Schreibwettbewerb-Sieger: Gangster, Gauner und Ganoven

Wir haben die beste Onlinegeschichte gesucht, und ihr habt Powerlocke zur Gewinnerin gekürt. Lest hier ihre Geschichte über ein Mädchen, das aus Hunger zur Verbrecherin wird

Jennifer öffnete die Tür. Sie hasste es! Aber sie musste es tun. Entweder verhungern oder... das was sie grade tat halt.

Dann doch lieber das.

Die Tür quietschte leise. Jenny hielt inne und horchte in die Dunkelheit. Nichts rührte sich. Also weiter.

Lautlos knipste sie ihre Taschenlampe an. Ihr erster Auftrag! Mensch war das aufregend! Aber trotzdem hasste sie es. Und sie konnte doch noch nicht mal etwas dafür, dass sie es tun musste. Echt Gemein!

Alle anderen warteten auf sie, draußen, um sie zu warnen, falls was schief gehen sollte. Was soll schon schief gehen, hatte sie spöttisch gefragt, doch jetzt war ihr ganz anders zumute. Ach was, Lara, Dore und alle anderen Straßenmädchen hatten es doch auch schon getan!

Langsam schlich sie weiter in das Juweliergeschäft. Zwischendurch ließ sie ihre Hand in die Vitrinen gleiten und etwas in ihren Rucksack fallen. Langsam und lautlos, wir Dore es ihr beigebracht hatte.

Dore, sie war so schlau und doch nur ein Kind, wie sie. Wie alle anderen.

Der Rucksack füllte sich. Schöne Ketten, Uhren, Ohrringe und Ringe waren dabei. Jenny hätte sie am liebsten angezogen und Königin gespielt, wie früher in ihrem wunderschönen Kinderzimmer. Aber das war nun vorbei. Ausgesetzt, wie ein Tier, hatte man sie. Deswegen musste sie nun das tun! Sie hatte Mühe, die Tränen zu unterdrücken.

Als ihr Rucksack voll war schlich sie leise wieder raus. Mit dem Rucksack auf der Brust, damit sie nicht umstieß. Die Truppe von etwa vier Mädchen wartete vermummt auf der Straße vor dem Geschäft.

Nichts ungewöhnliches, erklärte Dore, die Anführerin, ihr mit einem Kopfnicken. Sie machte die Tür zu, doch sie vergaß die Ladenschelle, die sie vorhin festgehalten halle, damit sie nicht bemerk wurden. Dingeling… Ein Hund schlug an und plötzlich hallten lauter Sirenen durch die Nacht.

Jenny wurde kreidebleich unter ihrer Kapuze. Sie hörte die Polizei. Die Truppe rannte los. Was, wenn sie uns erwischen? Wir müssten hart bezahlen, vielleicht mit unserem Leben! Oh Gott, sie dürfen uns nicht kriegen! Niemals, nie! Das wäre eine Katastrophe. Jenny rannte um ihr Leben, im wahrsten Sinne des Wortes.

Hindurch durch alle Gassen, über Markplätze und Kreuzungen. Langsam verhallten die Sirenen. Bloß nicht stehen bleiben! Hatte sie jemand gesehen? Angst trieb die Kinder weiter. Über die Brücke am Fluss und hinein in einen Winkel.

Den Busch beiseite geschoben und alle hinein ins Versteck. Ein paar Minuten waren alle ruhig, bis Dore sagte "Ok, ich glaube uns ist niemand gefolgt. Lass mal sehen, Jenny, was hast du alles ergattern können?" Auch sie hasste das Wort stehlen.

Jenny zeigte ihre Beute und alle waren zufrieden.

Am nächsten Morgen brachten sie Jennys Ergattertes zur Elster. Er nannte sich selber so, aber den Mädchen war nur das Geld wichtig, welches er ihnen für ihr Geklautes gab. Er traf sie wie immer hinter der alten Kapelle im Park. Jenny fand den Ort recht unpassend, um Gegenstände zu verhandeln, die geklaut worden waren. Sie verhandelten. Elster bot ihnen eine gute Summe, mit welcher alle Sorgen erloschen. Sie mussten nicht Hungern! Jedenfalls nicht für die nächsten Tage.

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