30 Jahre nach Tchernobyl Pilze in deutschen Wäldern weiterhin radioaktiv belastet

Mehr als drei Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind deutsche Pilze noch immer radioaktiv verseucht. Laut Bundesamt für Strahlenschutz sind vor allem Pilze in Bayern betroffen. Bei den im Video genannten Sorten wurde ein besonders hoher Cäsium-137-Gehalt gemessen

An den vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) untersuchten Probenahmeorten erreichten die im Video genannten Sorten in den letzten drei Jahren (2014 bis 2016) Aktivitätsgehalte von mehr als 1.000 Becquerel pro Kilogramm Cäsium-137. In Deutschland ist es nicht erlaubt, Lebensmittel mit einem Radiocäsiumgehalt von mehr als 600 Becquerel pro Kilogramm in den Handel zu bringen. Für den Eigenverzehr gilt diese Beschränkung nicht.

Wenn wild wachsende Speisepilze in üblichen Mengen verzehrt werden, sei die zusätzliche Strahlenbelastung zwar vergleichsweise gering, aber vermeidbar. Das BfS rät daher: Wer seine persönliche Belastung verringern möchte, sollte in den höher belasteten Gebieten Deutschlands auf den Genuss selbst erlegten Wildes und selbst gesammelter Pilze verzichten. Dies gelte auch für einige Wildarten.