Reisch.</p><p></p><p>Ziel der Therapie sei es, das Körpergewicht zu reduzieren, die Insulinresistenz zu verbessern und den Zyklus zu regulieren. "Dazu sollte einmal und zuallererst natürlich eine Lebensstiländerung erfolgen", sagt Nicole Reisch. "Dazu zählen eine kalorienreduzierte, ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität." Um Lebensgewohnheiten umzustellen, kann auch psychologische Unterstützung hilfreich sein. </p><p>Auch verschiedene Medikamente kommen bei der Behandlung von PCOS zum Einsatz. Zur Zyklusregulation ist die Antibabypille erste Wahl, wie Nicole Reisch sagt. Gegen vermehrte Behaarung können etwa Cremes eingesetzt werden.</p><h2>Ist es möglich, mit PCOS schwanger zu werden? </h2><p>Betroffene müssen sich von ihrem Kinderwunsch nicht zwangsläufig verabschieden. "Bei Frauen mit PCOS kann häufig eine Schwangerschaft entweder auf natürlichem Weg oder mit Unterstützung erfolgreich erreicht werden", sagt Nicole Reisch. Der erste Schritt sei immer die Reduktion des Körpergewichts. "Übergewicht hat negative Auswirkungen auf die Schwangerschaftschancen sowie auf Probleme, die während der Schwangerschaft auftreten." </p><p></p><p>Zur Kinderwunschbehandlung können zudem spezielle Medikamente eingesetzt werden. "Das erfolgt in Absprache mit der behandelnden Gynäkologie und Reproduktionsmedizin", sagt Sita Arjune. Klappt es mit der Schwangerschaft auf natürlichem Wege nicht, sollten betroffene Frauen keine Scheu haben, eine Kinderwunschklinik aufzusuchen.</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Paris-Syndrom: Zu schön, um wahr zu sein? Wenn die Stadt der Liebe krank macht</title>
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      <category>Psychologie</category>
      <category>Reisen</category>
      <category>Gehirn</category>
      <pubDate>Fri, 10 Apr 2026 12:37:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Einige Touristen verzweifeln in Paris, halluzinieren, verlieren den Halt. Das rätselhafte Phänomen trifft vor allem Menschen aus Japan. Warum?</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Es passiert vielleicht 20 Menschen im Jahr. Sie landen in Paris. Und verlieren den Halt. Manche werden panisch, andere verwirrt. Einige sind mit einem Mal überzeugt, verfolgt zu werden. Wieder andere klagen über Herzrasen, Schwindel, Schweißausbrüche. Die Welt um sie herum wirkt fremd und verzerrt.</p><p>Das Phänomen ist bekannt als "Paris-Syndrom": ein seltener Ausnahmezustand, der Touristen erfasst, wenn sie in der Stadt an der Seine ankommen. Erstmals beschrieben hat den Zustand in den 1980er-Jahren der japanische Psychiater Hiroaki Ota. Und bis heute betrifft er auffallend häufig japanische Reisende.</p><p></p><p>So häufig, dass die japanische Botschaft in Paris sogar eine Notfallhotline für Betroffene eingerichtet hat. Doch warum trifft es ausgerechnet sie? Und wie kann eine Stadt, die für viele als Inbegriff von Schönheit, Eleganz und Sehnsucht gilt, Menschen derart aus dem Gleichgewicht bringen?</p><h2>Gerade in Japan ist Paris der Inbegriff von Eleganz und Makellosigkeit</h2><p>Wer verstehen will, was hier geschieht, muss sich zunächst die Erwartungen anschauen, mit denen viele Reisende nach Paris kommen. Kaum eine Stadt ist weltweit so aufgeladen mit Bildern: elegante Boulevards, stilvolle Cafés, höfliche Kellner, Mode, Kunst, große Gefühle. In Filmen, Werbekampagnen und Reisemagazinen erscheint Paris wie eine perfekt inszenierte Bühne. In kaum einem Land aber wird diese Bühne so konsequent romantisiert wie in Japan, wo Paris seit Langem zum Inbegriff des Makellosen erhoben wird. Zur Ikone der Höflichkeit, der zeitlosen Eleganz. Und der Liebe par excellence.</p><p>Doch die Wirklichkeit ist freilich eine andere. Wie in jeder anderen Metropole hupen Autos, herrscht Hektik und zuweilen ein rauer Ton. Kellner, die knapp reagieren. Laute Straßen, schmutzige Ecken, grauer Beton.</p><p>Was hier aufeinandertrifft, ist mehr als eine simple Enttäuschung. Es ist der Zusammenprall zweier Wirklichkeiten: einer imaginierten und einer realen.</p><p>Für die meisten bleibt dieser Bruch freilich harmlos. Er verursacht eine Irritation, vielleicht eine leise Enttäuschung. Doch in seltenen Fällen gerät das innere Gleichgewicht stärker ins Wanken. Psychologen erklären das mit einem einfachen Prinzip: Wir sehen die Welt nicht neutral – wir vergleichen ständig das, was wir erleben, mit dem, was wir erwartet haben.</p><p>Unser Gehirn gleicht fortlaufend ab: Passt das Bild im Kopf zur Realität da draußen? Solange beides halbwegs übereinstimmt, bleibt alles ruhig. Wenn die Differenz aber groß wird, reagiert der Körper mit Stress – wie auf ein Alarmsignal.</p><h2>Manche träumen jahrelang, endlich einmal nach Paris zu reisen</h2><p>Im Fall des Paris-Syndroms ist diese Lücke besonders groß. Viele japanische Reisende träumen jahrelang von dieser Reise, freuen sich darauf, laden Paris innerlich immer weiter auf: mit märchenhaften Bildern, Hoffnungen, Sehnsucht. Die Vorfreude wird zum emotionalen Motor. Umso härter kann der Moment sein, in dem diese Bilder auf die Wirklichkeit treffen.</p><p></p><p>Hinzu kommen Erschöpfung durch lange Reisen, Zeitverschiebung, Sprachbarrieren und das Gefühl, in einer fremden Umgebung isoliert zu sein. Faktoren, die das Gehirn zusätzlich belasten. In dieser Gemengelage kann die Diskrepanz zwischen Erwartung und Wirklichkeit so überwältigend werden, dass sie nicht mehr nur enttäuscht, sondern die Wahrnehmung selbst ins Rutschen bringt.</p><p>Offiziell anerkannt ist das Paris-Syndrom allerdings nicht. In den gängigen Diagnosekatalogen taucht es nicht auf. Fachleute sprechen eher von einem kulturgebundenen Stressphänomen. Also einem Ausnahmezustand, der vor allem dann entsteht, wenn mehrere Belastungen zusammenkommen. Häufig trifft es Menschen, die bereits sensibel auf Stress reagieren oder psychisch vorbelastet sind. Paris ist dann weniger die Ursache als der Auslöser.