Amrum

Ruhesuchende präferieren Amrum und das nicht ohne Grund, denn auf dem 10 Quadratkilometer großen Strand finden alle Besucher ein Fleckchen Privatsphäre. Die Amrumer Dünenlandschaft hingegen darf nicht betreten werden. Für Bewegung sorgt die obligatorische Wattwanderung nach Föhr und für natürliche Klänge, die Seevögel. Die Lieblichkeit Amrums hat sich inzwischen sogar bis in die USA herumgesprochen, dort wählten die Leser des Condé Nast Traveller Magazins die feinsandige Dünenlandschaft auf Platz drei der schönsten Strände in Europa

Rügen

Rügen nimmt schon wegen ihrer Größe einen besonderen Stellenwert unter den deutschen Inseln ein. Doch vor allem die berühmten Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund sind das Wahrzeichen der Region. Dazu kommen insgesamt rund 60 Kilometer lange Sandstrände, die zum Sonnenbaden einladen. Egal ob Binz, Thiessow, Sellin oder Göhren. Alle Abschnitte haben einiges für anspruchsvolle zu bieten – sind allerdings auch alles andere als einsam. Tierfreunde machen Ausflüge in die Bodden-Landschaft. Denn diese Küstengewässer sind durch Landzungen vom Meer getrennt und bieten zahlreichen Vögeln einen Lebensraum

Borkum

Mit 35 Quadratkilometern ist Borkum die größte und zugleich westlichste der ostfriesischen Inseln im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die rund 5.500 Einwohner können ihre 20 Kilometer Sandstrand täglich genießen. Urlauber zieht es vor allem an die vier bewachten Badestrände der Insel: Die Klassiker sind Nord-, Südbad und der FKK-Strand, etwas ausgefallener das lässige Jugendbad mit Beachclub.

Allergiker wissen vor allem das pollenarme Hochseeklima zu schätzen. Nicht ohne Grund ist die Insel ein staatlich anerkanntes Nordseeheilbad – und das seit 150 Jahren

Sylvensteinsee

Zugegeben, der Sylvensteinsee bietet nicht einen Sandstrand im klassischen Sinne – dafür aber echtes Südsee-Feeling. Der See überzeugt mit kristallklarem, türkisfarbenem Wasser und idyllischem Berg-Panorama. So ist es kein Wunder, dass das rund 1,5 Stunden von München gelegene Gewässer zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region zählt. Dabei ist dieses idyllische Fleckchen Erde in Wirklichkeit ein Stausee und leistet einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz. Bevor der Speichersee zwischen 1954 und 1959 gebaut werden konnte, mussten zunächst die Bewohner des Dorfes Fall ihr Zuhause räumen. Dann wurde das Tal geflutet. Ein neues Heim fanden die Menschen im heutigen Ortsteil "Neufall". Eine Legende besagt, dass bei Niedrigwasser noch der Kirchturm des Dorfes aus dem Wasser lugt. Da die Kirche wie alle Häuser abgerissen wurde, handelt es sich dabei jedoch nur um ein Schauermärchen

Darß Weststrand

Wild und ungezähmt erstreckt sich der Weststrand der Ostseehalbinsel Darß über rund 13 Kilometer inmitten eines Naturschutzgebietes. Nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen, gibt es hier weder Kioske noch Strandkörbe. Dabei sind vor allem die entwurzelten Bäume, die den Strand säumen, charakteristisch für sein naturbelassenes Panorama. Und auch die Lage dürfte ihr Übriges tun, denn in einer Travelzoo-Umfrage wurde die Ostsee mit 41 Prozent zum beliebtesten deutschen Reiseziel gewählt. Noch vor Bayern. Auch laut dem Deutschen Reiseverband DRV steht die Region hoch im Kurs und belegt den ersten Platz der gefragtesten Inlandsziele

