Nationalpark in Sachsen – Sächsische Schweiz

Tafelberge, die über weite Ebenen emporragen, romantische Flusstäler und idyllische Ortschaften - die Landschaft zwischen Sachsen und Böhmen inspirierte schon die Maler der Romantik. Die bizarren Felsformationen des Elbsandsteingebirges erinnerten die Schweizer Künstler Adrian Zingg und Anton Graff an ihre Heimat. So kam eine der schönsten Regionen Deutschlands zu ihrem Namen: Sächsische Schweiz. Der 93,5 Quadratkilometer große Nationalpark Sachsen liegt nur rund 40 Kilometer südlich von Dresden.

Nationalpark in Hessen - Kellerwald-Edersee

Ebenfalls äußerst waldreich ist der Nationalpark Kellerwald-Edersee mit seinem beeindruckenden Buchenbestand. Mehr als 20 Tier- und Pflanzensymbole markieren die zahlreichen Rundwege und machen den Nationalpark zu einem beliebten Wandergebiet. Besonders gut besucht, ist der Urwaldsteig Edersee, der durch Urwaldrelikte und naturnahe Wälder führt. Der 5738 Hektar große Wald im nördlichen Landkreis Waldeck-Frankenberg ist seit 2011 auch ein Teil der UNESCO-Weltnaturerbestätte Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland.

Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern – Müritz

Weite Wälder, große Seen und geheimnisvolle Moore zeichnen den 322 Quadratkilometer großen Müritz Nationalpark aus. Die hügeligen Buchenwälder zählen seit 2011 zum UNSECO Welterbe - das besondere Aushängeschild des Nationalparks sind aber die 107 Seen und die unzähligen kleinen Stillgewässer. Mit einer Fläche von 117 Quadratkilometern ist die Müritz das größte Gewässer Norddeutschlands. Der Müritz Nationalpark liegt auf halber Strecke zwischen Berlin und Rostock und wird jährlich von einer halben und einer Million Gäste besucht.

Nationalpark in Brandenburg - Unteres Odertal

Das Untere Odertal ist Deutschlands einziger und gleichzeitig das erste grenzüberschreitende Großschutzgebiet mit Polen. Mehr als 145 Vogelarten brüten in dem Landschaftsschutzgebiet im Nordosten Brandenburgs, darunter auch See- und Fischadler. Hübsche Hänge, Laubmischwälder und blütenreiche Trockenrasen zeichnen das Landschaftsbild des Unteren Odertals aus.

Nationalpark in Nordrhein-Westfalen – Eifel

Nur 65 Kilometer südwestlich von Köln liegt der

Nationalpark Eifel. Ob zur Ginsterblüte, zur Hirschbrunft oder zur Blütezeit gelber Wildnarzissen – der verhältnismäßig junge Nationalpark ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Ein besonderer Tipp ist der Wildnis-Trail: In mehreren Tages-Etappen führt er einmal quer durch das Schutzgebiet.

Nationalpark in Thüringen – Hainich

Der Hainich ist das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands. Der Nationalpark Hainich mit seinen 7500 Hektar Gesamtfläche liegt in Deutschlands Mitte, zwischen den Städten Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza. Mit etwas Glück begegnen einem unterwegs Fledermäuse, Spechte und andere Bewohner des Buchenurwalds. Ein besonderes Erlebnis im Nationalpark Hainich ist auch der Baumkronenpfad.

Nationalpark in Baden-Württemberg – Schwarzwald

Am 1. Januar 2014 wurde der Nationalpark

Schwarzwald als erster Baden-Württembergs gegründet. Er gliedert sich in zwei Gebiete: Einen nördlichen Teil rund um den Hohen Ochsenkopf und einen südlichen Teil am Ruhestein. Die wilde Seite von Deutschlands Natur kann man besonders gut im 10.062 Hektar großen nördlichen Schwarzwald kennenlernen. Wälder, Plateaumoore, Karseen und Blockhalden bieten einen abwechslungsreichen Naturraum für Flora und Fauna. Mit etwas Glück bekommt man hier im Fichten-Tannen-Buchen-Bergmischwälder Schwarzspechte zu sehen sowie einen der schnellsten Vögel der Welt, einen Wanderfalken oder auch Europas kleinste Eule, der Sperlingskauz.

Nationalpark in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt – Harz

Als nördlichster Vorposten des Mittelgebirges ragt der wilde Harz mit seinen Wäldern, Mooren und Gebirgsbächen aus dem Tiefland empor. Wanderfalke, Rothirsch und Feuersalamander sind hier ebenso heimisch wie 17 verschiedene Fledermausarten. Der sagenumwobene Brocken - vom Volksmund auch "Blocksberg" getauft - ist das wohl beliebteste Reiseziel in dem 24.732 Hektar großen Waldnationalpark.

Nationalpark in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen - Wattenmeer

Zum Ökosystem des Wattenmeers gehört nicht nur das Watt, sondern auch die Salzwiesen, Dünen, Strände und Geestkliffs. Der Lebensraum, von dem sowohl Schleswig-Holstein als auch Hamburg und Niedersachsen ihre Anteile als Nationalparks ausgewiesen haben. Nirgends kann das Phänomen Ebbe und Flut so intensiv erlebt werden wie im Wattenmeer. Robben, Wale, Austernfischer und Eiderente haben den schützenswerten Nationalpark zu ihrer Heimat erkoren. 2009 ernannte die UNESCO die niederländische, dänische und deutsche Nordseeküste mit ihrem Wattenmeer zum Weltnaturerbe der Menschheit.

Nationalpark in Bayern - Bayerischer Wald

Er ist der erste Nationalpark Deutschlands: Im Oktober 1970 wurde der Nationalpark Bayerischer Wald gegründet und umfasst mittlerweile ein Gebiet von gut 24.000 Hektar. Auf mehr als 300 Kilometern markierter Wanderwege kann die Wildnis mit ihren Bergbächen, Gipfeln und Wäldern erkundet werden.

GEO Reise-Newsletter