Kopfschmerzen bekämpfen Diese fünf Tipps helfen gegen Kopfweh - ohne Schmerzmittel

Ob nach langer Konzentration, bei Erkältung oder Stress: Kopfschmerzen bekommt jeder ab und an – und nimmt wie selbstverständlich ein Schmerzmittel. Dabei können oft schon einfache Tricks helfen
Kopfmassage

Was hilft gegen Kopfschmerzen?

Oft haben Kopfschmerzen nachvollziehbare Ursachen, etwa Überanstrengung, Wetterumschwünge, Erkältung, Stress, schlechte Luft. Wer nicht sofort Schmerzmittel einnehmen möchte, sollte das Übel bei der naheliegenden Wurzel packen: Lüften, ausruhen, ausreichend schlafen und trinken.

Für den alltäglichen Kopfschmerz, wie ihn die meisten Menschen kennen, gibt es darüber hinaus kleine erste Maßnahmen, die auch ohne Schmerzmittel zur Linderung führen können.

Wichtig: Dauern die Schmerzen an oder verstärken sie sich, sollte ein Arzt die Ursachen klären, gleiches gilt für Kopfschmerzen bei Kindern oder regelmäßigen Attacken, die etwa auf eine Migräne hindeuten können.

Bei Spannungskopfschmerzen: Wärme und Kälte

Gegen Spannungskopfschmerzen kann sowohl generelle als auch gezielt angewandte Wärme helfen. Entsprechende Maßnahmen sind ein heißes Bad, ein Saunabesuch, Wärmekissen, feucht-heiße Kompressen, die auf Schultern und Nacken gelegt werden, und, wenn wenig Zeit ist: ein Fön.

Beim Baden und Duschen am besten die Temperatur langsam innerhalb von zehn bis 15 Minuten im erträglichen Rahmen steigen lassen, um Verspannungen zu lösen. Gleiches gilt auch für Kälte: Entweder abwechselnd kalt und warm abspülen oder gleich kalte Arm- und Fußbäder nehmen.

Kopfmassagen gegen Kopfschmerzen

Einen Versuch wert ist eine kurze Druckmassage, besonders bei Schmerzen, die sich hinter der Stirn verorten lassen. So geht’s: Mit den Fingerkuppen in Kreisbewegungen über die Schläfen fahren, eine Fingerbreite neben den Augenbrauen. Dabei tief ein- und ausatmen, die Augen schließen.

Zusätzlich kann es helfen, die Kopfhaut mit einzubeziehen. Weitere Schmerzpunkte im Gesicht: in der Mitte über den Augenbrauen, die Vertiefungen hinter den Ohren und der Nasenrücken. (via National Headache Foundation)

Bewährtes Hausmittel: Pfefferminzöl

Die Schmerzklinik Kiel und die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfehlen bei Spannungskopfschmerzen die Anwendung von Pfefferminzöl, vor allem als Alternative zur wiederholten Einnahme von Schmerzmitteln. Auf Stirn und Schläfen aufgetragen (Augenpartie großflächig meiden), kann unter anderem der kühlende Effekt des Öls die Durchblutung fördern und die Beschwerden lindern.

Spazieren gehen hilft

Banal, aber wirkungsvoll: Wer den ganzen Tag im schlecht belüfteten Büro konzentriert auf den Bildschirm schaut, sollte kurz vor die Tür gehen. Das hilft gleich mehrfach: Zielloses Schlendern beruhigt, der Blick kann in die Ferne schweifen, die frische Luft belebt und die verspannten Glieder bekommen Bewegung. Naheliegender Rat: Regelmäßiger Sport beugt Kopfschmerzen vor.

Kaffee trinken

Eine regelmäßige Mahlzeit ist im Idealfall nicht nur eine erholsame Pause, sondern hilft auch gegen Kopfschmerzen. Denn: Ein fallender Blutzuckerspiegel kann Kopfschmerzen hervorrufen. Am besten also gar nicht erst zu lange mit dem Essen warten.

Wichtig ist auch die Ernährung: Fettiges und Süßes können den Kopfschmerz auslösen oder verschlimmern. Hämmert der Kopf bereits, kann Kaffee kurzfristig helfen, allerdings nur in Maßen: wer regelmäßig viel Kaffee trinkt, riskiert Entzugserscheinungen – und die bereiten wiederum Kopfschmerzen. (via American Headache Society Committee for Headache Education (ACHE))

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