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    <title>GEO - Aktuelle Artikel</title>
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    <description>GEO.de erklärt mit aufwändigen Artikeln neue Trends in der Wissenschaft und liefert spektakuläre Reise- und Expeditionsberichte rund um den Globus</description>
    <language>de-DE</language>
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    <pubDate>Tue, 05 May 2026 03:15:50 GMT</pubDate>
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    <dc:publisher>geo.de</dc:publisher>
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      <title>Kanaren als mögliches Ziel: Hantavirus: Schiffspassagiere können vorerst nicht von Bord</title>
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      <description>Die Passagiere sind seit Wochen an Bord der "Hondius". Doch am ursprünglich geplanten Zielort kann ihre Kreuzfahrt nicht enden. Hintergrund ist der mutmaßliche Ausbruch eines Virus an Bord.</description>
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      <pubDate>Tue, 05 May 2026 02:52:04 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Passagiere sind seit Wochen an Bord der "Hondius". Doch am ursprünglich geplanten Zielort kann ihre Kreuzfahrt nicht enden. Hintergrund ist der mutmaßliche Ausbruch eines Virus an Bord.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Nach einem möglichen Ausbruch des Hantavirus auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff können dessen Passagiere nicht wie ursprünglich geplant auf Kap Verde von Bord gehen. Es gebe noch keinen gesicherten Zielort, eine Weiterfahrt in Richtung der Kanarischen Inseln werde aber geprüft, teilte der Schiffsbetreiber Oceanwide Expeditions mit. Für drei Personen sei eine medizinische Evakuierung über Kap Verde geplant, eine Inselgruppe vor der Westküste Afrikas. Aktuell liegt das Schiff dort vor dem Hafen von Praia.</p><p>Auf den Kanaren, etwa in Las Palmas auf Gran Canaria oder auf Teneriffa, könnten bei einer Landung weitere medizinische Untersuchungen stattfinden, erklärte die Reederei. Diese könnten unter Aufsicht durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und niederländische Gesundheitsbehörden stattfinden. "Dies muss noch bestätigt werden", schränkte die Reederei am späten Montagabend ein. Die Stimmung an Bord der "Hondius" sei "ruhig" und die knapp 150 Passagiere seien "insgesamt gefasst", hieß es.</p><p>Das Kreuzfahrtschiff mit 61 Besatzungsmitgliedern hatte sich vor einigen Wochen auf den Weg von Argentinien nach Kap Verde gemacht. Unterwegs kam es dann zu mehreren Todesfällen. Bislang sind drei Passagiere der "Hondius" gestorben, ein älteres niederländisches Ehepaar und ein Deutscher. </p><p>Bei der verstorbenen Niederländerin wurde das Hantavirus nachgewiesen, wie die Reederei unter Berufung auf die WHO erklärte. Ein weiterer Passagier ist laborbestätigt am Hantavirus erkrankt und wird auf einer Intensivstation in Südafrika behandelt. Zudem gibt es an Bord Hantavirus-Verdachtsfälle. Zwei Besatzungsmitglieder seien erkrankt, teilte die Reederei mit. </p><p>Infektion in der Regel über Kot von Nagetieren</p><p>Das Hantavirus kann bei Menschen zu Fieber und schweren Atemwegserkrankungen führen. Auch die Nieren nehmen häufig Schaden. Zu Infektionen kann es beim Kontakt mit den Ausscheidungen von Nagetieren kommen. In seltenen Fällen wird der Erreger laut WHO auch von Mensch zu Mensch übertragen.</p><p>Infizierte Nagetiere scheiden das Virus mit ihrem Kot, Urin oder Speichel aus, wie das Robert Koch-Institut erklärt. Menschen stecken sich üblicherweise durch aufgewirbelten Staub – etwa beim Aufräumen eines staubigen Schuppens oder Dachbodens – oder durch Bisse an. Ein Ausbruch auf einem Schiff ist ungewöhnlich.</p><p>Die WHO sieht jedenfalls kein größeres Risiko für die breite Öffentlichkeit. Die Organisation unterstützt nach eigenen Angaben die Passagiere und die Crew. Eine detaillierte epidemiologische Untersuchung sei im Gange.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Gefährlicher Erreger: Hantavirus-Ausbruch auf Schiff: Was wir wissen und was nicht</title>
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      <description>Nach einem Virus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik laufen die Ermittlungen. Drei Menschen sind gestorben. Die WHO stuft das Risiko für die breite Öffentlichkeit trotzdem als gering ein.</description>
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      <pubDate>Tue, 05 May 2026 02:03:04 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Nach einem Virus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik laufen die Ermittlungen. Drei Menschen sind gestorben. Die WHO stuft das Risiko für die breite Öffentlichkeit trotzdem als gering ein.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Nach einem möglichen Ausbruch des Hantavirus auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff im Atlantik sind drei Menschen gestorben, darunter auch ein deutscher Passagier, wie es aus dem Auswärtigen Amt hieß. Viele Fragen sind offen. Was wir wissen – und was nicht: </p><p>Was wir wissen</p><p>Es gibt mehrere Hantavirus-Verdachtsfälle, es handelt sich um Menschen, die alle an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Hondius" waren. Das Schiff war unterwegs von Argentinien nach Kap Verde. Drei Passagiere sind gestorben: Ein deutscher Staatsangehöriger starb laut dem Schiffsbetreiber Oceanwide Expeditions am Sonntag, zuvor im April starb bereits ein niederländisches Ehepaar – der Mann an Bord und die Frau auf ihrer Heimreise. Bei der Frau wurde nach Angaben der Reederei eine Variante des Hantavirus nachgewiesen, bei den übrigen Todesfällen ist ein Zusammenhang mit dem Hantavirus bislang noch nicht bestätigt.Ein weiterer Passagier ist laborbestätigt am Hantavirus erkrankt; er wird auf einer Intensivstation in Johannesburg behandelt.Zwei Crewmitglieder (ein Brite und ein Niederländer) zeigen Atemwegssymptome. Bei ihnen ist das Hantavirus nicht bestätigt.Die WHO stuft die Todesfälle und weitere Erkrankungen (außer dem bestätigten Fall) als Verdachtsfälle ein. Eine epidemiologische Untersuchung läuft.Die WHO schätzt das Risiko für die breite Öffentlichkeit als gering ein, Reisebeschränkungen werden nicht empfohlen. Ein Ausbruch auf einem Schiff gilt als ungewöhnlich, da Infektionen typischerweise über Kontakt zu Nagetieren erfolgen. Diese scheiden die Viren mit ihrem Kot, Urin oder Speichel aus. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist selten. Erkrankungen können laut WHO schwer verlaufen, sind aber in Deutschland selten. Die knapp 150 Gäste an Bord des Schiffs werden laut Reederei nicht am ursprünglich geplanten Zielort Kap Verde an Land gehen können. Für drei Menschen ist eine medizinische Evakuierung geplant. Das Schiff könnte dann mit den Passagieren an Bord Kurs auf die Kanaren nehmen. Dies sei aber noch nicht gesichert, erklärte Schiffsbetreiber Oceanwide Expeditions.</p><p>Was wir nicht wissen</p><p>Unklar ist, ob tatsächlich alle drei Todesfälle durch das Hantavirus verursacht wurden.Wie sich die laborbestätigt am Hantavirus Erkrankten angesteckt haben, ist unklar. Und auch, wie dies bei den weiteren möglichen Fällen passiert sein könnte. Auch offen ist, ob es weitere Infektionen unter Passagieren oder der Crew gibt. Bislang gebe es keine weiteren Personen, die Symptome zeigten, erklärte die Reederei.Zur Stimmung unter den Menschen an Bord gibt es kaum gesicherte Erkenntnisse. Der Schiffsbetreiber erklärt, die Stimmung sei "ruhig" und die Passagiere seien "insgesamt gefasst". Offen war zudem, wann und wie es für die an Bord verbliebenen Passagiere und die Crew genau weitergeht. Das Schiff befand sich zuletzt vor seinem Zielhafen auf Kap Verde. Eine laut Betreiber erwogene Weiterfahrt in Richtung der Kanarischen Inseln war zunächst nicht gesichert.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Beziehung: Attraktive Partner stärken die Liebe – und schwächen das Ego</title>
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      <description>Wer seinen Partner für einen echten Glücksgriff hält, ist oft zufriedener in der Beziehung. Doch eine neue Studie zeigt: Genau das kann am eigenen Selbstwert nagen</description>
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      <category>Liebe</category>
      <category>Partnerwahl</category>
      <category>Beziehung</category>
      <category>Glück</category>
      <category>Zufriedenheit</category>
      <pubDate>Mon, 04 May 2026 14:01:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wer seinen Partner für einen echten Glücksgriff hält, ist oft zufriedener in der Beziehung. Doch eine neue Studie zeigt: Genau das kann am eigenen Selbstwert nagen</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Schönheit verschafft Aufmerksamkeit. Wer auffällt, hat bei der Partnerwahl oft einen Vorteil. Das gilt in der Natur seit Jahrmillionen. Ein Pfau trägt nicht zufällig ein schillerndes Rad, Rothirsche kämpfen nicht grundlos mit gewaltigem Geweih. Auffälligkeit signalisiert Gesundheit, Stärke, gute Gene. Zumindest aus evolutionsbiologischer Perspektive.</p><p>Ganz entziehen können sich auch Menschen diesem Prinzip nicht. Attraktivität entfaltet eine unmittelbare Wirkung. Ein symmetrisches Gesicht, Charisma, beruflicher Erfolg, gesellschaftliches Ansehen: Manche Eigenschaften wecken Interesse, noch bevor wir einen Menschen wirklich kennengelernt haben. Psychologen fassen diese Mischung erstaunlich nüchtern unter einem Begriff zusammen: Mate Value. Also der wahrgenommene "Wert" eines Menschen auf dem Partnermarkt.</p><p></p><p>Doch was passiert, wenn wir glauben, in einer Beziehung die deutlich bessere Partie an unserer Seite zu haben? Wenn wir den anderen für attraktiver, charmanter oder schlicht für eine Klasse besser als uns selbst halten? Eine <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=6556807" class="external-link">Studie</a> von Forschenden der Helmut-Schmidt-Universität zeigt: Genau das kann Beziehungen stärken – und zugleich am eigenen Selbstwert kratzen.</p><h2>Wie attraktiv bin ich? Und wie begehrenswert ist mein Partner?</h2><p>Für ihre Untersuchung befragte das Team um Psychologin Viktoria Dochevska 78 heterosexuelle Paare. Die Teilnehmenden sollten einschätzen, wie attraktiv sie sich selbst als Partner wahrnehmen und wie hoch sie den "Partnerwert" ihres Gegenübers einstufen. Dabei ging es nicht allein um äußere Anziehungskraft, sondern auch um Persönlichkeit, Perspektiven im Leben und soziale Faktoren.</p><p>Das Ergebnis zeichnet ein bemerkenswertes Bild: Viele Menschen unterschätzen offenbar ihren eigenen Wert. Mehr als 70 Prozent der Befragten hielten sich selbst für weniger attraktiv, als ihr Partner sie einschätzte. Gleichzeitig blickten viele der Teilnehmenden auffallend wohlwollend auf ihr Gegenüber und sahen in ihm oder ihr erstaunlich oft die vermeintlich "bessere Partie".</p><p>Die Forschenden sprechen von "positiven Illusionen". Und vermuten dahinter eine Art psychologischen Beziehungskitt. Wer den Partner idealisiert, könnte sich stärker an ihn binden und die Beziehung unbewusst gegen Zweifel oder äußere Versuchungen absichern. Hinzu kommt ein weiterer Effekt: Wer spürt, dass der Partner einen selbst positiver wahrnimmt als man sich selbst, kann daraus Sicherheit ziehen. Das Gefühl, geliebt und begehrt zu werden, stabilisiert die Bindung.</p><p></p><p>Tatsächlich waren Menschen besonders zufrieden mit ihrer Beziehung, wenn sie ihren Partner als außergewöhnlich attraktiv und begehrenswert wahrnahmen. Wer glaubt, einen echten Glücksgriff gemacht zu haben, scheint seine Partnerschaft oft als besonders erfüllend zu erleben.</p><h2>Wer den Partner auf ein Podest stellt, fühlt sich oft unterlegen</h2><p>Doch dieser Mechanismus hat eine Kehrseite. Jene Probandinnen und Probanden, die ihre Partner als deutlich "wertvoller" wahrnahmen als sich selbst, berichteten häufiger von geringerem Selbstwertgefühl und stärkeren Selbstzweifeln. Der Grund könnte im ständigen Vergleich liegen: Wer den Partner auf ein Podest stellt, misst sich fast zwangsläufig an ihm. Und fühlt sich dadurch womöglich unterlegen.</p><p>Gerade weil die eigene Attraktivität als Partner ein wichtiger Teil des Selbstbildes ist, kann ein vermeintlich "überlegener" Partner das Ego unter Druck setzen. Der Stolz darüber, von einem begehrten Menschen gewählt worden zu werden, scheint schwächer zu wirken als der nagende Vergleich mit dessen vermeintlichen Vorzügen. Hinter dem Glück über den "guten Fang" kann sich dann ein Bedenken verbergen: Bin ich eigentlich gut genug?</p><p>Umgekehrt zeigte sich: Jene, die auch sich selbst als attraktiven Partner wahrnehmen, verfügen tendenziell über ein stabileres Selbstwertgefühl. Die glücklichsten Beziehungen könnten also jene sein, in denen sich beide Partner ein Stück weit gegenseitig idealisieren. Ohne sich selbst dabei kleiner zu machen.</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Rainer Harf</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Muskel- und Gelenkbeschwerden: Diagnose Kieferschmerz: Was bei einer „CMD“ wirklich hilft | GEOplus</title>
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      <description>Viele Menschen leiden unter Kieferschmerz. Doch ist diese "Craniomandibuläre Dysfunktion" (CMD) auch verantwortlich für Migräne, Schwindel oder Tinnitus? Ein Mediziner klärt auf</description>
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      <category>Zahngesundheit</category>
      <category>Gesundheit</category>
      <category>Medizin</category>
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      <pubDate>Mon, 04 May 2026 12:52:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Bernhard Albrecht</dc:creator>
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      <title>Unter anderem für Dubai: Reisewarnung aufgehoben: Was das für Urlauber bedeutet</title>
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      <description>Für die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und andere Länder im Nahen Osten gilt nicht mehr die höchste außenamtliche Warnstufe. Das hat Auswirkungen auf Flüge und Reisen.</description>
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      <pubDate>Mon, 04 May 2026 12:29:06 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Für die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und andere Länder im Nahen Osten gilt nicht mehr die höchste außenamtliche Warnstufe. Das hat Auswirkungen auf Flüge und Reisen.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Das Auswärtige Amt hat seit Ende Februar bestehende Reisewarnungen für mehrere Golfstaaten aufgehoben. Darunter sind die Vereinigten Arabischen Emirate mit den Metropolen Dubai und Abu Dhabi. Was heißt das für Reisende? Antworten auf wichtige Fragen:</p><p>Was hat sich geändert?</p><p>Das Auswärtige Amt warnt nicht mehr vor Reisen in folgende Staaten: Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Oman, Katar, Bahrain und Jordanien. Doch es rät weiterhin "dringend" von Reisen in diese Länder ab. Die Sicherheitslage in der Region bleibe höchst volatil, eine erneute Verschärfung samt erheblicher Einschränkungen des Flugverkehrs könne nicht ausgeschlossen werden. </p><p>Hintergrund ist der Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran – aktuell gilt eine Waffenruhe.</p><p>Was ist nun der Unterschied?</p><p>Reisewarnungen werden ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, "dass jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht", so das Auswärtige Amt. Sie haben mehr Gewicht als ein Sicherheitshinweis wie das dringende Abraten, der nun gilt. </p><p>Welche praktischen Folgen hat das?</p><p>Zwar ist eine Reisewarnung kein Reiseverbot, doch Reiseveranstalter bieten in aller Regel keine Reisen in Länder an, für die so eine Warnung gilt. </p><p>Jetzt, wo die höchste Warnstufe aufgehoben wurde, könnten die Reiseveranstalter selbst entscheiden, ob Pauschalreisen in diese Regionen angeboten und durchgeführt werden, teilte der Deutsche Reiseverband mit. Das gilt auch für Transitflüge über Drehkreuze wie Dubai, Abu Dhabi oder Doha in Katar. Bei Rückfragen zu Pauschalreisen mit Umstiegen in diesen Ländern sollten sich Reisende an den Veranstalter oder ihr Reisebüro wenden.</p><p>Mit der Aufhebung der Reisewarnungen für Ziele im Nahen Osten werden Reisen dorthin wieder aufgenommen, Buchungen seien damit wieder möglich, heißt es von Deutschlands größtem Reiseveranstalter Tui. Und weil die großen Flughäfen in der Golfregion zahlreiche Umsteigeverbindungen nach Asien und zu Zielen im Indischen Ozean bieten, verbessert sich laut einem Tui-Sprecher durch die aufgehobenen Warnungen auch wieder die Anbindung Richtung Osten.</p><p>Für Urlauber stellt sich die Frage: Was ist, wenn eine schon länger gebuchte Reise nach Dubai oder in den Oman oder ein Urlaub mit einem Umsteigeflug an einem der Drehkreuze zeitnah durchgeführt werden soll - und ich mich trotzdem nicht gut dabei fühle, diese Reise anzutreten?</p><p>Ich will nicht in die Region reisen oder dort umsteigen - und nun?</p><p>Bei einer Reisewarnung ist diese Frage noch einfach zu beantworten: Dann können Urlauber in aller Regel von selbst ohne anfallende Stornierungskosten vom Reisevertrag zurücktreten – die Reisewarnung gilt als "starkes Indiz", dass die Pauschalreise oder auch der Flug an das Reiseziel von unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umständen erheblich beeinträchtigt wird, erklärt Reiserechtler Paul Degott.</p><p>Mit Blick auf den jetzt geltenden Sicherheitshinweis sagt der Anwalt: "Ob sich dieses starke Indiz nun maßgeblich abgeschwächt hat, wenn das Auswärtige Amt von einer Reisewarnung zu einem dringenden Abraten kommt, sehe ich nicht."</p><p>Wenn man die Reise kurzfristig absagt und den Reisepreis vom Veranstalter zurückverlangt, müsste man ohnehin noch näher begründen, warum man das tut. Die Hinweise des Auswärtigen Amtes seien als "amtliche Meinung, was die Sicherheitslage in den betreffenden Ländern angeht", dann ein Teil davon, so Degott. Weitere Belege könnten etwa Presseberichte sein.</p><p>Der Rechtsanwalt rät aber, im Zweifel das Gespräch mit dem Veranstalter zu suchen. Zum Beispiel bei einer Pauschalreise mit Flug nach Fernost – ob Umstiege an einem der Golfdrehkreuze geplant sind und ob es im Zweifel auch anders gehen könnte.</p><p>Der Deutsche Reiseverband betonte in seiner Mitteilung: Die Entscheidung, welche Reisen und Flüge Veranstalter ihren Kunden anbieten, erfolge unter Beachtung der Fürsorgepflichten, die sie haben.</p><p>Gilt das alles auch für Einzelbuchungen?</p><p>Nein, darauf haben die Einschätzungen des Auswärtigen Amtes keinen Einfluss. Wer etwa mit Etihad oder Qatar Airways Flüge in oder über diese Länder bucht, muss das Risiko selbst einschätzen und tragen. Das gilt auch für Hotelbuchungen, die man einzeln getätigt hat.</p><p>Dann gilt: Kann die Dienstleistung, also der Flug oder die Übernachtung, angeboten werden, muss man sie in Anspruch nehmen – oder eben die Stornierungskosten tragen, die bei einer Absage womöglich anfallen.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Auf richtige Standards achten: Schützt auch gebrauchte UV-Kleidung mein Kind?</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/gesundheit/auf-richtige-standards-achten--schuetzt-auch-gebrauchte-uv-kleidung-mein-kind--37366544.html</link>
      <description>Wie sicher ist gebrauchte UV-Kleidung für Kinder wirklich? Worauf Eltern beim Kauf achten sollten, um den Sonnenschutz nicht zu riskieren.</description>
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      <pubDate>Mon, 04 May 2026 11:18:15 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wie sicher ist gebrauchte UV-Kleidung für Kinder wirklich? Worauf Eltern beim Kauf achten sollten, um den Sonnenschutz nicht zu riskieren.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Mit spezieller UV-Kleidung sind Kinder beim Spielen am Strand oder Pool gut vor der Sonne geschützt. Doch oft sind die Anzüge, Hosen und Shirts mit UV-Schutzfaktor nicht gerade günstig. Können Eltern sich auch bei gebrauchter UV-Kleidung noch auf die Schutzfunktion verlassen? </p><p>Der auf der Kleidung angegebene UV-Schutzfaktor (auch: UPF für "Ultraviolet Protection Factor") zeigt, wie groß deren Schutzwirkung ist. Er bezieht sich allerdings auf die fabrikneue Kleidung, berichtet die Zeitschrift "Apotheken Umschau Eltern" (Ausgabe 05/2026). Mehrfaches Waschen könne die Schutzwirkung bereits mindern. Schon wenn ein UV-Shirt gedehnt wird, lasse es mehr Strahlung durch.</p><p>Auf strengen Standard achten</p><p>Eltern sollten deshalb nicht allein auf den UV-Schutzfaktor achten. Sondern generell auch auf den "strengen UV-Standard 801", rät die Verbraucherschützerin Heike Silber in der Zeitschrift. Das gilt gerade dann, wenn sie gebrauchte Sonnenschutzkleidung für ihre Kinder kaufen wollen</p><p>Bei diesem Prüfsiegel wird UV-Kleidung auch unter praxisnahen Bedingungen getestet – also unter anderem im nassen, gedehnten und gewaschenen Zustand. "Was dann immer noch richtig vor der Sonne schützt, wird mit dem Lichtschutzfaktor nach UV-Standard 801 ausgezeichnet", erklären die Verbraucherzentralen online. </p><p>Bei anderen gängigen Standards müsse man hingegen davon ausgehen, dass der UV-Schutzfaktor nur für das unbenutzte Kleidungsstück gilt. Hier wird die Schutzwirkung nur am trockenen, ungedehnten Textil im Neuzustand gemessen.</p><p>Der richtige UV-Schutzfaktor </p><p>Dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) zufolge sollte die Sonnenschutzkleidung neben dem UV-Standard 801 einen UV-Schutzfaktor (UPF) von mindestens 30 haben. Je nach Höhe des UV-Index am jeweiligen Tag - also der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung - und dem Hauttyp des Kindes könne auch Kleidung mit UPF 80 erforderlich sein.</p><p>Der UPF ist mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) von Sonnencremes vergleichbar: Er beschreibt, um wie viel länger man sich mit einem geprüften Sonnenschutztextil in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand davonzutragen. In beiden Fällen gilt: je höher der Wert, desto besser der Schutz.</p><p>Ein hoher Schutzfaktor ist aber nicht allein entscheidend. Wichtig ist vor allem, dass möglichst viel Haut durch Kleidung bedeckt ist – und dass unbedeckte Stellen zusätzlich mit Sonnencreme geschützt sind.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Stauprognose: Reibungslos läuft es auf den Autobahnen - mit Ausnahmen</title>
      <link>https://www.geo.de/reisen/stauprognose--reibungslos-laeuft-es-auf-den-autobahnen---mit-ausnahmen-37366426.html</link>
      <description>Schulferien in Hamburg und Frühlingsfeste sorgen für mehr Verkehr. Richtung Nord- und Ostsee wird's voller. Wo ACE und ADAC Staus und Engpässe in Deutschland, Österreich und der Schweiz erwarten.</description>
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      <pubDate>Mon, 04 May 2026 10:53:51 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Schulferien in Hamburg und Frühlingsfeste sorgen für mehr Verkehr. Richtung Nord- und Ostsee wird's voller. Wo ACE und ADAC Staus und Engpässe in Deutschland, Österreich und der Schweiz erwarten.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Nach dem langen, auf den Straßen zuweilen quirligen ersten Maiwochenende dürfte das kommende (8. bis 10. Mai) in der Regel entspannter ablaufen. Allerdings gibt es Ausnahmen: Die Routen Richtung Nord- und Ostsee füllen sich voraussichtlich stärker, weil in Hamburg Schulferien beginnen, so der Auto Club Europa (ACE). Daneben dürfte es vor allem bei schönem Frühlingswetter viel Ausflugsverkehr rund um die Naherholungsgebiete geben.</p><p>Am Freitag ist ab dem frühen Mittag mit mehr Verkehr durch Feierabend- und Wochenendpendlerverkehr zu rechnen. Das macht sich vor allem rund um die Ballungsräume bemerkbar, speziell im Norden rund um Hamburg und auf den Routen zu den Küsten.</p><p>Am Samstag erwarten der ACE und der ADAC ein leicht bis moderat erhöhtes und spürbares Reiseverkehrsaufkommen. Am ehesten dürfte es im Bereich von Baustellen oder wegen Pannen und Unfällen Probleme geben.</p><p>Tagesausflügler und regionale Feste sorgen für mehr Verkehr</p><p>Am Sonntag könnten sich dann viele Tagesausflügler auf den Weg in die Naherholungsgebiete machen. Auch Familienbesuche stehen bei vielen auf dem Programm, denn der 10. Mai ist Muttertag. Ab dem späten Nachmittag füllen sich voraussichtlich die entsprechenden Rückreiserouten, es wird aber nur mit vereinzelten Verzögerungen gerechnet. </p><p>Zudem sorgen regionale Feste in und um verschiedene Metropolen für volle Straßen. So laufen etwa der Hafengeburtstag in Hamburg, der Cannstatter Wasen in Stuttgart und das Münchner Frühlingsfest.</p><p>Der ACE und der ADAC erwarten auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):</p><p>A 1Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – KölnA 2Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – MagdeburgA 3Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt und Linz – PassauA 4Heerlen/Aachen – Köln – Olpe und Chemnitz – Dresden – GörlitzA 5Hattenbacher Dreieck – Frankfurt/Main – Karlsruhe – BaselA 6Mannheim – Heilbronn – NürnbergA 7Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel und Ulm – Füssen/ReutteA 8Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – SalzburgA 9Berlin – Halle/LeipzigA 10Berliner RingA 45Dortmund – Hagen – GießenA 59Düsseldorf – Köln – BonnA 61Ludwigshafen – Koblenz – MönchengladbachA 81Heilbronn – StuttgartA 93Kiefersfelden – RosenheimA 96München – LindauA 99Autobahnring München</p><p>Für wichtige Transitstrecken in Österreich erwarten die Verkehrsclubs eine angespannte Lage, Staus sind einzuplanen. Unter anderem gilt das für die Tauern- (A 10) und die Inntal-Autobahn (A 12). </p><p>Am Freitag und Samstag liegt der Schwerpunkt eher in südlicher Richtung. Am Samstagnachmittag und Sonntag füllen sich die Routen verstärkt gen Norden. Zudem dürften sich am Sonntag viele Ausflügler auf den Weg machen. </p><p>Probleme drohen weiterhin auf wichtigen Autobahnen durch Baustellen. Das gilt etwa für die Brennerautobahn (A 13) aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Daher kann es gerade zu Stoßzeiten immer wieder zu Verzögerungen und Staus kommen. Zudem steht laut ADAC vom 4. bis 9. Mai tagsüber in beiden Fahrtrichtungen jeweils nur eine Fahrspur zur Verfügung. Insbesondere zu verkehrsstarken Zeiten seien Staus wahrscheinlich. Der ADAC stellt online weitere Informationen bereit.</p><p>Auch auf dem nicht mehr grundsätzlich gesperrten Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen.</p><p>Wartezeiten an den Grenzen sind weiter möglich</p><p>Wegen der stichprobenhaften Einreisekontrollen an der deutschen Grenze kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.</p><p>Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Website der Asfinag ansehen.</p><p>In der Schweiz geht es meist reibungslos</p><p>In der Schweiz rechnet der ACE mit Ausnahme des Berufsverkehrs am Freitag mit einem moderaten Verkehrsaufkommen, auch auf der Gotthardroute (A 2). Vor dem Tunnel bleiben die Wartezeiten "in der Regel kurz und beschränken sich auf die Stoßzeiten", also den Freitagnachmittag (Süden) und den Sonntagnachmittag (Norden).</p><p>Der ADAC zählt neben der Gotthardroute noch folgende Strecken "zu den staugefährdeten Routen":</p><p>A 1 Bern – Zürich – St. MargrethenA 3 Basel – Zürich – Chur</p><p>                   ASFINAG-Reisezeiten                           ADAC-Infos zur Sanierung der Lueg-Brücke auf der Brennerautobahn                           ADAC-Infos zur Situation auf der Reschenpass-Route               </p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Freigesetzter Buckelwal: Experten: GPS-Sender liefern keine Vitalzeichen</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/freigesetzter-buckelwal--experten--gps-sender-liefern-keine-vitalzeichen-37366396.html</link>