</p><p>Doch Paris ist kein Einzelfall. Auch andere Orte können Menschen aus dem Gleichgewicht bringen. In Jerusalem etwa berichten Ärzte immer wieder von Besuchern, die sich plötzlich für biblische Figuren halten oder religiöse Visionen erleben: das "Jerusalem-Syndrom". </p><p>Und in Florenz etwa können intensive Kunsterfahrungen bei manchen Menschen Schwindel, Herzrasen oder sogar Halluzinationen auslösen: das sogenannte Stendhal-Syndrom, benannt nach dem französischen Schriftsteller, der beim Anblick der Kunstwerke selbst von überwältigenden Gefühlen berichtete. Anders als beim Paris-Syndrom liegt hier keine Enttäuschung zugrunde, sondern eine Überwältigung durch Schönheit und emotionale Intensität.</p><p>All diese Beispiele zeigen aber: Orte wirken nicht nur durch das, was sie sind. Sondern auch durch das, womit wir sie emotional aufladen. Durch Bilder, Erwartungen, Sehnsüchte. Und manchmal reicht dann ein einziger Moment, in dem sich die subjektive Wirklichkeit verschiebt.</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Rainer Harf</dc:creator>
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      <title>Beziehungskrise : Trennen oder bleiben? Wie Paare richtig entscheiden  | GEOplus</title>
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      <description>Wie können Paare Sicherheit gewinnen, wenn sich Beziehungszweifel einschleichen? Wir haben erfahrene Paarpsychologinnen gefragt, wie sie Ratsuchenden zu Klarheit helfen  </description>
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      <category>Liebe</category>
      <category>Beziehung</category>
      <category>Streit</category>
      <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 04:00:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Christian Heinrich</dc:creator>
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      <title>Sechs Tipps: So schützen Sie sich vor Zecken, Borreliose und FSME</title>
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      <description>Zecken sind bei allen, die oft im Grünen unterwegs sind, unbeliebt. Kein Wunder: Sie bedienen sich an unserem Blut und hinterlassen Krankheitserreger, wenn wir Pech haben. Die Basics für guten Schutz.</description>
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      <pubDate>Tue, 14 Apr 2026 08:08:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Zecken sind bei allen, die oft im Grünen unterwegs sind, unbeliebt. Kein Wunder: Sie bedienen sich an unserem Blut und hinterlassen Krankheitserreger, wenn wir Pech haben. Die Basics für guten Schutz.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Ob im Wald, Garten oder Park: In der milden Zeit des Jahres sind nicht nur wir Menschen vermehrt im Grünen unterwegs - auch Zecken sind es. Wie schützt man sich vor den Tierchen und den Krankheiten, die sie uns bescheren können - Stichwort: Borreliose und FSME? </p><h2>Tipp 1: Hosenbeine in die Socken </h2><p>Auch wenn viele diese Grusel-Vorstellung im Kopf haben: Zecken fallen nicht von Bäumen. Sie sitzen meist weniger als einen Meter hoch im Gras oder Gebüsch, so die Apothekerkammer Niedersachsen. Streifen wir an den Pflanzen entlang, können die Tiere den Weg auf unseren Körper finden. </p><p>Ist das passiert, krabbeln sie in der Regel eine Weile herum, um eine ideale Einstichstelle zu finden. Diese Suche kann man den Tieren vermiesen - indem man den Ausflug ins Grüne mit geschlossenen Schuhen und mit langen Ärmeln und Hosenbeinen antritt. </p><p></p><p>Auch wenn es modisch fragwürdig ist: Insbesondere wenn man im hohen Gras oder Unterholz unterwegs ist, gehören die Hosenbeine in die Socken gesteckt, wie das Portal "Klima Mensch Gesundheit" des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) rät. Hilfreich ist auch eine clevere Farbwahl: Auf hellen Kleidungsstücken erkennt man krabbelnde Tierchen leichter. </p><h2>Tipp 2: Insektenschutz auftragen</h2><p>Durch Insektenschutzmittel mit den Wirkstoffen DEET und Icaridin können Outdoor-Freunde nicht nur Mücken fernhalten, sondern auch Zecken. Je nach Produkt sollte der Schutz nach zwei bis vier Stunden erneuert werden. </p><p></p><h2>Tipp 3: Beliebte Andockstellen am Körper absuchen</h2><p>Nach einem Ausflug ins Grüne ist gründliches Absuchen angesagt. Zecken mögen geschützte, feuchte Körperstellen mit dünner Haut, wie die Apothekerkammer Niedersachsen erklärt. Dazu zählen etwa auch Achselhöhlen, Bauchnabel, Genitalbereich und Kniekehlen. Gut zu wissen: Bei Kindern stechen Zecken gern im Bereich von Kopf und Hals zu. </p><h2>Tipp 4: Zecke schnellstmöglich entfernen </h2><p>Übeltäter entdeckt? Dann ist rasches Entfernen angesagt. Denn je länger die Zecke am Körper saugt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Bakterien, die Borreliose auslösen können, im Körper hinterlassen kann. Die Übertragung von FSME-Viren passiert hingegen direkt beim Stich. Panik muss aber nicht sein: Längst nicht jede Zecke ist mit den Krankheitserregern infiziert.</p><p></p><p>Am besten entfernt man den Blutsauger mit einem Hilfsmittel wie einer Zeckenkarte oder -zange. Sind sie nicht zur Hand, tut es auch eine Pinzette - oder im Notfall die eigenen Fingernägel. </p><p>Womit man auch hantiert: Die Zecke sollte damit dicht am Mundwerkzeug gefasst und vorsichtig senkrecht herausgezogen werden. Tabu ist es, die Zecke zu quetschen oder sie mit Öl oder Klebstoff zu beträufeln. Beides kann dafür sorgen, dass mehr infektiöse Körperflüssigkeiten der Zecke in den eigenen Körper gelangen können.</p><h2>Tipp 5: Einstichstelle im Blick behalten </h2><p>Ist der Blutsauger entfernt, sollte man die Einstichstelle desinfizieren und fotografieren, rät die Apothekerkammer. Weiterer Tipp: sich das Datum des Zeckenstichs notieren. </p><p></p><p>In den Tagen und Wochen danach sollte man regelmäßig checken: Gibt es Hautveränderungen? Ein Symptom für Borreliose ist nämlich eine kreisrunde Rötung, die sich immer weiter ausbreitet und einen Durchmesser von 20 Zentimetern erreichen kann.