Dingle, Irland

Steil abfallende Klippen, die immer wieder kleine, einsame Buchten freigeben, dahinter sattes Grün - das ist die Halbinsel Dingle im Südwesten von Irland. Wer hier im Regen ankommt, sollte nicht gleich wieder umdrehen, denn an der Küste rund um Dingle kann sich das Wetter schnell ändern. Die beiden bekanntesten Strände der Halbinsel sind Inch im Süden und Maharees im Norden. Beide werden in den Sommermonaten von Rettungsschwimmern bewacht und verfügen über Surf-Schulen. Etwas ruhiger wird es rund um Brandon Bay, ebenfalls im Norden. Fermoyle Strand bietet perfekte Konditionen für Schwimmer, Surfer und Angler. Kilcummin, Stradbally und Gowlane hingegen suchen nur Kite- und Windsurfer auf. Ein alleinstehender Delfin namens Fungie hat die Gewässer rund um die Dingle-Halbinsel seit 1984 zu seiner Heimat gemacht. Mit etwas Glück lässt er sich sogar von Dingle Harbour aus beobachten oder bei einer der angebotenen Touren.

Dueodde, Dänemark

Einst war die Gegend um Dueodde auf der dänischen Insel Bornholm eine einzige große Sandfläche. Um das Sandtreiben einzudämmen, wurden im 18. Jahrhundert Strandhafer und Roggen gepflanzt. Entstanden ist ein fast zehn Kilometer langer Sandstrand. Beste Wasserqualität und der feine Sand verleihen dem Strand von Dueodde unter anderem die blaue Flagge – ein Label, dass hohe Umweltstandards an Stränden nachweist. Die lang gezogene Bucht ist zudem sehr gut für Familien geeignet, da vorgelagerte Sandbänke seichte Badestellen schaffen. Dueodde beginnt in Snogebæk, als schmaler Strand, an der Südspitze Bornholms wird er mehrere Hundert Meter breit, und schließt als schmaler Sandstreifen mit dem FKK-Strand Jomfrugård. Beste Sicht über den Strand und die Insel bietet der Leuchtturm Dueodde Fyr

Kynance Cove, Cornwall

Am südlichsten Zipfel der britischen Insel liegt die Lizard Halbinsel. Aufgrund des milden Klimas konnte sich hier eine, für das Königreich, einzigartige Flora und Fauna entwickeln. Die Pflanzenpracht ist es, die die meisten Besucher in das verschlafene Dörfchen Lizard und die umliegende Landschaft lockt. Doch für Strandfans liegt die eigentliche Sehenswürdigkeit rund drei Kilometer nördlich von Lizard Village. Kynance Cove ist eine abgeschiedene Bucht, die bereits Poeten wie Lord Alfred Tennyson inspirierte. Ist das Wetter stürmisch, peitschen die Wellen gegen die vorgelagerten Granitfelsen und der Strand ist kaum begehbar. Doch ist das Meer ruhig, entsteht hier eine einmalige Strandlandschaft, aus Felsen, feinem Sand und türkisfarbenem Wasser.

Für eine Pause mit Aussicht bei Scones und Clotted Cream sorgt Kynance Café, das nur weniger Meter über der Bucht liegt und zudem ein kleines Gäste-Cottage betreibt.

Falsterbo, Schweden

Die Strände der schwedischen Halbinsel Falsterbo an der südwestlichsten Landesspitze haben etwas von skandinavischem Design: aufgeräumt, schlicht und weiß. Mehr als neun Kilometer feinster Sandstrand umgarnt die Halbinsel mit ihren blühenden Heideflächen, dem Naturreservat Flommen und der wichtigsten Vogelwarte des Landes. Einmal auf Falsterbo angekommen, muss man sich nur noch entscheiden: Familien gehen in die seichten Gewässer nahe der Seebrücke, am Hafen von Skanör trifft sich die Jugend und Ruhesuchende radeln Richtung Leuchtturm. Letztere kommen auf gar keinen Fall in der zweiten Juli-Woche, da findet alljährlich die Falsterbo Horse Show statt mit bis zu 60.000 Besuchern

Reynisfjara, Island

Achtung, dieser Strand ist nur schön anzusehen, aber zum Schwimmen ungeeignet. Das liegt nicht nur an den ganzjährig kühlen Wassertemperaturen, sondern auch an dem starken Wellengang der insbesondere in den Wintermonaten an der isländischen Südspitze herrscht. Reynisfjara beeindruckt mit schwarzem Sand, dramatisch abfallenden Klippen,

vorgelagerten Felsen sowie mit einer ausgewaschenen pyramidenförmigen Steinformation – Gardar genannt. In der Region fühlen sich Papageientaucher, Eissturmvögel und Trottellumme wohl, die sich vom Strand aus gut beobachten lassen. Je nach Strömung drapieren sich angeschwemmte Eisbrocken auf dem schwarzen Kies und bieten tolle Fotomotive

