Seeheilbad Ahlbeck, Insel Usedom, Mecklenburg-Vorpommern

Kennen Sie den Film "Pappa ante Portas" von Vicco von Bülow alias Loriot? 1991 wurden auf der 280 Meter langen Ahlbecker Seebrücke Szenen für diesen deutschen Filmklassiker gedreht. Loriot veranlasste sogar den Anstrich der Seebrücke auf Usedom in ihren ursprünglichen Farben. Seitdem strahlt der 1899 errichtete Seesteg wieder ganz in weiß.

Das beliebte Wahrzeichen des Kaiserbades Ahlbeck ist neben der Strandpromenade mit ihren prächtigen Villen eine der Hauptattraktionen. Und dann wäre da ja auch noch jede Menge gute Seeluft – die schon Theodor Fontane 1863 wie folgt beschrieb: „... man hat Ruhe und frische Luft und diese beiden Dinge wirken wie Wunder und erfüllen Nerven, Blut und Lungen mit einer stillen Wonne."

Mehr Infos unter: www.usedom.de

Seebad St.Peter-Ording, Eiderstedt, Schleswig-Holstein

Er ist zwölf Kilometer lang und bis zu zwei Kilometer breit – der Strand von St.Peter-Ording scheint fast unendlich zu sein. Die dazugehörigen Häuser auf Stelzen sind das Markenzeichen des Seebades. Während sich die Großstädter gerne auf den Sonnenterrassen der Pfahlbauten räkeln, nutzen die sportlich Ambitionierten die frische Nordseebrise gerne zum Strandsegeln und Kitesurfen.

Der einst verschlafene Nordsee-Kurort am Westrand der Halbinsel Eiderstedt hat sich längst zum Trendziel gemausert. Seit 2006 findet der "Kitesurf World Cup" statt und bringt jedes Jahr den Strand von St.Peter-Ording zum Beben. Mit neuen Design-Hotels, herausgeputzter Strandpromenade und hippen "Cafés auf High Heels" ist das Seebad St.Peter-Ording längst ein Treffpunkt der Hipster.

Mehr Infos unter: www.st-peter-ording.de sowie unter: kitesurfworldcup.de

Seebad List mit Leuchtturm List-Ost auf dem Ellenbogen, Sylt, Schleswig-Holstein

Hier ist es das Ende – naja nicht ganz. List ist zwar der nördlichste Zipfel Deutschlands und die dänische Insel Römö scheint zum Greifen nahe. Dennoch kommen die meisten Gäste vor allem in den Hafenort, um bei Deutschlands bekanntester Fischbude einzukehren. "Aal-Jüne", besser bekannt als Jürgen Gosch, eröffnete 1972 hier seine erste Fischbude. Seit 1986 ist eine weitere Sylter Spezialität hier heimisch – die Sylter Auster. Sie wird im Wattenmeer bei List gezüchtet und schmeckt vor Ort am besten.

Vor vier Jahren kam schließlich noch ein 5-Sterne-Hotell dazu, damit war das Image vom einstigen "Stiefkind Sylts" endgültig passé. Doch eigentlich hat der Hafenort List, das alles gar nicht nötig, denn die wahren Schätze liegen hier direkt vor der "Tür" wie die Halbinsel Ellenbogen nördlich von List mit ihren langen Sandstränden und den zwei Leuchttürmen, die Salzwiesen, die Heide und die zwei Wanderdünen – das alles ist der wahre Luxus von List.

Mehr Infos unter: www.list.de

Bunte Strandkörbe, Kniepsand beim Seebad Norddorf, Amrum, Schleswig-Holstein

Der Bollerwagen gehört zum Urlaub auf Amrum dazu wie die zweistündige Anreise mit dem Schiff von Dagebüll nach Wittdün. Die nordfriesische Insel südlich von Sylt sei "Die Insel der Freiheit" – so wirbt der Tourismusverein für das 20 Quadratkilometer große Eiland. Die bis zu 32 Meter hohen Dünen und der Kniepsand, die vorgelagerte 12 Kilometer lange und bis zu 1,5 Kilometer breite Sandbank, zählen zu den Lieblingen vieler Gäste.

Genau wie die Strandburg von Pancho, dem Berliner Künstler Otfried Schwarz, der jedes Jahr am Kniepsand zwischen Norddorf und Nebel aus gesammeltem Strandgut eine farbenfrohe Burg baut. Das aus dem einst kleinen Norddorf ein Seebad wurde, verdankt der Ort Pastor Friedrich von Bodelschwingh, der 1890 hier das erste Seehospiz eröffnete. Heute stehen im nördlichen Dorf der Insel allein 3000 Gästebetten zur Verfügung, doch ein ruhiges Plätzchen am Strand hat hier bisher immer noch jeder gefunden.

Mehr Infos unter: www.amrum.de

Blick über den Hafen zur Altstadt vom Ostseeheilbad Travemünde, Schleswig-Holstein

Schriftsteller Franz Kafka weilte in Travemünde im Juli 1914 und notierte in sein Tagebuch: "Nachmittag im Sand. Durch die nackten Füße als unanständig aufgefallen." Heute überzeugt "Lübecks schönste Tochter" mit einem 1,7 Kilometer langen Sandstrand, an dem sich aber niemand mehr über nackte Füße echauffiert.

Der Titel Seebad kam für den Ort, der direkt an der Mündung der Trave in der Lübecker Bucht liegt, dennoch erst 1802. Damit wurde Travemünde nach Heiligendamm und Norderney zum dritten Seebad in Deutschland. Heute ist das Ostseeheilbad für seine Sternerestaurants, das Casino und das 125 Meter hohe Leuchtfeuer im Maritim-Hochhaus berühmt. Und auch wenn manche sagen, es sei verschlafenen – Travemünde ist und bleibt doch ein Seebad-Klassiker.