</p><p>Mit einer solchen Hautveränderung sollte man unbedingt zum Arzt gehen. Das gilt auch bei grippeähnlichen Symptomen, Kopfschmerzen oder Entzündungen, rät das Portal "Klima Mensch Gesundheit". </p><h2>Tipp 6: FSME-Impfschutz checken</h2><p>FSME kann eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten verursachen. In einigen Regionen sind mehr Zecken damit infiziert als in anderen - das sind die sogenannten Risikogebiete. Dazu zählen laut BIÖG grob: Baden-Württemberg, Bayern, das südliche Hessen, das südöstliche Thüringen, Sachsen und das südöstliche Brandenburg. </p><p></p><p>Wer in diesen Gebieten lebt oder seinen Urlaub verbringt und Zeckenstichen ausgesetzt sein könnte, dem empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine FSME-Schutzimpfung. </p><p>Nach Angaben des BIÖG ergibt es auch jetzt zu Beginn der Zeckensaison noch Sinn, sich darum zu kümmern. Bereits 14 Tage nach der zweiten von drei Piksen besteht bei den meisten ein Schutz, der für die laufende Saison zunächst ausreicht.</p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Rechtslage: Pflegeheim kündigt Bewohnern: Was gilt bei Insolvenz und Co?</title>
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      <description>Meldet ein Pflegeheim Insolvenz an, kann dies zu einer Kündigung des Heimvertrags führen. In welchen Fällen dürfen Pflegeunternehmen Bewohnern noch kündigen? Wie und wann kann man sich dagegen wehren?</description>
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      <pubDate>Thu, 09 Apr 2026 22:05:10 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Meldet ein Pflegeheim Insolvenz an, kann dies zu einer Kündigung des Heimvertrags führen. In welchen Fällen dürfen Pflegeunternehmen Bewohnern noch kündigen? Wie und wann kann man sich dagegen wehren?</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Pflegeheimkette Ambiente Care Süd hat Insolvenz angemeldet. Standorte, etwa in Laatzen bei Hannover sowie in Gröbenzell bei München wurden geschlossen. Rechtlich betrachtet, darf in solchen Fällen ein Pflegeunternehmen bestehende Verträge auflösen. Das gilt auch, wenn ein Pflegeheim seinen Betrieb ganz einstellt und sein Haus schließt. Das regelt das Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz.</p><p>"Wenn man die Idee hat, in einem Heim alt zu werden und dann macht dieses Pflegeheim plötzlich zu, ist dies natürlich erst einmal ein Schock. Leider kommen solche Fälle mittlerweile immer häufiger vor", sagt Verena Querling, Referentin für Pflegerecht bei der Verbraucherzentrale NRW. </p><p>Was ist in so einem Fall hilfreich?</p><p>"In so einer Situation kann man nur hoffen, dass das Pflegeheim die Bewohner rechtzeitig informiert und dabei unterstützt einen alternativen Platz zu finden. Denn gegen so eine Kündigung kann man sich nicht wirklich vorher absichern oder wehren", so die Rechtsanwältin.</p><p>Grundsätzlich gilt zwar: "Die Kündigung muss schriftlich vorliegen und gut begründet werden", sagt Verena Querling. Das Pflegeheim muss dabei die Kündigungsfrist einhalten - also spätestens zum 3. Werktag eines Monats kündigen, damit der Vertrag zum Ende des Folgemonats endet. "Sprich am 2. April kündigen, damit der Vertrag Ende Mai erlischt", erklärt Querling. </p><p>Die Rechtslage ist das eine, in der Praxis sieht es laut Querling oft anders aus: "Was nützt die Frist Pflegebedürftigen, wenn das Heim plötzlich seinen Betrieb einstellt?"</p><p>Was gilt rechtlich, wenn ein Pflegeheim schließt?</p><p>"In der Regel muss das Pflegeheim dann die Kosten für den Umzug komplett übernehmen. Dies ist im Fall einer Insolvenz jedoch auch fraglich", sagt Querling. </p><p>Außerdem muss das Heim Pflegebedürftige auf Alternativen mit einem vergleichbaren Leistungsangebot in der Nähe hinweisen. "Angehörige und Pflegebedürftige müssen die Alternativen aber nicht annehmen", so die Verbraucherschützerin. Sie können auch selbst nach einem Heim suchen. Unterstützung dabei bekommt man beispielsweise bei einem Pflegestützpunkt in seiner Nähe - mehr dazu hier.</p><p>Dann bleibt zu hoffen, dass das neue Pflegeheim bereit ist, die Bewohner aufzunehmen, so Querling. Auch hier gilt: Je früher Bewohner von der Insolvenz oder der Schließung des Heims erfahren, umso besser.</p><p>In welchen Fällen darf ein Pflegeheim noch kündigen? </p><p>Es gibt noch mehr Situationen, in denen ein Pflegeheim seinen Bewohnern kündigen darf. Rechtlich zulässig ist dies aber nur, wenn für die Pflegeeinrichtung das Festhalten am Vertrag unzumutbar ist. </p><p>Pflegeunternehmen haben nämlich nur ein außerordentliches Kündigungsrecht. "Das bedeutet, das Pflegeheim darf nur in Ausnahmefällen den Vertrag kündigen und nur bei wichtigen Gründen", sagt Rechtsanwältin Querling. Anders als die Bewohner muss das Heim diese Gründe bei einer Kündigung auch darlegen.</p><p>Neben Insolvenz und Schließung wären denkbare Gründe etwa ein Umbau oder stark verminderte Heimplätze, oder wenn eine fachgerechte Pflege nicht mehr möglich ist, weil sich die gesundheitliche Situation beim Bewohner verändert hat.</p><p>Auch das Verhalten einer pflegebedürftigen Person kann laut Querling unter Umständen zu einer Kündigung führen. Beispielsweise, wenn ein Bewohner eine fachgerechte Pflege etwa mehrfach verweigert und diese trotz gesetzter Fristen nicht annimmt. Oder wenn ein Bewohner mehrfach Vertragsregeln grob verletzt - etwa das Rauchverbot im Heim missachtet, andere Mitbewohner sexuell belästigt, Pflegepersonal angreift oder Eigentum des Pflegeheims zerstört. Nicht zuletzt ist es ein Kündigungsgrund, wenn ein Bewohner in Zahlungsverzug gerät.</p><p>Darf das Pflegeheim bei Zahlungsrückständen sofort kündigen?