Sylt

Sylt ist wohl eine der abwechslungsreichsten Inseln Deutschlands: Bei Kliff, Watt und Heide kommt echtes Nordsee-Feeling auf. Idyllische Strohdachhäuser, Dünen und kilometerweite Sandstrände begeistern jedes Jahr auf Neue zahlreiche Urlauber. Allein 2014 wurden mehr als 6,5 Millionen Übernachtungen auf der Nordsee-Insel gezählt. Das Weltnaturerbe Wattenmeer und die Steilküste runden die Lieblingsinsel der Deutschen ab. Zu den beliebtesten aber auch schönsten Stränden zählen Keitum und der Abschnitt am roten Kliff zwischen Kampen und Wenningstedt

Sankt Peter-Ording

St. Peter-Ording verfügt über einen der breitesten Strände Deutschlands. Er ist etwa zwölf Kilometer lang und bis zu zwei Kilometer breit. Charakteristisch sind seine Pfahlbauten, in denen man in luftiger Höhe einen Imbiss zu sich nehmen kann. An diesem Nordsee-Spot fühlen sich vor allem Kitesurfer, Strandbuggyfahrer und Surfer wohl. Und auch wenn es zum Baden weniger zugige Adressen gibt, findet man hier fünf bewachte Badestellen mit weit über 1.000 Strandkörben. Außerdem kommen Spaziergänger ganz auf ihre Kosten. Wenn das Wetter einmal nicht mithält, empfiehlt sich ein Besuch der Dünen-Therme, direkt hinterm Deich in den Dünenausläufern gelegen

Hamburger Elbstrand

Bei einer Umfrage des Reiseportals Travelzoo wurde Hamburg von deutschen Reisenden hinter Barcelona, Rom und Berlin zum viertliebsten Städtereiseziel gewählt. Denn wie schon beim spanischen Spitzenreiter lässt sich in der Perle ein urbaner Citytrip mit einem Strand-Abstecher verbinden. Der Hamburger Elbstrand ist legendär und nicht nur bei den Hanseaten beliebt. Auch wenn er nicht der idyllischste oder sauberste Strand ist, hat er doch etwas ganz Besonderes zu bieten: den Blick auf die Hamburger Hafenkulisse und zahlreiche Containerschiffe, die auf der Elbe kreuzen. Wer Stadtnähe und Strandgewusel sucht, ist in Övelgönne richtig. Hier lassen die Hamburger den Sommertag ausklingen, gehen joggen oder gönnen sich eine Erfrischung in den Strandlokalen. Mehr Ruhe und Entspannung bietet hingegen das Falkensteiner Ufer. Und wer über Nacht bleiben will, schlägt das Zelt am Elbecamp auf

Warnemünde

Der 15 Kilometer lange und bis zu 100 Meter breite Sandstrand des Ostseebades Warnemünde kombiniert Städtetrip mit Erholung. Auch Sonnenanbeter sind hier richtig. Denn laut Statista.com gab es in Mecklenburg Vorpommern im vergangenen Sommer die meisten Sonnenstunden - 1750 an der Zahl. Wer genug vom Sonnenbaden hat, schlendert durch den kleinen Hafen von Warnemünde und genießt Fischbrötchen direkt vom Kutter. Ruhesuchende kehren in den Teepott direkt am Leuchtturm ein und genießen den Blick von der großen Sonnenterrasse auf den Strand

Usedom

Mehr als 40 Kilometer langer Sandstrand, den nicht weniger als zehn Ostsee-Bäder säumen: Das bietet nur die Insel Usedom. Darunter das polnische Swinemünde (Swinoujście) und die drei Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck im Südosten der Insel. Ahlbeck dürfte besonders Loriot-Kennern ein Begriff sein. Denn wer schon einmal den Kult-Film „Pappa ante Portas“ gesehen hat, der kennt auch die Ahlbecker Seebrücke. Loriot war ein großer Fan des Usedomer Wahrzeichens und verewigte es in seinem Meisterwerk: Hier wurde der 80. Geburtstag seiner anspruchsvollen Film-Mutter gefeiert

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