Mehr Infos unter: www.travemuende.de

Seebrücke im Ostseebad Sellin, Rügen, Mecklenburg-Vorpommern

Sie ist 394 Meter lang und liegt auf Deutschlands größter Insel – die Seebrücke von Sellin ist eines der beliebtesten Fotomotive des Seebades. Die Häuser der Bäderarchitektur sind vor allem in der Wilhelmstraße prächtig heraus geputzt. Der Ort, der zwischen der Halbinsel Mönchgut und dem Südosten Rügens liegt, ist längst nicht so trubelig wie Binz und hat sich seinen Charme des mondänen Seebades erhalten.

Wer gerne russisches Spezialitäten wie "Bortsch Moskowski", "Sibirische Pelmeni", (Teigtaschen gefüllt mit Fleisch) isst, wird im Restaurant "TSCHAI KOWSKI" fündig. Es liegt direkt in der Wilhelmstraße in der Pension Tatjana und auch der grüne Tee aus dem Samowar ist hier nach dem Strandspaziergang ein Hit.

Mehr Infos unter: www.ostseebad-sellin.de und www.pension-tatjana.de

Blick auf das Grand Hotel Heiligendamm im Seeheilbad Heiligendamm, Bad Doberan, Mecklenburg-Vorpommern

Welche Dinge fallen einem sofort zu Heiligendamm ein? Natürlich: das Grand Hotel Heiligendamm und die Schmalspurbahn "Molli". Der Zug brachte 1886 die ersten Gäste von Bad Doberan nach Heiligendamm – gegründet wurde das Seebad aber schon 1793.

Damit ist es das älteste Deutschlands. Schließlich erkannte schon der Leibarzt des Mecklenburger Herzogs Friedrich Franz I., dass die Seeluft gut tut. Sie heilt "sehr viele Schwachheiten und Kränklichkeiten des Körpers". Heute kommen die Gäste immer noch gern, um die gute Seeluft und die Ruhe zu genießen – und natürlich auch um ihre „Kränklichkeiten“ auszukurieren.

Mehr infos unter: www.heiligendamm.info

Luftbild von der Nordseeinsel Norderney, Niedersachsen

Der heilende Schlick aus dem Wattenmeer ist das "schwarze Gold" der 25 Quadratkilometer großen, ostfriesischen Insel. Das Eiland zwischen Juist und Borkum liegt mitten im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer und ist schon seit 1797 Seebad. Damit ist es das älteste, deutsche Nordseeheilbad. Meeralgen-, Schlickpackungen, Sand und Salzwasser tun schon seit Jahrhunderten den Menschen gut.

Doch damit nicht genug, bis 2020 will die Insel, mitten im Nationalpark Watternmeer Europas bekanntestes Thalasso-Eiland werden. Thálassa leitet sich vom Altgriechischen ab und bedeutet "Meer" – die Bedingungen für Kuren am Meer sind auf Norderney perfekt. Der erste Schritt ist auch schon getan, das aufgefrischte 8000 Quadratmeter große Traditionsbad, "bade:haus norderney", wurde bereits 2013 mit dem Gütesiegel "Thalasso & SPA – Premium SPA Selection" ausgezeichnet – und das als erste Wellnesseinrichtung in Europa.

Mehr Infos unter: www.norderney.de sowie www.badehaus-norderney.de

Promenade im Sonnenlicht im Seebad Wyk auf Föhr, Nordfriesland, Schleswig-Holstein

Nordfriesisch, 82,82 Quadratkilometer groß und mitten im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer gelegen – das ist die grüne Nordseeinsel Föhr. Wyk, der größte Ort an der Südküste der Insel ist schon seit 1819 Seebad –

und damit eines der ältesten Seebäder in Deutschland. Der dänische König Christian VIII. verbrachte Mitte des 19. Jahrhunderts schon den Sommer auf Wyk.

Heute lieben vor allem Familien die nordfriesische Insel. Kein Wunder bietet die nicht nur einen 15 Kilometer langen Strand, sondern auch eine einzigartige Naturlandschaft mit Salzwiesen und Marsch- und Geestland. Neben einem Bummel über die Strandpromenade ist ein Besuch des Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum Pflicht. Wer die kulturgeschichtliche Sammlung besucht, muss vorher ein Tor aus Unterkieferknochen eines Blauwales passieren.

Mehr Infos unter: www.foehr.de

Blick über den Strand auf Juist, Ostfriesische Inseln, Niedersachsen

Sand, Seeluft und Seelenruhe – das ist die Insel Juist. Sie wird auch gerne als die größte Sandbank der Welt bezeichnet. Immerhin misst das Eiland einen 17,5 Kilometer langen weißen Sandstrand. Zwischen 900 und 500 Meter breit ist dieses ostfriesische Eiland im niedersächsischen UNESCO Welterbe Wattenmeer.

Zwischen den Insel Borkum und Norderney liegt die Insel, auf der Autos keinen Zutritt haben. Robuste Kaltblüter ziehen hier die Kutschen und alles, was zu schwer für den Fahrrad-Gepäckträger ist. Juist besitzt zudem kein Szenelokal, keine Sterneküche und keinen Promitreff – dafür genau eine Disco, mit dem Namen: "Das Zappel". Das klingt alles nicht hitverdächtig? Von wegen! Genau darin liegt der große Reiz. Das über 150 Jahre alte Seebad hat sich dazu das ehrgeiziges Ziel gesetzt: 2030 eine klimaneutrale Insel zu sein.

Mehr Infos unter: www.juist.de

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