Hela, Polen

Rund 34 Kilometer ragt die Landzunge Hela von der Danziger Bucht in die Ostsee. An der schmalsten Stelle misst sie gerade einmal 200 Meter. Wie ein Puderzuckermantel zieht sich der Strand rund um Hela. Auch wenn es im Sommer viele Polen auf die Halbinsel zieht, lassen sich am naturbelassenen Zipfel von Hela auch ruhige Plätze finden. Kitsesurfer finden rund um Hela ebenfalls gute Bedingungen vor. Von Danzig aus verkehren im Sommer drei Fähren am Tag nach Hela, die gesamte Halbinsel lässt sich mit dem Fahrrad oder einer kleinen Insel-Eisenbahn erschließen. Auch der polnische Präsident hat hier seine Sommerresidenz samt Privatstrand

Kvalvika, Norwegen

Eingekesselt von rauen Bergen und rund eine Stunde Fußmarsch von der nächsten Straße entfernt, liegt dieses lofotische Strandjuwel. Kvalvika umfasst zwei von einem Felsen getrennte Sandstrände, Fjorde und saftige Weiden zieren das Hinterland. Beides lässt sich vom Sattelpunkt aus bestaunen. Unberührt und meist menschenleer ist Kvalvika die Mühen der Wanderung wert. Norwegische Surfer haben die Bucht in den letzten Jahren für sich entdeckt und kommen aufgrund der guten Wellen sogar in den Wintermonaten hierher. Wildcampen ist ausdrücklich erlaubt. Wer also Zeit und Muße hat, nimmt das Zelt mit und verbringt gleich die Nacht zwischen Schafen und Meeresrauschen

Jurmala, Lettland

Jurmala ist der einzige offizielle Kurort des Landes und liegt gleich vor den Toren der Hauptstadt Riga. Neben dem Wasser sorgen das milde Klima, der Heilschlamm und Mineralquellen für Entspannung. Der nahezu 26 Kilometer lange Sandstrand grenzt an Kiefernwälder, Dünen und kleine Dörfer. Besonders hübsch sind die Sommervillen aus Holz, die Anfang des 20. Jahrhunderts hier erbaut wurden, und in erster Reihe zum Strand stehen. Majori und Bulduri zählen zu den beliebtesten Strandabschnitten. Zum Bummeln und zur abendlichen Unterhaltung finden sich sowohl die Letten als auch die Besucher rund um die Jomas-Straße im Zentrum des Dörfchens Majori ein

Luskentyre, Schottland

Zugegeben, um diesen Strand zu erreichen, ist man eine Weile unterwegs, denn er liegt auf der Insel Harris, die wiederum zu den Äußeren Hebriden zählt. Doch wer den Weg einmal auf sich genommen hat, wird mit azurblauem Wasser, weißem Sand und Ruhe entlohnt. Im Hinterland türmen sich überwucherte Karstlandschaften auf und der ständige Wetterwechsel sorgt für ein beeindruckendes Farbspiel. Wilde Pferde sind öfter in den Dünen rund um Luskentyre anzutreffen, Delfine und Seehunde fühlen sich in den klaren Gewässern der Bucht wohl. Auch wenn es hier karibisch aussieht, schwimmen geht man besser nur im Neoprenanzug, denn die Wassertemperatur liegt hier durchschnittlich bei 7 Grad

Rhossili Bay, Wales

Nahezu über drei Kilometer schmiegt sich die Bucht von Rhossili an die grünen Hügel der walisischen Halbinsel Gower. Im Jahr 1956 wurde die Halbinsel zur ersten „Area of Outstanding Beauty“ erklärt. Seitdem ticken die Uhren hier langsamer, denn mit dem Titel geht einher, dass nur noch nach strengen Auflagen etwas verändert werden darf. Und so kommt es, dass auch über Rhossili Bay nur ein einziges Haus wacht - das Pfarrhaus aus dem Jahr 1850, alle weiteren Baupläne wurden abgelehnt. Ein Glück für die Bucht, die nach wie vor in ihrer ursprünglichen Schönheit erstrahlt. In den satten Gräsern, die das Haus umgeben, weiden Wildpferde, warten Surfer auf die nächste Welle, landen Paraglider. Auch wenn sich die Tagesbesucher gut verteilen, ein Geheimtipp ist Rhossili nicht mehr, denn die Bucht wurde bereits zum zweiten Mal zum schönsten Strand Großbritanniens gekürt.

Das Pfarrhaus wird inzwischen an Feriengäste vermietet:

www.nationaltrustholidays.org.uk

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