Kosmos Scharf wie nie: Die "Säulen der Schöpfung"

Seit 25 Jahren liefert das Weltraumteleskop Hubble immer wieder aufsehenerregende Fotos von den Tiefen des Alls. Nun zeigt es Materiewolken in nie dagewesener Brillanz
Scharf wie nie: Die "Säulen der Schöpfung"

Geburtsstätte der Sterne: die "Säulen der Schöpfung" im Adlernebel

Zum 25-Jahr-Jubiläum des Weltraumteleskops Hubble veröffentlichten NASA und ESA neue, spektakuläre Fotos. Darunter die Aufnahme einer der merkwürdigsten Strukturen im sichtbaren Universum: die "Pillars of Creation", zu deutsch Säulen der Schöpfung, im Adlernebel.

Die Struktur im Sternbild Schlange, rund 6500 Lichtjahre von der Erde entfernt, ist für Astronomen besonders interessant, weil sie als Kreißsaal der Sterne gilt. In ihrem Inneren formieren sich aus gasförmiger, interstellarer Materie und Staubpartikeln ständig neue, sonnenähnliche Sterne, die die gigantischen Materiewolken überhaupt erst sichtbar machen. Rund sieben Jahre braucht das Licht, um von einem Ende der Säulen zum anderen zu gelangen.

1995 hatte Hubble mit einem ersten Foto dieser Formation schon einmal für Aufsehen gesorgt; nun legt das Teleskop mit einem doppelt so hoch aufgelösten Foto im Bereich des sichtbaren Lichts nach. Die Aufnahme gelang mit der Wide Field Camera 3, mit der das Weltraumfernrohr im Jahr 2009 ausgestattet worden war.