1. Brot macht dick

Nun gut, Brot ist sehr energiereich und damit natürlich ein Hauptverdächtiger in puncto Dickmacher. Aber das gilt nur, wenn man es übertreibt und ein Brot nach dem anderen essen würde. Drei oder vier Scheiben am Tag schaden der Figur nicht, denn die enthaltenen Kohlenhydrate machen in erster Linie nur satt, sehr lange satt.

Dick wird man generell nur, wenn man mehr Kalorien zu sich nimmt, als vom Körper verbrannt werden. Die Energie bzw. die Kalorien des Brots liegen als langkettige Kohlenhydratmoleküle vor, für deren Verdauung der Körper selbst Energie und Zeit aufbringen muss. Also kein Problem bei kleineren Mengen. In Süßwaren bestehen die Kohlenhydrate dagegen aus schnell wirkenden Einfachzuckern, die sofort ins Blut gehen und dann auch zur Verfügung stehen. Bewegt man sich dann nicht ausreichend, geht’s auf die Hüften.

2. Schimmelige Stellen kann man einfach abschneiden

Igitt, Schimmel! So ist es. Mit dem Lebensmittelverderber Nummer eins ist wirklich nicht zu spaßen, denn die Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze sind giftig und können die Leber schädigen. Die Pilze breiten sich mit ihrem dichten Fadengeflecht nahezu schon im ganzen Brot aus, bevor man sie überhaupt als weißlich-grüne Stellen wahrnimmt. Also gleich weg mit dem ganzen Brot. Ganze Brote sind übrigens haltbarer als geschnittene Scheiben, die vom Schimmel viel leichter besiedelt werden.

Vorbeugend sollten Sie Brote trocken, nie in Plastikfolie eingewickelt und am besten in Brotboxen, Keramikdosen oder trockenen Schubfächern lagern. Werden diese dann noch regelmäßig mit Essig oder einem anderen Desinfektionsmittel gereinigt, haben die Pilze kaum mehr eine Chance.

3. Je dunkler, desto gesünder

Dunkel ist gleich gesund? Leider nicht immer. Es entscheidet der Vollkornanteil darüber, wie gesund ein Brot ist. Und ballast- und nährstoffreiches Vollkornbrot ist eben dunkel.
Aber Vorsicht, oft wird helles Brot einfach mit Malz oder Zuckerrübensirup eingefärbt und sieht dann einem Vollkornbrot zum Verwechseln ähnlich. Diese Stoffe sind dann bei den Inhaltstoffen aufgeführt oder hat das Brot lediglich die Bezeichnung „volles Korn“, ist die dunkle Farbe bloß eine Luftnummer.

Beim Vollkornbrot müssen aber alle Bestandteile des Korns enthalten sein, während beim Weißbrot die Schale und damit leider auch viele Inhaltsstoffe vor dem Mahlen entfernt wird.

4. Brot vom Bäcker ist besser als vom Supermarkt

Nein, das ist eher Geschmacksache und eine Frage der Bequemlichkeit. Traditionelles Bäckerbrot ist natürlich auf Haltbarkeit ausgelegt und schmeckt auch am nächsten Tag noch frisch. Da sich viele Discounter den Brotteig aber frisch anliefern lassen und dann nur noch aufbacken, ist die Qualität dort ähnlich. Zudem verzichten immer mehr Lebensmittelmärkte auf Stabilisatoren und Geschmacksverstärker - der Hauptgrund, weshalb die Brote am nächsten oder übernächsten Tag einfach nicht mehr so gut schmecken.

5. Weißbrot ist ungesund

Diabetes, Herzinfarkt oder Schlaganfall - was wird dem Weißbrot nicht alles nachgesagt. Das stimmt aber nicht. Verglichen mit Vollkornbrot schneidet Weißbrot zwar schlechter ab, ist aber dadurch nicht gesundheitsschädlich.

Es steckten immer noch Mineralien, Ballaststoffe und Vitamine im Weißbrot. Nur eben nicht so viele wie in Vollkornbrot. Weißbrot sättigt allerdings nicht so gut wie anderes Brot und wegen der geringeren Menge an Ballaststoffen kann die Stärke schneller in Zucker umgewandelt werden und gleich ins Blut gehen. Ist diese Energie verbraucht, bekommt man wieder Hunger.