</p><p>"Nein, so einfach ist es nicht", sagt Querling. Grundsätzlich gilt: Wenn ein Bewohner an zwei aufeinanderfolgenden Terminen die Rechnung nicht begleicht, darf das Pflegeheim den Vertrag fristlos kündigen. "Das ist ebenso möglich, wenn der Bewohner nur so wenig zahlt, dass mehr als ein Monatsbetrag offen ist oder er länger als zwei Zahlungstermine in Verzug ist und der Betrag zwei Monatsentgelte erreicht", so die Rechtsanwältin. </p><p>Bevor das Pflegeheim kündigen darf, muss es aber auf die Kündigung hinweisen und die besagte Kündigungsfrist von fast zwei Monaten einhalten. Soweit die Rechtslage: "In der Praxis haben Heime oft Geduld und es dauert oft viel länger, bis ein Pflegeheim einem Bewohner wegen Zahlungsrückständen kündigt", so Querling. Das gilt insbesondere, wenn das Heim auf Zahlung der Sozialhilfe wartet.</p><p>Allerdings: Ignoriert ein Bewohner - und dessen Betreuer - trotz mehrfacher Mahnungen über einen längeren Zeitraum die Rückstände, kann dies dazu führen, dass ihm keine Räumungsfrist gewährt wird. Das zeigt ein Urteil des Landgerichts Lübeck (Az.: 5 O 197/23).</p><p>Wie kann man bei Rückständen eine Kündigung verhindern?</p><p>"Gibt es Zahlungsrückstände, sollte man den Betrag möglichst zeitnah begleichen", rät Querling. Denn: Bekommt das Pflegeheim den ausstehenden Betrag, bevor die Kündigung ausgesprochen wurde, ist eine Kündigung ausgeschlossen. Werden alle Rückstände innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach Zustellung der Räumungsklage ausgeglichen, wird eine Kündigung laut Querling zudem unwirksam.</p><p>Was sind die Folgen einer Kündigung?</p><p>Der Heimvertrag endet. Ist die Kündigung wirksam, muss der Bewohner ausziehen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass die pflegebedürftige Person sofort auf die Straße gesetzt werden darf. Denn Bewohner können die Kündigung zurückweisen, so die Verbraucherschützerin. </p><p>Übrigens: Bleibt der Heimbetrieb weiterbestehen und ein Bewohner zieht nach der Kündigung nicht aus, muss das Pflegeheim zunächst eine Räumungsklage einreichen. "Dann prüft ein Gericht, ob die Kündigung wirksam war", so Querling. Die Räumung kann dann erst durchgeführt werden, wenn dazu ein Urteil vorliegt.</p><p>Wie können sich Angehörige gegen eine Kündigung wehren?</p><p>Besteht der Verdacht, dass die Kündigung nicht gerechtfertigt ist, sollte man diese als unwirksam zurückweisen. "Am besten schriftlich widersprechen und die Gründe dafür darlegen", rät Querling.</p><p>Insbesondere, wenn es um die Verletzung der Heimordnung geht, komme es immer wieder zu einer unterschiedlichen Bewertung, so die Verbraucherschützerin. "Das Verhalten des Bewohners könnte mit einer Krankheit zusammenhängen. Dann muss der Kündigungsgrund genau geprüft werden", so Querling.</p><p>Am besten holen sich Betroffene im Fall einer Kündigung Unterstützung, etwa bei der Pflegekasse, bei den Verbraucherzentralen, bei den Pflegestützpunkten, beim BIVA - also bei der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen oder bei der Universalschlichtungsstelle.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Selbstwert stärken: Permanente Selbstverurteilung: Was jetzt helfen kann</title>
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      <description>Fehler gehören zum Leben – doch manche Menschen verurteilen sich dafür täglich. Wie Achtsamkeit und Selbstmitgefühl helfen können und wie Betroffene das am besten lernen.</description>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Fehler gehören zum Leben – doch manche Menschen verurteilen sich dafür täglich. Wie Achtsamkeit und Selbstmitgefühl helfen können und wie Betroffene das am besten lernen.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Fehler und Missgeschicke: Sie passieren jedem – und sie gehören zum Leben. Doch manche Menschen machen sich deswegen täglich Vorwürfe und gehen hart mit sich selbst ins Gericht. Sie haben eine Neigung zu Selbstverurteilung.</p><p>"Betroffen sind Menschen, die ein geringes Selbstwertgefühl und wenig Selbstmitgefühl haben", sagt die Professorin Angela Merkl-Maßmann, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie an der Fliedner Klinik Berlin. Sie fordern von sich selbst ein, immer perfekt zu sein.</p><p>"Dabei ist es menschlich, Fehler zu machen oder etwas falsch einzuschätzen", so Merkl-Maßmann. Sie empfiehlt Menschen, die einen Hang zur Selbstverurteilung haben, eine Psychotherapie zu machen. Bei einer solchen Therapie gehe es beispielsweise darum, das eigene Selbstmitgefühl zu trainieren. Unter Anleitung lernen und üben Betroffene zum Beispiel: </p><p>Achtsamkeit: In sich hineinhorchen und Gefühle ohne Urteil wahrnehmen.Sich selbst mit der Warmherzigkeit und dem Wohlwollen einer guten Freundin oder eines guten Freundes begegnen und sich durch liebe Worte trösten und unterstützen.Innehalten und den Atem bewusst wahrnehmen. Fühlen, wie er einen beruhigt.Die innere Stimme, die kritisiert, zum Schweigen bringen und sich stattdessen unterstützende Sätze sagen wie: "Ich schaffe mein Ziel, auch wenn ich Fehler mache".</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
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      <title>Psychologie: Wie der Kopf das Altern beeinflusst: Die Geschichte eines legendären Experiments | GEOplus</title>
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      <description>Die Psychologin Helen Langer untersuchte, was passiert, wenn man Menschen wie in einer Zeitreise 20 Jahre zurückversetzt. Die Ergebnisse glichen einem Jungbrunnen</description>
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      <category>Alter</category>
      <category>Psychologie</category>
      <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 04:00:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Stefanie Maeck</dc:creator>
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      <title>Bluterkrankheit: Kind hat ständig blaue Flecken? Eltern-Wissen zu Hämophilie</title>