      <description>Raus ist der Wal - doch wo er steckt, ist weiter völlig unklar. Ein Unding - gerade auch mit Blick auf Lehren für die Zukunft, meinen Experten. Auch Zweifel an bestimmten Angaben werden laut.</description>
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      <pubDate>Mon, 04 May 2026 10:39:46 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Raus ist der Wal - doch wo er steckt, ist weiter völlig unklar. Ein Unding - gerade auch mit Blick auf Lehren für die Zukunft, meinen Experten. Auch Zweifel an bestimmten Angaben werden laut.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Der am freigesetzten Buckelwal befestigte Sender schicke keine Ortsdaten, aber Vitalzeichen des Tiers - an dieser Aussage der privaten Initiative hinter dem Transport mehren sich die Zweifel von Experten. Zwar sei das konkrete Modell nicht bekannt, ein GPS- oder Satellitentracker liefere aber üblicherweise keine Vitalzeichen im medizinischen Sinne, hieß es vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). "Echte Vitalparameter würden spezielle Sensorik voraussetzen."</p><p>Auch Thilo Maack von der Naturschutzorganisation Greenpeace hatte gesagt, ein GPS-Tracker erfasse und übermittle keine Vitaldaten. Welcher Sendertyp konkret verwendet worden sein soll, teilten auf Anfrage weder die Initiative, Jeffrey Foster vom beteiligten Whale Sanctuary Project noch das in die Prüfung der Aktion eingebundene Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns mit. Dem Ministerium lägen noch keine Daten vor, hieß es am Montag lediglich. Man warte noch.</p><p>Nach Angaben der Kleintierärztin Kirsten Tönnies von der Privatinitiative wurde der Tracker am Tier festgeschraubt. Üblicherweise werde der Sender mittels Durchstich an der Rückenfinne befestigt, da er nur an der Wasseroberfläche, also oben am Tier angebracht, Daten liefere, erklärte der Meeresbiologe Boris Culik, früher beim Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Ein so befestigter Tracker könne gar keine Vitaldaten wie Herz- und Atemfrequenz ermitteln, erklärte Maack.</p><p>Sender wurde anders als üblich nicht getestet</p><p>Getestet worden sei der Tracker vor dem Freisetzen nicht noch mal, hatte Tönnies auch gesagt. Aus Expertensicht ist das sowohl unüblich als auch unverständlich. "Eine Funktionsprüfung vor dem Einsatz wäre aus fachlicher Sicht üblich und zu erwarten gewesen", hieß es vom ITAW. "Wenn sich bewahrheitet, dass der Peilsender keine Daten liefert, wäre das eine Katastrophe, auch für das Rettungsteam", meint der Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter. Es habe schon genug Anlässe gegeben, an der Professionalität des Teams zu zweifeln - dies wäre der folgenschwerste. "Man muss hier wirklich von Fahrlässigkeit sprechen."</p><p>Die Allgemeinheit soll das Schicksal des Wals ohnehin nicht verfolgen können: Die Informationen würden nur den Teammitgliedern und dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt, hatte die Initiative schon im Vorfeld der Freisetzung erklärt. Es sei "sehr seltsam und unprofessionell", solche Informationen nicht öffentlich zugänglich zu machen, meint der dänische Meeresbiologe Peter Madsen von der Universität Aarhus.</p><p>Erfolg oder nur Tierquälerei?</p><p>Sollte es weiterhin keine Daten geben, könnte das Schicksal des Wals für immer ungeklärt bleiben. "Ohne zu wissen, wo sich das Tier befindet, und ohne zu wissen, dass es sich bewegt, lässt sich unmöglich sagen, ob es tot ist - womit die gesamte Aktion umsonst und Tierquälerei gewesen wäre", sagte Madsen. Genauso ließe sich nie sagen, dass es noch lebt. "So oder so hat die Öffentlichkeit ein Recht darauf, dies zu erfahren."</p><p>Ohne Daten lasse sich die gesamte Mission nicht als erfolgreich oder fehlgeschlagen bezeichnen, betonte auch Ritter. "Das kann sich das Team nicht wünschen und es wäre auch für die deutsche und internationale Öffentlichkeit eine bittere Erkenntnis."</p><p>Der mehrfach an Ostsee-Küsten gestrandete Buckelwal war am Samstagmorgen ins Meer gesetzt worden. Bisher ist unbekannt, ob er noch lebt, wie es ihm geht und ob und in welche Richtung er schwimmt. Experten von Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Raus in den Garten: Tomaten pflanzen: Was Sie zu Abhärtung, Standort und Pflege wissen sollten</title>
      <link>https://www.geo.de/natur/tomaten-pflanzen--alles-rund-um-standort-und-pflege-37351042.html</link>
      <description>Wann ist der beste Zeitpunkt, um Tomaten zu pflanzen? Welche Rolle spielt der Standort? Wie gießt und düngt man richtig? Die besten Tipps für eine reiche Ernte</description>
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      <category>Selbstversorgung</category>
      <category>Garten</category>
      <category>Tomaten</category>
      <category>Ratgeber</category>
      <category>Pflanzen</category>
      <category>Nachhaltigkeit</category>
      <pubDate>Mon, 04 May 2026 09:47:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wann ist der beste Zeitpunkt, um Tomaten zu pflanzen? Welche Rolle spielt der Standort? Wie gießt und düngt man richtig? Die besten Tipps für eine reiche Ernte</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Der Mai ist angebrochen und die vorgezogenen oder gekauften Tomaten an der sonnigen Fensterbank werden langsam zu groß für ihre Töpfe. Nun ist es Zeit, die Setzlinge an das Draußen zu gewöhnen, damit sie bald in Garten, Topf oder Gewächshaus umziehen können. Gärtnerinnen und Gärtner sprechen vom "Abhärten".</p><h2 class="anchor">Warum müssen Tomaten vor dem Pflanzen abgehärtet werden?</h2><p>Tomaten werden in unseren Breiten in beheizten Räumen ab März vorgezogen. So haben sie beim Auspflanzen im Mai einen Wachstumsvorsprung von mehreren Wochen. Wind, Sonne und Regen lernen die Pflänzchen drinnen aber nie kennen. Selbst wenn sie nicht unter Kunstlicht, sondern an einem Südfenster standen, sind sie keine direkte Sonne gewöhnt. Denn das Glas filtert fast die gesamte UV-Strahlung heraus.</p><p></p><p>Für Tomaten ist es daher ein Schock, wenn sie ohne Eingewöhnung einfach ins Freie gestellt werden. Temperaturschwankungen, Sonnenbrand, Windböen, Hitzestress können den Tod bedeuten oder zumindest einen tage- bis wochenlangen Wachstumsstopp. Selbst im Gewächshaus. Um das zu verhindern, härtet man ab.</p><h2 class="anchor">Wie härtet man Tomaten richtig ab?</h2><p>Ideal ist eine langsame Abhärtung über 7-14 Tage, sofern die Tomaten im Freien wachsen sollen. Bei Gewächshaustomaten reicht eine Woche. Zum Abhärten werden die Jungpflanzen ab <strong>Anfang Mai</strong> jeden Tag ein bisschen länger nach draußen gestellt. Wichtig ist dabei, dass die <strong>Temperatur konstant über 10 Grad Celsius</strong> liegt.</p><p></p><p>Das Abhärten ist keine exakte Wissenschaft, es kommt vor allem darauf an, den Pflanzen je nach Verfassung nicht zu schnell zu viel zuzumuten. Ein Schema über 10 Tage im Freien könnte zum Beispiel so aussehen:</p><ul class="rte--list"><li><strong>Tag 1:</strong> Standort windstill, vollschattig; 1 Stunde</li><li><strong>Tag 2:</strong> Standort windstill, vollschattig; 2-3 Stunden</li><li><strong>Tag 3:</strong> Standort windstill, vollschattig; 3-4 Stunden</li><li><strong>Tag 4:</strong> Standort mit leichter Brise, Halbschatten mit Morgen- oder Abendsonne; 4-5 Stunden</li><li><strong>Tag 5:</strong> Standort mit leichter Brise, Halbschatten mit Morgen- oder Abendsonne; 6-8 Stunden</li><li><strong>Tag 6:</strong> Standort mit leichter Brise, Halbschatten mit Morgen- oder Abendsonne; ganzer Tag – und Nacht, wenn Temperatur über 10 Grad</li><li><strong>Tag 7:</strong> Standort sonnig, Mittagssonne mit einem Vlies abschirmen; ganzer Tag – und Nacht, wenn Temperatur über 10 Grad</li><li><strong>Tag 8-10:</strong> finaler Standort sonnig, bei sichtbarem Hitzestress Mittagssonne mit einem Vlies abschirmen; ganzer Tag – und Nacht, wenn Temperatur über 10 Grad</li></ul><p>Damit man die Tomaten in der Hektik des Alltags nicht einfach draußen vergisst, empfiehlt es sich, einen <strong>Wecker zu stellen</strong>.</p><p></p><p>Vergeilte (in die Höhe geschossene) Pflanzen sollten <strong>an einen Stab gebunden</strong> werden, damit sie im Wind nicht umkippen und abknicken.</p><p>Und das G<strong>ießen</strong> nicht vergessen: Tomaten verdunsten im Freien mehr Wasser und haben den Vorrat in ihren kleinen Töpfen schnell aufgebraucht. Am besten täglich und bei starker Hitze auch zwischendurch reichlich Wasser in einen Untersetzer gießen und Tomaten hineinstellen. Flüssigkeit, die nach zehn Minuten nicht aufgenommen wurde, abschütten. Auf keinen Fall mit dem Schlauch von oben bespritzen. Auch <strong>Regen </strong>gilt es so lange wie möglich zu vermeiden, da Nässe auf den Blättern Pilzkrankheiten fördert.</p><p>Eine der größten Gefahren für junge Tomaten ist <strong>Sonnenbrand</strong>. Er zeigt sich durch silbrig-weiße Flecken auf den Blättern. Sonnenbrand bringt die Tomate meist nicht um, schwächt die Pflanze aber und wirft sie im Wachstum zurück, da sie erst neue Blätter bilden muss.</p><p></p><h2 class="anchor">Wann dürfen Tomaten in Beet oder Topf?</h2><p>Sobald die Temperaturen auch nachts konstant über <strong>10 Grad Celsius</strong> liegen, können die abgehärteten Tomaten ausgepflanzt werden. Das ist im Freiland normalerweise Mitte Mai der Fall, wenn die <strong>Eisheiligen</strong> vorbei sind. Vor diesem Stichtag kann es noch zu Nachtfrösten kommen.</p><p></p><p>Durch den Klimawandel verschiebt sich das letzte Frostdatum allerdings immer weiter nach vorn. Bei einer längeren Hitzeperiode Anfang Mai kann auch schon früher ausgepflanzt werden. Ebenso wenn man ein (beheiztes) Gewächshaus hat, das die Temperatur auch in der Nacht bei über 10 Grad Celsius hält.</p><p>Natürlich kann auch später als Mai gepflanzt werden, beispielsweise im Juni. Die Wachstums- und Ernteperiode verkürzt sich dann aber entsprechend.</p><h2 class="anchor">Tomaten pflanzen: So geht's</h2><p>Zum Auspflanzen befüllt man einen Topf (mindestens 15 Liter) mit <strong>gedüngter Erde oder Kompost</strong> oder hebt ein Loch im Garten aus. Der Boden sollte gelockert, humos, mit Kompost vorgedüngt (drei bis fünf Liter pro Quadratmeter) und nicht zu kompakt und lehmig sein, da sich sonst Staunässe bildet und die Wurzeln nicht wachsen. Im Topf verhindert man Staunässe, indem man Drainagematerial wie Blähton oder Perlit in die Erde mischt. Die oft empfohlene Blähtonschicht unten im Topf ist dagegen kontraproduktiv.</p><p></p><p>Die Tomaten werden je nach Größe bis zu den länglichen <strong>Keimblättern</strong> eingegraben. In die Höhe geschossene Tomaten können aber ruhig noch tiefer gesetzt werden. Sie bilden am Stängel neue Wurzeln (Adventivwurzeln). Blätter, die den Boden berühren, entfernen.</p><p><strong>Verfilzte Wurzeln</strong> mit den Händen vorsichtig lockern und bei starker Verwachsung mit einer sterilen Schere behutsam einkürzen. Nach dem Pflanzen <strong>gründlich wässern</strong>.</p><h2 class="anchor">Welcher Standort ist für Tomaten geeignet?</h2><p>Der Standort<strong> </strong>sollte gen <strong>Süden</strong> liegen, damit die Tomaten möglichst viel Sonne bekommen. Vorsicht ist jedoch an Extremstandorten geboten, etwa einem Südbalkon ohne Schatten, auf dem sich die Hitze staut. Hier können selbst sonnenhungrige Tomaten zu viel bekommen. Lassen sie in der Mittagszeit die Blätter hängen, hilft Verschattung. Hat man keinen sonnigen Platz zur Verfügung, können Tomaten auch im Halbschatten gedeihen, der Ertrag fällt aber häufig geringer aus.</p><p>Ein <strong>regengeschützter Standort</strong> im Gewächshaus oder unter einem Vordach ist für Tomaten ideal. Nasse Blätter fördern die Ausbreitung der <strong>Kraut- und Braunfäule</strong>, die häufig die Tomatenernte vorzeitig beendet. Dennoch können Tomaten im Freiland angebaut werden, wenn man darauf achtet, dass es sich um freilandtaugliche Sorten handelt.</p><p></p><p><strong>Starken Wind</strong> vertragen Tomaten weniger. Gleichwohl ist es von Vorteil, wenn ab und zu ein Lüftchen weht, damit nasse Blätter schneller abtrocknen.</p><p>Je weiter die Pflanzen voneinander entfernt stehen, desto besser. Die Faustregel sind mindestens <strong>50 Zentimeter Pflanzabstand</strong>. Denn Tomaten konkurrieren nicht nur um Licht und Nährstoffe, sondern stecken sich auch gegenseitig mit Krankheiten an. Das gleiche gilt für Kartoffeln, die wie Tomaten Nachtschattengewächse sind. Wer im Vorjahr mit Tomatenkrankheiten zu kämpfen hatte, kann probieren, einen anderen Standort zu wählen oder die Erde oberflächlich austauschen.</p><h2 class="anchor"><strong>Ausgeizen oder nicht? Unterschiede zwischen Buschtomate und Stabtomate</strong></h2><p>Bei Buschtomaten muss man nichts weiter tun. Sie wachsen von allein in kompakter buschiger Form. Die allermeisten Tomatensorten sind aber Stabtomaten, die zum Wachsen eine Stütze, eine <strong>Rankhilfe </strong>oder ein Geländer brauchen. Im Gewächshaus reicht eine aufgerollte Schnur, die vom Dach herabgelassen und um die Tomate gewickelt wird. Das hat zudem den Vorteil, dass die Tomate unbegrenzt nach oben weiterwachsen kann. Dazu einfach die Schnur regelmäßig ein Stück entrollen und den Stängel in Bodennähe entblättern und kreisförmig auf der Erde ablegen.</p><p></p><p>Wachsen Stabtomaten dicht verzweigt, kann das den Fruchtertrag mindern und Krankheiten fördern. Deshalb sollten bis auf ein, zwei Haupttriebe alle Seitentriebe entfernt, sprich "<strong>ausgegeizt</strong>" werden. Dies erfordert eine wöchentliche Kontrolle, da Tomaten ständig neue Nebentriebe bilden. Wer Bedarf an weiteren Pflanzen hat, kann die Geiztriebe einfach wieder einpflanzen.</p><p>Unabhängig von der Tomatensorte wird häufig empfohlen, regelmäßig <strong>ältere Blätter zu entfernen</strong>. Insbesondere, wenn sie in Bodennähe wachsen, bereits fleckig sind oder erste Anzeichen der Kraut- und Braunfäule zeigen. Dabei auf sterile Hände und Werkzeuge achten. Auch durch verunreinigtes Werkzeug können sich Krankheiten von einer auf die nächste Pflanze übertragen.</p><h2 class="anchor">Wie werden Tomaten gedüngt?</h2><p>Tomaten sind Starkzehrer, brauchen also reichlich Nährstoffe. Wer sichergehen will, kann zusätzlich zum Kompost schon beim Pflanzen Schafwollpellets, Hornspäne oder mineralischen <strong>Langzeitdünger</strong> zu den Tomaten geben und oberflächlich einarbeiten.</p><p>Zu Beginn der Blüh- und Fruchtperiode wird mit einem <strong>flüssigen Tomaten- oder Gemüsedünger </strong>nach Packungsanweisung, in der Regel wöchentlich, nachgedüngt. Dieser sollte reich an Kalium und Magnesium sein, sowie Phosphor enthalten. Reine Stickstoffdünger fördern nur das Blattwachstum, nicht aber die Fruchtbildung.</p><p></p><p>Wer es ganz genau wissen will, führt eine <strong>Bodenanalyse</strong> durch, um den Gehalt an Kalium, Magnesium, Phosphor und Stickstoff zu bestimmen und gezielt nachzudüngen. Für eine optimale Nährstoffaufnahme sollte das Verhältnis von Kalium zu Magnesium bei 3:1 liegen.</p><p>Im Hobbygarten oder gar auf dem Balkon ist das allerdings kaum machbar. Daher wird häufig pauschal empfohlen, zusätzlich vor der Pflanzung etwas <strong>Kalimagnesium</strong> (Packungsangabe beachten) gleichmäßig oberflächlich in den Boden einzuarbeiten. Im Topf lieber weniger als mehr. </p><p>Bei Mangelerscheinungen kann vorsichtig nachgedüngt werden:</p><ul class="rte--list"><li>Helle Blätter und Kümmerwuchs weisen auf einen Stickstoffmangel hin</li><li>Braune Blattränder und Grünkrägen an den Früchten können auf Kaliummangel hindeuten</li><li>Aufhellungen zwischen den Blattadern älterer Blätter können ein Zeichen für Magnesiummangel sein</li></ul><h2 class="anchor">Tomaten richtig gießen und "erziehen"</h2><p>Einer der häufigsten Fehler in der Tomatenkultur ist <strong>falsches Gießen</strong>. Zum einen sollte man Tomaten nie von oben, sondern immer nur von unten gießen. Denn Spritzwasser und auch Regen wirbeln Pilzsporen auf, die wiederum auf nassen Blättern gedeihen. Ideal ist eine gleichmäßige Tröpfchenbewässerung.</p><p></p><p>Wer keine automatische Bewässerung hat, für den kann es sich lohnen, die Tomaten zu<strong> erziehen</strong>. Dazu nur zwei- bis dreimal die Woche durchdringend gießen. Gegebenenfalls einen Gießring mit etwas Abstand von der Tomate verwenden, wenn das Wasser wegläuft. Auf diese Weise dringt Feuchtigkeit in tiefere Bodenschichten und bildet dort ein Reservoir. Die Wurzeln wachsen hinterher und bedienen sich nach Bedarf.</p><p>Eine zentimeterdicke <strong>Mulchschicht</strong> aus Pflanzenresten oder Rasenschnitt minimiert zusätzlich die Verdunstung und verlängert die Periode, in der die Tomaten ohne Gießen auskommen. Nur im Topf funktioniert Erziehung nicht, da die Pflanzen nicht tief genug wurzeln können.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Maria Kirady</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Infektionsgefahr: Hantavirus: Nager und Staub sind das Problem</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/gesundheit/infektionsgefahr--hantavirus--nager-und-staub-sind-das-problem-37365758.html</link>
      <description>Man muss nicht auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs sein, um mit dem Hantavirus in Kontakt zu kommen. Es kann schon ein wenig Gartenarbeit ausreichen. Wie man sich schützt.</description>
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      <pubDate>Mon, 04 May 2026 09:10:52 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Man muss nicht auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs sein, um mit dem Hantavirus in Kontakt zu kommen. Es kann schon ein wenig Gartenarbeit ausreichen. Wie man sich schützt.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Hantaviren sind weltweit verbreitet, Überträger sind Nagetiere. Entsprechend kann man nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) überall dort auf das Virus treffen, wo sich Mäuse, Ratten und Co. herumtreiben. Und es ist kein direkter Kontakt mit den Tieren nötig, die Viren stecken nämlich auch in den Ausscheidungen infizierter Nager.</p><p>Menschen können sich etwa infizieren, wenn mit Kot kontaminierter Staub aufgewirbelt und eingeatmet wird. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet laut FLI wahrscheinlich nicht statt. Die Infektionsgefahr ist in den Monaten Mai bis September am höchsten. Etwa bei:</p><p>Arbeiten in der Forstwirtschaft oder auf dem Bau.Reinigung von Scheunen, Schuppen, Ställen oder von Nagern befallenen Häusern.Aktivitäten im Freien, die zum Kontakt mit Nagern und deren Ausscheidungen führen können. Also Gartenarbeit, Holzhacken, Jagen, Joggen oder Zelten.Generell bei Aufenthalt in Gebieten mit hohem Nagerbestand. Es könnte also auch der Mülltonnenplatz im Hinterhof in der Großstadt sein.</p><p>Wie man sich vor einer Infektion schützen kann</p><p>Wo keine Nager, da vermutlich keine Gefahr für Hantaviren: Deswegen ist der beste Schutz Prävention. Also, indem man Mäuse und Ratten erst gar nicht in seine Nähe lässt. Und das geht mit Ordnung, Vorratsbehältern und Kontrolle, so das FLI. Konkret bedeutet das:</p><p>Lebensmittel und Tierfutter unzugänglich aufbewahren und über Nacht nicht frei stehen lassen.Keine Essensreste auf dem Hauskompost entsorgenVerschließbare Mülleimer verwenden.Mögliche Eindringstellen am Haus abdichten, etwa mit Stahlwolle oder Beton.Mögliche Unterschlüpfe wie Sperrmüllhaufen, Altreifen oder generell Müllhaufen beseitigen.Erkannten Schädlingsbefall zügig bekämpfen oder bekämpfen lassen.</p><p>Tote Nager sicher entfernen und danach gut putzen</p><p>Aufgefundene tote Mäuse und Ratten sowie deren Hinterlassenschaften müssen sicher entfernt werden. Anschließend muss man gut reinigen. Damit man nicht unabsichtlich das Hantavirus verbreitet, hat das FLI noch diese Hinweise:</p><p>Gummihandschuhe tragen und bei Staubentwicklung zusätzlich einen eng anliegenden Mund-Nasenschutz. Empfohlen wird eine FFP3-Maske.Befallene Räume vor der Reinigung gut lüften. Mindestens 30 Minuten lang alle Fenster und Türen öffnen.Werden Mäusenester oder Mäusekot entfernt, sollte kein Staub aufgewirbelt werden. Deswegen sind auch Staubsauger tabu, da sie mit ihrer Abluft die Viren weiter verteilen könnten. Stattdessen Mäusegelege und Kot erst großzügig mit Reinigungsmittel einsprühen, das bindet die Staubentwicklung. Kadaver in Plastiktüten über den Hausmüll entsorgen.Fallen und Werkzeuge anschließend gut reinigen und sich selbst gründlich duschen, inklusive Haarwäsche.</p><p>Wie sich eine Infektion äußert</p><p>Laut FLI verläuft die Virusinfektion häufig ohne Symptome oder so leicht, dass sie Betroffenen nicht auffällt. Der Schweregrad des Verlaufs hänge auch von der Art des Hantavirus ab. </p><p>Mitteleuropäische Hantavirus-Arten verursachen demnach grippeähnliche Infektionen, mit über drei bis vier Tage anhaltendem hohen Fieber sowie Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. In einer nächsten Krankheitsphase können dem Institut zufolge Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstörungen auftreten. Bei Verdacht auf eine Infektion sollte man unbedingt zum Arzt gehen.</p><p>Auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff im Atlantik sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) drei Menschen mutmaßlich nach einer Infektion mit dem Hantavirus gestorben.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Atemwegserkrankung: Hantavirus: Drei Tote auf Kreuzfahrtschiff im Atlantik</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/atemwegserkrankung--hantavirus--drei-tote-auf-kreuzfahrtschiff-im-atlantik-37365718.html</link>
      <description>Die WHO meldet mehrere Fälle einer Atemwegserkrankung auf einer Atlantik-Kreuzfahrt. Der Virus wird durch Nagetier-Kot übertragen, in seltenen Fällen auch von Mensch zu Mensch.</description>
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      <pubDate>Mon, 04 May 2026 09:02:29 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die WHO meldet mehrere Fälle einer Atemwegserkrankung auf einer Atlantik-Kreuzfahrt. Der Virus wird durch Nagetier-Kot übertragen, in seltenen Fällen auch von Mensch zu Mensch.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff im Atlantik sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) drei Menschen mutmaßlich nach einer Infektion mit dem Hantavirus gestorben. Zwei der Toten seien Niederländer, hieß es vom niederländischen Außenministerium. Weitere drei Personen seien infiziert, eine von ihnen werde in Südafrika intensivmedizinisch betreut, teilte die WHO in Genf auf der Plattform X mit. Die anderen beiden Infizierten seien Crew-Mitglieder, die ebenfalls medizinische Notfallversorgung benötigen, teilte der Betreiber Oceanwide Expeditions mit.</p><p>Das Hantavirus kann bei Menschen zu Fieber und schweren Atemwegserkrankungen führen. Infektionen können bei Kontakt mit den Ausscheidungen von Nagetieren passieren. In seltenen Fällen wird der Erreger auch von Mensch zu Mensch übertragen, hieß es von der WHO.</p><p>Bislang ein Fall im Labor nachgewiesen</p><p>Bislang wurde einer der Fälle auf dem Schiff in einem Labor nachgewiesen, die restlichen Infektionen gelten als Verdachtsfälle. Die restlichen Passagiere und die Crew würden medizinische Unterstützung erhalten, hieß es von der WHO. Eine detaillierte epidemiologische Untersuchung sei im Gange. </p><p>Laut einem Bericht der BBC handelt es sich um das Schiff "Hondius". Laut dem Fahrplan des Schiffes war die "Hondius" von Ushuaia im Süden Argentiniens aufgebrochen. Nach Angaben verschiedener Ortungs-Websites befand sich das Schiff zuletzt vor seinem Zielhafen auf Kap Verde.</p><p>Das Schiff des niederländischen Betreibers Oceanwide Expeditions hat für 170 Passagiere und etwa 70 Besatzungsmitglieder Platz.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Bestsellerautorin: "Der Sinn des Lesens ist, zu finden, was man nicht gesucht hat"</title>
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      <description>Lesen macht das Leben eine Nummer größer, schreibt Meike Winnemuth in ihrem neuen Buch. Vor allem, wenn man dabei auf Gedanken und Gefühle stößt, die man nicht gesucht hat</description>
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      <category>Buchtipp</category>
      <category>Literatur</category>
      <category>Glück</category>
