1. Wer früher ins Bett geht, schläft gesünder

Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass das frühe Zubettgehen gesund sei – weil der Schlaf vor Mitternacht der wichtigste und erholsamste sei. Fakt ist, dass wir in den ersten drei bis vier Stunden die meisten Tiefschlafphasen durchlaufen, die besonders erholsam sind. Dafür ist es aber egal, ob wir um 20, 22 oder um 24 Uhr ins Bett gehen.

2. Störenfried Vollmond

Der Vollmond inspiriert die Menschen seit Jahrtausenden. Er soll neben seinem offensichtlichen Einfluss auf die Gezeiten der Ozeane auch Tiere und Pflanzen beeinflussen – und uns Menschen. Viele glauben etwa, der Vollmond beeinträchtige ihren Schlaf. Allerdings konnten Schlafforscher einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Mondphasen und Schlafqualität bisher nicht belegen.

3. Acht Stunden sind Minimum.

Die Acht scheint beim Thema Schlaf eine magische Zahl zu sein. Der Realität entspricht sie allerdings selten. Denn die optimale Schlafdauer ist individuell höchst unterschiedlich. Kurzschläfer sind schon mit fünf Stunden oder sogar noch weniger zufrieden. Das absolute Minimum liegt nach Meinung der Schlafforscher bei vier Stunden. Langschläfer dagegen brauchen ihre neun Stunden – oder mehr. Entscheidend ist in jedem Fall, dass wir tagsüber leistungsfähig und nicht dauernd müde sind.

4. Ältere brauchen weniger Schlaf

Stimmt nicht. Zwar schlafen 70-Jährige nur noch 5 bis 6 Stunden pro Nacht. Doch was fehlt, holen sie sich tagsüber mit kleinen Nickerchen oder einem ausgewachsenen Mittagsschlaf auf. Ob Rentner oder Schüler: In allen Altersgruppen ist viel entscheidender, zu welchem Schlaftyp jemand gehört. Ob jemand also Lang- oder Kurzschläfer ist.

5. Mit Alkohol schlafen wir besser

Richtig ist, dass der Alkohol – siehe den viel gerühmten „Absacker“ – beim Einschlafen hilft. Der Schlaf selbst allerdings leidet eher unter Spirituosen. Studien belegen, dass Alkohol den Organismus unnötig belastet. Außerdem erhöht er die Wahrscheinlichkeit, nachts öfter aufzuwachen. Denn nach drei oder vier Stunden ist das Rauschmittel abgebaut – und ein „Mini-Entzug“ setzt ein. Die Folge: statt der anfänglichen Dämpfung eine Übererregung.

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