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      <description>Unerklärliche Blutergüsse und schlecht heilende Wunden: Je früher Hämophilie bei Kindern erkannt und behandelt wird, desto besser. Diese Anzeichen der Blutgerinnungsstörung sollten Eltern kennen.</description>
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      <pubDate>Thu, 09 Apr 2026 14:31:22 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Unerklärliche Blutergüsse und schlecht heilende Wunden: Je früher Hämophilie bei Kindern erkannt und behandelt wird, desto besser. Diese Anzeichen der Blutgerinnungsstörung sollten Eltern kennen.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Das Baby rutscht in der Wanne, man greift als Mutter oder Vater an dessen Arm - und später prangt dort ein blauer Fleck. Das kann auf eine Störung der Blutgerinnung hindeuten, genauer gesagt: auf eine Hämophilie. </p><p>Machen Eltern so eine Beobachtung, sind sie oft verunsichert, wie Carmen Escuriola-Ettingshausen vom Hämophilie-Zentrum Rhein-Main beschreibt: "Besonders erstmalige Eltern machen sich Vorwürfe und denken: Um Himmels willen, haben wir unser Kind so fest angefasst?" Dabei haben sie gar nichts falsch gemacht - es steckt eine Krankheit dahinter.</p><p>Krankheit betrifft Kinder von Geburt an </p><p>Bei Hämophilie fehlt ein sogenannter Gerinnungsfaktor im Blut. Das erschwert es dem Körper, Blutungen zu stillen. Die sogenannte "Bluterkrankheit" wird durch einen Gen-Defekt ausgelöst und betrifft Kinder von Geburt an. </p><p>Es gibt sowohl Hämophilie A als auch Hämophilie B, wobei erstere häufiger vorkommt. An sich ist Hämophilie allerdings eine eher seltene Erkrankung. Betroffen sind überwiegend Jungen und Männer. Nach Angaben des Portals "gesund.bund.de" haben etwa 2 von 10.000 Männern Hämophilie. </p><p>Diese Anzeichen sollten Eltern kennen</p><p>Was sind Anzeichen, bei denen Eltern an die Blutgerinnungsstörung denken sollten? Erstmal gilt: "Es gibt extrem starke und weniger starke Bluter", so Carmen Escuriola-Ettingshausen. </p><p>"Üblicherweise wird es auffällig, wenn die Kinder in Bewegung kommen - wenn sie anfangen, sich umzudrehen, zu robben oder laufen zu lernen", so die Expertin. Hat das Kind dann ungewöhnlich viele blaue Flecken, ist das ein Alarmzeichen. </p><p>Doch auch ein Nabel, der nach der Geburt nicht gut verheilt oder Kratzwunden, die dauerhaft bluten, können frühe Hämophilie-Anzeichen sein. </p><p>Dann ist eine ärztliche Abklärung angeraten. Dabei wird das Blut des Kindes auf einen Mangel an Gerinnungsfaktor VIII (Hämophilie A) oder IX (Hämophilie B) untersucht. Die Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen, ist wichtig. Eine unerkannte und unbehandelte Hämophilie kann mit der Zeit mitunter gefährliche Hirn- und Gelenkblutungen mit sich bringen. </p><p>Hämophilie lässt sich gut behandeln</p><p>Die gute Nachricht: Ist die Krankheit erst einmal festgestellt, lässt sie sich gut behandeln - und zwar mit Injektionen, die den fehlenden Gerinnungsfaktor ersetzen. Das ermöglicht ein nahezu normales Aufwachsen. "Im Alltag ist es fast, als hätte das Kind keine Hämophilie A", so Escuriola-Ettingshausen.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
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      <title>Kinderwunsch: Die Medizin des Verlusts: Was führt zu wiederholten Fehlgeburten? | GEOplus</title>
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      <description>Manche Frauen verlieren mehrere aufeinanderfolgende Schwangerschaften. Welche Risikofaktoren sind bekannt, welche Therapien existieren und was kann der Seele helfen?</description>
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      <category>Schwangerschaft</category>
      <category>Medizin</category>
      <category>Trauer</category>
      <category>Kinder</category>
      <category>Eltern</category>
      <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 10:07:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Nora Saager</dc:creator>
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      <title>Partydroge: Hilfe, mein Kind konsumiert Lachgas! Was Eltern tun können</title>
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      <description>Trotz des Verbots für Minderjährige: Wer wirklich will, findet weiterhin Wege, an Lachgas zu kommen. Sie haben den Verdacht, dass Ihr Kind konsumiert? Eine Expertin verrät, was dann (nicht) hilft.</description>
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      <pubDate>Wed, 08 Apr 2026 22:05:04 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Trotz des Verbots für Minderjährige: Wer wirklich will, findet weiterhin Wege, an Lachgas zu kommen. Sie haben den Verdacht, dass Ihr Kind konsumiert? Eine Expertin verrät, was dann (nicht) hilft.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Hat unser Kind bereits Erfahrungen mit Lachgas gesammelt? Eine Frage, die viele Eltern von Jugendlichen umtreibt. </p><p>Anders als beim Kiffen, das sich klassischerweise durch gerötete Augen verrät, gibt es bei Lachgas keine deutlichen Anzeichen. </p><p>"Wenn der Jugendliche sich eine Stunde vorher mit Freunden getroffen und das allererste Mal Lachgas konsumiert hat, gibt es wenig Chancen, was zu bemerken", sagt Lea Würzinger von der Ginko Stiftung für Prävention. Hintergrund: Der Rausch, der durch das Inhalieren aus Luftballons oder direkt aus der Kartusche entsteht, ist nach maximal einer Minute wieder vorbei.</p><p>Häufiger Lachgas-Konsum hingegen kann - muss aber nicht - zu motorischen Ausfällen führen. "Dann wundert man sich als Elternteil zum Beispiel: "Huch, wie geht er denn die Treppe hoch?". Oder es fällt auf, dass der Jugendliche kurzfristig etwas verlangsamt im Denken ist", beschreibt Lea Würzinger. </p><p>Trotz Verbot: Lachgas bleibt weiterhin ein Thema</p><p>Lachgas hat sich als Partydroge unter Jugendlichen etabliert. Das verraten nicht nur die leeren Kartuschen und Luftballons, die immer wieder in Parks oder auf Gehwegen zurückgelassen werden. </p><p>Daran soll sich etwas ändern. Ab dem 12. April dürfen Minderjährige bundesweit kein Lachgas mehr kaufen oder besitzen.