Ernährung Eicheln: Wie Sie die giftigen Nüsse genießbar machen

Gerne bringen wir von Herbstspaziergängen Eicheln mit nach Hause. Aber wie lassen sich die Fundstücke außer als Deko verwerten? Wir zeigen Ihnen, wie Sie giftige Eicheln in ein schmackhaftes Essen verwandeln

Eicheln: Giftig oder nicht?

Im Herbst werfen uns die Laubbäume nicht nur ihre bunten Blätter vor die Füße – auch Eicheln begegnen uns auf unseren Wegen zur Arbeit oder beim Sonntagsspaziergang. Die Nussfrüchte eignen sich perfekt zum Basteln oder Dekorieren - doch sie machen sich unter bestimmten Umständen ebenso gut auf dem Teller.

Wer als Kind an den Eichen-Früchten knabbern wollte, musste sich anhören: "Um Himmels Willen. Die sind doch giftig!". Das ist nicht ganz falsch - und trotzdem haben vielleicht auch Ihre Großeltern in den Herbstmonaten gerne Eichelbrot gegessen. In Notzeiten waren die Nussfrüchte sogar Grundnahrungsmittel. Stellt sich die Frage: Wie kann das sein? 

Eicheln sind essbar!

Tatsächlich kann man Eicheln essen, obwohl sie giftig sind. Denn Eicheln sind nur in ihrem rohen Zustand ungenießbar. Das liegt an den darin enthaltenen Gerbstoffe, die sehr bitter schmecken. Auch wenn viele Tiere Eicheln lieben, lösen die Stoffe bei Menschen Bauchschmerzen und Übelkeit aus.

Trotzdem lassen sich die bitteren Nussfrüchte essbar machen und zu leckeren Gerichten verarbeiten. Um den Eicheln die Gerbstoffe zu entziehen und essbar zu machen, müssen sie mehrere Tage lang gewässert werden. Erst dann gibt die Schale der Eicheln alle Bitterstoffe ab.