Sehenswürdigkeit: Waikiki-Strand auf Oahu, Hawaii

Dieser drei Kilometer lange Strand zählt zu den berühmtesten der Welt: der Waikiki-Strand auf der hawaiischen Insel Oahu liegt im Südosten Honolulus. Doch wer mit einem Traumstrand wenig Menschen, weißen Sand und Ruhe verbindet, ist zumindest am Waikiki-Strand falsch abgebogen. Hier werden Menschenmassen, eine bebaute Bucht mit Hochhäusern und vielen Bars sowie kurvende Jet-Skis und Katamarane mit lauter Musik auf dem Wasser geboten. Wer auf Robinson Crusoe-Feeling steht, muss ein Stück weiter fahren und an der Küste seinen eigenen Traumstrand suchen.

Fazit: total überschätzt

Sehenswürdigkeit: Walk of Fame in Los Angeles, USA

Am 17. März 2014 hat die englische Schauspielerin Kate Winselt ("Titanic") ihre Bodenplatte mit einem rosafarbenen Stern bekommen - und zwar unter der Adresse 6262 Hollywood Boulevard. Ihr Stern mit der Nummer 2520 wurde feierlich auf dem Walk of Fame eingeweiht. Diese Straße zählt zu den größten Touristenattraktionen von Kalifornien. Doch warum bloß? Die Umgebung ist nicht besonders schön und über vier Kilometer auf schwarzen Terrazzo-Platten mit rosafarbenen fünfzackigen Sternen herumzulaufen ist alles andere als spannend.

Fazit: Walk of Langeweile

Sehenswürdigkeit: Copacabana in Rio, Brasilien

Er ist ein Mythos, dieser vier Kilometer lange und halbmondförmige Strand in

Rio de Janeiro. In den 1930er bis 1950er Jahren war es der mondäne Badeort. Heute ist er eingesäumt von Hochhäusern und ist vor allem der Ort, an dem wie an keinem anderen der Körperkult Brasiliens zelebriert wird. Doch nach Einbruch der Dunkelheit wird das gleichnamige Ausgehviertel hinter dem weißen Strand zu einem der gefährlichsten der Stadt, in dem Überfälle an der Tagesordnung sind.

Fazit: schöner Schein

Sehenswürdigkeit: London Eye in London

Es ist das höchste Riesenrad Europas. Das Ticket kostet im Onlineverkauf über 20 Pfund. Die Fahrzeit beträgt 30 Minuten und in eine Kabine passen bis zu 25 Menschen. Wenn diese allerdings voll besetzt ist, hat es sich mit der Rundum-Aussicht dann auch erledigt.

Fazit: total überbewertet

Sehenswürdigkeiten: Flaniermeile La Rambla in Barcelona

Jeden Tag schieben sich die Touristenmassen hoch und runter auf der bekanntesten Promenade der

katalonischen Hauptstadt. Sie ist etwa 1,3 Kilometer lang und reicht vom Plaça Catalunya hinunter bis zum Hafen. Doch Flanieren macht hier einfach keinen Spaß, denn die Taschendiebe sind dreist und lauern überall.

Fazit: purer Stress

Sehenswürdigkeit: Die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen

Sie ist 175 Kilo schwer und nur 1,25 Meter groß - so lauten die Maße der kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen. Erfunden hat sie der Dichter Hans Christian Andersen. In dem gleichnamigen Märchen geht es um eine unglückliche Meerjungfrau, die unbedingt an Land leben möchte. Doch auch wenn sie zu den bekanntesten Bronzefiguren Europas zählt - an der Langelinie-Uferpromenade sitzt diese Maid einfach nur einsam auf einem Stein. Und ist eigentlich nur darum nicht zu übersehen, weil eine Meute von Touristen fotografierend vor ihr steht.

Fazit: sehr unspektakulär

Sehenswürdigkeit: Manneken Pis in Brüssel

Seit 1619 uriniert der Kerl schon an der Ecke Rue de l'Etuve und Rue des Grands Carmes - doch die meisten Touristen sind enttäuscht über die winzige Brunnenstatue in der belgischen Hauptstadt. "Petit Julien" wie die Brüsseler das Manneken Pis auch gerne nennen, trägt zu Fußball-Länderspielen auch schon mal das belgische Nationaltrikot. Die Belgier verkleiden den Winzling eben gern. Er hat daher die Kleiderauswahl einer Modediva und besitzt über 800 Kostüme, die im Museum der Stadt Brüssel zu sehen sind. Allerdings steht auch da die Originalfigur und nicht etwa draußen.

Fazit: was für eine Mini-Kopie!

Sehenwürdigkeit: Die Madame Tussauds in aller Welt

Heute hat fast jede größere Stadt ihre eigene Madame Tussauds-Ausstellung. In London ist es mittlerweile High-Tech-Unterhaltung mitsamt London Cab, das den Besucher durch die Ausstellung sausen lässt. In 18 Städten dieser Welt steht so ein Wachsfigurenkabinett. Im 19. Jahrhundert waren diese besonders beliebt, weil es kein Kino gab. Doch braucht man im 21. Jahrhundert noch so eine Form der Unterhaltung?

Fazit: öde Puppenstube

Sehenswürdigkeit: Beatles-Platz in Hamburg

Die Pilzköpfe aus Liverpool schrieben in Hamburg Anfang der 1960er Jahre Musikgeschichte. Die Attraktion, mit der die Hansestadt die Musiker ehrt, fällt dagegen eher dürftig aus: Backformenähnliche Skulpturen stehen am Ende der Großen Freiheit. Man kann seinen Kopf durch die Form stecken, Fotos machen und die noch übrig gebliebenen eingravierten Songtitel auf dem Pflaster suchen. Ein Besuch im "Indra Club", wo die Pilzköpfe ihre ersten Auftritte hatten oder in ihrer alten Stammkneipe "Gretel & Alfons", die nur wenige Meter entfernt liegen, haben da allemal mehr Charme.

Fazit: total öde

Sehenswürdigkeit: Temple Bar, Dublin

Der Stadtteil am Südufer des Flusses Liffey mit seinen Kopfsteinpflaster-Gassen ist das Partyviertel der irischen Hauptstadt. Ein Pub steht neben dem nächsten. Teenies geben sich vor allem am Wochenende hier ein Stelldichein. Doch wer auf der Suche nach einer kernigen Eckkneipe, dem local pub ist, geht besser woanders hin. Hier stehen vor allem Touristen links und rechts vom Tresen. Good craic wie die Iren sagen - eine gute Zeit - hat man besser jenseits dieser Partymeile.

Fazit: muss nicht sein

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