</p><p>Lea Würzinger geht davon aus, dass Lachgas als Rauschmittel unter Jugendlichen dadurch nicht komplett verschwinden wird. "Die, die es wirklich wollen und neugierig sind, die finden ihre Wege, es zu beziehen." </p><p>Erfrierung bis Vitamin-B12-Mangel: Risiken von Lachgas</p><p>Hintergrund des Verbots ist, dass das farb- und geruchslose Gas zahlreiche Gesundheitsrisiken birgt. Ein Überblick: </p><p>Akute Risiken </p><p>Beim Inhalieren von Lachgas kann es zu einem Sauerstoffmangel kommen, der bewusstlos machen kann, erklärt das Portal "drugcom.de" des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Stürze und Verletzungen können Folgen sein. </p><p>Ein weiteres Risiko sind Erfrierungen. Dehnt sich nämlich das in der Kartusche komprimierte Gas aus, sinkt seine Temperatur auf bis zu - 55 Grad Celsius ab. Dabei kann auch die Kartusche so kalt werden, dass die Finger daran festfrieren.</p><p>Besonders riskant ist "drugcom.de" zufolge das Inhalieren direkt aus der Kartusche - nicht nur, weil die Lippen daran festfrieren können. Es kann durch das rasche Ausdehnen des Gases zu Rissen im Lungengewebe kommen. </p><p>Risiken durch häufigen Konsum</p><p>Mit der Zeit drohen Nervenschäden - unter anderem, weil Lachgas die chemische Struktur von Vitamin B12 verändert. Der Körper kann das Vitamin, das für die Nervenfunktion wichtig ist, dann nicht mehr nutzen. Betroffene erleben etwa ein Kribbeln und Taubheitsgefühle an Händen und Füßen, auch Muskelschwäche und Gangstörungen sind "drugcom.de" zufolge möglich. </p><p>Dazu kommt: Regelmäßiger und häufiger Konsum kann psychisch abhängig machen. </p><p>Ohne Zeitdruck und mit Sandwich-Methode: Über Lachgas sprechen</p><p>Haben Eltern den Verdacht, dass ihr Kind Lachgas konsumiert, möchten sie das Thema ansprechen - verständlicherweise. Aber wie? </p><p>Haben Eltern und Kind einen guten Draht zueinander, erleichtert das solche Gespräche enorm. "Wenn Jugendliche wissen: "Ich kann auf meine Eltern zählen, auch wenn ich Mist baue", dann ist das immer ein Türöffner für sie, auch über schwierige Dinge zu sprechen", sagt Lea Würzinger. </p><p>Wichtig ist erst einmal, dass der Rahmen für das Gespräch stimmt. Es sollte also kein Zeitdruck herrschen. Oft ist auch ein Gespräch unter vier Augen hilfreicher als eines unter sechs Augen. </p><p>Orientieren können sich Eltern beim Gesprächseinstieg an der sogenannten Sandwich-Methode. Dabei starten Eltern mit einer positiven Aussage ins Gespräch, ehe sie das kritische Thema etwa als Sorge oder Beobachtung platzieren, zum Beispiel so: "Letztens hat eine Freundin erzählt, dass ihr Sohn Lachgas genommen hat. Kennst du das auch?" Im Anschluss folgt dann eine positive Botschaft wie: "Du bist mir wichtig und ich will wissen, was dich beschäftigt."</p><p>Besserwisser-Modus und Co.: Das sind die Don'ts</p><p>Wenn Sorge und Ängste groß sind, ist bei Eltern oft auch der Impuls stark, im Gespräch die lange Liste an Lachgas-Gefahren runterzurattern. Dieser Besserwisser-Modus kommt Lea Würzinger zufolge bei den Jugendlichen meist nicht gut an. </p><p>"Und auch Anschuldigungen, Lautstärke oder Beschämungen erschweren ein verständnisvolles Gespräch." Generell gilt: Die Grundhaltung "Wir beide gegen das Problem" führt meist weiter als "Wir beide gegeneinander". </p><p>Hilfreich kann sein, dem Jugendlichen eine Expertenrolle zuzuweisen, etwa indem man sich als Mutter oder Vater vom Kind erklären lässt, was es zum Thema Lachgas weiß. Das signalisiert Wertschätzung und ermöglicht einen Austausch auf Augenhöhe.</p><p>Eine weitere Strategie, die Lea Würzinger vorschlägt: gemeinsam mit dem Nachwuchs in die Recherche zum Thema einsteigen, nach dem Motto "Lass' uns doch mal gemeinsam informieren, dann kann ich auch etwas lernen." </p><p>Die Expertin rät Eltern außerdem, externe Hilfsangebote in Betracht zu ziehen. "Wenn die Situation überfordert und ein Gespräch in Ruhe gar nicht möglich ist, ist es immer angebracht, eine Elternberatung in Anspruch zu nehmen oder dem Jugendlichen eine Jugendberatung ans Herz zu legen." Das gilt gerade dann, wenn es schon Ausfallerscheinungen bzw. Hinweise auf eine Abhängigkeit gibt.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Ernährung: Fleischkonsum gegen Demenz? Was eine neue Studie zeigt – und was nicht | GEOplus</title>
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      <description>Fleisch steht oft im Verdacht, der Gesundheit zu schaden. Nun deutet eine Langzeituntersuchung an, dass es bei genetischem Alzheimer-Risiko den kognitiven Abbau bremsen könnte</description>
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      <category>Demenz</category>
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      <category>Gesunde Ernährung</category>
      <category>Hirnforschung</category>
      <pubDate>Wed, 08 Apr 2026 15:11:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Sebastian Witte</dc:creator>
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      <title>Stress-Muster : Kennen Sie Fawning?</title>
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      <description>Als typische Reaktionsformen bei Trauma oder Gefahr sind Fight, Flight oder Freeze weithin bekannt. Nun beschreibt die Psychologie einen vierten Modus: übermäßige Anpassung </description>
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      <category>Psychologie</category>
      <category>Stress</category>
      <category>Trauma</category>