      <pubDate>Mon, 04 May 2026 08:47:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Lesen macht das Leben eine Nummer größer, schreibt Meike Winnemuth in ihrem neuen Buch. Vor allem, wenn man dabei auf Gedanken und Gefühle stößt, die man nicht gesucht hat</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p><em>Was passiert mir beim Lesen? Wieso macht mich das so froh? Wozu ist das überhaupt gut? Warum habe ich so viele ungelesene Bücher? Diesen und anderen Fragen spürt Meike Winnemuth in ihrem Buch <strong>"</strong></em><span class="presentership-style"><a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&amp;awinaffid=780557&amp;campaign=ccapgeo-buch-eineseitenoch-21&amp;clickref=ccapgeo-buch-eineseitenoch-21&amp;platform=dl&amp;ued=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1077078456" class="external-link"><em><strong>Eine Seite noch</strong></em></a></span><em><strong>" </strong>nach. Lesen Sie bei uns exklusiv ein Kapitel:</em></p><p>Im Flur meiner Lübecker Wohnung steht ein raumhohes Bücherregal, gegenüber eine zwei Meter lange Eichenbank. Sie nimmt meine Taschen und Tüten in Empfang, stapelt Zeitungen für die Papiertonne, Pakete für die Nachbarn und Briefe, die noch frankiert werden müssen – und sie ist einer meiner liebsten Leseplätze. Beim Schuhanziehen im Sitzen (denn ich bin alt, und dafür hat man Bänke) fällt mein Blick auf die Bücher gegenüber, und fast immer guckt ein Buch zurück. Es möchte dringend in die Hand genommen und irgendwo aufgeschlagen werden, um mir ein paar Zeilen mit auf den Weg zu geben. </p><p>Das kann ein Dessert-Kochbuch von 1929 sein ("Es gibt nur zehn Minuten im Leben einer Birne, in denen sie perfekt zum Essen ist"). Oder eine der Kürzestgeschichten von Lydia Davis. Oder Dantes Göttliche Komödie, vielleicht die Passage, in der Francesca da Rimini und Paolo Malatesta erzählen, wie sie sich bei der gemeinsamen Lektüre der Geschichte von Lancelot und Guinevere verliebten und von Francescas Ehemann, Paolos hässlichem Bruder, per Schwert direkt in den zweiten Höllenkreis befördert wurden – eine Warnung unter so vielen in der Weltliteratur, dass Lesen lebensgefährlich sein kann. </p><p>Oft sind es nur eine oder zwei Seiten, die ich da auf der Bank lese, das Buch irgendwo zufällig geöffnet, wie der große Übersetzer Hans Stilett es besonders für unlesbare Wälzer wie Montaignes "Essais" empfiehlt: "Aufschlagen. Und wenn einem die Stelle gefällt, weiterlesen. Sei es nach vorn oder nach hinten. Nicht systematisch lesen. Montaigne ist ein erklärter Gegner jeder Systematik. Wenn einem eine Sache nicht gefällt, weiterblättern, vorwärts oder rückwärts. Das ist mein ganz praktischer Ratschlag." </p><p></p><p>Welches Buch mir auch immer in die Hände fällt: Wir beide halten einen kleinen Schwatz, ich schon halb im Mantel, während das Buch, mit einem Glas an der Theke lehnend, mich bequatscht, doch noch auf einen Drink zu bleiben. Und wenn ich keine Verabredung da draußen habe, sondern nur auf dem Weg zur Post bin oder zum Supermarkt, gebe ich immer nach. Ach komm, was soll’s: nur einen Schluck. In der Regel stelle ich das Buch nach ein paar Minuten wieder zurück an seinen Platz, manchmal aber trage ich es ins Wohnzimmer und lege es auf einen der vielen Stapel rund um meinen Lesesessel – Stapel mit unsichtbaren Etiketten: Derzeit, Demnächst, Irgendwann. Und gelegentlich, wenn es ein Reclam-Bändchen oder ähnlich Dünnes ist, stecke ich es auch in die Manteltasche, man weiß ja nie. Heute ist es Hildegard Knefs Autobiografie "Der geschenkte Gaul" von 1970, ein Fundstück aus einer "Zu verschenken"-Kiste. "17. Auflage, 631.–830. Tausend", steht vorn drin: damals der Bestseller eines Weltstars, heute immer noch ein mitreißend gut geschriebenes Buch, das ich noch nie von vorn bis hinten gelesen habe. Muss ich ja auch nicht. Ich schlage irgendwo auf:</p><p><sub>Else Bongers wartet in meinem Zimmer. Sie sitzt ruhig und raucht. Ich stürze auf sie zu. Mein Wortschwall reißt nicht ab. "Setz dich. Atme durch, atme aus", sagt sie. Die Tür wird aufgerissen, Agenten und Verleihangestellte sprudeln Ekstatisches. "Nun wirf mal alle hinaus. Ich habe mit dir zu reden." In die plötzliche Stille klickt das Feuerzeug. Sie sieht mich an, wie man ein Foto ansieht. "So geht es nicht weiter", sagt sie, "du bist verhuscht, verändert, du mußt dich wieder besinnen, wer du bist." Die Stimme ist matt, belegt, die Blitzeblauen traurig. "Seit wann bist du nett?" fragt sie, peitscht mir das "nett" um die Ohren. Da ist sie wieder, die Aggressive, Klare. "Seit wann bist du verbindlich? Wird jeder, der durch diese Tür kommt, unterhalten und verköstigt? Seit wann beeindruckt dich Wohlwollen oder Tadel? Was ist geschehen?" Sie geht am Bett vorbei, die funzlige Nachttischlampe beleuchtet ihr Gesicht. Es ist mager. Nachkriegsgesicht zwischen Wohlstandsbacken.</sub></p><p>Schnell gucke ich auf Wikipedia nach, wer Else Bongers war. 1901 in Dessau geboren, Tochter eines Holzhändlers, studierte Ausdruckstanz in Dessau, ihr Bruder hat nach dem Krieg die Lufthansa neu gegründet. Heiratete einen Architekten, der nach China emigrierte, Fernscheidung 1940. Besetzungschefin der UFA, später Schauspiellehrerin. Schüler unter anderen: Hildegard Knef, Götz George, Ulrich Matthes, Hugo Egon Balder.</p><p>Doll. Else Bongers: Schön, Sie kennenzulernen. Wäre mein Leben ärmer, wenn ich nie von Ihnen gehört hätte? Natürlich nicht, aber jetzt ist es reicher. </p><p>Und Hilde: Wieder mal super, danke. "Nachkriegsgesicht zwischen Wohlstandsbacken."</p><h3>Finden, was man nicht gesucht hat</h3><p>Würde man mir eine Pistole auf die Brust setzen und verlangen, dass ich in einem Satz den Sinn des Lesens erkläre, würde ich sagen: Finden, was man nicht gesucht hat. Und dadurch das Leben eine Nummer größer machen. Ob auf zwei Seiten oder auf tausend: Selbst das schlimmste, dümmste Buch hat irgendwo ein Osterei für mich versteckt, ein kleines oder großes. Vielleicht einen neuen Gedanken, vielleicht einen neuen Blick, vielleicht die Erinnerung an etwas, das ich schon mal gewusst habe.</p><p></p><p>Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn, sagt Jorge Luis Borges. Ich würde hinzufügen: und Fühlen mit fremdem Herzen. Das ungesucht Gefundene ist dabei so viel befriedigender als jedes Gesuchte: diese jäh aufblitzenden Momente des Verstehens und Verstandenwerdens, des Verbundenseins mit bis eben noch unbekannten Menschen über alle Grenzen hinweg, räumlich wie zeitlich. Nach solchen Momenten bin ich süchtig, und wie alle Abhängigen sorge ich dafür, stets genug Stoff im Haus zu haben. </p><p>Gelegentlich kommt jemand zu Besuch, der mich noch nicht so gut kennt und angesichts der Bücher fragt: "Hast du die alle gelesen?" Nein, natürlich nicht, sonst stünden sie ja nicht hier. Regale sind für mich keine Möbel zur Unterbringung von Gelesenem. Ich würde schätzen: Neun von zehn meiner Bücher kenne ich noch nicht. Viele davon hatte ich nur ein Mal in der Hand: als ich sie ins Regal stellte in der festen Überzeugung, dass ihre Zeit irgendwann kommen würde. Montaigne, der ja sowieso schon alles gedacht hat, was man so denken kann, hat das bereits 1580 beschrieben: "Ich genieße sie [die Bücher] so, wie ein Geizhals seine Schätze genießt: Die Gewissheit, sie genießen zu können, wann es mir beliebt, reicht mir, und meine Seele gibt sich mit diesem Verfügungsrecht vollauf zufrieden."</p><p>Das Regal ist für mich ein Ort der Möglichkeiten, der Einladungen und Verheißungen. Die Bücher sind Konjunktive: Ich könnte, ich dürfte, jederzeit. Andere Menschen haben Kleiderschränke voller Klamotten, die sie nie anziehen (aber irgendwann vielleicht doch), ich habe Regalbretter voller Bücher, die ich möglicherweise nie lesen werde – aber irgendwann vielleicht doch. Dass ich jederzeit beginnen könnte, "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" oder die Kassette mit den zehn vergilbten Krimis von Sjöwall/Wahlöö zu lesen, fühlt sich für mich so wohlig an, als ob zu allen Tages- und Nachtzeiten ein Topf warmer Grießbrei in der Küche stünde, direkt neben einer Schüssel roter Grütze, einer Panna cotta und einem Blech Zimtschnecken mit in Ahornsirup eingelegten Walnüssen, nur mal so als Beispiel. </p><p>Das ist alles nie und nimmer zu schaffen, aber das ist ja auch überhaupt nicht der Punkt.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Meike Winnemuth</dc:creator>
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      <title>Internationaler Hebammentag: Kaiserschnittrate erreicht Rekordwert in deutschen Kliniken</title>
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      <description>Jede dritte Geburt im Krankenhaus ist ein Kaiserschnitt. So hoch war der Anteil noch nie seit der Wiedervereinigung. Aber die regionalen Unterschiede sind groß.</description>
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      <pubDate>Mon, 04 May 2026 07:11:33 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Jede dritte Geburt im Krankenhaus ist ein Kaiserschnitt. So hoch war der Anteil noch nie seit der Wiedervereinigung. Aber die regionalen Unterschiede sind groß.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Noch nie seit der Wiedervereinigung wurden mehr Kinder in Kliniken per Kaiserschnitt geboren. Mit 33 Prozent erreichte der Anteil der Kaiserschnitte an den Klinik-Geburten den seither höchsten Wert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.</p><p>654.600 Frauen haben 2024 im Krankenhaus entbunden, 215.900 von ihnen per Kaiserschnitt. Seit 1991 hat sich die Kaiserschnittrate der Statistik zufolge mehr als verdoppelt: Damals waren nur 15 Prozent aller Klinikgeburten ein Kaiserschnitt.</p><p>Höchster Anteil in Hamburg </p><p>"In Bezug auf die Geburtshilfe gibt es in Deutschland große regionale Unterschiede", so die Statistiker. Am höchsten war der Anteil der Entbindungen per Kaiserschnitt in Hamburg mit 36,4 Prozent. Es folgte das Saarland mit einer Kaiserschnittrate von 35,9 Prozent und Hessen mit 35,6 Prozent. Den niedrigsten Anteil von Kaiserschnitten an den Klinik-Geburten gab es in Sachsen (27,4 Prozent), gefolgt von Brandenburg (27,6 Prozent) und Berlin (29,9 Prozent).</p><p>Kaum Saugglocke und Zange</p><p>Neben dem Kaiserschnitt gibt es noch weitere, wenn auch seltener angewandte Methoden der Geburtshilfe, wie das Amt anlässlich des Internationalen Hebammentags am 5. Mai berichtet. Eine Saugglocke wurde bei 6,7 Prozent der Entbindungen im Jahr 2024 eingesetzt, eine Geburtszange bei 0,2 Prozent der Entbindungen. 60,1 Prozent der Frauen im Krankenhaus haben auf natürlichem Weg entbunden.</p><p>Hebammen meist fest angestellt</p><p>Hebammen und Entbindungspfleger spielen bei Geburten sowie der Begleitung von Frauen während und nach der Schwangerschaft eine wichtige Rolle. Im Jahr 2024 leisteten rund 12.900 Angehörige dieses Berufsstands Geburtshilfe in deutschen Krankenhäusern. Das waren 3,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 89 Prozent waren fest angestellt, der Rest waren sogenannte Belegkräfte.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
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      <title>Verständnis und Geduld wichtig: Unsichtbare Schlaganfall-Folgen: Welche es gibt, was hilft</title>
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      <description>Gedächtnisprobleme, Schwierigkeiten beim Planen, Erschöpfung: Viele Folgen eines Schlaganfalls sind von außen unsichtbar. Warum das Betroffene und ihre Liebsten herausfordert - und was Experten raten.</description>
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      <pubDate>Mon, 04 May 2026 04:00:08 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Gedächtnisprobleme, Schwierigkeiten beim Planen, Erschöpfung: Viele Folgen eines Schlaganfalls sind von außen unsichtbar. Warum das Betroffene und ihre Liebsten herausfordert - und was Experten raten.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wer an typische Schlaganfall-Folgen denkt, dem fallen wahrscheinlich halbseitige Lähmungen ein, vielleicht auch Bewegungsstörungen, weil die Muskeln nicht mehr mitspielen. </p><p>Es gibt aber noch viel mehr Folgen - und vor allem: solche, die für Außenstehende nicht sichtbar sind. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe nennt als Beispiele: </p><p>Konzentrations- und GedächtnisproblemeSprachstörungenPlanungsstörungenPersönlichkeitsveränderungen wie Reizbarkeit oder Depressionschnelle Erschöpfung</p><p>Der eine kann sich nur wenige Minuten auf ein Gespräch konzentrieren und steigt dann aus. Die andere verbummelt Verabredungen und kann nur schwer Aufgaben zu Ende bringen. Und viele kennen den Satz: "Du bist nicht mehr wie früher, ich kenn' dich doch ganz anders!"</p><p>Wichtig - sowohl für Betroffene als auch für ihre Liebsten: "Das ist nicht einfach eine Frage von mangelnder Selbstdisziplin, sondern hat reale neurobiologische Ursachen", sagt die Neuropsychologin Caroline Kuhn von der Universität des Saarlandes. Die Folgen eines Schlaganfalls hängen davon ab, welche Hirnregionen zeitweise nicht mehr durchblutet - und somit von der Sauerstoffversorgung abgeschnitten - waren. </p><p>Tipps für Angehörige </p><p>Viele Betroffene erleben, dass ihr Umfeld mit Unverständnis reagiert - eben, weil ihnen diese sogenannten neuropsychologischen Störungen nicht bewusst sind. Die Schlaganfall-Hilfe rät Angehörigen daher: </p><p>Beobachtungen sachlich schildern, anstatt zu bewerten. Kuhn zufolge sagt man also lieber "Mir fällt auf, dass du nach 15 Minuten müde wirst" statt "Reiß dich doch mal zusammen"emotionale Veränderungen wie erhöhte Reizbarkeit nicht persönlich nehmengenerell: Geduld zeigen und Betroffene nicht überfordern </p><p>Was Betroffene selbst tun können </p><p>Dass Denken und Fühlen sich im Gegensatz zu vor dem Schlaganfall verändert haben, ist für Betroffene oft eine große Belastung. Aber es gibt Hoffnung, dass die neuropsychologischen Probleme sich abschwächen - selbst dann, wenn der Schlaganfall eine ganze Zeit zurückliegt. "Auch wenn es sich zu Beginn oft anders anfühlt: Vieles verbessert sich über Jahre hinweg, ohne dass Betroffene die Fortschritte sofort bemerken", so Kuhn. </p><p>Um besser durch den Alltag zu kommen, rät die Deutsche Schlaganfall-Hilfe: </p><p>Neuropsychologische Behandlungen, Ergotherapie und Logopädie in Anspruch nehmen Hilfsmittel wie Checklisten oder die Erinnerungsfunktion des Handys nutzen und wichtige Termine direkt in den Kalender eintragenAufgaben in kleinere Schritte unterteilen und nacheinander statt gleichzeitig erledigenausreichend Pausen einlegen</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Gestrandeter Buckelwal: Schlepper kommt nach Wal-Transport in Cuxhaven an</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/gestrandeter-buckelwal--schlepper-kommt-nach-wal-transport-in-cuxhaven-an-37364776.html</link>
      <description>Das Schiff "Fortuna B" hat den mehrfach gestrandeten Buckelwal tagelang in Richtung Nordsee gezogen. Jetzt ist das Schiff nach Freilassung des Tiers in den Hafen von Cuxhaven eingelaufen.</description>
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      <pubDate>Sun, 03 May 2026 23:01:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Das Schiff "Fortuna B" hat den mehrfach gestrandeten Buckelwal tagelang in Richtung Nordsee gezogen. Jetzt ist das Schiff nach Freilassung des Tiers in den Hafen von Cuxhaven eingelaufen.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Eines der beiden Schiffe, die den mehrfach vor der deutschen Küste gestrandeten Wal in die Nordsee brachten, ist am Sonntagabend in Cuxhaven eingelaufen. Nach Informationen eines dpa-Reporters vor Ort machte der Schlepper "Fortuna B" kurz vor Mitternacht im Hafen fest. Die Polizei war vor Ort.</p><p>Der Wal war am Samstag etwa 70 Kilometer von der nördlichsten Stadt Dänemarks, Skagen, entfernt abgesetzt worden. Angaben zum Zustand des Tiers zu diesem Zeitpunkt und zum genauen Ablauf der Freisetzung wurden nicht bekannt, auch öffentlich zugängliche Bilder oder Videos gab es nicht.</p><p>Das andere große Schiff des Transport-Konvois war die "Robin Hood". Sie befand sich am späten Sonntagabend nach Daten des Schiffs-Ortungsdienstes Vesselfinder in der Nähe der Westküste Dänemarks.</p><p>Kritik und unterschiedliche Angaben zur Freisetzung des Wals</p><p>Einige Mitglieder der Initiative hatten am Samstag kritisiert, die Schiffsbesatzung sei bei der Freisetzung des Wals grob vorgegangen. Die Bereederungsgesellschaft des Begleitschiffs "Robin Hood" sprach in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, allerdings von einem Erfolg. Die Freisetzung sei in Abstimmung mit allen Beteiligten erfolgt, hieß es.</p><p>Der vier bis sechs Jahre alte Walbulle war Anfang März erstmals in der Ostsee gesehen worden. In den etwa 60 Tagen bis zum Transport lag er rund zwei Drittel der Zeit in Flachwasserzonen, zuletzt vor der Insel Poel. Am Dienstag war er in den Lastkahn bugsiert worden, der dann an den Schlepper gekoppelt Richtung Nordsee startete. </p><p>Wird der Wal überleben?</p><p>Bereits die Bergung war gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen erfolgt. Die Überlebenschance schätzte Thilo Maack von der Naturschutzorganisation Greenpeace als minimal ein. Die mehrfache Strandung gilt als klares Anzeichen dafür, dass der Wal krank war, als er die deutsche Küste erreichte. </p><p>Weiterhin wird davon ausgegangen, dass das Tier extrem geschwächt ist. Kaum abzuschätzen ist, ob tatsächlich zu einem späteren Zeitpunkt von einer "Rettung" gesprochen werden kann. Nur mit Trackingdaten und damit dem jeweiligen Aufenthaltsort des Wals ließe sich transparent machen, ob sich das Leiden des Wals auf dieser Reise gelohnt hat, sagte Greenpeace-Experte Maack am Samstag.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Psychologie: "Ich gehöre nicht dazu": Was hinter dem Außenseiter-Gefühl steckt</title>
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      <description>Unter Menschen – und doch breitet sich in der Brust ein Gefühl von Isolation und Fremde aus? Eine Expertin über die Botschaften dieses Gefühls und wie man lieb zu sich selbst ist</description>
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      <category>Psychologie</category>
      <category>Psyche</category>
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      <category>Gesellschaft</category>
      <pubDate>Mon, 04 May 2026 09:45:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Unter Menschen – und doch breitet sich in der Brust ein Gefühl von Isolation und Fremde aus? Eine Expertin über die Botschaften dieses Gefühls und wie man lieb zu sich selbst ist</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Eingeladen auf einer Feier, auf der man nur die Gastgeberin kennt. Oder der erste Tag in einem neuen Team, das fest zusammengewachsen scheint. Typische Situationen, in denen man das Gefühl hat: Hier gehöre ich nicht so richtig dazu. </p><p>Im besten Fall verzieht sich dieses innere Piksen nach einem netten Gespräch am Party-Buffet oder nach einem gut organisierten Onboarding wieder, und wir haben das gute Gefühl, Anschluss gefunden zu haben. </p><p></p><p>Doch was, wenn dieses Außenseiter-Gefühl das Grundrauschen des eigenen Lebens ist, in verschiedensten Situationen auftaucht? Das kann belasten. Schließlich sehnen wir alle uns nach Verbundenheit mit anderen. Was tun? </p><h2>Erster Schritt: das Gefühl untersuchen </h2><p>Wer das Gefühl "Ich bin anders, ich bin fremd" immer wieder erlebt, sollte es zulassen - und ihm auf den Grund gehen. Dazu rät die Ärztin und Therapeutin Mirriam Prieß. </p><p>In Situationen, in denen es auftaucht, kann man sich ihr zufolge selbst fragen: "Was genau fühle ich? Was fehlt mir konkret, damit ich das Gefühl habe, dazuzugehören? Liegt es in mir begründet oder liegt es an dem anderen, der mich nicht dabeihaben will?"</p><p></p><p>Nicht immer ist der Auslöser für das Fremde-Gefühl, dass uns tatsächlich jemand die kalte Schulter zeigt. Manchmal ist dieses Gefühl auch ein klarer Hinweis nach innen.</p><p>Es kann nämlich darauf hindeuten, dass wir mit uns selbst gerade nicht in Kontakt stehen, also eine innere Fremde verspüren. Das kann man als liebevolle Aufforderung sehen, an der Beziehung zu sich zu arbeiten – und zu untersuchen: Was fühle ich eigentlich? Und was brauche ich? </p><h2>Wenn Außenseiter-Erfahrungen prägen</h2><p>Es kann auch sein, dass längst vergangene Außenseiter-Erfahrungen etwa aus der Schulzeit oder in der Familie unsere Bewertung der Gegenwart prägen – und auch unser Verhalten.</p><p>"Dann kann es sein, dass ich mich aufgrund einer unverarbeiteten Erfahrung in mich zurückziehe und anderen gar nicht die Möglichkeit gebe, mit mir in Kontakt zu kommen", sagt Mirriam Prieß. "Ich projiziere dann meine Erfahrung auf das Gegenüber und reproduziere sie so immer wieder. Natürlich nicht bewusst."</p><p> </p><p>Ob gemobbt in der Schule oder ausgeschlossen aus der Familie: Gerade, wenn die Außenseiter-Erfahrung für die eigene Biografie prägend war, ist es sinnvoll, das Thema mit professioneller, therapeutischer Hilfe aufzuarbeiten, rät Prieß.</p><h2>Eine überraschende Botschaft </h2><p>Das Gefühl, nicht dazuzugehören, kann aber auch eine andere - etwas überraschende - Botschaft haben: Es kann uns anzeigen, dass wir mit dem Menschen oder der Gruppe gar nicht so gern in Beziehung sein wollen. Etwa, wenn wir uns in einem Freundeskreis bewegen, der ganz anders tickt als wir oder der sich nicht so für uns interessiert, wie wir uns das wünschen. </p><p> </p><p>Fazit zum Fremde-Gefühl: "Wichtig ist einfach, der Sache auf den Grund zu gehen", sagt Mirriam Prieß. "Wenn Sie das, was hinter der Fremde steckt, in Worte fassen können, dann haben Sie die Möglichkeit dieses Gefühl zu regulieren – in sich selbst wie auch im Gespräch mit anderen."</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Besser schlummern in Bayern: Reisetrend Schlaftourismus: Traumurlaub in Füssen</title>
      <link>https://www.geo.de/reisen/besser-schlummern-in-bayern--reisetrend-schlaftourismus--traumurlaub-in-fuessen-37363434.html</link>
      <description>Entspannst du noch, oder pennst du schon? In der Stadt im Allgäu lernen übernächtigte Urlauber endlich wieder richtig zu schlafen. Mit Methoden, die weit über die übliche Erholung hinausgehen.</description>
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      <pubDate>Sun, 03 May 2026 06:00:08 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Entspannst du noch, oder pennst du schon? In der Stadt im Allgäu lernen übernächtigte Urlauber endlich wieder richtig zu schlafen. Mit Methoden, die weit über die übliche Erholung hinausgehen.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>"Wussten Sie, warum Bauern ihre Babys niemals im Heu schlafen lassen?", fragt Dr. Ina Schicker, während sie mit getrockneten Pflanzenteilen gefüllte Schraubgläser vor sich aufbaut. "Weil es so stark sediert, dass kleine Kinder nur schwer wieder wach zu bekommen sind."</p><p>Auch Zirbenholzspäne, Baldrian, Lavendel, Hopfen oder Rosenblüten wirken nachweislich schlaffördernd, erklärt die Heilkräuterexpertin die Kneipp’sche Naturapotheke während ihres Schlummerkissen-Workshops, in dem die Teilnehmer an gefüllten Leinensäckchen schnuppern, bis sich wohlige Müdigkeit breitmacht. Denn: "Im Duft liegt die Ruhe", sagt Schicker.</p><p>Weltweiter Boom</p><p>Ihr Workshop ist Teil eines fünftägigen Schlaf-Lern-Programms im bayerischen Kneippheilbad Füssen, das den Trend Schlaftourismus entdeckt hat. Geschulte Schlaflotsen weisen übermüdeten Gästen während dieser Zeit den Weg in den ersehnten Tiefschlaf.</p><p></p><p>Schlaftourismus boomt weltweit. Statt mit Action oder Sightseeing locken immer mehr Hotels mit erholsamen Nächten bis hin zu medizinischen Schlaf-Retreats. Je erholsamer die Nächte, desto schöner der Urlaub: Die Erfolgsformel ist simpel. Die Zielgruppe ist riesig.</p><p>Allein in Deutschland sind Schlafprobleme in der Bevölkerung verbreitet, wie Studien und Umfragen immer wieder zeigen. Mit welchen Methoden der Geplagte ins Reich der Träume geleitet werden soll, ist auch eine Frage des Budgets.</p><p>So setzt das am Fuße des Himalaya gelegene Fünf-Sterne-Haus "Six Senses" auf tibetische Heilkunst, während das vom balinesischen Dschungel umgebene Luxusresort "Buhan" mit Massagezeremonien im Einklang der Natur wirbt. Kostenpunkt: mehrere Tausend Euro, Jetlag inklusive. Ist das der Preis für guten Schlaf?</p><p>Den Elektrosmog ausknipsen</p><p>Beim Füssener Schlafschnupperkurs im "Biohotel Eggensberger" geht es bodenständiger zu. Dennoch erfüllt Inhaber Andreas Eggensberger als einer von sieben zertifizierten Schlafgastgebern strenge Vorgaben: hochwertige Matratzen, schlaffördernde Lichtsysteme, Verdunklungsvorhänge, Kissen-Menüs. Ganz wichtig: der Gute-Nacht-Schalter auf jedem Zimmer, um WLAN und störenden Elektrosmog auszuknipsen.</p><p></p><p>"In einer strahlungsarmen Umgebung regeneriert sich der Körper besser." In seiner Rolle als Schlaflotse hat Eggensberger zudem für jeden Schlummer-Kummer ein offenes Ohr und meist gleich die passende Lösung parat. "Mal muss ich den Lattenrost neu einstellen, mal ein anderes Kissen bringen, mal helfen Schlaftee oder Wärmflasche." Jede Prinzessin auf der Erbse wäre entzückt. </p><p>Wie bei den fernen Luxuspendants setzt das Füssener Schlummerseminar ebenfalls auf traditionelles Heilwissen: die 150 Jahre alten Lehren von Pfarrer Sebastian Kneipp. Die auf den fünf Säulen Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen, Wasser und Balance basierende Philosophie ist seit 2015 im Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gelistet und aktueller denn je.</p><p>Suche nach innerer Ordnung</p><p>So lautet eine der zentralen Botschaften: Für gesunden Schlaf braucht es innere Ordnung. Doch wo findet man sie?</p><p>"Bei den Bäumen", sagt Naturtherapeutin Miriam Kußmaul und nimmt die Schlafsuchenden mit zum Waldbad im vernebelten Faulenbacher Tal. "Was hörst du? Was fühlst du? Was riechst du?" Tief einatmen, ein Fuß vor den anderen, eins werden mit der Natur, den Kopf von Gedanken leeren. Eintauchen ins Allgäuer Alpenglühen.</p><p>"In Füssen", sagt Stadtführerin Sonja Unold, die mit ihrem meditativen Stadtrundgang verborgene Schönheiten sichtbar machen will. Er beginnt am Ort des ewigen Schlafs, dem Alten Friedhof vor der Bergkulisse, vorbei am Franziskanerkloster. Weiter geht es treppab durch das über 600 Jahre alte Bleichertor, bis an das Ufer des Lech, der als einer der letzten verbliebenen Wildflüsse der nördlichen Alpen gilt. Angesichts dieser Ursprünglichkeit hört die Zeit für einen kurzen Moment auf zu existieren. </p><p></p><p>"In einem selbst", finde man die innere Ordnung, sagt Psychologe Sascha Maurer, der in seinem Kurs erklärt, wie wichtig es ist, auf seine innere Uhr zu hören. "Lebe nach deinem Rhythmus, folge deinen Ritualen, dann kommt auch der Geist zur Ruhe." Falls das Gedankenkarussell doch zu übernehmen droht, helfe das Mantra: Ich bin entspannt und freue mich darauf, jetzt zu schlafen. </p><p>"Im Wasser", ist der Tipp des Kneipp-Bademeisters Andreas Eggensberger für die Suchenden. Seit vielen Jahren schwört er auf die Kneipp’sche Hydrotherapie. Dass tägliche Güsse über Arme und Unterschenkel die Schlafqualität tatsächlich verbessern können, belegte er in einer gemeinsam mit Forschern der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführten Studie. Und so offenbaren sich mit jedem weiteren der 14 Programmpunkte neue Antworten, die dem Schlaf nach und nach seine Leichtigkeit zurückgeben sollen.</p><p></p><p>Wie es nach fünf Tagen voller Achtsamkeit, Yoga, Meditation, gesunder Ernährung, Kneipp-Anwendungen, Spaziergängen, wohligen Düften und Mind-Coaching tatsächlich um die innere Ordnung bestellt ist, lässt sich in Eggensbergers kleinem Schlaflabor messen. Wechseln sich nach zwei Tiefschlafphasen Leicht- und Traumschlaf im 90-Minuten-Rhythmus ab? Glückwunsch! "So sieht gesunder Schlaf aus!" Auf dem Diagramm kann Eggensberger sogar ablesen, welche Träume besonders aufwühlend waren.</p><p>Der Stoff, aus dem die Träume sind</p><p>Dies führt zu einem der größten Träumer der Geschichte, der sich zu Kneipps Lebzeiten im nur wenige Kilometer entfernten Schloss Neuschwanstein die Nächte um die Ohren schlug. König Ludwig II. war berüchtigt für seine Insomnie.</p><p>Vielleicht war es seine innere Unruhe (oder nach Kneipp: Unordnung), die ihn magische Welten unter golden bemalten Sternenhimmeln erschaffen ließ. Einsam, aber umgeben von kunstvoll gestalteten Wänden, erweckte er die darauf abgebildeten Heldensagen, Paradiesvögel, Schwäne und verwunschenen Wälder mit dem Flackern Hunderter Kerzen zum Leben. Bis heute fühlt sich der Gang durch seine verzauberten Gemächer seltsam entrückt an.</p><p></p><p>Träume sind kostbar, vielleicht sogar lebenswichtig. Auch für die psychische Gesundheit. Indem sie helfen, Erlebtes zu verarbeiten, erledigen sie wichtige Aufräumarbeiten im Gehirn. Doch braucht es dafür den Schlaf. Ein Jammer, dass der unglückliche Märchenkönig dem Herrn Kneipp nie begegnet ist und auch keinen Schlaflotsen bitten konnte, ihm den Lattenrost neu einzustellen oder das Kissen-Menü zu bringen.</p><p>Links, Tipps, Praktisches:</p><p>Reiseziel: Füssen liegt im bayerischen Teil Schwabens im Südwesten Bayern. </p><p>Anreise: Mit dem Auto ist man ab München rund zwei, ab Stuttgart drei Stunden unterwegs, ab Berlin etwa sieben und ab Hamburg acht Stunden. Mit der Regionalbahn ist man ab München gut zwei Stunden unterwegs (bahn.de)</p><p>Unterkunft: Sieben Füssener Hotels und Ferienwohnungen bieten als zertifizierte Schlafgastgeber ganzjährig optimierte Schlummerbedingungen für ihre Gäste, unter anderem mit hochwertigen Bettensystemen, Schlafdiagnostik, Duftölen und geschulten Schlaflotsen; Übernachtung pro Person ab 55 Euro (fuessen.de/besser-schlafen-schlafgastgeber/unterkuenfte).</p><p>Schnupperkurs im Schlafenlernen: Füssen Tourismus macht das Pauschalangebot "Schlaf-Schnuppern", fünf Nächte inklusive verschiedener Kurse und Workshops kosten ab 700 Euro pro Person; nächste Termine sind im Oktober und November (fuessen.de/wohlbefinden/gesundheitskompetenz/gesundheitspauschalen).</p><p>Kompaktkur: Für Menschen mit Schlafstörungen ohne organische Ursache bietet das Therapiezentrum Eggensberger im Ortsteil Hopfen am See dreiwöchige Kompaktkuren, die von Krankenkassen bezuschussbar sind. Der nächste Termin ist im April 2027 (schlaf-eggensberger.de).</p><p>Weitere Infos zur Urlaubsregion: fuessen.de; allgaeu.de</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Private Transport-Aktion: Der Wal und das Meer: Was wir wissen - und was nicht</title>
