Prince Charles, Kreuzberg

Für wen: Club-Ästheten, die Elektronik-Sets internationaler Künstler, ein ausgefeiltes Designkonzept und gute Drinks schätzen, die über die Theke der in ein altes Schwimmbecken gebauten 360-Grad-Bar gereicht werden.

Charakter: Nicht ganz so verspielt und aufgedreht wie andere Elektroclubs – hier soll Understatement in Sachen Musik-und Getränkeauswahl den Charakter prägen. Das Styling vieler Gäste ist ähnlich durchdacht. Übrigens: Im November wird der Club drei Jahre alt.

Prinzenstraße 85f, 10969 Berlin-Kreuzberg, www.princecharlesberlin.com

Berghain, Friedrichshain

Für wen: Techno-Jünger jeden Alters, mal mehr, mal weniger be- und verkleidet, die es an den gestrengen, gesichtstätowierten Türstehern vorbei geschafft haben – und vielleicht auch einfach nur sagen wollen "ich war mal da"; hochkarätige DJ-Größen inklusive.

Charakter: Wuchtig, düster, beeindruckend und mit vielen, ähm, dunklen Ecken – wer will, kann Zeit und Raum vergessen, allerdings steigen die besten Partys morgens und nicht nachts.

Rüdersdorfer Straße 70, 10243 Berlin-Friedrichshain,

www.berghain.de

Astra Kulturhaus, Friedrichshain

Für wen: Elektroswinger, Indiekids, Pop-, Balkan-Beat und Trash-Liebhaber – das Astra ist musikalisch breit aufgestellt, ebenso wie das Publikum. Daher: Vorher das Programm checken, auch, um die teilweise wirklich guten Bands nicht zu verpassen.

Charakter: Unkompliziert, unaufgeregt, vielseitig, mit viel Platz und der Chance, auch mal mit größeren Gruppen an den Türstehern vorbei zu kommen.

Revaler Straße 99, Berlin-Friedrichshain, www.astra-berlin.de

Watergate, Kreuzberg

Für wen: Auch hier kommen Fans von House, Minimal und Konsorten auf ihre Kosten – wer die langen Warteschlangen erträgt und die Türsteher dann noch überzeugen kann, wird mit tollem Spreeblick und teils großen Namen am Plattenteller belohnt – das Watergate kriegt sie alle.

Charakter: Vor zehn Jahren angeblich noch underground, heute eine Art Großkonzern und stets bemüht, den Spagat zwischen lässig und schick, ausgelassen und cool hinzukriegen – entsprechend ist die Party mal lustiger, mal etwas steif.

Falckensteinstraße 49, 10997 Berlin-Kreuzberg, www.water-gate.de

Clärchens Ballhaus, Mitte

Für wen: "Tanztee mit DJ Evan" oder "Schwoof mit DJane Clärchen" – noch Fragen? Tanzvergnügen für Erwachsene, die auf Glitzer und Gekreisch verzichten können und vielleicht sogar noch etwas lernen wollen - unter der Woche gibt es Tanzkurse.

Charakter: Elegant, ohne steif zu sein, mit authentischem Retro-Flair - das Ballhaus hat letztes Jahr die 100 Jahre geknackt, und nicht nur da alte Tanzparkett sorgt beim Swing, Tango oder eben beim "schwoofen" für das besondere Gefühl.

Auguststraße 24, 10117 Berlin-Mitte, www.ballhaus.de

Wilde Renate, Friedrichshain

Für wen: Typisches internationales Szenepublikum und eine Prise bunte Vögel, die nicht nur zu Elektro und Bühnenperformances wippen, sondern auch tanzen wollen und Lust auf Konfetti, hohe Luftfeuchtigkeit und exzentrisches Barpersonal haben.

Charakter: Verspieltes Tollhaus inklusive Hochbett und Bällebad, überaus detailverliebt in puncto Deko und Raumgestaltung

- und es gibt viele Räume und Räumchen.

Alt-Stralau 70, 10245 Berlin-Friedrichshain, www.renate.cc

Schwuz, Neukölln

Für wen: Schwule, Lesben und ihre Freunde jedweder Orientierung – hier wird niemand schief angeguckt, egal, ob queer oder nicht. Und auch musikalisch ist für jeden etwas dabei.

Charakter: Optisch deutlich weniger bunt als sein Publikum – sehr groß, mehrere Floors, mixt fröhlichen 90s-Trash mit wummernden Technobeats. Nettes Thekenpersonal, das großzügig nachschenkt.

Rollbergstraße 26, 12053 Berlin-Neukölln, www.schwuz.de

Fluxbau, Kreuzberg

Für wen: Wer das Programm des anverwandten Radiosenders FluxFM mag, ist hier gut aufgehoben. Am besten: Erst oben leckere Drinks und tolle Weine und Schnäpse genießen, dann eine Etage tiefer zu Indie-, Pop, Elektro- oder etwas dazwischen - Konzerten und DJ-Sets tanzen.

Charakter: Kreatives Konzept, kann überraschen und legt sich nicht auf einen Stil fest – wünscht sich aber ganz doll nur nette Gäste. Selten überfüllt (die Tische sind trotzdem immer besetzt), und schon wieder, 1a-Spreeblick.

Pfuelstraße 5, 10997 Berlin-Kreuzberg, www.fluxfm.de/fluxbau

Stattbad, Wedding

Für wen: Fans von Elektronika sanfter bis härterer Gangart, die sich außerdem an einem durchdachten Kunst- und Kulturkonzept und außergewöhnlicher Architektur erfreuen können – denn hier wird tatsächlich in ehemaligen Badebecken getanzt.

Charakter: Mehr als nur ein Club – in und um das ehemalige Schwimmbad agieren Party- und Konzertveranstalter, Künstler, Kuratoren und Feingeister gemeinsam und versorgen den Wedding mit kreativem Input.

Gerichtstraße 65, 13347 Berlin-Wedding, www.stattbad.net

Humboldthain, Wedding

Für wen: Elektro- (und Hip-Hop-) Jünger, die kein Bohei und keine Riesenlocation, sondern vor allem gute Musik brauchen, um die Nacht zum Tag zu machen, gerne eine Runde Tischtennis spielen und keine Angst vor Füchsen haben – mindestens einer umstreift den Club regelmäßig.

Charakter: Vielleicht der (entlegene) Underdog unter den Elektroclubs: Überschaubare Tanzflächen, charmanter Außenbereich, entspannte Stimmung – und fast schon ein Naturbursche dank seiner Nähe zum gleichnamigen Park.

Hochstraße 46, , 13357 Berlin-Wedding, www.humboldthain.com

GEO Reise-Newsletter