1. Nach effektivem Training bekommt man Muskelkater

Nein, mit erfolgreichem Training hat ein Muskelkater nichts zu tun. Im Gegenteil, man hat seinen Körper ganz einfach überfordert. Der Schmerz hat auch nichts mit einem Überschuss an Milchsäure zu tun, sondern mit winzigen Verletzungen der Muskelfasern. Oder besser, durch lokale Entzündungen in den malträtierten Muskelpartien, die von den Trümmern der verletzten Muskelzellen ausgelöst werden.

2. Ausgiebiges Streching schützt vor Muskelkater

Stimmt nicht. Diese Ansicht ist schon über 50 Jahre alt und stammt noch aus einer Zeit, in der man Muskelverkrampfungen statt Mikroverletzungen für einen Muskelkater verantwortlich gemacht hat. Durch ausgiebiges Dehnen sollten die Muskeln vor dem Sport schon locker und geschmeidig werden, was einem Muskelkater vorbeugen sollte. Das Aufwärmen vor dem Sport ist allerdings wichtig. Wer Joggen will, sollte z.B. in den ersten Minuten etwas langsamer laufen.

3. Krafttraining macht dicke Muskeln

Das wird jetzt besonders Frauen interessieren. Denn regelmäßiges Krafttraining bedeutet nicht automatisch einen extremen Bodybuilderlook inklusive unförmiger Muskelpakete. Bei Frauen strafft das Gerätetraining in erster Linie die Muskeln und festigt das Gewebe, wodurch nicht nur die Haltung, sondern auch das Körpergefühl verbessert wird. Das Muskelwachstum wird in erheblichem Maße durch das Testosteron bestimmt. Davon produziert der männliche Organismus aber gut 15 Mal mehr als Frauen.

4. Erst nach 30 Minuten Sport schmilzt das Fett

Hält sich hartnäckig, ist aber falsch. Denn selbst im Sitzen verbraucht der Körper Energie, wenn auch nicht besonders viel. Beim Laufen geht es ab der ersten Minute ans Eingemachte, der Körper verbrennt sofort sowohl Fette als auch Kohlenhydrate als Energiequelle. Der Vorrat an Kohlenhydraten leert sich relativ schnell, was der Körper dann durch eine erhöhte Fettverbrennung als Energiequelle ausgleicht. Das kann natürlich nach 30 Minuten der Fall sein, aber auch schon eher.

5. Durch regelmäßigen Sport nimmt man ab

Nicht so ganz. Denn durch die Bewegung allein purzeln noch keine Pfunde. Völlig außer Frage steht natürlich, dass Sport beim Abnehmen hilft, regelmäßiges Training gesund ist und vor allem das Risiko, an vermeidbaren Krankheiten zu sterben, um fast 40 Prozent senkt! Beim Abnehmen spielt die Ernährung eine große Rolle, denn der Körper muss mehr Kalorien verbrennen als aufnehmen. Eine halbe Stunde joggen rechtfertigt keine anschließenden Fressorgien. Abnehmen am Bauch oder Po? Leider lassen sich Problemzonen nicht punktgenau wegtrainieren und sich der Fettabbau darauf lenken. Sie können nur die entsprechenden Muskeln an der gewünschten Stelle durch gezieltes Training stärken. Dagegen ist es Veranlagung, ob man an manchen Stellen schneller abnimmt als an anderen.