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Offshore-Windpark "Baltic 1" nimmt Betrieb auf

Mitten in der Debatte über die Energiewende ist vor der Ostseeküste der erste deutsche Offshore-Windpark in Betrieb gegangen. Bundeskanzlerin Angela Merkel setzte am Montag im Seebad Zingst mit einem symbolischen Knopfdruck die ersten kommerziell betriebenen 21 Windräder in Betrieb. "Es hat sich in der Tat, dass die Frage welche Risiken wollen wir eingehen im Zusammenhang mit der Energiegewinnung durch die Vorgänge in Fukushima noch einmal gewandelt und wir werden deshalb unser Energiekonzept beschleunigt umsetzen und ich bin auch sehr dankbar, Herr Ministerpräsident Sellering, dass wir spüren, dass alle bereit sind an diesem Projekt mitzuarbeiten." Zugleich verweis Merkel auf die Notwendigkeit eines Energiemixes, zu dem auch die Atomkraft zähle: "Wir werden noch weiter einen Energiemix brauchen, also es wird jetzt darauf ankommen, sehr klug die erneuerbaren Energien voranzubringen, aber nicht zu vergessen, dass wir andere Formen der Energieversorgung auch für eine Überbrückungszeit noch brauchen, wenngleich der Ausstieg aus der Kernenergie, das will ich hier deutlich sagen, deutlich beschleunigt werden soll, aber die Dinge müssen zueinander passen und das ist jetzt genau die Aufgabe vor der wir stehen." Der vom Energiekonzern EnBW betriebene Windpark "Baltic 1" steht 16 Kilometer vor der Ostseeküste. Die Windmühlen sollen rund 50.000 Haushalte mit Strom versorgen. Folgen soll ab 2013 "Baltic 2", wo sich dann geplante 80 Windräder drehen. Bislang gab es in Deutschland nur den Offshore-Windpark "Alpha Ventus", der zu Testzwecken in der Nordsee errichtet wurde.

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