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      <description>Der Wal ist freigesetzt - und jetzt? Nach der aufwendigen Transportaktion stellen sich viele Fragen. Zuallererst die, wo das zuletzt stark geschwächte Tier mittlerweile steckt.</description>
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      <pubDate>Sun, 03 May 2026 02:01:04 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Der Wal ist freigesetzt - und jetzt? Nach der aufwendigen Transportaktion stellen sich viele Fragen. Zuallererst die, wo das zuletzt stark geschwächte Tier mittlerweile steckt.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Der mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandete Buckelwal wurde in der Nordsee freigesetzt, so viel steht fest. Ob das Tier nun "Timmy", "Hope" oder sonst wie genannt wird - die tagelange Reise des Schiffskonvois der privaten Initiative verfolgten Tausende Menschen, auch über die deutschen Grenzen hinaus. Knapp 24 Stunden später bleiben aber etliche Fragen offen. </p><p>Was wir wissen</p><p>Das Tier wurde am Samstagmorgen in der Nordsee freigesetzt. Das geht aus den Angaben der Initiative sowie aus den Livebildern des Anbieters News5 hervor. Der Lastkahn, in dem der Wal transportiert wurde, ist leer. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe um kurz nach 09.00 Uhr befand sich der Konvoi etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerrak.Das Begleitschiff "Robin Hood" und der Schlepper "Fortuna B" verließen diese Position. Im Verlauf des Samstags näherten sie sich der dänischen Küste, ehe sich ihre Wege trennten.Zahlreiche Experten halten an ihrer sehr kritischen Bewertung fest. Bereits die Bergung war gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen erfolgt. "Wir können den Wunsch, dem Tier zu helfen, nachvollziehen, schätzen seine Überlebenschancen aber als minimal ein", sagte Thilo Maack von der Naturschutzorganisation Greenpeace. Die mehrfache Strandung gilt als klares Anzeichen dafür, dass der Wal krank war, als er die deutsche Küste erreichte. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass das Tier extrem geschwächt ist.Das Interesse an dem Buckelwal ist groß. Die Livebilder wurden tausendfach aufgerufen, in den sozialen Medien überschlugen sich die Kommentare - mit einer Bandbreite von genervt über emotional bis hin zu fanatisch. Der Wal ist in den vergangenen Wochen für eine Reihe von Menschen zu einer Art Symbol geworden - wofür genau, ist je nach Deutung unterschiedlich.Sollte der Wal an der dänischen Küste stranden, wird es keine erneute Bergung geben. Strandungen seien "ein natürlich vorkommendes Phänomen" und Wale sollten generell "nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört" werden, teilte das dänische Umweltministerium der Deutschen Presse-Agentur mit. Ähnlich dürften sich Schweden und Norwegen verhalten.</p><p></p><p>Was wir nicht wissen</p><p>Die Position des Wals nach der Freisetzung ist zumindest öffentlich nicht bekannt. Die Initiative hatte angegeben, dass ein Peilsender an dem Tier angebracht worden sei. Eigentlich sollten die Daten dem Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt werden. Zumindest am Samstagmittag war das nicht geschehen.Offen ist deshalb, ob der Sender funktionsgerecht angebracht wurde und Signale sendet. "Wenn sich bewahrheitet, dass der Peilsender keine Daten liefert, wäre das eine Katastrophe, auch für das "Rettungsteam"", teilte der Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter mit.Auf Drohnenbildern von News5 war am Samstag zeitweise ein im Wasser schwimmender Wal zu erkennen - ob es sich tatsächlich um das freigesetzte Tier handelte, ließ sich nicht gesichert sagen.Zum Gesundheitszustand des Wals zum Zeitpunkt der Freisetzung liegen keine offiziellen Angaben vor. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus sagte bei News5, es sei eigentlich vereinbart gewesen, dass ein Videosystem auf dem Transportschiff installiert werde, damit beauftragte Tierärzte den Wal weiter beobachten könnten. Das sei aber nicht erfolgt.</p><p></p><p>Von den finalen Momenten der Freisetzung existieren keine öffentlich zugänglichen Videoaufnahmen. Es ist deshalb offen, wie der Wal aus dem Transportschiff bugsiert wurde. Teile der Initiative kritisierten am Samstag, die Schiffsbesatzung sei grob vorgegangen. Die Bereederungsgesellschaft des Begleitschiffs "Robin Hood" sprach in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, von einem Erfolg. Die Freisetzung sei in Abstimmung mit allen Beteiligten erfolgt, hieß es.Noch keine Angaben gibt es zu den Kosten der aufwendigen Aktion über mehrere Tage auf hoher See. Finanziert wurde das Vorhaben von der aus dem Pferdesport bekannten Unternehmerin Karin Walter-Mommert und dem Mediamarkt-Gründer Walter Gunz. Innerhalb der Initiative war es in den vergangenen Tagen immer wieder zu Unstimmigkeiten gekommen, ein Teil des Personals wurde ausgetauscht.Kaum abzuschätzen ist, ob tatsächlich zu einem späteren Zeitpunkt von einer "Rettung" gesprochen werden kann. Nur mit Trackingdaten und damit dem jeweiligen Aufenthaltsort des Wals ließe sich transparent machen, ob sich das Leiden des Wals auf dieser Reise gelohnt hat, sagte Greenpeace-Experte Maack. Ritter erklärte, nach der langen Liegezeit sei fraglich, ob der Wal noch normal schwimmen und tauchen könne. Auch die Frage nach der Nahrungsaufnahme stelle sich wegen der in seinem Maul gefundenen Netzreste. Der Wal sei allen Anzeichen nach alles andere als fit.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Buckelwal: Buckelwal-Konvoi am Morgen weiterhin auf Kurs in der Nordsee</title>
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      <description>Der Konvoi zur Freisetzung des mehrmals an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwals befindet sich am Morgen auf Kurs im Skagerrak genannten Teil der Nordsee.</description>
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      <pubDate>Sat, 02 May 2026 02:12:04 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Der Konvoi zur Freisetzung des mehrmals an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwals befindet sich am Morgen auf Kurs im Skagerrak genannten Teil der Nordsee.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Der Schiffskonvoi zur Freisetzung des mehrmals an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwals ist am frühen Samstagmorgen auf Kurs in der Nordsee. Der Schlepper, die sogenannte Barge mit dem Wal sowie das Begleitschiff fuhren weiterhin nördlich der nördlichsten Spitze Dänemarks in Richtung Norwegen, wie beim Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zu beobachten war.</p><p>Die Freisetzung des Wals sollte an einem öffentlich nicht bekannten Ort in der Nordsee erfolgen. Zum Einbruch der Dunkelheit am Freitagabend befand sich das Tier noch in der Barge – einem Lastkahn ohne eigenen Antrieb, der von dem Schlepper gezogen wird.</p><p>Der Konvoi hatte am Freitagmorgen unmittelbar am Übergang zwischen Ost- und Nordsee wegen des hohen Wellengangs den Kurs ändern müssen und war zunächst zurück Richtung Süden gefahren. Das Absperrnetz an der Barge wurde in diesem Zeitraum entfernt, freigesetzt wurde der Wal jedoch nicht. Am Nachmittag konnte der Kurs Richtung Norden wieder aufgenommen werden, in den folgenden Stunden passierten die Schiffe den Übergang von Ost- zu Nordsee auf der Höhe der dänischen Stadt Skagen.</p><p>Mitglieder der verantwortlichen privaten Initiative hatten am Freitagmittag bekräftigt, dass jeder Kilometer Richtung Nordsee zähle. Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.</p><p>Am vergangenen Dienstag war es gelungen, den wochenlang an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal in die Barge zu bugsieren. Dieses mit Wasser gefüllte Lastschiff wird von dem Mehrzweckschiff "Fortuna B" gezogen.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Geschwächter Buckelwal: Initiative: Wal könnte wegen Wellen bald freigesetzt werden</title>
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      <description>Fast hatte der Lastkahn mit dem Wal schon die Nordsee erreicht - doch wegen hoher Wellen musste der Transportverband abdrehen. Wird der Wal nun früher abgesetzt als geplant?</description>
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      <pubDate>Fri, 01 May 2026 10:38:09 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Fast hatte der Lastkahn mit dem Wal schon die Nordsee erreicht - doch wegen hoher Wellen musste der Transportverband abdrehen. Wird der Wal nun früher abgesetzt als geplant?</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Dem auf einer Barge vor der dänischen Küste ausharrenden Buckelwal könnte demnächst das Freisetzen bevorstehen. In den späten Nachmittagsstunden werde der Wal möglicherweise entlassen, sagte Jens Schwarck, Mitglied der privaten Initiative und beim Transport mit dabei, der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist aber noch in Abstimmung." Aktuell werde versucht, den Sender am Tier anzubringen. "Es wird außerdem vorbereitet, dass das Netz relativ schnell entfernt werden kann für den Fall, dass der Wal aus der Barge entlassen werden muss, weil er sich nicht wohlfühlt oder weil es zu gefährlich für ihn ist."</p><p>Aktuell befindet sich der Schlepper mit der angehängten Barge noch ein Stück vor dem nördlichen Ende Dänemarks und damit noch in der Ostsee. Am nördlichsten Punkt Dänemarks, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird. Plan der Initiative war eigentlich, das Tier erst in der Nordsee an einer geeigneten Stelle abzusetzen. </p><p>Wetter machte einen Strich durch den Plan</p><p>Der Lastkahn mit dem mehrfach an deutschen Küsten gestrandeten Buckelwal hatte am Morgen nach tagelanger Reise fast die Nordsee erreicht. Etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt drehte das Schiff dann aber zunächst ab, wie beim Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zu beobachten war. Grund seien die schwierigen Wetterbedingungen, sagte Martin Bocklage, Kapitän des Begleitschiffs "Robin Hood", dem Sender NDR. Bei dem hohen Wellengang sei das Verletzungsrisiko für den Wal in der Barge groß, hieß es aus dem Team der Initiative.</p><p>Am Dienstag war der wochenlang an der Ostseeküste im Flachwasser liegende Wal in den Lastkahn bugsiert worden. In dem mit Wasser gefüllten Stahlbecken, der vom Schlepper "Fortuna B" gezogen wird, war das zwölf Meter lange, geschwächte Tier in Richtung Nordsee geschippert worden. </p><p>In Dänemark rettet man gestrandete Wale nicht</p><p>Sollte das Tier nach dem Freisetzen abermals stranden, würden ihm zumindest die dänischen Behörden nicht helfen: Das dänische Umweltministerium teilte mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere prinzipiell nicht rette. Strandungen seien "ein natürlich vorkommendes Phänomen" und Wale sollten generell "nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört" werden.</p><p>Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>100. Geburtstag: Andrej Moiseenko überlebte Zwangsarbeit und KZ – doch die Lebensfreude ist geblieben</title>
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      <description>Andrej Moiseenko, einer der letzten lebenden Überlebenden von Buchenwald, verlor fast alles – nur die Freude am Leben konnte ihm keiner nehmen. Nun zelebriert er seinen 100. Geburtstag</description>
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      <category>Nationalsozialismus</category>
      <category>Geschichte</category>
      <category>Deutsche Geschichte</category>
      <category>20. Jahrhundert</category>
      <category>Holocaust</category>
      <pubDate>Fri, 01 May 2026 09:00:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Andrej Moiseenko, einer der letzten lebenden Überlebenden von Buchenwald, verlor fast alles – nur die Freude am Leben konnte ihm keiner nehmen. Nun zelebriert er seinen 100. Geburtstag</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Andrej Iwanowitsch Moiseenko ist ein zugewandter Mann. Er redet gerne und lacht viel. Wer ihn trifft, mag erstaunt sein, dass dieser aufgeweckte <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.andreiwird100.de/" class="external-link">Mann am 1. Mai 100 </a>wird. Und was mit noch mehr Erstaunen zurücklassen dürfte: Dass dieser Mann die Abgründe der Menschheit überlebt hat und zu einem lebensfrohen Menschen ohne Verbitterung werden konnte. </p><p>Wenige Tage nach dem Gespräch mit dpa kehrt er zum Ort seiner biografischen Zäsur zurück - wie jedes Jahr seit einiger Zeit. In der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar nimmt er, der in Minsk lebt, als einer von zwei Überlebenden an der Gedenkfeier zur Befreiung des Konzentrationslagers vor 81 Jahren teil. </p><p></p><p>"Ich kann mich an Gedenkfeiern erinnern mit deutlich mehr Überlebenden", sagt Moiseenko. "Eigentlich gibt es fast keine mehr." Es falle ihm nicht schwer, jedes Jahr zurückzukommen. Die Gedenkfeiern seien für ihn immer mit vielen Möglichkeiten verbunden, mit Menschen in Kontakt zu kommen. Er spreche dann mit Schülerinnen und Schülern bei Vorträgen und Filmvorführungen. So lange wie möglich möchte er von seinem Schicksal berichten. "Ich bin dankbar, dass es Leute gibt, die sich für meine Geschichte interessieren." Lange Zeit in seinem Leben habe er mit niemandem darüber gesprochen. </p><h2>Die Erinnerung wachhalten</h2><p>Inzwischen sei ihm bewusst, wie bedeutend seine Arbeit als Zeitzeuge ist: "Manche Menschen können es sich überhaupt nicht vorstellen, manche wollen es sich vielleicht auch nicht vorstellen, dass das wirklich wahr ist, was die SS-Leute damals in den Lagern gemacht haben. Ich kann es aber bezeugen."  Beim Gespräch übersetzt Moiseenkos Freund Hannes Farlock. Als dieser in den Raum kommt, zeigt sich, wie wach und wendig Moiseenko noch ist. Kaum erblickt er seinen Freund, springt er regelrecht auf und läuft ihm schnellen Schrittes entgegen. Beim Sprechen gestikuliert er, spitzt die Ohren, um die auf Deutsch gestellten Fragen zu verstehen. Seit einiger Zeit lernt er die Sprache.</p><p>Farlock hat über Moiseenko einen Dokumentarfilm gedreht, gerade arbeitet er an dem nächsten Filmprojekt mit ihm. Solche Filme, aber auch Berichte über ihn, würden die Erinnerung an Schrecken der NS-Zeit wachhalten, meint Moiseenko. Auch dann, wenn er selbst nicht mehr davon berichten könne.</p><p></p><h2>Zwangsarbeit und Konzentrationslager </h2><p>Geboren wurde Moiseenko 1926 in der Sowjetunion auf dem Gebiet der heutigen Ukraine. Seine Mutter verlor er früh. Sein Vater starb 1941 im Krieg. Sein Heimatort war damals von der deutschen Wehrmacht besetzt. Als er verzweifelt nach Essen für sich und seine jüngeren Geschwister suchte, wurde er im Alter von 15 Jahren zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Dort wurde er zur Arbeit beim Rüstungsbetrieb HASAG in Leipzig gezwungen. </p><p></p><p>Weil er verdächtigt wurde, im Widerstand zu sein, wurde er schließlich ins KZ Buchenwald gebracht. Dort musste er im Steinbruch schwerste körperliche Arbeit leisten. Später wurde er im KZ-Außenlager Wansleben verlegt, wo er zur Arbeit für die Rüstungsindustrie gezwungen wurde.  Dort wurde er gemeinsam mit anderen Insassen von amerikanischen Truppen am 14. April 1945 befreit - kurz bevor die SS seine Gruppe erschießen wollten, wie Moiseenko es in einem älteren Video auf der Website der Gedenkstätte Buchenwald beschreibt. "Bis zu unserem Tod fehlten nur noch 500 bis 800 Meter. Durch einen Zufall blieb ich am Leben."</p><h2>Die Zeit nach dem Schrecken: Zurück ins Leben finden</h2><p>"Das, was in Buchenwald geschehen ist, übersteigt eigentlich das menschlich Vorstellbare", sagt er im Gespräch und schildert, wie er den Großteil der Zwangsarbeiter erlebte. "Es waren Gestalten, aus denen alles Menschliche, alles Geistige, ausgelöscht wurde. Sie waren wie eine dunkle Masse, sie waren ein Schatten ihrer selbst."  </p><p>Nur wenige Monate nach seiner Befreiung wurde Moiseenko im Juli 1945 als Soldat in die Rote Armee eingezogen. Den Militärdienst leistete er in Babrujsk und Minsk ab. Er habe dort gedient, nicht gelebt, erinnert er sich an Nachkriegszeit. Nach dem Militärdienst im heutigen Belarus blieb er dort. "Ich hatte sonst keinen Platz mehr, wo ich zurückkehren konnte." </p><p></p><p>Moiseenko begann, seine Ausbildung nachzuholen. Daneben arbeitete er noch in einem Baukombinat und einem Konstruktionsbüro. Mit viel Beachtung für Details berichtet von der Zeit seiner Schulbildung und seinem Studium: "Von 8.00 bis 17.00 Uhr musste ich arbeiten, ab 18.00 bis 22.00 Uhr musste ich lernen." Er ist bis heute Zahlen-affin. </p><p>Nach dem Abschluss arbeitete er viele Jahre als Ingenieur. Moiseenko war an der Entwicklung von Straßenbau-Maschinen beteiligt. "Ich hatte ein sehr schweres Leben und habe nie Freizeit gehabt, entweder habe ich gearbeitet, oder studiert." </p><h2>"Die Hoffnung stirbt zuletzt"</h2><p>Seine Söhne, seine Ehefrau und andere Verwandte hat er längst überlebt. "Seit 25 Jahren bin ich allein." Verbitterung ist ihm aber auch an der Stelle nicht anzuhören. Inzwischen freue er sich, über Möglichkeiten, die Welt zu bereisen. Im vergangenen Jahr war er auch für den neuen Dokumentarfilm in Japan unterwegs, wo er auch Hiroshima besuchte und sich mitgenommen von den Folgen des Atombombenwurfs der USA im August 1945 zeigte. </p><p></p><p>Angst machten ihm die aktuellen Konflikte in der Welt. Dabei dürfe man aber Regierungen nicht mit der Bevölkerung gleichsetzen, sagt er. "Ich hoffe, dass unsere Nachkommen schlauer agieren als wir. Die Hoffnung stirbt zuletzt." </p><p>Für die Welt wünsche er sich das, was aus seiner Sicht vermutlich alle möchten: "Frieden und Gerechtigkeit und dass die Menschen mit gewisser Barmherzigkeit miteinander umgehen." </p><h2>"Da bin ich der Chef, da bin ich frei"</h2><p>Auf Belarus, wo er schon so lange lebt, blickt er mit Zwiespalt. Er schätze die Solidarität unter den Leuten dort. In seiner Wohnung in Minsk versuche er dennoch, so wenig wie möglich zu sein. Lieber ist er in seiner Datsche mit großem Garten weiter außerhalb, mit Wald drumherum. "Da guckt keiner, was ich so treibe, da bin ich der Chef, da bin ich frei."  Überhaupt der Garten. Der erfüllt seinen Alltag mit Aufgaben und mit Leben. Auch im hohen Alter fährt er immer noch Fahrrad. </p><p>Mit Begeisterung zählt Moiseenko die Gemüse- und Obstsorten auf, die dort durch seiner Hände Arbeit gedeihen: Kohl, Rote Bete, Brombeeren und vieles mehr.  Auf die Frage, ob er die Gartenarbeit körperlich noch schaffe, reagiert er mit einem entspannten Lachen: "Ich arbeite zwei Stunden, dann mache ich eine Stunde Pause, dann wieder zwei Stunden Arbeit und dann wieder Pause." Vielleicht seien seine Sommer im Wald auch der Grund, dass er noch lebe, überlegt er laut. Jedem Tag und jedem Menschen begegnet er bis heute mit Neugier – ohne Vorurteile und Verbitterung. </p><p></p><p>Und wie wird er seinen 100. Geburtstag feiern? In Weimar, wo er wie viele andere Buchenwald-Überlebende, Ehrenbürger ist, ist ein großes Fest geplant. Im <a href="https://www.dnt-weimar.de/de/programm/stueck-detail.php?SID=3981" class="external-link">Deutschen Nationaltheater</a> soll er auf einer wie ein gemütliches Wohnzimmer hergerichteten Bühne, Freunde und Gäste begrüßen können. </p><p>Es soll eine Würdigung des Menschen werden, heißt es von der <a href="https://www.buchenwald.de/besuch/veranstaltungen/andreiwird100" class="external-link">Gedenkstätte Buchenwald</a> und anderen Organisatoren. Mit dabei wird ein Chor sein, der Lieder aus Belarus singt und ein musikalischer Überraschungs-Act aus der Polit-Punkrock-Ecke, so Weimars Stadtverwaltung. Moiseenko habe sich einen Beitrag aus dem Bereich gewünscht.</p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Astrohighlights im Mai: Gleich zwei Vollmonde zieren den Frühlingshimmel</title>
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      <description>Im Mai sind der "Blumenmond" und der "Mini-Blue-Moon" zu bestaunen. Mariana Wagner vom Planetarium Hamburg blickt zudem zurück auf die Artemis-Missionen</description>
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      <category>Mond</category>
      <category>Astronomie</category>
      <category>Frühling</category>
      <pubDate>Fri, 01 May 2026 09:40:54 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Im Mai sind der "Blumenmond" und der "Mini-Blue-Moon" zu bestaunen. Mariana Wagner vom <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.planetarium-hamburg.de/" class="external-link">Planetarium Hamburg</a> blickt zudem zurück auf die Artemis-Missionen</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Am 1. Mai leuchtet der prächtige "Blumenvollmond" am Himmel. Der wohlklingende Name stammt von nordamerikanischen Volksgruppen, die sich von den vielen frisch erblühten Blumen inspirieren ließen. Ganz ähnlich hierzulande, denn der milde Mai gab schon immer jede Menge Anlass zur "Wonne” – ein Begriff aus dem Mittelhochdeutschen, der so viel wie Freude bedeutet. Der Maivollmond ist daher traditionell auch als "Wonnemond” bekannt. </p><h2><strong>Monatsausklang mit dem "Mini-Blue-Moon”</strong></h2><p>Der Mond erreicht am 31. Mai ein weiteres Mal seine Vollmondstellung. Ein zweiter Vollmond in einem Monat ist äußerst selten, er wird er auch als "Blue Moon" bezeichnet. Die ungewöhnliche Namensgebung bezieht sich auf die englische Phrase "once in a blue moon", was "alle Jubeljahre einmal" bedeutet. Tatsächlich ereignet sich dieses Phänomen nur alle zweieinhalb Jahre. Blau steht der Mond also leider nicht am Himmel.</p><p></p><p>Darüber hinaus ereignet sich dieser Vollmond in Erdferne. Seine größte Distanz zu uns beträgt 406.000 Kilometer, die geringste hingegen nur 356.000 Kilometer. Findet nun ein Vollmond nahe dem erdfernsten Bahnpunkt statt, gilt er umgangssprachlich als "Minimond". Doch trotz der Bezeichnung "Mini" nehmen wir keine gravierenden Unterschiede wahr. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen Vollmond ist der Minimond nur etwa fünf Prozent kleiner und bis zu 15 Prozent dunkler. Eine astronomische Bedeutung haben weder der Name Blumenmond noch Wonnemond oder Mini-Blue-Moon. </p><h2><strong>Die Suche nach dem idealen Standort</strong></h2><p>Mit Artemis II schickte die NASA kürzlich wieder erfolgreich Menschen Richtung Mond. Gelandet sind sie zwar nicht. Aber nach der ersten Umrundung nach über 50 Jahren sollen schon bald wieder Menschen den Fuß auf unseren Trabanten setzen. Das langfristige Ziel ist der Aufbau einer dauerhaften Mondstation. Sie wäre ein wichtiger Meilenstein für Missionen zum Mars. </p><p></p><p>Für den Bau einer Forschungsstation auf dem Mond ist die Standortfrage entscheidend. Denn sowohl Licht, als auch Temperatur und Ressourcen müssen passen. Besondere Priorität hat die Energieversorgung. Da der Mond keine Atmosphäre und keine fossilen Energieträger besitzt, bleibt praktisch nur die Sonne als Energiequelle. Ein guter Standort sollte also möglichst lange beleuchtet sein. </p><p>Hinzu kommen die Ressourcen: Besonders begehrt ist Wassereis, das sich in schattigen Kratern angesammelt hat. Es kann zu Trinkwasser, Sauerstoff und sogar Raketentreibstoff verarbeitet werden. Nicht zuletzt spielen Temperatur und Gelände eine wichtige Rolle. Denn extreme Hitze und Kälte belasten Material und Technik – während unebenes Terrain Landungen riskant macht. </p><p></p><p>Da der Mond ohne schützende Atmosphäre auskommen muss, ist seine Oberfläche extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Da keine Luft Wärme speichert oder verteilt, kühlt das, was von der Sonne aufgeheizt wurde, im Schatten sofort wieder aus. Auf der sonnenbeschienenen Seite können die Temperaturen auf etwa 130 Grad Celsius steigen. Sobald die Sonne untergeht, stürzt die Temperatur drastisch bis auf etwa minus 170 Grad ab. Das ist ein Unterschied von mehr als 300 Grad! Extrem ist die Differenz vor allem am Mondäquator, wo die Sonne etwa 14 Tage lang durchgehend auf einen Ort scheint, woraufhin etwa 14 Tage Dunkelheit folgen. </p><p>Für den Betrieb einer Mondstation ist das ein massives Problem. Technik muss diese Schwankungen aushalten, Energie muss gespeichert werden, und während der langen Mondnacht – die etwa zwei Wochen dauert – steht keine Sonnenenergie zur Verfügung.</p><p></p><p>All diese Anforderungen führen dazu, dass sich ein Gebiet auf dem Mond besonders für eine Mondstation eignet: der Südpol. Er vereint zwei Dinge, die auf dem Mond selten zusammen auftreten: Licht und Wasser. Aufgrund der minimalen Neigung der Mondachse steht die Sonne am lunaren Südpol das ganze Jahr hindurch sehr flach am Horizont. Einige erhöhte Punkte werden dadurch fast dauerhaft beleuchtet – die "Berge des ewigen Lichts". Solaranlagen könnten hier nahezu ohne Unterbrechung Energie liefern. Gleichzeitig liegen in unmittelbarer Nähe tief eingeschnittene Krater. In diesen schattigen Bereichen haben sich über Milliarden Jahre Eisvorkommen erhalten.</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Mariana Wagner</dc:creator>
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      <title>Entdeckung im Kuhmagen: Forschende entschlüsseln Motor der Methanproduktion</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/entdeckung-im-kuhmagen--forschende-entschluesseln-motor-der-methanproduktion--37356480.html</link>
      <description>Im Verdauungstrakt von Rindern entstehen Unmengen des Klimagases. Nun haben Forschende die beteiligten Mikroben näher beleuchtet – und dabei Überraschendes gefunden</description>
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      <category>Mikroben</category>
      <category>Kuh</category>
      <category>Klimaschutz</category>
      <category>Treibhauseffekt</category>
      <category>Landwirtschaft</category>
