Salto Ángel, Venezuela

Der Salto Ángel gilt mit einer Fallhöhe von 979 Metern als der höchste freifallende Wasserfall der Welt und darf deswegen nicht auf der Liste der beeindruckendsten Wasserfälle fehlen. Das Wasser schießt aus fast einem Kilometer Höhe in die Tiefe. Die Strecke ist so lang, dass davon am Ende nur noch eine Wolke übrig bleibt, die sich – gerade in der Trockenzeit – eindrucksvoll über die tiefgrünen Bäume legt.

Bản-Giốc-Detian-Wasserfälle, China und Vietnam

Die Bản-Giốc-Detian-Wasserfälle sind mindestens so atemraubend schön, wie ihr Name kompliziert ist. Die weltweit viertgrößten Wasserfälle auf der Grenze zweier Länder liegen zwischen Vietnam und dem Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang in der Volksrepublik China. Über mehrere Stufen fließt dort der Fluss Quy Xuân über die 300 Meter breiten und über 50 Meter hohen Felswände. Während sich zwischen den Monaten Mai und September am meisten Wassermengen in dem Fluss befinden, lohnt sich ein Besuch zu jeder Jahreszeit: Im Frühling leuchten die Pflanzen in der Umgebung in den schönsten Farben und im Herbst erstrahlt die Gegend im goldenen Licht

Burney Falls, USA

Die Burney Falls spucken täglich ziemlich konstant 379 Millionen Liter Wasser über die Kaskaden und sind eine der großen Überraschungen Kaliforniens, die noch zu den Geheimtipps der US-amerikanischen Westküste gezählt werden können. Die Wassertemperatur übersteigt das ganze Jahr über nur selten die 5 °C- Marke. Bei Fliegenfischern ist das Gebiet trotzdem sehr beliebt

Skógafoss, Island

Wie die meisten Wasserfälle im Land ist auch der Skógafoss erst nach der Eiszeit entstanden. Nachdem das Land von der Eislast befreit war, begann es sich zu heben. An der Südküste bis 50 Meter hoch und so entstand die Steilküste über die sich auch der Skógafoss stürzt. Um den Wasserfall ranken sich einige Mythen. Ein Wikinger soll hinter den Fluten eine Schatztruhe in einer Höhle versteckt haben. Heute leuchten nur noch die grünen Bergkuppen im Glanz des Nordlichts wie ein unbezifferbares Vermögen.

Iguazú, Brasilien und Argentinien

Ein Geflecht von über 270 Wasserfällen formen die beeindruckenden Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien. Auf der argentinischen Seite führen Stege sehr nah an einzelne Wasserfälle heran und Wagemutige trauen sich auf eines der Speedboote, die direkt in das große Becken fahren.

Niagarafälle, USA und Kanada

Die Niagarafälle machen ihrem indianischen Namen "donnerndes Wasser" alle Ehre: Aus bis zu 57 Metern jagen je nach Jahreszeit 2.800 bis 5.700 Kubikmeter Wasser pro Sekunde über die Abbruchkanten. Das sind 154 Millionen Liter pro Minute, die im Sommer allein über die "Horseshoe Falls" fließen. Damit gehören die bekanntesten Wasserfälle Nordamerikas definitiv auch zu den spektakulärsten der Welt.

Victoriafälle, Sambia und Simbabwe

Die Victoriafälle gehören seit 1989 zum Weltnaturerbe der UNESCO. Kein Wunder! So bewässert der enorme Sprühregen dieses gigantischen Wasserfalls gleich einen ganzen anliegenden Regenwald. Der mit 1708 Metern breiteste Wasserfall der Welt ergießt sich in eine 110 Meter tiefe und nur knapp 50 Meter weite Schlucht – das Wasser steigt entsprechend hoch in die Luft. Also: Kameras in Sicherheit bringen und die ostafrikanische Erfrischung genießen!

Nationalpark Plitvicer Seen, Kroatien

Der flächenmäßig größte Nationalpark Kroatiens Plitvicer Seen ist für seine kaskadenförmig angeordneten Seen weltweit bekannt. So ergießen sich unzählige kleine Wasserfälle in eine paradiesische Landschaft, die in den 1960er Jahren bereits die Karl-May-Verfilmungen sich zu Nutzen machten

Yosemite-Falls, USA

Die Yosemite-Falls gehören wohl zu den bekanntesten Wasserfällen der Welt. Während in Jahren mit wenig Schneefall im Spätsommer nur sehr wenig Wasser über die Felswände fließt, ist der knapp 740 Meter hohe Wasserfall ansonsten ein echtes Highlight des Yosemite-Nationalparks in Kalifornien.

Palouse Falls, USA

Die Palouse Falls des gleichnamigen State Parks im US-Bundesstaat Washington fließen über steilen Klippen in das runde Becken des beeindruckenden Canyons. Der Kajaker Tyler Bradt stürzte sich 2009 aus 60 Metern Höhe zum inoffiziellen Weltrekord. Bloß nicht nachmachen!

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