      <pubDate>Wed, 08 Apr 2026 12:20:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Als typische Reaktionsformen bei Trauma oder Gefahr sind <em>Fight</em>, <em>Flight</em> oder <em>Freeze</em> weithin bekannt. Nun beschreibt die Psychologie einen vierten Modus: übermäßige Anpassung </p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Es ist 18 Uhr, als der Abteilungsleiter seiner Angestellten noch einige Papiere schickt und sie bittet, bis zum nächsten Morgen eine Stellungnahme zu schreiben. Sie nickt, lächelt, obwohl sie eigentlich Nein sagen möchte. Stattdessen legt sie den Kopf schräg, gibt zustimmende Worte von sich, ergänzt beflissen eine Idee. Sie wünscht dem Leiter einen schönen Feierabend. Dann verschiebt sie ihre private Verabredung. So wie sie es auch in den Wochen davor getan hat: Statt eine Grenze zu ziehen, sich durchzusetzen, passt sie sich seit Jahren an, verschiebt Sport und eigene Termine. </p><p>Hinter dieser Freundlichkeit steckt manchmal ein altes Überlebensmuster, ein Nervensystem, das auf Hochtouren arbeitet, obwohl die Szene leise, nahezu still und zuvorkommend freundlich wirkt. Psychologen sprechen beim übermäßigen Gefallenwollen seit geraumer Zeit von "Fawning"— abgeleitet vom englischen Verb "to fawn": kriechen, schmeicheln, sich unterwürfig anbiedern. Dass das Substantiv "fawn" im Englischen zugleich ein von seiner Mutter verlassenes Rehkitz bedeutet, ist sprachwissenschaftlich Zufall – und doch ein treffendes Bild: ein hilfloses Jungtier, das stillhält, um Gefahren zu entgehen. Populärpsychologisch wird manchmal der Begriff Bambi-Reflex genutzt.</p><p></p><p>Es war der amerikanische Psychotherapeut Pete Walker, der in dem Gefallenwollen eine von den bekannten Traumareaktionen nicht abgedeckte Strategie im Umgang mit Gefahr und Trauma erkannte. Er rückte die Fawn-Strategie neben die gut dokumentierten Reaktionen auf äußeren Stress: Fight, Flight oder Freeze. </p><p>Die Entdeckung dieser Stressmuster beginnt in einem Labor der renommierten Harvard-Universität. Bereits ab den 1910er-Jahren beobachtete der Physiologe Walter Cannon dort Katzen, die er kontrollierten Stresssituationen aussetzte. Indem er Herzfrequenz, Blutdruck und Adrenalinwerte der Tiere maß, entdeckte er ein Muster, das die Psychologie bis heute prägt: Wenn der Organismus Gefahr und großem Stress ausgeliefert ist, bereitet das sympathische Nervensystem einen von zwei Überlebensmodi vor: Kämpfen oder Fliehen. 1915 fasste Cannon seine Erkenntnisse in dem Buch "Bodily Changes in Pain, Hunger, Fear and Rage" zusammen.</p><p></p><p>Bei Gefahr beschleunigt Adrenalin den Herzschlag, der Blutdruck steigt, Muskeln spannen sich, die Verdauung wiederum stoppt, und das Schmerzempfinden sinkt. Überlebensmuster werden damit hochgefahren, energieverbrauchende Vorgänge abgeschaltet. So konnten unsere Vorfahren überleben, wenn der Säbelzahntiger angriff, sie kämpften oder flohen. Effektive Werkzeuge der Evolution. </p><h2>Stressmuster und das autonome Nervensystem </h2><p>Jahrzehnte später wurden die Fight- und Flight-Modi um eine dritte Überlebensreaktion ergänzt. Fachleute beobachteten das Freeze-Muster: Erstarren ist eine dritte Form, auf äußersten Stress zu reagieren. Wenn der Körper nicht kämpfen oder fliehen kann, "friert" er ein. Die Stimme bricht vielleicht, der Kopf mag sich leer fühlen, die Welt erscheint in Nebel gehüllt wie hinter einer milchigen Glasscheibe. Mancher hat das Gefühl bereits erlebt, als würde er neben sich stehen.  </p><p></p><p>Was wie Passivität erscheint, ist neurobiologisch das Gegenteil. Die niederländische Neurowissenschaftlerin Karin Roelofs erforscht an der Radboud-Universität in Nijmegen die Freeze-Reaktion: Erstarren ist kein Abschalten, sondern ein hochaktiver Vorgang – sie beschreibt es als parasympathische Bremse auf das motorische System. Der Körper drückt Gas und Bremse gleichzeitig. Das sympathische Nervensystem fährt hoch: Die Muskelspannung steigt, Pupillen weiten sich, Adrenalin flutet den Organismus. Gleichzeitig tritt der Parasympathikus auf die Bremse: Der Vagusnerv verlangsamt den Herzschlag, die Atmung wird flacher, die Motorik wird gehemmt. Das Ergebnis: Ein Körper unter maximaler innerer Spannung, der vollkommen stillsteht — aber hellwach ist. Das Gehirn scannt die Lage, sucht einen Ausweg. </p><h2>Wenn Stress zum Einfrieren führt </h2><p>Der Neurowissenschaftler Stephen Porges lieferte für die Hierarchie der Stressmuster mit seiner Polyvagaltheorie den Rahmen: Das autonome Nervensystem arbeitet in drei hierarchischen Stufen. Zuerst versucht es, Sicherheit durch soziale Verbindung herzustellen (ventraler Vagus). Gelingt dies nicht, mobilisiert der Sympathikus Kampf- oder Fluchtreaktionen. Scheitern diese beiden Optionen, aktiviert der stammesgeschichtlich älteste Schaltkreis – der dorsale Vagus – das Einfrieren, die Freeze-Reaktion oder den Kollaps, die Ohnmacht. </p><p>Mit den drei Überlebensreaktionen Flight, Fight und Freeze schien das Bild lange vollständig, bis es um Fawn ergänzt wurde: die übermäßige Anpassung, das ewig lächelnde und gefällige Verhalten. Für die klinische Psychologin und Autorin Dr. Ingrid Clayton reagiert bei dieser unterwürfigen Reaktion ein Mensch auf bedrohlichen Stress, indem er bemüht ist, übermäßig gefällig und hilfreich zu sein. </p><p></p><p>Wenn in der Kindheit Kampf oder Flucht nämlich keine Option waren und erstarren keinen Sinn ergab, kommt die Anpassung ins Spiel. Buchautorin Clayton schreibt: "Als Traumareaktion stellt Fawning das Verhalten in einen größeren Zusammenhang mit Entmachtung und Misshandlung. Es geht darum, angesichts von Ausbeutung, Scham, Vernachlässigung, Missbrauch oder anderem Unheil die eigene Sicherheit zu gewährleisten. Kinder etwa streben danach, Verbundenheit aufrechtzuerhalten, weil sie auf eine Erziehungsperson angewiesen sind." </p><p>Fawning will Schutz. Wie auch im Fall der Angestellten, die keinen Auftrag zurückweist, um ihre Stelle zu sichern. Dazu werden notfalls Werte, Meinungen und Bedürfnisse übertrieben zurückgestellt. </p><p>Der Psychologe Pete Walker entdeckte diese Reaktion bei Erwachsenen, die als Kinder missbraucht, vernachlässigt oder emotional überfordert worden waren – und an einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung litten. Statt die üblichen Überlebenstechniken zu zeigen, <em>gefielen</em> sie.