      <pubDate>Wed, 01 Apr 2026 07:00:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Im Verdauungstrakt von Rindern entstehen Unmengen des Klimagases. Nun haben Forschende die beteiligten Mikroben näher beleuchtet – und dabei Überraschendes gefunden</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Methan ist ein potentes Klimagas. Über einen Zeitraum von 100 Jahren befeuert es den Treibhauseffekt 28-mal stärker als Kohlendioxid. Von jenen Methan-Emissionen, die auf das Konto des Menschen gehen, stammen rund 30 Prozent aus den Gedärmen der Wiederkäuer, die wir züchten: Rinder, Ziegen, Schafe oder Hirsche. Eine einzige Kuh entlässt jährlich bis zu 120 Kilogramm – mehr als 100.000 Liter – Methan in die Atmosphäre. Den Großteil davon rülpst sie aus, nur ein kleiner Teil verlässt ihr Hinterende.</p><p>Das Gas entsteht als Stoffwechselprodukt der Einzeller, die im Verdauungstrakt die zähe, schwer verdauliche Pflanzenkost zersetzen. Der Gärprozess findet größtenteils im Pansen statt, dem ersten der vier Kuhmägen. Er setzt Nährstoffe frei, erzeugt aber auch Wasserstoff und Kohlendioxid. Diese beiden Gase werden wiederum von Archaeen, einer Art Urbakterien, in Methan umgewandelt. Auch wenn die Winzlinge nur vier Prozent der einzelligen Biomasse im Pansen ausmachen, ist ihre Wirkung durchschlagend. </p><h2>Die Vorarbeiter der Methanproduktion </h2><p>Doch was tragen die vielen anderen Bakterien, Pilze und Protisten zur Klimabilanz eines Rindes bei? Dieser Frage ging ein Forschungsteam um Fei Xie vom Institut für Hydrobiologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften nach. Besonders interessiert waren sie an der Rolle der Wimpertierchen. Die puscheligen Mikroben stellen rund ein Viertel der einzelligen Biomasse im Pansen. Im Gegensatz zu Bakterien und Archaeen besitzen sie einen Zellkern und komplexe Zellstrukturen. Ihre Oberfläche ist von Wimpern bedeckt, mit deren Hilfe sie vorankommen und sich Nahrungspartikel zufächeln. Vergangene Experimente zeigten: Werden die Wimpertierchen aus dem Pansen entfernt, sinkt die Methanproduktion um bis zu 35 Prozent. Doch auf welchem Wege sie die Klimabilanz der Kühe verschlechtern, war bislang unbekannt. </p><p>Um das Rätsel zu lösen, las Xies Team das Erbgut der Wimpertierchen aus. So entstand ein Katalog aus 450 Genomsequenzen von 65 Arten. Die Forschenden glichen ihn mit nahezu 2000 bestehenden Datensätzen zur Mikrobengemeinschaft in den Pansen von Wiederkäuern ab. Zusätzlich analysierten sie das Mikrobiom und den Methanausstoß von 100 Milchkühen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen wurden nun in der Fachzeitschrift "Science" <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://doi.org/10.1126/science.adv4244" class="external-link">veröffentlicht</a>. Sie bestätigen, dass mit der Zahl der Wimpertierchen auch die Zahl der methanogenen Archaeen und letztlich der Methanausstoß steigen.</p><p></p><p>Den Mechanismus dahinter entdeckten die Genetikerinnen und Mikrobiologen, als sie die Wimpertierchen aus dem Pansen unter einem hochauflösenden Mikroskop betrachteten. Die Einzeller besitzen bislang unbekannte Organellen – von einer Membran umschlossene Strukturen innerhalb der Zelle –, in denen Enzyme Sauerstoff verwerten und Wasserstoff freisetzen. Die Forschenden tauften sie "Hydrogenobodies", Wasserstoff erzeugende Körperchen. Die Organellen sitzen direkt unter der Zelloberfläche. Sie kurbeln die Methanproduktion auf zweierlei Weise an. Erstens liefern sie Wasserstoff als entscheidenden Rohstoff. Zweitens entziehen sie ihrer Umgebung Sauerstoff und sorgen so dafür, dass sich die unter Luftabschluss gedeihenden Archaeen wohlfühlen. </p><p>Interessanterweise gilt: Je mehr Wimpern eine Art besitzt, desto mehr Wasserstoffkörperchen beherbergt sie. Besonders fleißige Gasproduzenten sind Vertreter der Ordnung Vestibuliferida, die unter dem Mikroskop kleinen Flauschbällen gleichen. Weniger Wasserstoff setzen Entodiniomorphida<strong></strong>frei, die mit einem Puschel um den Mund und einem schlanken Hinterende eher an eine Blüte erinnern.</p><p></p><p>Diese Erkenntnis, so schreiben die Forschenden, könnte dabei helfen, die Methanausstoß von Rindern gezielt zu drosseln. Eine Möglichkeit wäre die Gabe von Substanzen, die Wimpertierchen der Ordnung Vestibuliferida gezielt abtöten. Als Ausgangspunkt könnte Skatol dienen, dessen tödliche Wirkung auf die Einzeller schon in den 1950er-Jahren erkannt wurde. Weitere Ansatzpunkte wären, die Enzyme in den neu entdeckten Organellen medikamentös lahmzulegen oder die Genaktivität der Wimpertierchen zu verändern. Am besten sei es, sich gezielt Vertreter der Ordnung Vestibuliferida vorzuknöpfen, schreibt das Team. Denn Entodiniomorphida sind erstens von geringerer Bedeutung für die Methanproduktion und zweitens wichtig für erwünschte Vorgänge im Pansen: Pflanzenmasse aufschließen, Kohlenhydrate freisetzen, die mikrobielle Gemeinschaft im Lot halten. </p><p>Womöglich erweitert sich also bald der Werkzeugkasten, der Viehbauern im Kampf gegen den Klimawandel zur Verfügung steht. Einige Methoden existieren bereits: Leichter verdauliches Futter senkt die Gasproduktion, genau wie die gezielte Zucht "emissionsarmer" Kuhrassen. Erprobt werden außerdem Nahrungszusätze wie die Rotalge Asparagopsis. Sie verringern die Menge an Methan, die in den Tiermägen entsteht. Sogar eine Impfung gegen die methanerzeugenden Archaeen wird entwickelt: Sie soll die kleinen Klimasünder daran hindern, sich überhaupt im Verdauungstrakt anzusiedeln. </p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Nora Saager</dc:creator>
    </item>
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      <title>Aufwendiger Rettungsversuch: Hoher Wellengang: Wal-Transportschiff kommt nicht weiter</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/aufwendiger-rettungsversuch--hoher-wellengang--wal-transportschiff-kommt-nicht-weiter-37360036.html</link>
      <description>Nach tagelanger Fahrt entlang der dänischen Küste ist der Lastkahn mit dem Buckelwal fast in der Nordsee angekommen. Erst dort soll das Tier eigentlich abgeladen werden. Doch es gibt Probleme.</description>
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      <pubDate>Fri, 01 May 2026 08:11:44 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Nach tagelanger Fahrt entlang der dänischen Küste ist der Lastkahn mit dem Buckelwal fast in der Nordsee angekommen. Erst dort soll das Tier eigentlich abgeladen werden. Doch es gibt Probleme.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Der Lastkahn mit dem mehrfach an deutschen Küsten gestrandeten Buckelwal hat am Morgen nach tagelanger Reise fast die Nordsee erreicht. Etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt drehte das Schiff dann aber zunächst ab, wie beim Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zu beobachten war. Grund seien die schwierigen Wetterbedingungen, sagte Martin Bocklage, Kapitän des Begleitschiffs "Robin Hood", dem Sender NDR.</p><p>Am nördlichsten Punkt Dänemarks, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird.</p><p>Nach Angaben von Teammitgliedern der privaten Initiative für den Transport wird am Vormittag beraten, wie es weitergehen soll. Zu den Möglichkeiten zählt demnach, an ruhigerer Stelle auf besseres Wetter zu warten - oder aber, den Wal direkt an Ort und Stelle und doch nicht erst in der Nordsee freizusetzen. Bei dem hohen Wellengang sei das Verletzungsrisiko für den Wal in der sogenannten Barge groß, hieß es.</p><p>Am Dienstag war der wochenlang an der Ostseeküste im Flachwasser liegende Wal in den Lastkahn bugsiert worden. In dem mit Wasser gefüllten Stahlbecken, der vom Schlepper "Fortuna B" gezogen wird, war das zwölf Meter lange, geschwächte Tier in den vergangenen Tagen in Richtung Nordsee geschippert worden. Nach Plänen der privaten Initiative, die für den Transport verantwortlich ist, soll der Wal in tiefem Wasser ausgesetzt werden. Wo genau, stand den Angaben zufolge zunächst nicht fest.</p><p>In Dänemark rettet man gestrandete Wale nicht</p><p>Sollte das Tier nach der Aktion abermals stranden, würden ihm die dänischen Behörden nicht helfen: Das dänische Umweltministerium teilte mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere prinzipiell nicht rette. Strandungen seien "ein natürlich vorkommendes Phänomen" und Wale sollten generell "nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört" werden.</p><p>Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
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      <title>Rezension: Frauen am Klavier: Ein Blick auf verdrängte Karrieren der Musikgeschichte</title>
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      <description>Susan Tomes beleuchtet in ihrem reich bebilderten Buch 50 Pianistinnen, ihre Erfolge und Hindernisse – und analysiert, warum viele von ihnen aus der Musikgeschichte verschwanden</description>
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      <category>Musik</category>
      <category>Geschichte</category>
      <category>Buchtipp</category>
      <category>Frauen</category>
      <category>Extra: Frauenrechte</category>
      <pubDate>Fri, 01 May 2026 08:00:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Susan Tomes beleuchtet in ihrem reich bebilderten Buch 50 Pianistinnen, ihre Erfolge und Hindernisse – und analysiert, warum viele von ihnen aus der Musikgeschichte verschwanden</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Ein glanzvoller europäischer Fürstenhof in den 1760er-Jahren: Am Klavier sitzt ein elfjähriges Wunderkind, dessen präzises und virtuoses Spiel selbst kritische Zuhörerinnen und Zuhörer in Staunen versetzt. Der Name auf den Plakaten, der den Adel zu den Konzerten anlockt, lautet Maria Anna Mozart, genannt Nannerl.</p><p>Während ihr jüngerer Bruder Wolfgang Amadeus noch im Schatten ihres Talents steht, erhält das Mädchen bereits große Anerkennung für ihr Klavierspiel. Doch nur wenige Jahre später endet diese öffentliche Karriere abrupt: Als Nannerl ins heiratsfähige Alter kommt, nimmt ihr Vater sie nicht mehr mit auf Konzertreisen. Professionalität und Komposition gelten als unvereinbar mit der Rolle einer künftigen Ehefrau, ihr Platz am Instrument wird in die Privatsphäre verbannt. Nicht ein einziger Takt ihrer eigenen Musik ist heute erhalten – ein Schicksal, das sie mit unzähligen begabten Frauen der Musikgeschichte teilt.</p><p>Mit dieser und vielen weiteren Biografien korrigiert die renommierte britische Pianistin und Autorin Susan Tomes in ihrem Buch "Frauen am Klavier – Fünfzig Pianistinnen und ihre Geschichte", erschienen im <a rel="noopener" target="_blank" href="https://www.suhrkamp.de/buch/susan-tomes-frauen-am-klavier-t-9783949582486" class="external-link">Elisabeth Sandmann Verlag,</a> die jahrhundertelange männliche Dominanz der Musikgeschichtsschreibung.</p><h2>Das Klavier als perfekter Platz für die Frau im Haus</h2><p>Doch der Band ist weit mehr als eine bloße Aufzählung. Susan Tomes, selbst eine der ersten Frauen, die am berühmten King’s College in Cambridge Musik studierten, verbindet ihre Perspektive als Konzertpianistin mit akribischer Recherche. Ihre zentrale Beobachtung: Das Klavier fungierte über Jahrhunderte hinweg als "perfekter Partner" für Frauen im häuslichen Umfeld, während ihnen der Zugang zum professionellen Konzertleben systematisch verwehrt blieb, sobald sich dieses im 19. Jahrhundert etablierte.</p><p></p><p>Seit dem 18. Jahrhundert wurde das Klavierspiel zu einer Fertigkeit, die von einer gut ausgebildeteten jungen Dame erwartet wurde. In einer Zeit, in der noch keine Musikaufnahmen zur Unterhaltung verfügbar waren, wurde bei einer Frau neben Zeichnen, Malen, Nähen und Sticken, Tanzen und Singen, einer guten Körperhaltung und einer eleganten Handschrift auch das Klavierspiel sehr geschätzt. In der Malerei des 19. Jahrhunderts und bis weit in das 20. Jahrhundert hinein zeigen häusliche Szenen attraktive Frauen häufig an Tasteninstrumenten – mal allein, mal mit Freundinnen oder Müttern gemeinsam spielend und manchmal umringt von einer Kinderschar, als wäre das Klavier ein Symbol für Glück, Gesundheit und Häuslichkeit.</p><p>Und noch aus einem weiteren Grund galten insbesondere größere Tasteninstrumente als "frauentauglich", wie Susan Tomes schreibt: "Aufgrund von Größe und Gewicht standen diese Instrumente meist in Privathaushalten. Je größer und schwerer das Klavier wurde, desto sorgfältiger wies man ihm einen unverrückbaren Platz im Zuhause zu. [...] Als ein fest an den häuslichen Bereich gebundener Gegenstand war das Klavier geradezu ideal für die Frau." Zumindest, wenn man es durch die Brille männlicher Zeitgenossen betrachtet.</p><p>Derlei historische Einordnungen und biografische Erzählungen wechseln sich ab mit hochwertigen und seitenfüllenden Reproduktionen von Gemälden und Porträts, die dem Geschriebenen auch visuell Gewicht verleihen.</p><p></p><h2>Vergessene Pianistinnen im Fokus</h2><p>Susan Tomes spannt den Bogen von den Anfängen des Hammerklaviers um 1750 bis in die Gegenwart. Neben bekannten Namen wie Clara Schumann, die mit ihren Tourneen eine Familie ernährte und dennoch oft nur in Relation zu ihrem Mann wahrgenommen wird, rücken auch vergessene Ikonen in den Fokus: etwa Sophie Menter, deren Popularität im 19. Jahrhundert so groß war, dass Fans ihre Kutsche zogen, oder die Polin Maria Szymanowska, die die Kompositionen von Frédéric Chopin prägte, ohne je als Quelle gewürdigt zu werden.</p><p>Besondere Aufmerksamkeit widmet Tomes Pianistinnen, die mehrfachen Barrieren ausgesetzt waren. Dazu zählen die Jazzmusikerin Nina Simone, deren Karriere im Klassikbereich an rassistischen Strukturen scheiterte, ebenso wie die chinesische Pianistin Zhu Xiao-Mei, die während der Kulturrevolution heimlich Bachs Goldberg-Variationen übte.</p><p></p><p>Tomes beschränkt sich in ihrem Buch aber nicht nur auf historische Rekonstruktion, sondern analysiert auch die Gegenwart. Sie thematisiert strukturelle Benachteiligungen bei internationalen Wettbewerben und weist auf ein oft übersehenes physisches Problem hin: Die Standardgröße moderner Klaviaturen orientiert sich an männlichen Händen – mit gesundheitlichen Risiken und klaren Nachteilen für viele Pianistinnen.</p><p>Einige Kritikerinnen und Kritiker bemängeln die bisweilen strenge Bewertung männlicher Zeitgenossen sowie gelegentliche klischeehafte Zuspitzungen in den Einleitungen. An der Relevanz des Buches ändert das wenig. "<span class="presentership-style"><a rel="noopener" target="_blank" href="https://td.oo34.net/cl/?aaid=0162b96d08846cd3&amp;ein=prue1xjqosnwha6g&amp;paid=3rz3h4ihdqmq2pmy&amp;subid=ccapgeo-rez-frauenamklavier-21" class="external-link">Frauen am Klavier</a></span>" erweist sich als engagiertes Plädoyer für die Sichtbarkeit weiblicher Kunst und als anregende Einladung, die Musikgeschichte neu zu hören – und neu zu bewerten.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Solvejg Hoffmann</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Gesundheit : Die Wissenschaft vom guten Schlaf: Wertvolle Techniken aus der Psychologie  | GEOplus</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/gesundheit/schlafpsychologie--wertvolle-techniken-fuer-gesunden-schlaf--37331704.html</link>
      <description>Ein tiefer Schlummer hält den Körper gesund und schafft mentale Balance. Die Schlafpsychologie kennt Techniken, die eine erholsame Nacht fördern und Störquellen ausschalten </description>
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      <category>Schlaf</category>
      <category>Schlafforschung</category>
      <category>Schlaftyp</category>
      <pubDate>Fri, 01 May 2026 08:08:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Christian Heinrich</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Repräsentative Befragung: Weniger Jugendliche sorgen sich um Klimawandel</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/repraesentative-befragung--weniger-jugendliche-sorgen-sich-um-klimawandel-37359792.html</link>
      <description>Jugendliche fürchten den Klimawandel weniger – obwohl Europa immer öfter von Hitzewellen, Dürren und Waldbränden getroffen wird. Was steckt hinter dem Sinneswandel?</description>
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      <pubDate>Fri, 01 May 2026 04:00:06 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Jugendliche fürchten den Klimawandel weniger – obwohl Europa immer öfter von Hitzewellen, Dürren und Waldbränden getroffen wird. Was steckt hinter dem Sinneswandel?</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Das Thema Klimawandel ist Jugendlichen laut einer repräsentativen Befragung weniger wichtig als noch vor ein paar Jahren. 2025 hielten nur noch rund vier von zehn Jugendlichen das Thema für sehr wichtig – 2021 waren es noch rund sechs von zehn, wie eine Befragung des Sinus-Instituts im Auftrag der Krankenkasse Barmer ergeben hat, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Gleichzeitig steigt der Anteil derer, die das Thema als unwichtig bewerten von 9 Prozent (2021) auf 17 Prozent (2025).</p><p>Für die Studie wurden zwischen dem 16. Oktober und dem 20. November bundesweit online 2.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren befragt.</p><p>Die große Angst vor dem Klimawandel ist unter Jugendlichen seltener geworden: 2025 sagte knapp ein Drittel der Jugendlichen (31 Prozent), sie hätten persönlich große Angst vor dem Klimawandel. 2021 waren es noch 39 Prozent. Gleichzeitig gaben 22 Prozent an, keine Angst zu haben (2021: 14 Prozent). Fast die Hälfte (47 Prozent) beschrieb gemischte Gefühle – unverändert zu 2021.</p><p>Auch wenn das Thema bei Jugendlichen scheinbar an Bedeutung verliert – entspannt hat sich die Lage in keinster Weise. Im Gegenteil: Der Klimawandel zeigt sich in Europa immer deutlicher: Der Kontinent heize sich seit den 1980er Jahren doppelt so schnell auf wie die Welt als Ganzes, sagte die Chefin der Weltwetterorganisation, Celeste Saulo, bei der Vorstellung eines Berichts über den Zustand des Klimas. Europa erlebte 2025 unter anderem einen enormen Rückgang der Schnee- und Eisbedeckung, Dürren, Hitzewellen, Waldbrände und Meereserwärmung, vieles davon auf Rekordniveau.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Grundschleppnetz-Fischerei: Wie eine Fischereimethode Meeresbewohner und Klima schädigt</title>
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      <description>Bei der Grundschleppnetz-Fischerei schleifen Schiffe Netze über den Meeresboden - regelmäßig auch in Schutzzonen Europas. Dabei zerstören sie Naturräume und schädigen das Klima stark, so eine Studie.</description>
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      <pubDate>Fri, 01 May 2026 03:00:05 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Bei der Grundschleppnetz-Fischerei schleifen Schiffe Netze über den Meeresboden - regelmäßig auch in Schutzzonen Europas. Dabei zerstören sie Naturräume und schädigen das Klima stark, so eine Studie.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Fischerei mit schweren Netzen auf dem Meeresboden zerstört einer Studie zufolge wichtige Lebensräume, schädigt das Klima - und belastet die Gesellschaft auch finanziell. Die sogenannte Grundschleppnetz-Fischerei, bei der schwere Netze über den Meeresboden geschleift werden, koste die Gesellschaft in Europa jährlich bis zu 16 Milliarden Euro, schreibt ein Forschungsteam aus den USA und Kanada in der Fachzeitschrift "Ocean &amp; Coastal Management". Die ökonomischen Kosten dieser Praxis übersteigen demnach die Gewinne durch diese Art der Fischerei um etwa das 12- bis 90-Fache.</p><p>Hauptverantwortlich dafür seien die massiven Auswirkungen auf das Klima durch die Freisetzung von im Meeresboden gespeichertem Kohlenstoff, heißt es. Für die Untersuchung werteten die Wissenschaftler Daten von mehr als 4.900 solchen Fangschiffen unter europäischer Flagge aus, die von 2016 bis 2021 jährlich durchschnittlich 5,5 Millionen Stunden in den Gewässern der EU sowie von Großbritannien, Norwegen und Island unterwegs waren.</p><p>Während die Netto-Gewinne der Industrie auf rund 180 Millionen Euro pro Jahr geschätzt werden, belaufen sich die Kosten für die Allgemeinheit der Studie zufolge auf jährlich rund 2 bis 16 Milliarden Euro. Die Schwankungsbreite ergibt sich aus unterschiedlichen Bewertungen der sozialen Kosten einer Tonne Kohlendioxid (CO2).</p><p>Fischerei auch in Meeresschutzgebieten</p><p>Der Studie zufolge setzte das Aufwühlen des Sediments von 2016 bis 2021 jährlich etwa 112 Millionen Tonnen CO2 frei. Das sei fast ein Drittel der weltweiten Emissionen aus dem Meeresboden durch Grundschleppnetz-Fischerei, die das Team um Katherine Millage von der Umweltorganisation Pristine Seas auf bis zu 370 Millionen Tonnen pro Jahr schätzt.</p><p>Besonders kritisch bewerten die Autoren die ökologischen Folgen der Praxis. Der Analyse zufolge erfolgten in Europa zeitmäßig etwa 23 Prozent der Grundschleppnetz-Fischerei in Meeresschutzgebieten. In Ländern wie Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Spanien waren es demnach sogar mehr als 25 Prozent.</p><p>Verbot von Grundschleppnetzen in europäischen Schutzgebieten?</p><p>Die schweren Netze, die teilweise so groß sind wie zwölf Flugzeuge vom Typ Boeing 747, pflügen demnach den Meeresboden um und zerstören dadurch wichtige Lebensräume. Dies beeinträchtige die Regenerationsfähigkeit der Bestände von Fischen und anderen Meeresbewohnern massiv, betonen die Forschenden. Trotz des hohen Aufwands trägt die Fischereimethode den Forschern zufolge nur zu zwei Prozent zum in Europa konsumierten tierischen Protein bei. </p><p>Die Studienautoren fordern daher als ersten Schritt ein Verbot von Grundschleppnetzen in Schutzgebieten. Zudem könne eine generelle Halbierung dieser Aktivitäten den gesellschaftlichen Nutzen maximieren und die überfischten Meere wiederbeleben. Griechenland und Schweden haben bereits angekündigt, die Praxis in ihren Schutzgebieten bis 2030 zu verbieten - dies entspricht auch dem generellen Aktionsplan der Europäischen Kommission.</p><p>Schätzung: Weltweit sterben 300.000 Wale und Delfine in Netzen</p><p>Zusätzlich verweist das Forschungsteam darauf, bei bis zu 75 Prozent der in diesen Netzen gefangenen Meeresbewohner handele es sich um Beifang. Dies können auch Delfine und Wale sein, die Fischen in den Netzen nachstellen. </p><p>Die Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) schätzt, dass jährlich weltweit mehr als 300.000 Wale und Delfine in Fischernetzen ersticken - allerdings in verschiedenen Arten von Netzen. Auch der in der deutschen Ostsee mehrfach gestrandete Buckelwal hatte sich Berichten zufolge in einem Netz verfangen, vermutlich in einem Stellnetz.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Keine Panik!: Mit Angststörung ins MRT? Was Betroffenen (nicht) hilft</title>
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      <description>Wer in engen Räumen Angst verspürt, für den scheint klar: "Niemand kriegt mich in ein MRT!" Und wenn es doch sein muss? Ein Psychologe über hilfreiche Strategien und das Problem mit dem Glücksbringer.</description>
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      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 22:05:14 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wer in engen Räumen Angst verspürt, für den scheint klar: "Niemand kriegt mich in ein MRT!" Und wenn es doch sein muss? Ein Psychologe über hilfreiche Strategien und das Problem mit dem Glücksbringer.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Auch wer keine Angststörung hat, fühlt sich bei einer Untersuchung in einer MRT-Röhre nicht unbedingt wohl. "Das hat etwas mit Kontrollverlust und Ausgeliefertsein zu tun", sagt Psychologe André Wannemüller. Er hat an der Ruhr-Uni Bochum ein Forschungsprojekt "Die Angst vor der Röhre überwinden" durchgeführt.</p><p>Noch viel furchteinflößender ist eine anstehende MRT-Untersuchung jedoch für Menschen, die an diesen spezifischen Angststörungen leiden: </p><p>Klaustrophobie: Hier besteht Angst vor engen, geschlossenen Situationen und Räumen - etwa Fahrstühlen oder eben MRT-Röhren.Agoraphobie: Betroffene bewerten Situationen danach, "wie gefährlich oder unangenehm ein körperlicher Kontrollverlust wäre, der dazu führt, dass man Hilfe benötigt", so Wannemüller. Sie malen sich beispielsweise aus, wie peinlich es wäre, wenn sie in einer Situation, in der sie sich "gefangen" fühlen, eine Panikattacke oder Durchfall bekämen. </p><p>Bewältigungsstrategien lernen </p><p>Was also tun, wenn man als Angst-Kandidat oder -Kandidatin vor einer MRT-Untersuchung steht? André Wannemüller rät, sich psychotherapeutische Unterstützung aus dem Bereich der kognitiven Verhaltenstherapie zu suchen. </p><p>Es geht darum, mit professioneller Hilfe Coping-Strategien - also Bewältigungsmechanismen - einzuüben. Wichtig ist auch, zu lernen, wie man sie in Angstsituationen anwendet. </p><p>An der Fakultät für Psychologie haben Wannemüller und sein Team eine MRT-Nachbildung entwickelt, in der die Patienten die Zeit in der Röhre "üben" können. Denn das ist eine Strategie, um Ängste zu überwinden: sich schrittweise vorzuwagen und bewusst Situationen aufzusuchen, die man zuvor vermieden hat. </p><p>Das lädt das Gehirn dazu ein, eine neue Erfahrung zu machen - nämlich die, dass sich die Gefahr gar nicht bestätigt. Die Angst kann dadurch Schritt für Schritt zurückziehen. </p><p>"Natürlich hat nicht jeder die Chance, das in unserer MRT-Nachbildung zu üben", sagt der Bochumer Psychologe. Daher ist wichtig, individuell mit Therapeut oder Therapeutin einen Plan zu schmieden. </p><p>Drei Dinge, die wenig hilfreich sind</p><p>Sekunden in der Röhre herunterzählen </p><p>Augen zu, Zähne fest zusammenbeißen - und im Überlebensmodus die Zeit runterzählen? Das mag einen durch die MRT-Untersuchung bringen, verringert aber nicht die Angst. "So festigt sich nur das Gefühl, dass man es keinen Moment länger ausgehalten hätte", sagt Wannemüller. </p><p>Sich auf einen Glücksbringer verlassen </p><p>Glücksbringer vermitteln ein Sicherheitsgefühl, das allerdings von Nachteil sein kann. Denn so bleibt man überzeugt, dass die Situation per se gefährlich ist. Das "Gutgegangen" führen Betroffene dann allen auf den Glücksbringer zurück. </p><p>Ohrstöpsel verwenden </p><p>Ein MRT ist laut. Ohrstöpseln oder Kopfhörer gegen die lauten Geräusche helfen Menschen mit Angststörungen nicht immer. Im Gegenteil: Sie können sogar kontraproduktiv sein, weil man nicht mehr all seine Sinne nutzen kann und die Bedrohungslage dadurch verstärkt werden kann.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Experten-Tipps: Ab in die Röhre: Das sollten Sie vor dem MRT-Termin wissen</title>
