Kunst oder Kosmos?

Der Carinanebel ist die Heimat vieler neugeborener Sterne. Aber es gibt hier auch sterbende, etwa Eta Carinae (der helle Punkt links im Bild): ein Supernovakandidat für die nahe Zukunft

Helixnebel

Der Helixnebel ist für das bloße Auge unsichtbar - obwohl die 690 Lichtjahre entfernte Struktur am Himmel fast so groß ist wie der Vollmond. Das Hubble-Teleskop macht allerdings auch geringste Lichtmengen sichtbar. Die Gashülle wurde von einem sterbenden, sonnenähnlichen Stern ausgestoßen

Sternentstehungsgebiet

In der Mitte der uhrglasförmigen Struktur verbirgt sich ein junger Stern, S 106 IR. Seine starke Strahlung lässt die ausgestoßene Materie leuchten

Auf Kollisionskurs?

Das Objekt NGC 3314 sieht von der Erde aus gesehen aus wie zwei Spiralgalaxien, die miteinander kollidieren. Tatsächlich befinden sie sich aber in sicherer Entfernung voneinander. Die Verformungen in der Galaxie im Vordergrund rühren von einer anderen Galaxie her, die nicht im Bild zu sehen ist

Gravitationslinse

Eine elliptische Riesengalaxie im Zentrum des Galaxienhaufens Abell 383 enthält so viel Masse in Form von Dunkler Materie, dass sie das Licht noch weiter entfernter Galaxien zu langen Lichtbögen krümmt

Sternenwiege

Dieses Gebiet in der Kleinen Magellanschen Wolke fällt durch zahlreiche junge, blau leuchtende Sterne auf. Mit ihrer energiereichen Strahlung haben sie das Gas in ihrer unmittelbaren Umgebung "weggepustet"

Whirlpool-Galaxie

Dieses Hubble-Foto zeigt die schärfste Aufnahme, die je von diesem Himmelsobjekt gemacht wurde. Die Whirlpool-Galaxie macht mit ihren majestätisch wirbelnden Armen ihrem Namen alle Ehre. Manche Astronomen glauben, dass ihre Arme von der Galaxie NGC 5195, rechts im Bild, zum Leuchten angeregt werden

Starburst-Galaxie

Von anderen Galaxien unterscheiden die Starburst-Galaxie Messier 82 feine Netze aus zerstobenen Gaswolken und leuchtendem Wasserstoff, die aus dem Inneren der Galaxie herausgeschleudert werden. Im Inneren dieser Galaxie werden Sterne zehnmal schneller geboren als im Inneren der Milchstraße

Kosmischer Crash

Unfall in Zeitlupe: Seit einigen hundert Millionen Jahren stoßen die Antennen-Galaxien schon zusammen. In den hell leuchtenden Bereichen verdichtet sich Gas; es entstehen Milliarden neuer Sterne, viele von ihnen in so genannten Sternclustern

Leuchtscheibe

Die Galaxie NGC 5866, von der Seite gesehen. Die Aufnahme zeigt, wie dünn Spiralgalaxien eigentlich sind. NGC 5866 befindet sich in einer Entfernung von rund 60.000 Lichtjahren von der Erde; ihr Durchmesser macht nur etwa zwei Drittel der Milchstraße aus

Form- und Farbspektakel

Noch einmal der Carinanebel: In der linken Bildhälfte ragt eine rund ein Lichtjahr lange Säule aus Wasserstoff in den Raum. In der rechten Hälfte ist der Sternhaufen Trumpler 14 zu erkennen, der aus mehr als 2000 Sternen besteht - und ständig werden hier neue gebildet. Der Sternhaufen ist mit 300.000-500.000 Jahren einer der jüngsten in unserer Galaxie

Lichtkugel

Der Stern V838 Monocerotis am Rand der Milchstraße ist ein Roter Superriese. Er sandte im Jahr 2002 einen Lichtblitz aus, der den interstellaren Staub in der Umgebung ausleuchtet. Wie der Lichtblitz entstand, ist nicht geklärt

Farbrausch

Was hier so ansprechend leuchtet, ist der planetarische Nebel NGC 2818. Er enthält die abgestoßene äußere Hülle eines sterbenden Sterns, der Verlauf von Milliarden Jahren zum einem Weißen Zwerg abkühlen wird. Der Nebel selbst wird schon in wenigen zehntausend Jahren verblassen