</p><p>Walker beschrieb erstmals für die Fachwelt einen subtilen Mechanismus, der jahrzehntelang auch von Experten übersehen blieb: Kinder, die in einem Umfeld aufwachsen, in dem Widerstand bestraft wird und Flucht unmöglich ist, lernen diese Strategie. Sie lesen die Stimmung der Bezugsperson, passen sich an, stellen die eigenen Bedürfnisse zurück. Sie machen sich nützlich, gefügig, unsichtbar. Und erkaufen sich so Sicherheit wie das verlassene Rehkitz.</p><p>Aus Sicht der Polyvagal-Theorie des Neurowissenschaftlers Stephen Porges greift die Fawn-Reaktion ausgerechnet auf jenen Schaltkreis zum Überleben, der für soziale Verbindung und Zugehörigkeit zuständig ist – den ventralen Vagus. Das Nervensystem spricht die Sprache der Nähe, obwohl der Körper Schutz vor den engsten Bezugspersonen sucht. Ein Zusammenhang, den auch Entführungsopfer beim Stockholm-Syndrom als Identifikation mit dem Aggressor zeigen. </p><p>Was diese Reaktion schwer erkennbar macht: Sie wirkt wie ein charakterlicher Wesenszug, ja eher wie eine Tugend, nicht wie ein Symptom: Die aufopferungsvolle Kollegin. Der verständnisvolle Freund. Die Angestellte, die Ja sagt. Die Gesellschaft lobt und schätzt ihr Verhalten. Und übersieht: Hinter der Freundlichkeit kann ein gelerntes und verzweifeltes Muster stecken.</p><p><em>Lektüre-Tipp: Ingrid Clayton: "Fawning. Die unterschätzte Traumareaktion". Ullstein 2025. </em></p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Stefanie Maeck</dc:creator>
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      <title>Psychologie: Scheißtag? 4 Tipps, wie Sie den Tag noch retten</title>
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      <description>An Tagen, an denen alles schiefläuft, zählt oft nur eins: irgendwie durchkommen. Doch vielleicht lässt sich der Tag noch drehen? Vier überraschenden Methoden.</description>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>An Tagen, an denen alles schiefläuft, zählt oft nur eins: irgendwie durchkommen. Doch vielleicht lässt sich der Tag noch drehen? Vier überraschenden Methoden.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Beim Griff in den Kühlschrank entgleitet der Milchkarton und zerplatzt auf dem Boden, das Aufwischen dauert, keine Zeit mehr für Kaffee. Jetzt schnell los! Aber natürlich ist der Fahrradreifen platt - und auch die Bahn fährt einem vor der Nase weg. Der Tag scheint gelaufen. Oder lässt er sich noch retten?</p><p>Die Psychologin und Trainerin Nanni Glück hat praxiserprobte Tipps:</p><p>1. Eine Runde jammern</p><p>"Erlauben Sie sich, zu hadern, zu jammern, sich zu beschweren oder sich zu ärgern", sagt Glück. Die Emotion sei ohnehin da. "Geben Sie ihr den Raum, den sie braucht, um sich zu entfalten." Hilfreich ist ein Zeitlimit: Stellen Sie zum Beispiel einen Timer auf drei Minuten. "Das reicht vollkommen", sagt Glück.</p><p>Zusätzlich empfiehlt sie eine Portion Humor: "Ärgern Sie sich nicht auf Deutsch oder einer anderen Ihnen bekannten Sprache, sondern nutzen Sie dafür Gibberish." Also einfach mal in unverständlichem Kauderwelsch vor sich hinschimpfen und den eigenen Ärger rauslassen. Glück zufolge hilft das, nicht von den eigenen Emotionen überwältigt zu werden. "Es ist nämlich ziemlich albern, auf Gibberish zu schimpfen."</p><p>2. Gedanklich Abstand gewinnen</p><p>Wem das zu albern ist, dem rät Glück: "Zoomen Sie kurz aus der Situation und schauen Sie von außen auf das, was ist." Betrachten Sie sich selbst wie eine außenstehende Person: Da ist ein Mensch, dem gerade etwas wirklich Unangenehmes passiert ist. Natürlich darf er sich ärgern. </p><p>Mit etwas Abstand wird aber schnell klar: Das Ganze ist nur eine Momentaufnahme. Oft schafft der Blick in die Zukunft Distanz: Wir wissen, die Situation wird vorübergehen – und aus der Perspektive von übermorgen wirke sie oft schon deutlich weniger wichtig.</p><p>3. Den Blick auf das Gute richten</p><p>Drücken Sie nun gedanklich die Pausetaste und schauen Sie sich um: Was ist in Ihrer unmittelbaren Umgebung gerade gut, schön oder lustig? "Finden Sie mindestens drei Dinge und bleiben Sie für ein paar Momente dabei", rät Nanni Glück. Vielleicht ist es die Tasse Kaffee auf dem Schreibtisch oder die Sonne, die durchs Fenster scheint. </p><p>Positive Emotionen erweitern der Psychologin zufolge den Blickwinkel. So entstehen wieder neue Denk- und Handlungsspielräume, selbst wenn die Situation zunächst unverändert bleibt. "Aber Sie kommen wieder als der gelingende und erfolgreiche Mensch zurück, der Sie sind."</p><p>4. Auf die Gute-Laune-Liste zurückgreifen</p><p>Hat sich die Laune noch nicht gebessert, empfiehlt Glück den nächsten Schritt: "Widmen Sie sich etwas, das Ihnen wirklich Freude bereitet und Spaß macht." Hilfreich ist eine vorbereitete Liste mit mindestens zehn Dingen, die guttun. "Die Liste ist wichtig, denn in Momenten, in denen das Leben crasht, fällt Ihnen davon garantiert nichts ein", sagt die Trainerin. "Auf meiner ganz persönlichen Liste steht auf Platz 1: Luftpolsterfolie knallen lassen. Ich liebe das!", verrät sie.</p><p>Wichtig: Vermutlich wird man an einem miesen Tag, an dem ohnehin alles schiefläuft, keine Lust haben, sich etwas so Banalem wie Luftpolsterfolie zu widmen. "Machen Sie es trotzdem", betont Glück. "Ich verspreche Ihnen, spätestens nach ein paar Momenten übernimmt die Freude wieder die Oberhand." Vielleicht hat der Tag dann doch noch eine Chance, sich deutlich zu verbessern.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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