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      <description>Es ist eng und laut, jede Minute zieht sich wie Kaugummi. Ein MRT ist vielen unheimlich. Ihnen steht ein Ausflug in die Röhre bevor? Wir klären sechs Fragen - unter anderem, warum Schmuck tabu ist.</description>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Es ist eng und laut, jede Minute zieht sich wie Kaugummi. Ein MRT ist vielen unheimlich. Ihnen steht ein Ausflug in die Röhre bevor? Wir klären sechs Fragen - unter anderem, warum Schmuck tabu ist.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Bezeichnung Magnetresonanztomographie nimmt in der Alltagssprache kaum jemand in den Mund. "Ich muss ins MRT" heißt es nur. Schon wissen alle, dass ein Ausflug in die tunnelartige Röhre ansteht, bei dem Bilder vom Körperinneren entstehen. </p><p>Doch wie funktioniert so ein Gerät? Warum müssen Piercings unbedingt entfernt werden? Und woher kommen die Geräusche, die oft an ein experimentelles Set eines Techno-DJs erinnern? Ein Überblick. </p><p>Welche Technologie steckt hinter einem MRT-Gerät? </p><p>"Beim MRT handelt es sich um ein Gerät in Röhrenform, das einen sehr großen Magneten in seinem Kern hat und ein starkes Magnetfeld erzeugt", sagt der Radiologe Wolfram Schaeben. </p><p>Diese Technik macht sich zunutze, dass unser Körper zum Großteil aus Wasser besteht. Im Magnetfeld richten sich die Wasserstoffatome aus - so wie es auch Kompassnadeln tun. </p><p>"Wenn dann elektromagnetische Wellen im Frequenzbereich von Radio-/Fernsehwellen ausgesendet werden, geraten diese Atome in Schwingung. Beim Abschalten wird Energie frei", erklärt der Vizepräsident des Berufsverbandes der Deutschen Radiologen. Spulen empfangen dieses elektrische Signal, Computer wandeln es um - es entstehen Schnittbilder vom Körperinneren. </p><p>Wann kommt eine MRT-Untersuchung zum Einsatz? </p><p>Bandscheibenvorfall, Meniskus- oder Kreuzbandriss oder Schulterprobleme: Das sind klassische Fälle, die Patienten in die MRT-Röhre führen.</p><p>Ein MRT ist insbesondere dann das richtige Gerät, wenn es um die Darstellung weicher Gewebe und von Gelenken geht. Auch um Gehirn, Rückenmark und Nerven sichtbar zu machen, kommen MRT-Untersuchungen zum Einsatz.</p><p>Viele Patienten müssen nicht nur nach einer akuten Verletzung in die Röhre, sondern auch in regelmäßigen Abständen zu Kontrolluntersuchungen: etwa Menschen, die an Krebs oder Multipler Sklerose (MS) erkrankt sind. </p><p>"Im Bereich der Lunge oder des Bauches ist hingegen meist ein CT, also eine Computertomographie, die Methode der ersten Wahl", sagt Wolfram Schaeben.</p><p>Der Unterschied zwischen den beiden Methoden: Beim CT werden Röntgenstrahlen eingesetzt, beim MRT hingegen sind es elektromagnetische Wellen, die sich im Frequenzbereich von Radio-/Fernsehwellen befinden. "Nach aktuellem Stand sind diese komplett unschädlich", sagt Radiologe Schaeben.</p><p>Was passiert vor der Untersuchung - und warum ist Schmuck tabu?</p><p>Patienten müssen vorab einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen. Darin müssen sie auch angeben, ob sich Metalle in ihrem Körper befinden - angefangen vom Herzschrittmacher über Ohrimplantate bis zu Schrauben vom letzten Ski-Unfall. Auf dieser Grundlage wird abgewogen: Ist eine MRT-Untersuchung überhaupt möglich? Müssen Vorsorgemaßnahmen getroffen werden? </p><p>Herzschrittmacher der neuesten Generation seien häufig zwar MRT-tauglich, würden aber durch den starken Magneten meist verstellt, sagt Schaeben. "Dann muss die Untersuchung besonders gut vorbereitet und überwacht werden und der Herzschrittmacher danach eventuell neu eingestellt."</p><p>Übliche Zahnimplantate und Amalgam-Füllungen sind in der Regel kein Problem, Schmuck und Piercings müssen vor der Untersuchung entfernt werden. "Sonst besteht die Gefahr der Erhitzung und Verbrennung", warnt der Radiologe. </p><p>Auch BHs oder Gürtel müssen vor der Untersuchung abgelegt werden, weil sie metallische Teile enthalten. Nackt ausziehen muss man sich für die Zeit in der Röhre jedoch nicht.</p><p>Wann ist ein Kontrastmittel nötig, wann nicht? </p><p>Kontrastmittel können die Qualität des Bildmaterials verbessern, sind aber nicht immer notwendig. "Die meisten MRT-Untersuchungen - im Prinzip fast alle Gelenkuntersuchungen - laufen zumindest zunächst ohne Kontrastmittel", sagt Radiologe Schaeben. </p><p>Bei Tumor-Fragestellungen, bei Kopfuntersuchungen oder bei Gefäßdarstellungen hingegen werden wenige Milliliter eines Kontrastmittels in die Vene gespritzt. Vorausgesetzt, es gibt keine bekannten Allergien darauf und keine gravierende Nierenfunktionsstörung. Deshalb müssen die Patienten zuvor aktuelle Blutwerte von ihrem Hausarzt mitbringen. </p><p>Die Untersuchung beginnt. Warum ist das MRT-Gerät so laut? </p><p>Auf einer Liege wird man dann - meistens auf dem Rücken - in die Röhre gefahren. Für die Patienten gibt es zuvor noch Hinweise wie "Bitte während der Aufnahme nicht bewegen!" oder "Nicht erschrecken: Es wird laut klopfen und brummen!" </p><p>Aber warum eigentlich? "Die Spulen im Magnetgehäuse erzeugen ein mechanisches Geräusch, weil sie immer wieder das Magnetfeld verziehen und elektrische Signale empfangen", sagt Schaeben. Die Ströme in den sogenannten Gradientenspulen werden extrem schnell umgeschaltet. </p><p>Viele Patienten empfinden die lauten Klopfgeräusche als bedrohlich. Je nach untersuchtem Körperteil können sie daher Ohrstöpsel oder einen Gehörschutz benutzen, die für sie bereitliegen. Manchmal gibt es sogar Musik auf die Ohren. </p><p>Übrigens: "Bei Kopfuntersuchungen kann man über ein Spiegelsystem das Bedienpersonal sehen, das im Übrigen über ein Mikrofonsystem ständig mit dem Patenten verbunden ist", sagt der Radiologe. Auch ein Notfallknopf befindet sich in Griffnähe, falls man Panik bekommt. </p><p>Warum sind viele Menschen ängstlich, wenn ein MRT-Termin ansteht?</p><p>Ähnlich wie beim Fliegen finden viele Menschen eine MRT-Untersuchung nicht so richtig gut, manche haben sogar richtig Angst. "Das hat etwas mit Kontrollverlust und Ausgeliefertsein zu tun", sagt Psychologe André Wannemüller, der an der Ruhr-Uni in Bochum ein Forschungsprojekt unter dem Motto "Die Angst vor der Röhre überwinden" durchgeführt hat. </p><p>Beim MRT kommt noch hinzu, dass ein körperliches Problem der Anlass für die Untersuchung ist. "Da mischt sich dann noch die Angst vor einer eventuellen schlimmen Diagnose mit hinein", so der Psychologe. </p><p>Doch ganz gleich, wie lange die Untersuchung dauert, ob acht Minuten fürs Knie oder eine halbe Stunde für den Bauch: Wenn Ärzte zum MRT raten, sollte man auf keinen Fall darauf verzichten, findet Radiologe Wolfram Schaeben. "Der Nutzen ist auf jeden Fall größer." Bei starken Ängsten bleibt zudem noch die Möglichkeit einer milden Sedierung oder im Extremfall einer Narkose.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Rauschmittel: Lachse auf Koks: Wie die Droge das Verhalten der Fische ändert</title>
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      <description>Kokain beeinflusst die Bewegung von Lachsen, wie Forschende jetzt bei einem Experiment herausfanden. Das hat womöglich weitreichende Konsequenzen für das Ökosystem  </description>
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      <category>Fische</category>
      <category>Lachs</category>
      <category>Umweltschutz</category>
      <category>Forschung</category>
      <category>Wissen</category>
      <category>Drogen</category>
      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 14:57:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Kokain beeinflusst die Bewegung von Lachsen, wie Forschende jetzt bei einem Experiment herausfanden. Das hat womöglich weitreichende Konsequenzen für das Ökosystem  </p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Dass Hormone oder Schmerzmittel Nebenwirkungen für diejenigen haben können, die sie gar nicht schlucken, ist schon lange bekannt. Niedrige Konzentrationen der Antibabypille etwa können Fischpopulationen verweiblichen, was in Einzelfällen schon zu einem Kollaps der Bestände geführt hat. Auch andere Beispiele zeigen, wie folgenreich pharmazeutische Verschmutzung sein kann: In Indien etwa gaben Landwirte ihrem Vieh ein entzündungshemmendes und schmerzlinderndes Medikament. Die Kadaver der Tiere enthielten Spuren davon. Geier fraßen das Fleisch – und das führte zu einem fast 95-prozentigen Zusammenbruch ihrer Population.</p><p>Auch die Spuren illegaler Drogen sind längst nicht mehr nur ein Problem für Abhängige – sie haben ihren Weg in Flüsse und Seen gefunden. Beispielsweise beim Toilettengang gelangen sie ins Abwasser. Kläranlagen sind vielfach nicht dafür ausgelegt, solche Substanzen herauszufiltern. Kokain etwa ist deshalb keine Unbekannte in den Ökosystemen. In den Muskeln von Haien vor Südamerika entdeckten Forschende das Rauschmittel und dessen Abbaustoffe. Dasselbe gilt für wirbellose Wasserwesen im Vereinigten Königreich. Was das für wildlebende Tiere in ihrer natürlichen Lebenswelt bedeutet, blieb bisher jedoch weitgehend unklar. </p><p>Eine <a href="https://www.cell.com/current-biology/pdfExtended/S0960-9822(26)00315-5" class="external-link">neue Studie</a> zeigt nun, dass Kokainrückstände in Gewässern das Verhalten von Atlantischen Lachsen deutlich verändern können. "Aus Laborversuchen war bekannt, dass die Droge bei Fischen ins Gehirn gelangt und beispielsweise die Fortpflanzung beeinflusst", sagt Jack Brand von der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften in Uppsala, "aber das haben Forschende unter künstlichen Umständen untersucht." </p><p>Ein Team um den Verhaltensbiologen analysierte nun erstmals unter realen Bedingungen, wie sich solche Substanzen auf Fische auswirken. Dafür setzten die Wissenschaftler zwei Jahre alte Lachse im schwedischen Vätternsee aus. Zuvor hatten sie den etwa zwölf Zentimeter langen Tieren kleine Implantate eingepflanzt, die später wieder schonend entfernt wurden. Während des Experiments gaben die Implantate nach und nach Kokain frei – oder Benzoylecgonin, ein Stoff, der beim Abbau der Droge im Körper entsteht. Ein Drittel der Tiere bekam gar keinen Wirkstoff, zum Vergleich. Allen wurden zudem winzige Etiketten angeheftet, die in regelmäßigen Abständen Töne von sich gaben. Mithilfe dieser akustischen Signale konnten die Forschenden die Bewegungen ihrer Versuchsfische über mehrere Wochen hinweg genau verfolgen.</p><p>Die Ergebnisse sind deutlich: Tiere, die den Substanzen ausgesetzt waren, zeigten sich aktiver. Besonders auffällig war der Effekt beim Kokain-Abbauprodukt. Die Fische, denen dieser Stoff verabreichte wurde, schwammen gegen Ende des Beobachtungszeitraums fast doppelt so weit wie die unbelastete Kontrollgruppe. Zudem entfernten sie sich deutlich weiter von ihrem ursprünglichen Aufenthaltsort – teilweise um mehr als zwölf Kilometer. "Sie verteilten sich auch weiter über den See und nutzten unterschiedliche Zonen", sagt Brand. "Was das genau für Folgen hat, ist noch nicht klar." <br/> </p><h2>Skigebiete, Musikfestivals, Großstädte am Wochenende: Im Wasser finden sich Rückstände des Kokainkonsums</h2><p>Die könnten weitreichend sein. Der Aufenthaltsort von Fischen beeinflusst, wo sie Nahrung finden, welchen Räubern sie begegnen und wie sie sich fortpflanzen. Wenn Umweltverschmutzung solche grundlegenden Verhaltensmuster verschiebt, könnte das ganze Nahrungsnetze verändern. Besonders eindrücklich war, dass nicht das Kokain selbst, sondern dessen Abbauprodukt den stärkeren Effekt hatte. In der Umwelt kommt Benzoylecgonin oft in höheren Konzentrationen vor als der Ausgangsstoff Kokain und bleibt länger chemisch stabil. Das deutet darauf hin, dass bisherige Risikobewertungen, die sich vor allem auf die Ursprungsdroge konzentrieren, wichtige Aspekte übersehen könnten. Seit 2013 ist der Konsum von Kokain zudem gemäß einem UN-Report in nur zehn Jahren um 40 Prozent angestiegen. "In großen Städten lassen sich Spitzen der Kontamination an Wochenenden im Wasser nachweisen. Wie auch in Skigebieten im Winter. Und flussabwärts von der Location eines Musikfestivals", sagt Jack Brand.</p><p></p><p>Die biologischen Mechanismen hinter den nun beobachteten Veränderungen sind noch nicht vollständig geklärt. Bekannt ist, dass Kokain und ähnliche Substanzen das Nervensystem beeinflussen und so womöglich auch das Bewegungsverhalten steuern. Vielleicht verändern die Stoffe auch den Energiehaushalt der Fische, sodass diese mehr Nahrung suchen müssen und dadurch aktiver werden. "Wir wissen, dass bei Tieren die Energiebilanzen sehr fein abgestimmt sind. Eine Verdopplung des Energieverbrauchs hat ihren Preis. Also muss der Fisch mehr fressen – oder sein Körperzustand verschlechtert sich im Laufe der Zeit", sagt Jack Brand.</p><p>Mehr Bewegung könnte dazu führen, dass Fische nicht nur mehr Energie verbrauchen und anfälliger für Stress oder Krankheiten werden. Gleichzeitig könnte sie ihre größere Aktivität häufiger in brenzlige Situationen führen, etwa in Gebiete mit vielen Räubern. Die Studie macht deutlich, dass Umweltverschmutzung durch Drogen ein unterschätztes Problem darstellt. Selbst moderne Kläranlagen können bisher oft nicht alle Rückstände vollständig entfernen. Und zuweilen gelangt ungeklärtes Abwasser bei Starkregen direkt in Flüsse. Brand: "Eine bessere Überwachung dieser Vorgänge wäre gut, damit wir mehr Daten gewinnen. Und wir sollten die Kläranlagen verbessern. Die Technologien für die Filterung derartiger Stoffe existieren, aber sie sind sehr teuer."</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Jörn Auf dem Kampe</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Interview: Wie Menschen Monster machen: "Früher war der Wal das gruseligste Wesen im Meer" | GEOplus</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/weltgeschichte/menschen-machen-monster---frueher-war-der-wal-das-gruseligste-wesen--37315370.html</link>
      <description>Ein weißer Hai, eine katholische Königin, ein kleines Mädchen: Die Historikerin Surekha Davies erklärt, wie Monster entstehen – und warum wir sie brauchen</description>
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      <category>Geschichte</category>
      <category>Kolonialismus</category>
      <category>Frauen</category>
      <category>Buchtipp</category>
      <category>Wale</category>
      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 13:40:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Gesa Gottschalk</dc:creator>
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      <title>Prähabilitation: Wie Training und Ernährung vor einer OP den Heilungsverlauf beeinflussen</title>
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      <description>Krafttraining oder Spezial-Shakes vor einer OP? Ein Forschungsteam zeigt, wie solche Programme das Risiko für Komplikationen senken und den Klinikaufenthalt verkürzen können</description>
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      <category>Gesundheit</category>
      <category>Sport</category>
      <category>Ernährung</category>
      <category>Krankenhaus</category>
      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 12:21:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Krafttraining oder Spezial-Shakes vor einer OP? Ein Forschungsteam zeigt, wie solche Programme das Risiko für Komplikationen senken und den Klinikaufenthalt verkürzen können</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Es kann sich lohnen, schon vor einer Operation mit einem Training anzufangen und nicht nur auf eine Reha danach zu setzen. Das vermindert einer Studie zufolge Komplikationen nach der Operation. Zudem könne eine spezielle Ernährung im Vorfeld in einigen Fällen den Klinikaufenthalt verkürzen, berichtet ein Team um Justine Lee von der Universität von Kalifornien in Los Angeles. </p><p>Es hatte in einer Meta-Analyse 23 Studien zur sogenannten Prähabilitation zusammengefasst. Dazu gehörten Ernährungs- und Bewegungsprogramme, um den Körper vor einer Operation zu stärken, schreibt die Gruppe im "<a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://journals.lww.com/journalacs/abstract/9900/exercise_based_and_nutrition_based_prehabilitation.1679.aspx" class="external-link">Journal of the American College of Surgeons</a>".</p><p></p><p>"Die Ergebnisse sind plausibel und decken sich mit anderen Studienergebnissen auf jeden Fall", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Christian Sturm, der Deutschen Presse-Agentur. In Deutschland gehe es erst langsam los mit entsprechenden Vorbereitungen vor einer Operation. Die Niederlande seien da viel weiter.</p><h2>Problem der Verschreibung</h2><p>"Das Problem ist, dass Prähabilitation so als Programm nicht bezahlt wird", betont Sturm, der Leitender Oberarzt an der Medizinischen Hochschule Hannover ist. "Das gibt es nicht als fertiges Paket, sondern höchstens nur als Einzelleistung." Ärzte könnten vor einer Operation jedoch einfach Krankengymnastik oder in einigen Fällen auch Ernährungsprogramme verschreiben. </p><p>"Entweder schaffe ich es dann, dass das Knie wieder schmerzarm wird und ich brauche gar keine Operation oder ich habe halt prähabilitiert", sagt Sturm. Es komme dann zwar zur Operation, der Patient gehe aber mit guter Kraft und guter Gleichgewichtsteuerung in den Eingriff. "Insofern ist es also in jedem Fall etwas Gutes", sagt Sturm. </p><h2>Komplikationsrisiko nach Training halbiert</h2><p>Patienten, die in der US-Studie an Bewegungsprogrammen teilnahmen, hatten im Durchschnitt ein um rund die Hälfte gesunkenes Komplikationsrisiko im Vergleich zur Standardversorgung. Die Programme bestanden zumeist aus Kraft- oder Intervalltraining und dauerten zwischen zwei Wochen und sechs Monaten. Auch die von den Patienten selbst angegebene Lebensqualität verbesserte sich nach den Bewegungsprogrammen. Die Verweildauer im Krankenhaus verkürzte sich hierbei allerdings nicht signifikant, auch die empfundenen Schmerzen blieben gleich hoch. </p><p></p><p>Ernährungsprogramme vor der Operation reduzierten die Verweildauer im Krankenhaus nach Angaben der Universität von Kalifornien hingegen im Schnitt um etwa 14 Prozent im Vergleich zur Standardversorgung. Diese Programme dauerten in der Regel fünf Tage bis zwei Wochen und umfassten häufig spezielle Nahrungsergänzungsmittel. Ein Einfluss auf die Komplikationen nach der Operation konnte hier nicht gezeigt werden.</p><h2>25 Prozent erleiden Komplikationen nach Operation </h2><p>Jährlich gibt es weltweit nach Angaben des Forschungsteams mehr als 300 Millionen Operationen "und diese Zahl wird voraussichtlich weiter steigen, da unsere Bevölkerung altert". Nach chirurgischen Operationen in Kliniken erleiden demnach bis zu 25 Prozent der Patientinnen und Patienten postoperative Komplikationen. </p><p>Das Team hatte zunächst große Studiendatenbanken für den Zeitraum 2004 bis 2024 durchsucht und Arbeiten mit bestimmten Qualitätsmerkmalen etwa zum Stichwort Prähabilitation ausgewählt. Von 298 gescreenten Studien wurden 23 mit insgesamt 2.182 Teilnehmenden (1.100 Männer) in die Metaanalyse eingeschlossen. Rund die Hälfte erhielt ein Bewegungsprogramm oder eine bestimmte Ernährung, die andere eine Standardbehandlung oder ein Placebo.</p><p>Das Team untersuchte, wie sich diese Programme nach der Operation auswirkten. Dabei wurden Bewegungsprogramme am häufigsten bei orthopädischen Eingriffen eingesetzt, während Ernährungsprogramme vorwiegend bei Operationen der Verdauungsorgane und dem Herz genutzt wurden. Es gab 18 Studien zur Bewegung und 5 zur Ernährung.</p><p></p><p>"Ziel der Prähabilitation ist es, Patientinnen und Patienten vor der Operation zu optimieren, indem ihre körperliche Ausdauer, ihre Ernährungsreserven und ihre mentale Bereitschaft verbessert werden", heißt es in der Studie. Wichtig sei eine Zusatzernährung vor der Operation besonders bei Menschen mit Ernährungsmangel. Das Team schlägt auch psychologische Ansätze wie kognitive Verhaltenstherapie vor, "die nachweislich hilft, belastende Denkmuster zu verändern und die Stressbewältigung zu verbessern". </p><h2>In Deutschland wird "sehr schnell sehr viel operiert"</h2><p>"Weitere Forschung ist notwendig, um herauszufinden, welches Programm für den jeweiligen Patienten und dessen spezifische Operation am besten geeignet ist", sagt Erstautorin Catherine Cascavita, ebenfalls von der Universität von Kalifornien. Ein wichtiger Aspekt ist laut Studie die Integration der Prähabilitation in den Klinikalltag. "Dies erfordert zunächst Investitionen in die Entwicklung geeigneter Programme, die auf die jeweilige Operation und Patientengruppe zugeschnitten sind." </p><p>"Es ist in Deutschland eigentlich vorgeschrieben, dass man bei jedem Menschen, der Schmerzen hat, zum Beispiel an Gelenken, erst mal versucht, das Problem ohne Operationen zu lösen, wenn es kein Notfall ist", sagt Sturm. Heute werde jedoch immer noch "sehr schnell sehr viel operiert". Es werde bei längeren Beschwerden oft operiert, weil mögliche Maßnahmen wie Physiotherapie oft den Budgets und Wirtschaftlichkeitsprüfungen in den Artzpraxen unterlägen und Ärzte daher nicht zu viel verordnen möchten.</p><h2>Wichtig sind Prähabilitation und Rehabilitation</h2><p>Eine Vorbereitung zur Operation ist laut Sturm vor allem bei geschwächten Menschen bedeutend, die schon seit Jahren Gelenkschmerzen oder Verdauungsstörungen haben. "Wichtig ist, dass der Patient nach der Operation wieder schnell aus dem Bett kommt, denn die Hauptrisikofaktoren für Komplikationen kommen vom Liegen." Die relativ hohe Todesrate nach Oberschenkelhalsbrüchen bei älteren Menschen komme Studien zufolge daher, "weil sie so lange liegen und so lange immobil sind", sagt Sturm. Dann kämen oft Lungenentzündungen hinzu und Embolien oder Thrombosen. Um die zu verhindern, sei nicht nur Rehabilitation, sondern auch Prähabilitation extrem wichtig.</p><p></p><p>Beispielsweise vor Hüftoperationen sollten ältere Menschen trainieren, ausreichend Flüssigkeit und Nahrung zu sich nehmen, vielleicht sogar schon mal üben, mit Unterarmgehstützen zu laufen, damit sie das nach der Operation könnten, sagt Sturm. Das vermindere das Stolpern und Hinfallen danach. Wichtig sei auch ein Sensibilitätstraining der Füße und ein Gleichgewichtstraining. Das alles reduziere die Liegezeit danach. "Und finanziell lohnt es sich auch, weil man die Leute besser wieder fitter bekommt. Man kann die schnell aus dem Krankenhaus entlassen, sie haben entsprechend weniger Intensivmedizinzeit."</p><h2>Empfehlungen einer Fachgesellschaft</h2><p>Für Operationen von älteren, schwachen Menschen (Frailty-Syndrom) gibt es bereits eine Leitlinie für Ärzte mit Abschnitten zur Prähabilitation der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Sie entstand in Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften. Das Autorenteam schlägt vor, diesen Menschen vor bestimmten chirurgischen Operationen oder dem Einsetzen eines Hüftgelenks eine Bewegungs- und Ernährungstherapie sowie psychologische Unterstützung "anzubieten". Insbesondere empfiehlt sie diesen Patienten ein körperliches Training vor Operationen. Für weitere Eingriffe wie etwa Knieprothesen oder neurochirurgische Operationen seien noch zu wenige Studien verfügbar.</p><p></p><p>Derzeit gebe es keine standardisierten, klaren Empfehlungen für die Organisation und Durchführung von Prähabilitationsprogrammen, heißt es in der Leitlinie. Die genutzten Programme unterschieden sich stark in Dauer, Inhalt und Ergebnismessung. "Folge ist eine starke Heterogenität der verfügbaren Studien." Auch der Einfluss einer Prähabilitation auf Langzeitergebnisse sei weiterhin unklar. Weitere große Studien im deutschen Gesundheitssystem bei Menschen mit Frailty seien erforderlich.</p><p>An der Medizinischen Hochschule Hannover gebe es Prähabilitation zum Beispiel bereits in der Bauchchirurgie mit einer Ernährungsberaterin, entsprechender Physiotherapie und ähnlichem, sagt Sturm. "Da übernehmen wir teilweise die Kosten, um dann die Komplikationen danach zu reduzieren. Also um Folgekosten zu senken, kann man quasi vorher investieren", betont Sturm. "Und das ist das, was politisch stattfinden muss, dass die Einzelbausteine bezahlt werden oder halt auch das Paket." Und natürlich müsse nach der Operation auch ein Rehaplatz frei sein.</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Hautkrebsrisiko: Sonnenbaden: Warum es keine gesunde Bräune gibt</title>
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      <description>"Ich muss an meiner Bräune arbeiten": Haben Sie diesen Satz auch schon gehört - oder sogar selbst gesagt? Warum gesunde Bräune ein Mythos ist, und wie man sich jetzt gut vor der Sonne schützt.</description>
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      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 11:41:23 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>"Ich muss an meiner Bräune arbeiten": Haben Sie diesen Satz auch schon gehört - oder sogar selbst gesagt? Warum gesunde Bräune ein Mythos ist, und wie man sich jetzt gut vor der Sonne schützt.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Bloß nicht blass oder kränklich wirken: Das ist vielen Menschen wichtig. Manche cremen sich daher nach dem Duschen großzügig mit Selbstbräuner ein, andere packen sich im Park, Garten oder Urlaub in die pralle Sonne. Ganz nach dem Motto: Solange das Sonnenbad nicht mit einem Sonnenbrand endet, ist es doch für die Haut kein Problem, oder? </p><p>Doch. Denn gesunde Bräune ist ein Mythos, wie die Deutsche Krebshilfe aufklärt. So weist jede sichtbare Bräunung bereits darauf hin, dass durch die UV-Strahlung der Sonne Schäden in der Haut entstanden sind. </p><p>Bräune ist demnach nichts anderes als ein Schutzmechanismus der Haut: Sie bildet den Farbstoff Melanin, um das Erbgut der Zellen vor weiteren UV-Schäden zu bewahren. Ein Eigenschutz, der jedoch nur begrenzt wirkt. Experten vergleichen Bräune oft auch mit einem "Hilferuf" der Haut. </p><p>Warum "Sonnenbrand-Tattoos" keine gute Idee sind </p><p>Auch vor sogenannten "Sonnenbrand-Tattoos", die in sozialen Medien zuletzt häufiger zu sehen waren, warnt die Deutsche Krebshilfe. Das Prinzip: Beim Sonnenbaden werden einzelne Hautpartien abgedeckt. Nach dem Aufenthalt in der Sonne bleiben dort helle Muster zurück, während die Haut drumherum durch Sonnenbrand oder Bräune einen Kontrast dazu bildet. </p><p>Auch diese "Sonnenbrand-Tattoos" bedeuten eine "massive UV-Belastung", wie die Krebshilfe schreibt. Dabei verursacht jeder Sonnenbrand erhebliche Schäden am Erbgut der Hautzellen - und zahlt damit auf das Hautkrebsrisiko ein. </p><p>Die Basics für guten UV-Schutz </p><p>Was können Freundinnen und Freunde der Sonne also tun? Wer Bräune ohne Hautkrebsrisiko möchte, kommt um Selbstbräuner nicht herum. Und wenn man draußen unterwegs ist? Als Motto für guten UV-Schutz nennt die Deutsche Krebshilfe: "Meiden, kleiden, cremen".</p><p>Meiden</p><p>Ab in den Schatten! Insbesondere in den Mittagsstunden ist es sinnvoll, nicht in der prallen Sonne zu braten. Dann steht sie nämlich am höchsten - wodurch auch die UV-Belastung vergleichsweise hoch ausfällt. </p><p>Stichwort UV-Belastung: Wie hoch sie genau ist, lässt sich mit einem Blick in die Wetterapp ermitteln. Dort ist nämlich der UV-Index zu finden, der zwischen 1 und 11+ liegen kann - je höher der Wert, desto höher das Gesundheitsrisiko. Wichtige Regel: Ab Werten von 3 sollte man sich aktiv vor der Sonne schützen.</p><p>Nicht immer stimmt der Wert in der App allerdings mit der Realität überein: Werden Sonnenstrahlen von Wasser oder hellen Hausfassaden reflektiert, kann die UV-Belastung auch höher ausfallen, so das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). </p><p>Kleiden </p><p>Haut, die von Stoff bedeckt ist, ist vor der Sonne geschützt. Wichtig ist auch eine Kopfbedeckung - und eine Sonnenbrille mit der Kennzeichnung UV400. </p><p>Cremen </p><p>Arme, Hände, Gesicht, Nacken: Unbedeckte Körperstellen sollte man mit Sonnencreme schützen. Das BfS rät dabei zu einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Wer beispielsweise in den Bergen unterwegs ist oder einen hellen Hauttyp hat, nutzt besser 50 oder 50+. Um die Schutzwirkung zu erhalten, ist mehrmaliges Nachcremen am Tag wichtig.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Verblüffender Blutsauger: Kennen Sie die Vampirschnecke?</title>
