Ist Käse wirklich ein guter Mäuseköder?

Beim Thema "Mausefallen" hat man unweigerlich kleine Käsestücke als Köder und ein neugieriges Mäuschen vor Augen. Um es gleich zu sagen, Käse funktioniert als Köder, hat aber keine besonders große Lockwirkung, da gibt es Besseres. Aber von vorn: Mäuse lieben eiweißhaltige, energiereiche Nahrung, weshalb sie sich natürlich auch über Käse hermachen. Aber noch beliebter ist Süßes wie Erdnussbutter, Schokolade oder Nuss-Nougatcreme – egal, ob für Lebendfallen oder für Schlagfallen. Dafür lassen die Tiere die Käsestücke glatt liegen. Butter und Nuss-Nougatcremes haben zudem den Vorteil, dass die Tiere den Köder nicht wegzerren können, sondern die Falle auf jeden Fall betreten müssen. In der Praxis hat es sich bewährt, die Nougatcreme auf Pappe oder ein Stück Brot zu schmieren. Viel hängt auch vom Geschmack der Mäuse ab - und wie hungrig sie sind. Was bei einem funktioniert, kann die Mäuse woanders völlig kalt lassen. Ausgehungerte Mäuse stürzen sich nicht selten schon nach Minuten auf ein Stück Käse oder Speck, während wohlgenährte Mäuse eher auf Außergewöhnliches wie Nougatcremes stehen, die eine Abwechslung im Speiseplan versprechen.

Warum ist Schimmelkäse ungiftig?

Schimmel - der Brie Suisse enthält ihn, charakteristisch ist er jedoch für Blauschimmelkäsesorten. Aber die blaugrünen Schimmeladern im Käse machen im Gegensatz zu den pelzigen Rasen auf Broten nicht krank. Ganz im Gegenteil, sie geben dem Käse erst die leckere Würze. Die Rohkäse werden ganz bewusst mit Edelschimmel geimpft, die zwar auch zur Familie der Schimmelpilze gehören, aber im Gegensatz zu diesen keine Gifte produzieren, sondern würzigen Geschmack.

Es gibt auch Schimmelpilze, die den Käse geschmacklich nicht verbessern, ihn dafür aber haltbarer machen und zum Beispiel bei vielen Weichkäsen für den weiß-flaumigen Rand sorgen.

 

Käse verschließt den Magen

Weiß das bloß der Volksmund oder ist an dem Spruch wirklich etwas Wahres dran? Im Prinzip stimmt die Redewendung. Käse wirkt allerdings in erster Linie nicht wie ein fetter Stopfen, sondern erzeugt vielmehr ein Sättigungsgefühl. Als konzentrierte Milch besteht Käse aus Fett und Eiweiß. Das Fett verwandelt sich im Dünndarm zu Fettsäuren, die den Darm dazu bringen, bestimmte Hormone freizusetzen. Diese wiederum bewirken schließlich, dass der Magen seine Arbeit einstellt und seinen Ausgang schließt – man fühlt sich pappsatt.

Wann sollte man Käserinde abschneiden?

Essen oder doch lieber Abschneiden? Beim Thema Käserinde sind die meisten unsicher. Eine natürliche Rinde von Hart- oder Schnittkäsen kann man mitessen, sie sind aber kein besonderer Genuss. Ist die Rinde allerdings aus Wachs oder Kunststoff, sollte man sie abschneiden. Meist finden Sie auf der Verpackung dazu einen Hinweis wie „Kunststoffüberzug nicht zum Verzehr geeignet“ oder „Rinde ist zum Verzehr geeignet“.
Fehlt so ein Hinweis, hilft ein Blick auf die Zutatenliste: Ist dort Natamycin aufgeführt bzw. steht dort „Konservierungsstoff E 235“, sollten Sie die Rinde und auch noch 5 mm vom Käse abschneiden. Natamycin wirkt als Konservierungsmittel gegen Bakterien und Pilze, man möchte den Stoff aber nicht essen.

Nicht zugelassen ist das Mittel bei Edelpilz- oder Frischkäsesorten. Außerdem bei Sauermilchkäsen wie Handkäse und auch bei Käsen mit Kräuterrinde.

 

Ist Bergkäse wirklich gesünder als andere Sorten?

Ja, wenn es sich wirklich um traditionellen Bergkäse von einer Alm handelt, wo die Kühe den ganzen Sommer lang Tag und Nacht auf saftigen Wiesen stehen und reichlich Kräuter und saftiges, frisches Gras fressen - kein Kraftfutter. Kein Wunder, dass die Milch der bei solchen Bedingungen Kühe von einer 1a-Qualität und randvoll mit Calzium und anderen Mineralstoffen ist. Der Bergkäse ist nichts anderes als die konservierte Milch der Alm und ist von Hause aus schon würzig. Aber noch wichtiger, der Käse enthält sehr viele Omega-3-Fettsäuren, die der menschliche Körper nicht selber produzieren kann, und daher mit der Nahrung aufnehmen muss. Da Bergkäse keine Kohlenhydrate hat, ist er auch für die Low Carb-Ernährung geeignet.

Aber Vorsicht, nicht überall wo Bergkäse draufsteht, ist auch der würzige Käse drin. Die Inhaltsstoffe sind nicht geschützt, nur die geografische Ursprungsbezeichnung. Der Käse muss aus den Bergen kommen, kann aber auch von Stallkühen geliefert werden.