Pferdekopfnebel

Wie ein überdimensionales Seepferdchen erhebt sich der Pferdekopfnebel, oder auch Barnard 33, aus den Staub- und Gasmassen. Die Aufnahme zeigt die Region im infraroten Licht. So werden auch Bereiche sichtbar, die sonst von den Gas- und Staubmassen

verdeckt werden

Jupiter

Die Nahaufnahme des Jupiters zeigt den Großen Roten Fleck auf der Oberfläche des Gasriesen, einen Wirbelsturm, der schon Mitte des 17. Jahrhunderts beobachtet wurde und zwei Erddurchmesser misst

Rasensprenger

Planetarische Nebel sind die Überreste sterbender Sterne von der Größe der Sonne. Sie stoßen ihre äußere Hülle ab, und die flüchtenden Gas- und Staubmassen bilden vielfältige leuchtende Strukturen. Der Nebel NGC 5189 erinnert entfernt an einen Rasensprenger

Centaurus A

Diese Aufnahme der Galaxie Centaurus A zeigt das Zentrum mit komplexen Staubmustern, die sich vor dem Sternenlicht abzeichen. Hellrosa leuchten auf diesem Bild zahlreiche Sternentstehungsgebiete. Sie könnten darauf hindeuten, dass die Galaxie vor relativ kurzer Zeit mit einer anderen verschmolz

Gasblase

Im Zentrum von Galaxien befinden sich oft Schwarze Löcher - das ist auch bei unserer Nachbargalaxie NGC 3079 der Fall. Zu erkennen ist es in diesem Foto an den riesigen Massen von heißem Gas, die vom Zentrum in den Weltraum stieben. Die Gasblase hat einen Durchmesser von bis zu 3500 Lichtjahren

Kreißsaal der Sterne

Ein Sternentstehungsgebiet im Affenkopfnebel NGC 2174: Die riesigen, jungen Sterne in der rechten Bildhälfte "pusten" mit ihrer Strahlung die Nebelschwaden in alle Richtungen fort. Der größte Teil des Nebels besteht aus gasförmigem Wasserstoff, der von ultravioletter Strahlung ionisiert - und so für uns sichtbar gemacht - wird

Feuerwerk

Dieses Detail aus der Kleinen Magellanschen Wolke, einer unserer Nachbargalaxien, ist das Resultat einer Kooperation von drei großen NASA-Teleskopen: dem Hubble-Weltraumteleskop, dem Spitzer-Weltraumteleskop und dem Chandra-Teleskop. Die Chandra-Daten sind violett wiedergegeben, die Spitzer-Infrarot-Daten erscheinen in rot. Hubble ist mit Daten im Bereich des sichtbaren Lichts vertreten: rot, grün und blau

Kollidierende Sternhaufen

Der Sternhaufen 30 Doradus im Zentrum eines Sternentstehungsgebiets, 170.000 Lichtjahre von uns entfernt, besteht in Wirklichkeit aus zwei Sternhaufen, die altersmäßig etwa eine Million Jahre auseinander liegen – und sich aufeinander zu bewegen. Das blaue Licht stammt von den heißesten, größten Sternen, das grüne von leuchtendem Sauerstoff

Galaxie voraus!

Der Nachthimmel in 3,75 Milliarden Jahren: Die Andromedagalaxie rast direkt auf uns zu. Die künstlerische Darstellung zeigt, wie sie beginnt, unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, zu verformen. In weiteren zwei Milliarden Jahren werden die beiden zu einer einzigen Galaxie verschmolzen sein. Die Gefahr, dass Sterne oder Planeten dabei kollidieren, ist nicht groß; zu gering ist die Materiedichte in Galaxien

Rasante Gashülle

Vor rund 400 Jahren dürfte auf der Erde eine Supernova zu beobachten gewesen sein, deren Überreste dieses Hubble-Bild zeigt. Der Stern befindet sich in der Kleinen Magellanschen Wolke, einer unserer Nachbargalaxien. Die Gasblase hat einen Durchmesser von 23 Lichtjahren und dehnt sich weiterhin mit 5000 Kilometern pro Sekunde aus

Ballett im All

Die verzerrte Form der größeren Galaxie in Arp 273 lässt Schwerkraft-Wechselwirkungen mit der kleineren vermuten. Denkbar ist auch, dass die kleinere Galaxie, in der Zonen vermehrter Sternentstehung zu erkennen sind, die größere schon durchdrungen hat Arp 273

Centaurus A

Diese Aufnahme der Galaxie Centaurus A zeigt das Zentrum mit komplexen Staubmustern, die sich vor dem Sternenlicht abzeichen. Hellrosa leuchten auf diesem Bild zahlreiche Sternentstehungsgebiete. Sie könnten darauf hindeuten, dass die Galaxie vor relativ kurzer Zeit mit einer anderen verschmolz