      <link>https://www.geo.de/natur/tierwelt/kennen-sie-die-vampirschnecke--37356908.html</link>
      <description>Sie ist schnell und betäubt ihre Opfer mit einem toxischen Cocktail: Schneckenhaft ist an Cumia intertexta nur das Aussehen</description>
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      <category>Schnecken</category>
      <category>Biodiversität</category>
      <category>Mittelmeer</category>
      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 11:16:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Sie ist schnell und betäubt ihre Opfer mit einem toxischen Cocktail: Schneckenhaft ist an <em>Cumia intertexta </em>nur das Aussehen</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Schnecken sind langsam? Und ernähren sich von Pflanzen? Stimmt. Meistens. Doch es gibt verblüffende Ausnahmen. Die Vampirschnecke (<em>Cumia intertexta</em>) ist eine davon. Wie der Name schon vermuten lässt, ernährt sie sich vom Blut anderer Tiere.</p><p>Wie sie ihre Opfer findet, erklärt Dr. Maria Vittoria Modica von der Zoologischen Station Anton Dohrn in Italien in einer <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.senckenberg.de/de/pressemeldungen/biss-zum-titel-vampirschnecke-ist-das-internationale-weichtier-des-jahres-2026/" class="external-link">Pressemitteilung</a> der Senckenberg-Gesellschaft: "Tagsüber schläft sie zwischen küstennahen Felsen und beginnt erst nach Sonnenuntergang zu jagen", sagt die Biologin. "Wittert sie einen ruhenden Fisch in ihrer Nähe, nähert sie sich ihm so weit wie möglich und durchbohrt seine Haut mit einer winzigen, aber scharfen Radula an der Spitze ihres extrem langen Rüssels." "Radula" ist der Fachbegriff für ein mit mikroskopischen Raspelzähnchen besetztes Mundwerkzeug.</p><p></p><p>Sie sondere dann einen "Cocktail aus Blutverdünner und Betäubungsmitteln" ab, um den Fisch ruhig zu halten, sagt Modica. Forschungen haben gezeigt, dass zu diesem Cocktail auch ein Enzym gehört, das den Blutdruck der Opfer erhöht – und so das Saugen erleichtert. Hat sich die Schnecke vollgesogen, lässt sie von ihrem Opfer ab und versteckt sich wieder am Boden. Der befallene Fisch bleibt zwar noch eine Zeitlang betäubt, ist aber ansonsten völlig gesund, erklärt Modica.</p><h2>Die Schnecke ist "Internationales Weichtier des Jahres 2026"</h2><p>Die Biologin hatte das Weichtier mit dem schlanken und geriffelten, bis zu zwei Zentimeter langen Gehäuse als Kandidaten für das "<a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.unitasmalacologica.org/weichtier-des-jahres-2026.html" class="external-link">Internationale Weichtier des Jahres 2026</a>" eingereicht – und landete nun mit dem ungewöhnlichen Blutsauger auf dem ersten Platz. Den Wettbewerb veranstaltet das Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt zusammen mit der Unitas Malacologica, der internationalen Gesellschaft zur Erforschung von Weichtieren.</p><p><em>Cumia intertexta</em> lebt im südlichen Mittelmeer – und ist nicht die einzige Schnecke, die das Blut anderer Tiere nascht. Sie gehört zur Familie der Colubrariidae, die etwa 100 Arten umfasst. Die meisten von ihnen trinken Blut. Nun soll erstmals das Genom der Mittelmeer-Vampirschnecke vollständig sequenziert werden, teilt die Senckenberg-Gesellschaft mit.</p><p>Bei der Online-Abstimmung über das "Internationale Weichtier des Jahres" verwies die spektakuläre Vampirschnecke vier weitere Nominierte auf die Plätze: die steinfressende Muschel <em>Lithoredo abatanica</em>, die Florida-Pferdeschnecke (<em>Triplofusus giganteus</em>), die "geflügelte" Muschel <em>Ephippodonta lunata</em> und die Seychellen-Weißschnecke (<em>Filicaulis seychellensis</em>).</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Peter Carstens</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Evolutionsgenetik : Die Domestikation ließ das Hundegehirn schrumpfen</title>
      <link>https://www.geo.de/natur/tierwelt/die-domestikation-liess-das-hundegehirn-schrumpfen-37356826.html</link>
      <description>Das Gehirn vieler Haustiere schrumpfte im Zuge der Domestikation. Besonders stark betroffen: der Hund</description>
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      <category>Hunde</category>
      <category>Evolution</category>
      <category>Forschung</category>
      <category>Haustiere</category>
      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 09:53:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Das Gehirn vieler Haustiere schrumpfte im Zuge der Domestikation. Besonders stark betroffen: der Hund</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Das Gehirn von Hunden schrumpfte einer Studie zufolge im Zuge ihrer Domestikation zeitweise um etwa die Hälfte. Frühe Urhunde hätten noch ein ähnlich großes Gehirn gehabt wie ihre Wolfsverwandten, berichten Wissenschaftler im Fachjournal "<a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://royalsocietypublishing.org/rsos/article/13/4/252453/481514/Brain-size-reduction-in-dogs-was-already" class="external-link">Royal Society Open Science</a>". Bis vor 5.000 Jahren sei das Gehirn dann aber dramatisch um fast die Hälfte (46 Prozent) geschrumpft. Die Größe habe nur noch der heutiger kleiner Terrier- und Zwerghundrassen entsprochen.</p><p></p><p>Folge könnte ein verändertes Temperament von Hunden gewesen sein, mutmaßt das Team um Thomas Cucchi vom Muséum national d'Histoire naturelle (MNHN) in Paris. Die Hirnverkleinerung könne die Tiere aufmerksamer und vorsichtiger gemacht haben – Eigenschaften, die in alten menschlichen Gesellschaften wertvoll gewesen sein könnten.<br/><br/>Die Forschenden hatten 207 Schädel einbezogen, 185 von modernen Hunden, Dingos und Wölfen sowie 22 prähistorische. Die ältesten Exemplare waren 35.000 Jahre alt. Mit Hilfe von CT-Scans wurden virtuelle Abdrücke der Schädelinnenräume erstellt. Deren Volumen gilt bei fossilen Schädeln als zuverlässiger Hinweis auf die Größe des Gehirns.</p><h2>Herausforderndes Zusammenleben</h2><p>Vorläufer moderner Hunde aus der Eiszeit zeigen demnach keine Anzeichen einer verkleinerten Gehirngröße im Vergleich zu Wölfen jener Zeit. Bei einem Fund in Belgien sei das Schädelinnenvolumen sogar etwas größer. Das Leben in menschlicher Nähe habe möglicherweise neue kognitive Herausforderungen wie komplexere soziale Interaktionen und die Nutzung neuer Nahrungsquellen geschaffen, vermuten die Wissenschaftler als Grund.</p><p></p><p>Rund 30.000 Jahre später zeigt sich ein anderes Bild: Das Gehirnvolumen von Hunden war deutlich geschrumpft. Zudem seien die Tiere kleiner geworden, führen die Forschenden aus. Schätzungen zufolge erreichten sie eine Schulterhöhe von 35 bis 45 Zentimetern. Ihre Schädel hätten in Form und Größe denen moderner Hütehunde geähnelt.</p><h2>Wachsame kleine Kläffer</h2><p>Die Entwicklung fällt in die Zeit, in der die bis dahin als Jäger und Sammler lebenden Menschen in Mitteleuropa zunehmend sesshafter wurden und Ackerbau und Viehzucht betrieben. Mit der Ausbreitung der Landwirtschaft entstanden Siedlungen und damit auch neue Rollen für Hunde, mutmaßen die Wissenschaftler. Die Tiere könnten als Aasfresser in der Nähe menschlicher Siedlungen gelebt haben, als eine Art lebende Alarmanlage genutzt worden sein und als Fleischquelle gedient haben.</p><p>Der Mensch könnte durch gezielte Verhaltensselektion mit Blick auf die Zahmheit der Hunde direkt eine Rolle bei der Veränderung der Hirngröße gespielt haben, nimmt das Team an. Ein ähnliches Muster zeige sich auch bei anderen Nutztieren, wenn auch weniger stark.</p><p></p><p>Inwieweit das Schrumpfen des Gehirns die Intelligenz der Tiere beeinflusste, werde aktuell noch diskutiert, hieß es. Dafür sei nicht allein die Hirngröße entscheidend, sondern vor allem, wie effizient das Gehirn organisiert ist.</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Forschung: Was Flüsse in Städten über Ökosysteme verraten</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/was-fluesse-in-staedten-ueber-oekosysteme-verraten-37353618.html</link>
      <description>Vielfach lässt sich die Artenvielfalt einer Region nur schwer oder mit hohen Kosten bestimmen. Eine spezielle Methode bietet Hilfe   </description>
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      <category>Forschung</category>
      <category>Fluss</category>
      <category>Artenvielfalt</category>
      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 09:20:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Vielfach lässt sich die Artenvielfalt einer Region nur schwer oder mit hohen Kosten bestimmen. Eine spezielle Methode bietet Hilfe</p><p> </p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Gibt es gerade eine Rattenplage? Essen die Menschen aktuell besonders viel Lamm? Zu solchen Aspekten des Stadtlebens liefern durch den jeweiligen Ort fließende Gewässer leicht zugängliche Daten, wie Umweltwissenschaftler im Fachjournal "<a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371%2Fjournal.pone.0332676" class="external-link">PLOS One</a>" berichten. Erbgut aus Wasserproben biete Einblicke in saisonale Ernährungsvorlieben und Gesundheitstrends der Menschen ebenso wie Hinweise auf den Bestand einzelner Wildtierarten.</p><p>Genutzt wird sogenannte eDNA (environmental DNA, deutsch: Umwelt-DNA): Genmaterial von Tieren, Pflanzen oder Mikroorganismen, das durch natürliche Prozesse etwa in Form von Hautschuppen, Kot, Pollen oder abgestoßenen Zellen in die Umwelt gelangt. Aus der Analyse solcher DNA-Spuren können Experten ableiten, welche Arten es gibt – und auch, wie häufig sie sind.</p><h2>Geht’s den Ratten zu gut?</h2><p>Mit Hilfe von eDNA aus dem Flusswasser einer Stadt könnten Behörden beispielsweise beurteilen, wie sich die Rattenpopulation dort entwickelt und so entscheiden, ob Bekämpfungsprogramme nötig sind, erklärte Hauptautor Mark Stoeckle von der Rockefeller University. Getestet hatten die Umweltwissenschaftler die eDNA-Nutzung am East River in New York City, einer langgezogenen Meerenge mit starken Strömungen.</p><p></p><p>"Nach einem starken Regen landet die DNA von fast allem, was die Stadt am Laufen hält – und quaken und quietschen lässt –, im East River", sagte Mitautor Jesse Ausubel von der Rockefeller University. "Genetisch gesehen verwandelt ein Regenguss den Fluss in etwas, das dem Times Square an Silvester ähnelt: überfüllt, laut und voller Signale."</p><h2>Nachweise etlicher Arten – und von Lamm auf dem Teller</h2><p>Die Forscher entnahmen von Mai 2024 bis Mai 2025 wöchentlich einen Liter Wasser aus den East River und analysierten die Erbgut-Spuren darin. Die Tests lieferten demnach einen unerwartet detaillierten Einblick in das Leben in und um die Stadt – von saisonalen Veränderungen bei Fischbeständen über die Aktivitäten der städtischen Tierwelt bis hin zur Ernährung der New Yorker.</p><p>Neben Meeresarten wiesen die Umweltwissenschaftler in dem Gewässer, das unter der Brooklyn Bridge und am UN-Hauptquartier entlangfließt, DNA-Spuren von mehr als 60 Landtieren wie Ratten, Waschbären und Eichhörnchen sowie typischen Stadtvögeln nach.</p><p>Zudem ließen sich Rückschlüsse auf saisonale oder New-York-spezifische menschliche Ernährungsvorlieben ziehen. "Die Anteile an Ziegen- und Schafs-DNA im East River waren höher als in den nationalen Daten, was auf einen erhöhten Konsum durch ethnische Minderheiten in New York City hindeuten könnte", heißt es in der Studie zum Beispiel.</p><h2>Günstiges Mittel zur Umwelt-Überwachung</h2><p>Umwelt-DNA verrate nicht nur, was im Wasser lebt, sondern gebe Einblicke in das gesamte Ökosystem, das es umgibt, erklärte Stoeckle. "Wir können nun das Leben in und um Flüsse herum untersuchen, indem wir moderne genomische Techniken auf eine kleine Wasserprobe anwenden", sagte er. "Dieser Ansatz verspricht, die Umwelt-Überwachung so einfach und routinemäßig wie einen Bluttest zu machen."</p><p></p><p>Mit eDNA-Proben könnten ökologische Veränderungen früher erkannt werden als mit herkömmlichen Überwachungsprogrammen, sie böten einen nahezu Echtzeit-Einblick in Reaktionen des Ökosystems. Städtische Gewässer könnten überall dazu genutzt werden, Artenvielfalt, Ergebnisse von Renaturierungsmaßnahmen und menschliche Einflüsse kontinuierlich zu erfassen, sind die Wissenschaftler überzeugt.</p><p>"Städtische Gewässer weltweit könnten zu dezentralen Beobachtungsstationen für ökologische Veränderungen werden, die nahezu in Echtzeit Aufschluss darüber geben, welche Lebewesen in und in der Nähe dieser Gewässer leben – nicht nur Fische, sondern auch Fledermäuse, Biber und Füchse", so Stoeckle. Aufwand und Kosten seien gering.</p><h2>Nicht nur mit Wasser, auch mit Luft möglich</h2><p>Einen ähnlichen Vorschlag machte ein anderes Forschungsteam bereits für Messstationen, die rund um den Globus die Luftqualität überwachen: Sie könnten entscheidend dazu beitragen, den Zustand der globalen Artenvielfalt zu dokumentieren, schloss das Forschungsteam im Fachblatt "<a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960982223005158" class="external-link">Current Biology</a>". An nur zwei Standorten fanden die Wissenschaftler eDNA-Nachweise für mehr als 180 verschiedene Pflanzen und Tiere.</p><p>Fast jedes Land verfüge über ein Netz zur Überwachung der Luftverschmutzung, hieß es. Auch in Deutschland kontrollieren hunderte Messstationen die Luftqualität. "Damit könnte ein globales Problem gelöst werden, nämlich die Frage, wie man die biologische Vielfalt in großem Maßstab messen kann", hatte Erstautorin Joanne Littlefair von der Queen Mary University of London erklärt.</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Helfer bei Auf- und Abstieg: Darauf kommt es bei Wanderstöcken wirklich an</title>
      <link>https://www.geo.de/reisen/helfer-bei-auf--und-abstieg--darauf-kommt-es-bei-wanderstoecken-wirklich-an-37356974.html</link>
      <description>Wie finde ich die passende Länge? Was ist beim Material wichtig? Und warum sollte man Wanderstöcke manchmal lieber weglassen? Die wichtigsten Tipps für den Einsatz zum Start der Wandersaison.</description>
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      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 09:12:20 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wie finde ich die passende Länge? Was ist beim Material wichtig? Und warum sollte man Wanderstöcke manchmal lieber weglassen? Die wichtigsten Tipps für den Einsatz zum Start der Wandersaison.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wanderstöcke geben Halt und entlasten die Beine. Sie können auf der Bergtour und beim Waldspaziergang nützlich sein – solange die Stöcke zum Körper passen und man sie überlegt einsetzt. Worauf es ankommt:</p><p>Richtige Länge</p><p>Mit einer einfachen Formel kommt man zur korrekten Stocklänge: Körpergröße mal 0,7. Bei einer 1,80 Meter großen Person wären das zum Beispiel 1,26 Meter. Fünf bis zehn Zentimeter Spielraum nach oben und unten sind laut der Stiftung Warentest ratsam, um sie bei bergigen Passagen justieren zu können – dabei gilt: im Anstieg die Stöcke etwas kürzer einstellen, im Abstieg länger.</p><p>Für das Wandern in der Ebene gilt: Der Stock sollte so lang eingestellt sein, dass er auf dem Boden aufsetzt, wenn die Ellenbogen 90 Grad gebeugt sind.</p><p>Passendes Material</p><p>Teleskopmodelle lassen sich in- und auseinander schieben, Faltmodelle zusammen und auseinander klappen. Erstere sind auch zusammengeschoben teils noch so lang, dass sie außen an den Rucksack geschnallt werden müssen, wenn man sie nicht nutzt. Letztere passen mit ihrem kleineren Packmaß in der Regel gut ins Innenfach.</p><p>Modelle aus Carbon seien oft leichter und dämpften Vibrationen besser, schätzt der Tüv Süd ein. Aluminiumstöcke wiederum gelten laut der Prüforganisation als widerstandsfähiger gegenüber Stößen – gerade im alpinen Gelände könne Bruchfestigkeit ein entscheidendes Kriterium sein. </p><p>Die Stöcke haben Spitzen, die sich auf Waldböden, Geröll und Wiesen bewähren. Für Asphaltwege gibt es oft Aufsätze aus Gummi, die auf diesem Belag das Material schonen und zusätzlichen Grip geben.</p><p>Korrekte Anwendung</p><p>Die Hände gehören von unten durch die Schlaufe, um einen sicheren Griff zu haben. Ausnahme: Bei schwierigen Abstiegen nimmt man sie lieber aus den Schlaufen, damit man die Hände zum Abfangen frei hat, falls man hinfällt.</p><p>Beim Aufstieg können die Stöcke parallel aufgesetzt werden, sodass die Arme zusätzlichen Schub geben, wenn man hohe Absätze überwinden muss. Geht es steil bergab, kann man die Stöcke vor sich setzen und so auch den Oberkörper zum Abfedern nutzen. Doch Vorsicht: Rutschen die Spitzen ab, drohen Stürze. Das kann vor allem auf Gestein schnell passieren.</p><p>Ein weiterer Punkt: Schiebt sich der Stock beim Abstieg plötzlich zusammen, ist das gefährlich. Deshalb sollte man immer wieder prüfen, ob die Verschlüsse fest sind - gerade bei Teleskopstöcken.</p><p>Überlegter Einsatz</p><p>Der Deutsche Alpenverein rät, die Stöcke vor allem dann einzusetzen, wenn man deren Unterstützung benötigt. Um etwa Kraftspitzen auf die Knie bei sehr hohen Stufen oder im Abstieg zu puffern. Bei langen Touren können die Stöcke durch die Belastungsverteilung auf Beine und Arme die Ermüdung verzögern, sodass man länger durchhält.</p><p>Doch es gibt auch Gründe, sie mal wegzulassen: Durch das Gehen ohne Stöcke werde die neuromuskuläre Feinabstimmung in den Beingelenken geschult und das helfe, Knie fit und gesund zu halten, erläutert der Alpenverein. Außerdem könne intensiver Stockeinsatz die Handgelenke überlasten.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Tour de France Femmes: Vergessene Pionierinnen: Diese Frauen revolutionierten den Radsport</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/diese-frauen-revolutionierten-den-radsport-37356594.html</link>
      <description>Sie kämpften sich durch Alpen, Pyrenäen – und durch Vorurteile. Schon in den 1980er-Jahren bestritten Frauen die Tour de France. Und ebneten so den Weg für zahlreiche weitere Athletinnen</description>
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      <category>Radrennen</category>
      <category>Fahrrad</category>
      <category>Extremsport</category>
      <category>Frauen</category>
      <category>Sport</category>
      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 08:11:17 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Sie kämpften sich durch Alpen, Pyrenäen – und durch Vorurteile. Schon in den 1980er-Jahren bestritten Frauen die Tour de France. Und ebneten so den Weg für zahlreiche weitere Athletinnen</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p></p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Sie kämpften sich durch Alpen, Pyrenäen – und durch Vorurteile. Schon in den 1980er-Jahren bestritten Frauen die Tour de France. Und ebneten so den Weg für zahlreiche weitere Athletinnen</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Jörn Auf dem Kampe</dc:creator>
      <dc:creator>Sophia Klimpel Akahoshi</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>US-Erbgut-Pionier Craig Venter ist tot</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/--us-erbgut-pionier-craig-venter-ist-tot-37356588.html</link>
      <description>Der US-amerikanische Genomforscher Craig Venter ist tot. Er starb im Alter von 79 Jahren in San Diego, wie das J. Craig Venter Institute (JCVI) mitteilte. Venter war maßgeblich an der Entschlüsselung des menschlichen Genoms und der Schaffung des ersten Bakteriums mit künstlichem Erbgut beteiligt.</description>
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      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 08:09:44 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div class="rtf-content-wrapper"><p>Der US-amerikanische Genomforscher Craig Venter ist tot. Er starb im Alter von 79 Jahren in San Diego, wie das J. Craig Venter Institute (JCVI) mitteilte. Venter war maßgeblich an der Entschlüsselung des menschlichen Genoms und der Schaffung des ersten Bakteriums mit künstlichem Erbgut beteiligt.</p><p></p></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Nahrungsergänzungsmittel: Beliebt unter Kraftsportlern: Was bringt Kreatin?</title>
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      <description>Supplements, die viel versprechen, gibt es zuhauf. Ziemlich gut erforscht ist Kreatin. Unter welchen Umständen es beim Kraftsport wirklich etwas bringt und worauf man beim Kauf achten sollte.</description>
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      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 08:03:26 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Supplements, die viel versprechen, gibt es zuhauf. Ziemlich gut erforscht ist Kreatin. Unter welchen Umständen es beim Kraftsport wirklich etwas bringt und worauf man beim Kauf achten sollte.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Prallere Muskeln und mehr Power an den Gewichten: Das verspricht Kreatin. In Drogeriemärkten steht das Nahrungsergänzungsmittel oft neben Proteinpulvern und auf sozialen Medien schwören Fitnessinfluencer darauf. Doch was ist dran an den Versprechen?</p><p>Tatsächlich sind die Effekte von Kreatin laut der Verbraucherzentrale gründlich erforscht - und überzeugend. Im Kraftsport gilt es aktuell als das effektivste Nahrungsergänzungsmittel. </p><p>Erhöhte Leistung im Schnellkrafttraining</p><p>Vorab: Kreatin kann unser Körper auch selbst bilden, und zwar in Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse aus verschiedenen Aminosäuren. Im Energiestoffwechsel spielt es eine zentrale Rolle, vor allem wenn wir kurzfristig viel Energie benötigen. Beispielsweise im Fitnessstudio, wenn wir einige Male ein schweres Gewicht bewegen. </p><p>Wer Kreatin supplementiert, kann seine Kraftleistung daher erhöhen. Das gilt gerade im Schnellkrafttraining, also bei Übungen, die maximale Kraft in kürzester Zeit fordern. Was das konkret heißt: Man schafft ein paar Wiederholungen mehr oder kann etwas mehr Gewicht bewegen. Höhere Trainingsreize wiederum können zum Dickenwachstum der Muskeln beitragen.</p><p>Die Wirkung von Kreatin ist zwar erwiesen, aber ...</p><p>Es gibt aber Einschränkungen, auf die die Verbraucherzentrale Bayern hinweist. So sind etwa 20 bis 30 Prozent der Anwender von Kreatin sogenannte Non-Responder, das heißt, das Supplement hat bei ihnen schlicht keinen Effekt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie von sich aus bereits einen höheren Kreatin-Speicher im Körper haben als andere Menschen.</p><p>Zudem wirkt Kreatin nur, wenn man es dauerhaft täglich einnimmt. Drei Gramm Kreatin am Tag gelten dabei als sinnvolle Menge. Und: um wirklich intensives Training kommt man nicht herum, wenn man Veränderungen bei der Kraft und Muskelmasse sehen will. Das kann einem Kreatin nicht abnehmen. </p><p>Was man beachten sollte, bevor man Kreatin nimmt</p><p>Kreatin ist nicht für alle geeignet. Folgende Gruppen sollten es nur nach ärztlicher Empfehlung einnehmen:</p><p>Menschen mit Vorerkrankungen, insbesondere der NierenSchwangere und StillendeSäuglinge, Kinder und Jugendliche</p><p>Kreatin kann Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Wer davon betroffen ist, kann die tägliche Dosis auf mehrere Portionen verteilen oder sie verringern, raten die Verbraucherschützer. Weitere mögliche Nebenwirkung sind eine Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen und Muskelkrämpfe.</p><p>Beim Kauf sollte man darauf achten, woher das Kreatin stammt. Gerade bei Online-Angeboten aus dem Ausland oder bei unbekannten Anbietern sollte man laut Verbraucherzentrale vorsichtig sein, da die Produkte belastet oder gestreckt sein könnten.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Archäologie: "In politisch wilden Zeiten häufen sich die Kannibalismusfunde – auch jetzt" | GEOplus</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/kannibalismus---in-politisch-wilden-zeiten-haeufen-sich-die-funde--37336042.html</link>
      <description>Forschende glauben immer wieder, Kannibalismus zu entdecken. Das liegt auch an verrückten Ideen von Sigmund Freud, Friedrich Engels und den Nazis, die bis heute unser Denken prägen</description>
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      <category>Archäologie</category>
      <category>Urmensch</category>
      <category>Rassismus</category>
      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 06:48:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Martin Scheufens</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Wal-Transport geht weiter: Transportschiff mit geborgenem Wal jetzt vor Dänemark</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/wal-transport-geht-weiter--transportschiff-mit-geborgenem-wal-jetzt-vor-daenemark-37355900.html</link>
      <description>Auf seiner Reise in die Nordsee ist das Boot mit dem Buckelwal mittlerweile vor Dänemarks Ostküste angelangt. In dem skandinavischen Land würde man einem gestrandeten Meeressäuger nicht helfen.</description>
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      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 03:02:48 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Auf seiner Reise in die Nordsee ist das Boot mit dem Buckelwal mittlerweile vor Dänemarks Ostküste angelangt. In dem skandinavischen Land würde man einem gestrandeten Meeressäuger nicht helfen.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Das Transportschiff mit dem vor der Küste von Mecklenburg-Vorpommern geborgenen Wal ist weiter in Richtung Nordsee unterwegs. Am frühen Morgen fuhr der Schlepperverband vor der dänischen Küste in Richtung der Westküste Schwedens. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder war das Schiff gegen 04.45 Uhr etwa 3 Seemeilen (rund 5,5 Kilometer) südwestlich der dänischen Insel Sejero unterwegs.</p><p>Am Dienstag war es gelungen, den wochenlang an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal in eine sogenannte Barge zu bugsieren. In diesem mit Wasser gefüllten Lastschiff, das von dem Mehrzweckschiff "Fortuna B" gezogen wird, ist das Tier auf dem Weg in Richtung Nordsee. Nach Plänen der privaten Initiative, die für die Bergung verantwortlich ist, soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann dort ausgesetzt werden.</p><p>Das dänische Umweltministerium teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere in Dänemark prinzipiell nicht rette. Strandungen seien demnach "ein natürlich vorkommendes Phänomen" und Wale sollten generell "nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört" werden. Zu dem konkreten Fall des an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals äußerte sich das Ministerium nicht.</p><p>Der rund zwölf Meter lange und etwa zwölf Tonnen schwere Meeressäuger hatte vier Wochen in der Bucht der Insel Poel festgesteckt. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler versucht die private Initiative seit Mitte April, den gestrandeten Wal zu bergen und lebend in die Nordsee oder in den Atlantik zu bringen.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Buckelwale wenig familiär: Kein "Heim zu Mutti": Buckelwale gehen schnell eigene Wege</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/buckelwale-wenig-familiaer--kein--heim-zu-mutti---buckelwale-gehen-schnell-eigene-wege-37355658.html</link>
