1. Erdbeeren sind Beeren

Nein, Name und Aussehen täuschen. Botanisch gesehen sind Erdbeeren Nüsse. Sammelnussfrüchte, um genau zu sein. Denn nicht das Fruchtfleisch ist die Frucht, sondern die kleinen braunen Kernchen auf dem Fruchtfleisch. Und das sind Nüsse.
Denn bei Früchten ist es entscheidend, welcher Teil der Blüte zu welchem Teil der Frucht wird. Im Falle der Erdbeere ist das rote Fruchtfleisch die ehemalige Basis der Blüte, die Kerne entwickeln sich dagegen aus den Fruchtknoten.

Was man auch nicht vermutet: Bananen sind botanische gesehen Beeren.

2. Umgraben gehört zu den wichtigsten Gartenarbeiten

Umgraben klingt nicht nur nach Rückenschmerzen, sondern bringt im Beet unter Umständen sogar mehr Schaden als Nutzen. Denn vor allem im Gemüsegarten ist ein gesunder Boden das wichtigste Ziel, in dem Mikroorganismen für eine lockere, krümelige Bodenstruktur sorgen. Diese Humusschicht entwickelt sich über Jahre, und es gilt dann: „Bitte nicht stören“.
Umgraben richtet dann wie ein Erdbeben ein wahres Massaker unter dem perfekt aufeinander eingespielten Bodenleben an. Woran viele auch nicht denken: Beim Umgraben holt man jedes Mal Unkrautsamen an die Oberfläche, die im Boden Jahre, oft Jahrzehnte lang keimfähig bleiben und im Sonnenlicht sofort loslegen.

Zum bloßen Lockern der Erde in bestehenden Beeten nehmen Sie einen sogenannten Sauzahn oder lockern sie mit einer Grabegabel. Beide lassen die Bodenschichten dort, wo sie auch vorher waren.

Umgraben darf man natürlich nicht grundsätzlich verteufeln, denn zum Einarbeiten von Ernteresten oder zur Neuanlage von Beet- und Rasenflächen ist es auf jeden Fall sinnvoll.

3. Im Schatten wächst Schattenrasen

Was im Handel als Schattenrasen verkauft wird, hält meist nicht, was es verspricht. Rasengräser kommen ursprünglich aus Steppengebieten. Und dort gibt es alles - außer Schatten! Einige Grasarten kommen mit dunkleren Standorten lediglich besser zurecht als andere. Flächen im lichten Schatten lassen sich dagegen gut mit den robusten Schatten-Rasenmischungen begrünen. Allerdings ist der Rasen dann weniger belastbar als ein Rasen in der Sonne. Zudem sollten Sie die Halme im Schatten immer 2-3 Zentimeter länger wachsen lassen als in der Sonne.

Soll Rasen an vollschattigen Standorten wachsen, wird die Moosbekämpfung ein Dauerthema sein. Das einzige Gras, das im Schatten klarkommt, ist die Lägerrispe. Die ist aber teuer und in den Saatmischungen meist kaum enthalten.

Zum Begrünen von vollschattigen Problemzonen gibt es Alternativen wie bodendeckendes Johanniskraut (Hypericum calycinum), Potentilla neumanniana, Sedum hybridum 'Immergrünchen' oder auch Wilde Erdbeeren.

4. Unliebsame Grenzbäume beseitigt man still und heimlich mit Kupfernägeln

Nicht so ganz. Die berühmten Kupfernägel, mit denen man angeblich unliebsame Bäume durch bloßes Einschlagen loswerden will, lassen ihn kalt. Die Nägel führen nicht zur schleichenden Vergiftung, sondern werden als Fremdkörper eingekapselt und zerstören dann allenfalls die Säge, mit der Baum irgendwann gefällt wird. Wer einen unliebsamen Baum absterben lassen will, sägt ihm einmal ringsum in den Stamm, das hungert die Wurzel aus, geht aber nicht heimlich!

5. Rollrasen spart Zeit und Pflege

Weniger, als man denkt! Rollrasen ist lediglich am gleichen Tag sofort dicht und sattgrün. Der Boden muss aber ebenso gründlich vorbereitet werden wie vor der Einsaat, die schneller geht als das Verlegen. Anschließend muss in beiden Fällen die Fläche bis zum Anwachsen feucht gehalten werden. Rollrasen muss später genauso gepflegt werden wie jeder andere Rasen - und hat dieselben Probleme mit Moos und Unkraut.

Wichtig: Rollrasen muss auf humusreichem, lockerem Boden liegen. Legt man den Rasen z.B. auf schlechten Sandboden, haben die Wurzeln überhaupt keine Lust, in so einen mageren Boden zu wachsen. Der Rasen verbindet sich nicht richtig mit dem Untergrund und lässt sich auch oft nach Jahren wieder aufrollen.