      <description>Der Poeler Wal ist auf dem Weg zur Nordsee – würde er von da aus heim zu Mama eilen?</description>
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      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 02:00:25 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Der Poeler Wal ist auf dem Weg zur Nordsee – würde er von da aus heim zu Mama eilen?</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Droht dem gestrandeten Wal Ärger nach Rückkehr Ärger von seiner Mutter? Das hatte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus scherzhaft gemutmaßt, nachdem der Poeler Wal für den Transport zur Nordsee auf einen Ladekahn bugsiert worden war. Doch würde der vier bis sechs Jahre alte Bulle tatsächlich seine Familie suchen, sollte er Transport und Freisetzung längerfristig überstehen?</p><p>Die Antwort ist: Nein. "Im Gegensatz zu Zahnwalen bilden Bartenwale keine stabilen sozialen Gruppen, sogenannte Schulen", erklärte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund. Die Kälber verblieben lediglich die etwa zwölf Monate währende Stillzeit bei ihren Müttern.</p><p></p><p>"Während wir Menschen unseren Eltern oft ein Leben lang nahestehen, trennen sich die Wege zwischen Buckelwalen recht schnell", hieß es von WDC. Sie kämen zwar punktuell mit Artgenossen zusammen – zum Beispiel, um effektiver Jagd auf Beute zu machen, zur Paarung oder um gemeinsame Kulturen zu pflegen. "Im Großen und Ganzen sind Buckelwale jedoch Einzelgänger."</p><p>Wie alt könnte der Wal werden, wenn er überlebt?</p><p>Buckelwale haben der Tierschutzorganisation WDC zufolge eine Lebenserwartung von etwa 80 Jahren. Die Überlebenswahrscheinlichkeit von Bullen ist Experten zufolge oft geringer, unter anderem wegen der aggressiven, stressigen Konkurrenzkämpfe um Weibchen.</p><p>Wale geraten – wie der Poeler Buckelwal – häufig in Fischereinetze, wodurch sie ersticken, verhungern oder schwere Verletzungen erleiden können. Weltweit sterben nach WDC-Angaben jährlich rund 300.000 Wale und Delfine als unbeabsichtigter Beifang. Ihr Leiden und Sterben bleibt fast immer unbemerkt.</p><p>Hauptbedrohung für Buckel- und andere Großwal-Arten seien aber die im Zuge der Klimakrise steigenden Meerestemperaturen, hieß es. Auch Müll mache den Tieren zu schaffen. "Wale und Delfine können nicht gut unterscheiden, was Nahrung und was Müll ist."</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Umweltbericht: Dreckige Luft: Über 90  Prozent der Europäer von zu hoher Luftbelastung betroffen</title>
      <link>https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/90--prozent-der-europaeer-von-dreckiger-luft-betroffen-37355506.html</link>
      <description>Trotz Verbesserungen zeigen zu viele Messstationen in Europa zu hohe Luftverschmutzung. Die Europäische Umweltagentur EEA sieht vor allem bei Feinstaub weiteren Handlungsbedarf</description>
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      <category>Luftverschmutzung</category>
      <category>Umwelt</category>
      <category>Klima</category>
      <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 09:05:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Trotz Verbesserungen zeigen zu viele Messstationen in Europa zu hohe Luftverschmutzung. Die Europäische Umweltagentur EEA sieht vor allem bei Feinstaub weiteren Handlungsbedarf</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>An rund jeder fünften Messstation in Europa liegt die gemessene Luftverschmutzung nach wie vor über den gelten EU-Luftqualitätsrichtlinien. Zu diesem Schluss kommt die Europäische Umweltagentur EEA in einem neuen Bericht. Darin loben die Umweltexperten zwar, dass die Luftverschmutzung in Europa in den vergangenen zwei Jahrzehnten stetig gesunken sei. Doch die Belastung zum Beispiel durch bestimmten Feinstaub und gesundheitsschädliche Gase wie bodennahes Ozon sei immer noch zu hoch.</p><p></p><p>Bei einigen Schadstoffen wie beispielsweise dem Metall Cadmium würden bereits alle europäischen Länder die in den EU-Richtlinien zur Luftqualität festgelegten Grenzwerte einhalten, erklärten die Fachleute. Auch bei anderen Luftschadstoffen wie Kohlenmonoxid und Blei seien Verbesserungen zu beobachten. Dennoch würden zahlreiche Messstationen in ganz Europa Konzentrationen anderer Schadstoffe aufweisen, die über den geltenden EU-Grenzwerten lägen, auch wenn bereits einige Regionen die EU-Standards für 2030 erfüllten. </p><h2>Weitere Maßnahmen für Gesundheit von Europäern erforderlich</h2><p>Denn bei den meisten Schadstoffen würde die Konzentrationen auch weiterhin deutlich über den von der Weltgesundheitsorganisation WHO festgelegten Richtwerten für die Luftqualität liegen, hieß es weiter. Mehr als neun von zehn Europäer seien Luftverschmutzungskonzentrationen ausgesetzt, die diese Werte überschritten.</p><p>Für den Bericht bewertete die im dänischen Kopenhagen ansässigen EU-Behörde die Konzentration von Schadstoffen in der Umgebungsluft in ganz Europa in den Jahren 2024 und 2025 unter anderem anhand der geltenden EU-Luftqualitätsrichtlinien. Zu den analysierten 39 Staaten gehören auch die 27 EU-Mitgliedstaaten mit Deutschland.</p><p></p><p>Die Autorinnen und Autoren des Berichts fordern weitere Maßnahmen, um die Ziele zur Bekämpfung von Luftverschmutzung zu erreichen. Dies gelte insbesondere für Feinstaub. Denn die Experten warnen vor den Folgen von Luftverschmutzung für die Gesundheit. Je höher die Konzentrationen der Schadstoffe in der Luft sei, desto größer sei das Risiko beispielsweise für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Die einfachste "Medizin": Nichts zu lachen? Warum man es trotzdem tun sollte</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/gesundheit/die-einfachste--medizin---nichts-zu-lachen--warum-man-es-trotzdem-tun-sollte-37355486.html</link>
      <description>Probleme lassen sich nicht weglächeln. Doch Lachen hat nachweislich positive Effekte auf unsere Gesundheit und Psyche. Welche das sind und wie man mehr Lachen in seinen Alltag bringt.</description>
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      <pubDate>Wed, 29 Apr 2026 22:05:05 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Probleme lassen sich nicht weglächeln. Doch Lachen hat nachweislich positive Effekte auf unsere Gesundheit und Psyche. Welche das sind und wie man mehr Lachen in seinen Alltag bringt.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>"Lachen ist die beste Medizin": So lautet ein bekanntes Sprichwort. Doch ist es wirklich so einfach - was für einen Unterschied macht Lachen schon? Und wie soll man sich überhaupt dazu durchringen, wenn die Umstände gerade wenig Anlass zur Freude bieten?</p><p>Tatsächlich hat Lachen nachweislich positive Effekte auf Psyche und Gesundheit. "Gerade im Alltag und in schwierigen Zeiten dürfen wir uns immer wieder bewusst für das Lachen entscheiden", sagt Inge Fechter, die zertifizierte Lachyoga-Trainerin ist. </p><p>Dabei gehe es nicht darum, "dass man Dinge weglacht oder durch die rosarote Brille betrachtet". Eher darum, die Perspektive zu wechseln und sich die positiven Effekte des Lachens gezielt zunutze zu machen. </p><p>Was im Körper passiert, wenn wir lachen</p><p>Egal, ob spontanes oder absichtliches Lachen: Im Körper stößt das so einiges an, so Fechter. Was dabei passiert:</p><p>Der Körper schüttet mehr Glückshormone und weniger Stresshormone aus Er bekommt mehr SauerstoffDas Herz-Kreislauf-System wird aktiviertDas Immunsystem wird gestärktZahlreiche Muskeln kommen in Schwingung und entspannen sich dadurch</p><p>"Wenn wir lachen, werden besonders die Gehirnbereiche aktiviert, die für Kreativität und Intuition zuständig sind", so Fechter. Wer viel lacht, ist dabei oft selbstwirksamer und handlungsfähiger, weil er eine gewisse Distanz zu dem entwickelt, was ihn runterzieht. </p><p>Schon ein Lächeln kann Unterschied machen</p><p>Deshalb ist Lachen in unerfreulichen Situationen nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht, findet Fechter. "Natürlich sind wir zuerst mit anderen Emotionen beschäftigt. Aber wir können uns jederzeit sagen, ich schaue mal von der anderen Seite hin: Was bringt es mir, wenn ich mit einem gebrochenen Bein das Lachen komplett verliere?", so die Lachyoga-Trainerin. </p><p></p><p>Man muss ja auch nicht gleich lauthals losprusten: "Ein sanftes Lächeln, ein beruhigendes Schmunzeln, all das hat eine Wirkung". Denn was der Körper tut, sendet Signale ans Gehirn. Beim Lächeln beispielsweise: Alles ist halb so schlimm, wir können uns entspannen. "Zwei Minuten Lächeln reichen schon aus, damit man sich besser fühlt."</p><p>Lachen schafft Verbindung</p><p>Auch der soziale Aspekt des Lachens ist äußerst wertvoll für die Psyche. Denn wer lacht, steckt oft andere damit an. "Unsere Gesellschaft braucht dieses positive Miteinander", sagt Inge Fechter. Lachen schaffe Nähe und Vertrauen ins Umfeld. Und wer weniger einsam ist, sei psychisch stabiler. </p><p>Fechters Tipp lautet daher: Schenken Sie sich "Verabredungen mit dem Lachen". Das heißt, suchen Sie Gelegenheiten, Dinge mit anderen Menschen gemeinsam zu machen, ob Kurse, Feste, Aktivitäten im Verein oder eine regelmäßige Verabredung zum Kaffee mit einer Nachbarin. </p><p>Lächeln und Lachen zur Routine machen</p><p>Doch Verabredungen mit dem Lachen funktionieren auch allein. Beim morgendlichen Fertigmachen vor dem Spiegel etwa: "Man kann da miesepetrig stehen – oder man kann sagen, ich schaue mich bewusst an und lächle mir mal zu", so Fechter. Kleine Reminder können helfen, eine Lächel- oder Lach-Routine zu entwickeln, etwa Post-its mit einem Smiley am Spiegel oder am Laptop.</p><p>Wichtig: bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen ist es natürlich nicht damit getan, sich zum Lächeln zu zwingen. "Erkrankungen gehören immer in die Hände von Ärzten, Psychologen und Therapeuten", sagt Inge Fechter. Lachen, auch Lachyoga, könne man in diesen Fällen ergänzend oder präventiv nutzen.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Psychologie: Die Ein-Satz-Regel: Was gegen Rechtfertigungszwang hilft</title>
      <link>https://www.geo.de/wissen/gesundheit/psychologie--die-ein-satz-regel--was-gegen-rechtfertigungszwang-hilft-37355482.html</link>
      <description>Zu spät, keine Zeit, zu viel zu tun: Manche Menschen haben ständig das Gefühl, sich erklären zu müssen - und das schon bei Kleinigkeiten. Wie sich der Kreislauf durchbrechen lässt.</description>
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      <pubDate>Wed, 29 Apr 2026 22:05:08 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Zu spät, keine Zeit, zu viel zu tun: Manche Menschen haben ständig das Gefühl, sich erklären zu müssen - und das schon bei Kleinigkeiten. Wie sich der Kreislauf durchbrechen lässt.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Überschwängliche Entschuldigungen, Gedankenkreisen um vergangene Gespräche oder Rückversicherung bei Freunden: Manche Menschen haben schon bei Kleinigkeiten den Drang, sich für ihr Verhalten zu rechtfertigen. </p><p>In sozialen Netzwerken ist dann häufig vom Rechtfertigungszwang die Rede. Doch auch wenn es so klingt: Eine eigenständige Diagnose ist das nicht. Dennoch kann der sogenannte Rechtfertigungszwang einen enormen Leidensdruck bedeuten und Teil einer psychischen Erkrankung sein.</p><p>Erklärung vs. Rechtfertigung – der Unterschied</p><p>"Sorry, dass ich zu spät bin – ich stand im Stau." Eine Bitte um Entschuldigung, weil man jemanden hat warten lassen und eine kurze Erklärung: knapp, höflich – und für die meisten damit abgehakt. Manche Menschen gehen mit so einer Situation aber anders um. "Bitte entschuldige, dass ich zu spät bin. Eigentlich bin ich ein pünktlicher Mensch und ich bin auch extra früh losgefahren, aber auf der Straße war kein Durchkommen. Ich hoffe, du bist nicht sauer. Tut mir wirklich leid!"</p><p>So oder so ähnlich klingt jemand, der sich für sein Verhalten rechtfertigt. Möglicherweise geht sie oder er die Situation im Kopf zusätzlich immer wieder durch oder fragt bei Freunden oder Kolleginnen nach, ob die andere Person wegen der Verspätung wohl sauer ist.</p><p>Der Unterschied liegt der Psychologin und Therapeutin Ulrike Bossmann zufolge nicht nur in der Länge des Gesagten, sondern auch in der Motivation. "Eine Erklärung dient der Kommunikation", sagt sie. "Die Rechtfertigung der Regulation der eigenen Gefühle."</p><p>Wer sich rechtfertigt, will zum Beispiel etwas gegen Scham- oder Schuldgefühle tun und/oder ist besorgt, was andere von ihm oder ihr denken. "Wer sich rechtfertigt, verspricht sich davon emotionale Entlastung", sagt Bossmann.</p><p>Rechtfertigungszwang – mögliche Ursachen</p><p>Der Drang, sich ständig zu rechtfertigen, kann Teil einer psychischen Erkrankung sein. Etwa von Depressionen: Betroffenen haben neben anderen Symptomen oft Schuldgefühle. Manche versuchen, sie mit Rechtfertigungen zu mildern. </p><p>Oder von Angsterkrankungen: Rechtfertigungen sollen Sicherheit bringen, indem sie zum Beispiel vor Kritik oder Ablehnung schützen. Der sogenannte Rechtfertigungszwang kann aber auch Teil dessen sein, was schon im Begriff steckt: einer Zwangserkrankung. "Viele denken dabei an physische Zwangshandlungen wie den Waschzwang", so Bossmann. "Aber es gibt auch mentale Zwangshandlungen."</p><p>Entscheidend ist der Leidensdruck</p><p>Entscheidend, ob es sich um eine psychische Erkrankung handeln könnte und ob jemand Unterstützung von außen braucht, sei vor allem der Leidensdruck. "Wenn der Alltag nicht mehr schaffbar ist, man nicht mehr schläft, keinen Appetit mehr hat oder die Gedanken nur noch um vermeintliche Fehler kreisen, sollte man sich Hilfe suchen", rät Christa Roth-Sackenheim. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie und zweite Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Psychiater.</p><p>Aber auch Menschen, die keine derartige psychische Erkrankung haben, können den Drang haben, sich übermäßig zu rechtfertigen. "Betroffen sind vor allem sehr empathische Menschen, die sich viele Gedanken darum machen, was das eigene Verhalten bei anderen bewirkt", erklärt Roth-Sackenheim. Es kommt aber auch auf die Beziehung an: "Wenn Grenzen oder Fehler vom Gegenüber nicht akzeptiert werden, neigt man eher dazu, sich ständig zu rechtfertigen."</p><p>Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale spielen eine große Rolle. "Wenn der Selbstwert von der Bewertung anderer abhängt, kann das einen Rechtfertigungsdrang fördern", so Ulrike Bossmann. </p><p>Und: Wer schon früh gelernt hat, dass er für die Gefühle anderer verantwortlich ist, neige ebenfalls eher dazu, sich zu rechtfertigen. Gleiches gelte für perfektionistische Menschen, die sich nur dann als gut genug fühlen, wenn sie alles hundertprozentig erledigen.</p><p>3 Tipps gegen ständiges Rechtfertigen</p><p>Ob nun im Rahmen einer Erkrankung oder als Teil von Charaktereigenschaften, hilfreich ist das Rechtfertigen nicht. "Es bringt zwar kurzfristig Entlastung, aber langfristig ist es symptomerhaltend", betont Bossmann. Denn Betroffene interpretieren die empfundene Entlastung als Bestätigung ihres Verhaltens – und werden das auch in Zukunft weiter an den Tag legen. </p><p>Was also tun? Für schwierige Beziehungen rät Christa Roth-Sackenheim, sich Verbündete zu suchen – etwa Freunde fragen, wie sie mit solchen Situationen umgehen. Ansonsten sei auch der Hausarzt oder die Hausärztin ein erster Ansprechpartner.</p><p>Ulrike Bossmann hat drei Strategien, mit denen man den Rechtfertigungszwang verringern kann:</p><p>1. Ein-Satz-Regel: Bei diesem Vorgehen beschränkt man sich auf maximal einen Satz an Informationen und fügt danach bewusst nichts hinzu. Der Reflex, sich zu rechtfertigen, darf unbeantwortet bleiben - vor allem dort, wo das Gesagte sonst nur der Beruhigung dienen würde.</p><p>2. Schuld-Exposition: Das bedeutet, in einer Situation bewusst weniger zu sagen als sich "richtig" anfühlt, und im Austausch auf Rückversicherungen ("War das okay von mir?" oder "Findest du, ich habe überreagiert?") zu verzichten. Mit der Zeit lernt man: Die befürchtete Katastrophe tritt nicht ein. </p><p>3. Selbstmitgefühl: Man überlegt sich einen Satz, den man sich selbst sagt, statt sich zu rechtfertigen - das kann durchaus eine gute Ergänzung zu den beiden anderen Strategien sein. Ein Beispiel wäre "Ich darf existieren, ohne mich zu erklären". Denn Selbstmitgefühl kann den Rechtfertigungsdrang signifikant reduzieren.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
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      <title>6 Fragen: Mini-Selbstcheck: Neige ich zu übertriebenem Rechtfertigen?</title>
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      <description>Fällt es Ihnen schwer, sich nicht zu rechtfertigen? Dieser schnelle Selbsttest hilft, das eigene Verhalten besser einzuschätzen.</description>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Fällt es Ihnen schwer, sich nicht zu rechtfertigen? Dieser schnelle Selbsttest hilft, das eigene Verhalten besser einzuschätzen.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Aus einer simplen Erklärung wird bei Ihnen schnell eine kleine Verteidigungsrede, weil sie Angst haben, andernfalls falsch rüberzukommen oder bewertet zu werden? Vielleicht neigen Sie zum übertriebenen Rechtfertigen.</p><p>Wer sich häufig unter Rechtfertigungsdruck fühlt, sollte sein Verhalten genauer beobachten. Ein Selbsttest kann bei der ersten Einschätzung helfen. Sechs Fragen sollen spontan mit "Ja" oder "Nein" beantwortet werden. Unkritisch ist es, wenn man sich höchstens einmal erkennt, wie Psychologin und Therapeutin Ulrike Bossmann erklärt. Wer zweimal oder öfter mit Ja antwortet, könnte mal genauer hinschauen, in welchen Situationen man zum Rechtfertigen neigt.</p><p>Die Fragen: </p><p>Fühle ich deutliche innere Anspannung, wenn ich mich nicht erkläre?Erkläre ich mich auch dann, wenn niemand eine Erklärung verlangt?Dient mein Erklären eher meiner Beruhigung als der Information anderer?Reicht eine Erklärung nie wirklich aus (Gedanken kommen wieder)?Habe ich Angst, unfair, egoistisch oder schlecht zu wirken, wenn ich es nicht tue?Kreise ich innerlich weiter, selbst nachdem ich mich erklärt habe?</p><p>Manchmal helfen schon einfache Strategien, das Verhaltensmuster zu überwinden. Etwa sich vorzunehmen, kurz und knapp zu bleiben (maximal ein Satz, dann nichts nachschieben) oder sich selbst mit einem mitfühlenden Satz zu stärken ("Ich darf existieren, ohne mich zu erklären"). Manchmal ist übertriebenes Rechtfertigen aber auch Teil einer psychischen Erkrankung. Dann brauchen Betroffene unter Umständen auch professionelle Hilfe.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Wandern in den Bergen: Rinder auf dem Wanderweg: So kommen Sie sicher vorbei</title>
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      <description>Sie gehören zur Alpenidylle wie die Berge und die Hütten. Allerdings sind Rinder keine Kulisse, sondern Tiere, denen man mit Respekt begegnen sollte. Wer das missachtet, bringt sich in Gefahr.</description>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Sie gehören zur Alpenidylle wie die Berge und die Hütten. Allerdings sind Rinder keine Kulisse, sondern Tiere, denen man mit Respekt begegnen sollte. Wer das missachtet, bringt sich in Gefahr.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Läuft ein Wanderer in den Bergen herum, auf einmal steht da ein Rind. Klingt wie der Beginn eines Witzes, ist in den Alpen jedoch eine ernste Sache. Denn viele Wanderwege führen über die zahlreichen Almen.</p><p>Und dort gilt: Tiere sind Tiere, keine Kulisse. Was ist zu tun, wenn mal ein Rind im Weg steht oder gar aggressiv wird? Fragen und Antworten zum richtigen Wanderverhalten auf Almen:</p><p>Wo trifft man auf Tiere?</p><p>Rinder weiden oft in leichter erreichbaren Gegenden, wo auch viele Wege entlangführen. Dann kann es zu Begegnungen kommen.</p><p>"Almen sind primär Weidegebiete, dementsprechend ist wahrscheinlich, dort auf Vieh zu treffen", sagt Judith Haaser von der Landwirtschaftskammer des österreichischen Bundeslandes Tirol. </p><p>Allein in Tirol werden rund 110.000 Rinder, 68.000 Schafe, 3.000 Pferde und 6.000 Ziegen "gealpt", wie es in der Fachsprache heißt. Das heißt, sie leben im Sommer in den Bergen. Der Almauftrieb, wenn die Tiere aus den Tälern auf die Bergweiden gebracht werden, ist je nach Region zwischen Anfang Mai und Ende Juni – am häufigsten rund um Pfingsten.</p><p>Wie hoch ist das Risiko bei Begegnungen?</p><p>Es passiert äußerst selten, doch Kühe haben Wanderer in der Vergangenheit schon angegriffen und schwer oder tödlich verletzt. 2024 wurde eine Wanderin im Schlossalmgebiet im Salzburger Land von einer Rinderherde niedergetrampelt. Solche tragischen Fälle machen deutlich, welche Wucht die Tiere entwickeln können – und dass man das nicht unterschätzen darf.</p><p>Jeder Unfall sei einer zu viel, so Haaser. Zugleich sagt sie: "Wenn man allerdings bedenkt, wie viel Vieh und wie viele Menschen sich auf den Almen tummeln, ist die Zahl der Zwischenfälle glücklicherweise sehr gering."</p><p>"Leider merken wir immer wieder, dass der Respekt vor Rindern fehlt", sagt sie. Haaser schildert etwa, dass in sozialen Netzwerken Bilder von Kindern zu sehen sind, die von ihren Eltern auf eine Kuh gesetzt wurden. Doch eine Alm ist kein Streichelzoo. Man müsse sich an Regeln halten und schlaumachen. In den Wandergebieten gibt es Flyer und Schilder zum korrekten Verhalten.</p><p>Welche Verhaltensregeln sollten Wanderer beachten?</p><p>"Wichtig ist, Tiere nicht zu provozieren, nicht versuchen zu streicheln und einfach generell Abstand zu halten", sagt Judith Haaser.</p><p>Tatsächlich sind Rinder meist friedlich. Wer die Almen ruhig und ohne hektische Bewegungen auf den markierten Wegen durchschreitet, macht laut dem Deutschen Alpenverein alles richtig. </p><p>Weil Rinder sich um den Verlauf von Wanderwegen mitunter nicht wirklich scheren, kann es sein, dass sie mal im Weg stehen – dann sollte man einfach einen Bogen um sie machen. Wichtig ist, die Rinder nicht zu erschrecken, denn sie sind schreckhaft. Und man sollte sie nicht mit den Augen fixieren.</p><p>Wo ist Vorsicht geboten?</p><p>Vor allem bei Kühen mit Nachwuchs. Mutterkühe haben einen ausgeprägten Schutzinstinkt und wollen ihre Kälber vor Gefahren schützen, heißt es auf dem Portal sichere-almen.at, das vom österreichischen Landwirtschaftsministerium verantwortet wird. Hier gilt umso mehr: nicht stören, nicht streicheln. Und vor allem mit Hunden vorsichtig sein.</p><p>Gerade Mutterkühe nehmen Hunde oft als Bedrohung wahr. Wer mit Hunden wandert, sollte das Queren von Kuhweiden vermeiden und Wege suchen, die um Weideflächen herumführen. Geht es nicht anders, sollte man den Hund an der kurzen Leine führen. Bei einem Angriff gilt aber: sofort Leine loslassen.</p><p></p><p>Auf welche Warnzeichen sollte man achten?</p><p>Wirken Kühe unruhig, sollte man die Weidefläche zügig verlassen. Es sei in der Regel bereits von Weitem zu erkennen, ob Kühe "auf Krawall gebürstet" seien, so der Deutsche Alpenverein. Das Senken des Kopfes, Scharren, Brüllen oder Schnauben sind typische Drohgebärden.</p><p>Nähert sich eine Kuh, gilt der Rat: ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren, den Tieren ausweichen. Im "alleräußersten Notfall" kann man der Kuh auf die Nase schlagen, heißt es vom Alpenverein. Zum Beispiel mit einem Wanderstock.</p><p>Und was ist mit anderen Tieren?</p><p>In erster Linie trifft man bei Bergwanderungen auf Rinder und nur gelegentlich auf Ziege und Schafen, wie Julian Rohn vom Deutschen Alpenverein berichtet. Die Verhaltensregeln seien aber für alle Tiere gleich: Abstand halten und Weidegebiet ruhig und zügig durchqueren.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Nach Mondmission: US-Präsident Trump empfängt Artemis-Astronauten</title>
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      <description>Noch während ihrer Mondmission hatte der US-Präsident die vier Artemis-Astronauten ins Weiße Haus eingeladen - und jetzt kamen sie ins Oval Office. Trump zeigt dabei ebenfalls Raumfahrt-Ambitionen.</description>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Noch während ihrer Mondmission hatte der US-Präsident die vier Artemis-Astronauten ins Weiße Haus eingeladen - und jetzt kamen sie ins Oval Office. Trump zeigt dabei ebenfalls Raumfahrt-Ambitionen.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>US-Präsident Donald Trump hat bei einem Empfang der "Artemis 2"-Astronauten im Weißen Haus über eigene Raumfahrt-Ambitionen gewitzelt. Um Nasa-Astronaut zu werden, müsse man "sehr klug" sein und "physisch viele Dinge gut machen", sagte Trump vor Journalisten im Oval Office. "Ich hätte also kein Problem gehabt, es zu schaffen. Ich bin physisch sehr gut." </p><p>Den hinter ihm stehenden Nasa-Chef Jared Isaacman fragte er danach, ob es Präsidenten überhaupt erlaubt sei, an Raumfahrt-Missionen teilzunehmen - und witzelte dann weiter: "Wir arbeiten dran." </p><p>Trump lobt Artemis-Astronauten als "mutig"</p><p>Zuvor hatte der US-Präsident allerdings auch schon gesagt, dass er so eine Mission wie die der "Artemis"-Astronauten nicht hätte machen wollen. Die vier Astronauten seien "sehr mutig", sagte Trump und gratulierte den Nasa-Astronauten Victor Glover, Christina Koch, Reid Wiseman und dem Kanadier Jeremy Hansen zu ihrer erfolgreichen Mission. "Ich weiß nicht, wie sie das gemacht haben." Sie seien Menschen, die die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich gezogen hätten. </p><p>Im Anschluss beantwortete Trump rund eine halbe Stunde lang Fragen der anwesenden Journalisten und Journalistinnen zu anderen Themen, während die hinter ihm stehende Crew nicht zu Wort kam. </p><p>Glover, Koch, Wiseman und Hansen waren die ersten Menschen seit mehr als 50 Jahren in der Nähe des Mondes. Sie waren Anfang des Monats vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet und dann um den Mond herum geflogen, bevor sie im Pazifik nahe San Diego wieder auf der Erde aufkamen. Bei ihrem Flug entfernten sie sich auch weiter von der Erde als jemals Menschen zuvor. Schon während des Flugs hatte US-Präsident Trump in einer Live-Schalte mit den Astronauten gesprochen und sie dabei auch für nach ihrer Rückkehr zu sich ins Weiße Haus eingeladen.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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